Immobilien-Lotterie - Farmer werden in Brasilien

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Immobilien-Lotterie - Farmer werden in Brasilien

Beitragvon dietmar » Sa 24. Okt 2009, 16:06

Jetzt werden auch schon Objekte in Brasilien über diese meiner Auffassung nach dubiosen Lossysteme im Internet verscherbelt. Für 99 Euro kann man dann seine Traumfazenda gewinnen und jede Menge Startkapital mit dazu. Müssen halt nur genug mitspielen ....


brasilien-verlosung.jpg
brasilien-verlosung.jpg (46.15 KiB) 1131-mal betrachtet


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https://www.gwinme.com/immovables.php


Was denkt ihr?


PS: Bitte die Seite keinesfalls direkt verlinken!
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Re: Immobilien-Lotterie - Farmer werden in Brasilien

Beitragvon udo » Sa 24. Okt 2009, 17:41

Moin.

Grundsätzlich finde ich die Idee ziemlich Klasse. Gut für den Besitzer in schlechten Immo-Märkten, gut für die Bieter da relativ gute Chancen.

Was mich allerdings von einer Teilnahme abhalten würde ist, daß die Firma in Belize registriert ist und noch nicht weiss, ob die Kosten nun 200.000 € oder doch 300.000 € betragen sollen.

Zudem ist eine Teilnahme von DE aus illegal was sich im Hinblick auf die rechtliche Position des Teilnehmers im Zweifelsfall auch nicht gerade positiv auswirken dürfte.

1.000.000 Gesamtvolumen
300.000 Gwinme
100.000 Gewinner
600.000 Verkäufer

Aber gute Geschäftsidee und gut gemachte Seite. Und schließlich wir sind ja alle erwachsen.... :wink:

Gruss Udo

p.s. was kosten 8 ha in der Gegend am Markt?
Wie werden die Grundsteuern und sonstige Abgaben berechnet - nach Verkaufspreis oder Verkehrswert? Wenn Verkaufspreis, welcher Betrag ist dann anzusetzen? 1 Mio., 700.000 oder 600.000 ?
Zuletzt geändert von udo am Sa 24. Okt 2009, 17:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Immobilien-Lotterie - Farmer werden in Brasilien

Beitragvon dimaew » Sa 24. Okt 2009, 17:42

Ich habe mir das Ganze mal ein wenig genauer angesehen. Erscheint mir äußerst dubios. Dabei kommt es noch nicht einmal auf den Firmensitz in Belize an, nach dessen Recht sich dann unter Umständen auch eventuelle Streitigkeiten richten würden.

Nach dem Gesellschaftsvertrag ist die Firma eine reine Beteiligungsgesellschaft, die u.a. Kredite ohne Sicherheiten vergeben darf, ebenso Garantien und Geschenke an ihre Mitglieder. Wenn man also aufgefordert wird "ein Konto mit Startkapital" aufzuladen bedeutet dies nichta anderes, als dass man sich an der Firma beteiligt. Dieses Kapital muss die Firma dann für die genannten Kosten von 20% - 30% (von was?) verwenden. Außerdem müssen davon die Gewinne angeschafft werden, die dann wiederum an die Mitglieder "verschenkt" werden. Hinzu kommt natürlich der für die Verlierer verlorene "Lospreis".

Solange sich immer genug neue Mitglieder finden, funktioniert dieses Umverteilungsgeschäft, bei dem mit dem Geld von vielen angeschaffte Güter an einzelne verschenkt werden. Sobald aber kein frisches Kapital mehr kommt, ist die Firma pleite.
Man nennt sowas landläufig auch "Schneeballsystem", weil "zufriedene" Mitglieder wieder neue Mitglieder werben, die dann die Schulden der Firma gegenüber den älteren Mitgliedern (und gegenüber Drittgläubigern) tilgen. Den letzten in dieser Kette beißen die Hunde.

Meine Empfehlung ist daher ganz klar: Finger weg.
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Re: Immobilien-Lotterie - Farmer werden in Brasilien

Beitragvon udo » Sa 24. Okt 2009, 18:30

Dimaew,

Stammkapital 50.000 US$ - man erwirbt mit Teilnahme eine (vermutlich) Option auf ein Geschäft. Also keine Anteile an der Firma.

Aber interessante Lektüre zur Inc. Ich glaub ich brauch auch eine Inc. in Belize, denn damit darfst Du einfach alles... Außer Geschäfte in Belize machen. Belize wird schon wissen warum. :twisted:

Ich find die Konstruktion einfach nur GEIL. :mrgreen:

Falls noch jemand nach Möglichkeiten sucht seine Auswanderung wohin auch immer, ohne Arbeit und geringem Risiko zu finanzieren, (alles)lesen und nachmachen! =D>

Gruss Udo

Nachtrag: Es werden in den verlinkten Dokumenten weder Direktoren noch Anteilseigner der Firma gwinme benannt....mag sich ein jeder seinen Reim drauf machen.
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Re: Immobilien-Lotterie - Farmer werden in Brasilien

Beitragvon udo » Sa 24. Okt 2009, 18:59

Wie wärs denn damit? Mit ein wenig Glück erweist Sie sich nicht als "Immobilie"... :twisted:

http://de.news.yahoo.com/26/20091024/te ... 61596.html

Gruss Udo
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Re: Immobilien-Lotterie - Farmer werden in Brasilien

Beitragvon dimaew » Sa 24. Okt 2009, 20:51

udo hat geschrieben:Dimaew,

Stammkapital 50.000 US$ - man erwirbt mit Teilnahme eine (vermutlich) Option auf ein Geschäft. Also keine Anteile an der Firma.

Aber interessante Lektüre zur Inc. Ich glaub ich brauch auch eine Inc. in Belize, denn damit darfst Du einfach alles... Außer Geschäfte in Belize machen. Belize wird schon wissen warum. :twisted:

Ich find die Konstruktion einfach nur GEIL. :mrgreen:

Falls noch jemand nach Möglichkeiten sucht seine Auswanderung wohin auch immer, ohne Arbeit und geringem Risiko zu finanzieren, (alles)lesen und nachmachen! =D>

Gruss Udo

Nachtrag: Es werden in den verlinkten Dokumenten weder Direktoren noch Anteilseigner der Firma gwinme benannt....mag sich ein jeder seinen Reim drauf machen.


@Udo: Das STammkapital, übrigens in 1 $ - Anteile geteilt, besagt zunächst nichts über die Frage, ob man Anteilseigner oder sonst wie beteiligt wird. Die "Firma" ist ja so gestrickt, dass sie tausende Unterfirmen haben kann. Das wird sie vermutlich auch zu jedem einzelnen zur Verlosung stehenden Objekt machen. Das ist aber gar nicht die Frage. Die Frage ist, woher kommt das Kapital, mit dem die zur Verlosung stehenden Objekte angekauft werden, denn geschenkt bekommt die Firma die ja nicht. Und da sind wir beim typischen Schneeball. Und das ist nicht "geil" sondern kriminell.
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Re: Immobilien-Lotterie - Farmer werden in Brasilien

Beitragvon udo » So 25. Okt 2009, 00:47

Dim,

aus Deinem ersten Posting schließe ich, das wir beide wissen worauf die Sache hinauslaufen "könnte", hinauslaufen wird, oder vielleicht auch nicht.

Fakt ist, das im Rahmen einer Inc. das Stammkapital sowie die Inhaber desselben konkret benannt werden. Ohne Eintragung kein Anteil. Punkt. Alles Andere ist laufendes Geschäft wie in den Dokumenten dargestellt. Noch mal - (alles)lesen und die eigenen Schlüsse ziehen....

Aber das sind eher Randnotizen. Lesen muss jeder der sich beteiligen möchte schon selber.

Und ja, die ganze Sache ist ganz gut gemacht. Etwas inkonsequent zwar, aber immerhin, guter Versuch.

Wenn die Herren sich dazu durchringen könnten, etwas weniger gierig zu sein, eine verantwortliche Person + Adresse zu benennen und einen Weg finden, kritische Geister wie den brasiblogger, dich und mich zum Schweigen zu bringen, dann läuft die Kiste.

Als Unternehmer finde ich die Möglichkeiten, die eine INC. in Belize bietet, sich gegen die "Wechselfälle des Lebens" abzusichern ziemlich geil.

Als Kunde würde ich keine Geschäfte mit einer solchen Firma machen....

Gruss Udo
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Re: Immobilien-Lotterie - Farmer werden in Brasilien

Beitragvon Westig » So 25. Okt 2009, 17:31

Zumal sie auch keinen End-Termin angeben, zu dem definitiv die Immobilie, Farm, Grundstueck, Haus und was auch immer versteigert wird. Da bleibt immer ein Hintertuerchen offen: die Versteigerungstermine werden nach hinten verschoben, und wer eingezahlt hat, wartet dann bis zum Sanktnimmerleinstag.

Aehnliche Angebote finden sich in fast allen Foren, die sich mit Lateinamerika befassen, Paraguay, (Tausend ha. bestes Farmland), Argentinien (Traumhafte Farm), Dominikanische Republik (Traumhaus am Paradies-Strand). In Punta Cana sollte der DEFINITIV letzte Versteigerungstermin fuer ein Traumhaus unter notarieller Aufsicht und mit viel Brimborium im August 2009 stattfinden, nachdem er drei oder viermal verschoben wurde, und das unabhaengig von der Zahl der Einzahler. Alles nichts gewesen, in entsprechenden Foren beschweren sich die Teilnehmer, und die Anbieter haben kassiert und lachen sich womoeglich schief. Und sind, wie auch im vorliegenden Fall, nicht greifbar noch haftbar. Im Kleingedruckten heisst es zwar, der definitive Versteigerungstermin muesse "rechtzeitig bekanntgegeben werden". Aber auch: die Datumsfestsetzung sei den Anbietern vorbehalten. Und so weiter.

Weiter oben wurde ja gut geraten: Finger weg.
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Re: Immobilien-Lotterie - Farmer werden in Brasilien

Beitragvon udo » Mi 28. Okt 2009, 15:59

Aber die erbringen grad mal wieder den Beweis, daß es genügend Idioten gibt, deren Gier den Verstand bei weitem übersteigt.... ca. 4000 € gesamt in allen Veranstaltungen bisher. Möchte wetten, die sitzen hinter ihren Monitoren und lachen sich halbtot über soviel Dummheit.

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Re: Immobilien-Lotterie - Farmer werden in Brasilien

Beitragvon andreas37 » Mi 28. Okt 2009, 17:22

udo hat geschrieben:Aber die erbringen grad mal wieder den Beweis, daß es genügend Idioten gibt, deren Gier den Verstand bei weitem übersteigt.... ca. 4000 € gesamt in allen Veranstaltungen bisher. Möchte wetten, die sitzen hinter ihren Monitoren und lachen sich halbtot über soviel Dummheit.

Udo


Also bei bisher 608,-- Euronen "Spenden" und den 3% die laut FAQ dafür aufgebracht werden, komme ich auf insgesammt 20266,67 Umsatz. Da sitzen die nicht mehr vor dem Bildschirm, die sind schon shoppen.................

Bis denne
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