Immobilienblase Brasilien?

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Itacare » Do 7. Okt 2010, 19:55

Dubai lässt grüßen. Da sind sie wieder, die 3 Faktoren, die jeder Makler und Verkäufer geschickt ausnutzt: Geldgier, Angst und Dummheit.
Mit 40 % Wertsteigerung wird die Geldgier geweckt. Wenn der Bauherr sich da sicher wäre, würde er 2 Jahre mit dem Verlauf warten.
Dann die Angst, jemand anders könnte einem das wegschnappen, und die Dummheit natürlich, den Firlefanz nicht zu erkennen.
Die reinen Anleger / Spekulationsobjekte sind da immer gefährlich; in Gegenden, in denen zum Selbstbezug gekauft wird, sind die Preise realistischer und stabiler.
Grundstücke sind wertstabiler, vorausgesetzt natürlich, man hat nicht schon zu überheizten Zeiten gekauft. Aber da kann man wenigstens noch abwarten. Gebäude zerfallen, Grundstücke nicht. Gebäude kann man beliebig vermehren, Grundstücke nicht. Gute Lagen sind immer wertstabil.
Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon ptrludwig » Do 7. Okt 2010, 20:19

Auch Grundstücke müssen in Brasilien nicht immer sicher sein. Im vergangenen Jahr ist hier folgender Fall passiert, ein Deutscher hat sich vor einigen Jahren zwei Grundstücke gekauft, in der Hoffnung auf Wertsteigerung. Die Grundstücke wurden um mauert und in unregelmäßigen Abständen von einem hier wohnenden Deutschen kontrolliert.
Bei einer Kontrolle stellte er nun fest das beide Mauern eingerissen waren und auf einem Grundstück das Erdgeschoss als Rohbau stand. Beim zweiten Grundstück stand der Baubeginn wohl unmittelbar bevor.
Der neue Bauherr ließ sich nicht bewegen den Bau einzustellen. Auch ein paar Polizisten zogen wieder ab, weil es sich beim Bauherren um einen ehemaligen Delegado handelte gegen den sie sich nichts zu unternehmen trauten.
Die Sache ist dann allerdings noch gut ausgegangen, weil der Bauherr die beiden Grundstücke zu einem annehmbaren Preis gekauft hat.
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Itacare » Do 7. Okt 2010, 20:29

ptrludwig hat geschrieben:Auch Grundstücke müssen in Brasilien nicht immer sicher sein. Im vergangenen Jahr ist hier folgender Fall passiert, ein Deutscher hat sich vor einigen Jahren zwei Grundstücke gekauft, in der Hoffnung auf Wertsteigerung....


Damit hast Du alles gesagt :mrgreen:
Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon amazonasklaus » Do 7. Okt 2010, 20:48

Itacare hat geschrieben:
ptrludwig hat geschrieben:Auch Grundstücke müssen in Brasilien nicht immer sicher sein. Im vergangenen Jahr ist hier folgender Fall passiert, ein Deutscher hat sich vor einigen Jahren zwei Grundstücke gekauft, in der Hoffnung auf Wertsteigerung....


Damit hast Du alles gesagt :mrgreen:

So ein Grundstückskauf ist eigentlich weder ungewöhnlich noch verwerflich, selbst wenn er durch einen Ausländer erfolgt. Was ist denn damit alles gesagt?
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Itacare » Do 7. Okt 2010, 21:25

amazonasklaus hat geschrieben:
Itacare hat geschrieben:
ptrludwig hat geschrieben:Auch Grundstücke müssen in Brasilien nicht immer sicher sein. Im vergangenen Jahr ist hier folgender Fall passiert, ein Deutscher hat sich vor einigen Jahren zwei Grundstücke gekauft, in der Hoffnung auf Wertsteigerung....


Damit hast Du alles gesagt :mrgreen:

So ein Grundstückskauf ist eigentlich weder ungewöhnlich noch verwerflich, selbst wenn er durch einen Ausländer erfolgt. Was ist denn damit alles gesagt?


Deutscher = vermutlich geringe Kenntnisse der marktüblichen Preise und der regionalen Preisentwicklung.
Hoffnung auf Wertsteigerung = Spekulation. Da kann man eben auch verlieren...
Geldgier war da jedenfalls im Spiel, um Angst und Dummheit zu beurteilen, bräuchte ich mehr Informationen :mrgreen:
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon giga » Do 7. Okt 2010, 23:25

Hallo,

Immobilienblase........Ich wohne nun schon einige Zeit in Natal (Ponta Negra) und kenne diese Gegend schon 25 Jahre. Das war ein Paradies.....Heute wie schon erwähnt bauen sie hier wie die Irren ihre Hochhäuser...eins nach dem anderen.Und wenn man dann mal genauer schaut......es stehen jede Menge Wohnungen leer und die Makler lügen einem das blaue vom Himmel vor.Ich weiß nicht wo das enden soll ,aber eins ist sicher diese Blase muß platzen.

Schaut euch mal diese Wohnungen nach ein paar Jahren an......

Und dann schaut euch mal die Bauqualität an.selten so was mieses gesehen zu überzogenen Preisen.Aber da ja alles zu 100% finanziert wird ist es wohl egal was eine Wohnung kostet.Auch die Nebenkosten hauen einen vom Hocker.
Auf die Infrastruktur wird gar nicht geachtet. Die Kapazität der Kläranlage ist viel zu klein.Und wo läuft der Dreck hin?????
Geh mal ans Meer runter ,dann weißt Du es...........

Also mich bekommt keiner in so ein Hochhaus.



Es ist schon traurig wie mit allem umgeganen wird
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon amazonasklaus » Fr 8. Okt 2010, 11:26

Itacare hat geschrieben:
amazonasklaus hat geschrieben:
Itacare hat geschrieben:
ptrludwig hat geschrieben:Auch Grundstücke müssen in Brasilien nicht immer sicher sein. Im vergangenen Jahr ist hier folgender Fall passiert, ein Deutscher hat sich vor einigen Jahren zwei Grundstücke gekauft, in der Hoffnung auf Wertsteigerung....


Damit hast Du alles gesagt :mrgreen:

So ein Grundstückskauf ist eigentlich weder ungewöhnlich noch verwerflich, selbst wenn er durch einen Ausländer erfolgt. Was ist denn damit alles gesagt?


Deutscher = vermutlich geringe Kenntnisse der marktüblichen Preise und der regionalen Preisentwicklung.
Hoffnung auf Wertsteigerung = Spekulation. Da kann man eben auch verlieren...
Geldgier war da jedenfalls im Spiel, um Angst und Dummheit zu beurteilen, bräuchte ich mehr Informationen :mrgreen:

Aus der Tatsache, dass die Lokalpromenienz die Grundstücke "übernommen" hat, schließe ich eher, dass der Käufer attraktive Grundstücke zu einem guten Preis erworben hatte.
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon tadinho » Mo 1. Nov 2010, 01:36

die geplatzte immobilienblase in den usa mit einer aufkommenden in brasilien in verbindung zu bringen halte ich für gewagt....die probleme in den usa waren das die kredite nicht mehr ausreichend bedient werden konnten und die banken versteigert haben weil immobilienbesitz nicht der haupterwerbszweck einer bank ist......wenn hier von 100% finanzierungen gesprochen wird dann sollte das nicht so dagestellt werden das eine bank 100% der immobilie finanziert....in der regel handelt es sich um finanzierungen durch den bauträger....in der regel müssen 30-50% anzahlung erbracht werden und der rest geht bis auf 10 jahre mit mtl 1% zins...da der bauträger die immobilie als sicherheit hat (rgi wird erst nach der letzten rate gemacht) brauchen käufer auch keinen einkommensnachweis da der bauträger durch die anzahlung sowieso auf der sicheren seite steht.....es gibt bestimmt finanzierungsprogramme die an 100% finanzierung anreichen die aber mit sehr vielen hürden versehen sind, wie max. einkommen etc......ob man nun die aussage 40% wertsteigerung als seriös werten will oder nicht ist eigentlich unerheblich, denn zumindest für rio de janeiro ist es ein fakt....die preise in rio sind auch schon jahre vor der bekanntgabe der wm und der olympiade gestiegen und nun steigen die preise ein bißchen schneller....man kann sicherlich darüber diskutieren aber nicht ändern....wer an der strasse xy kaufen will muß halt den preis zahlen oder lamentiert darüber rum...fazit wird sein ein anderer kauft und hinterher stellt man fest...hätte ich nur damals...
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Itacare » Mo 1. Nov 2010, 08:55

Die Blase in USA entstand durch die ehemals sehr niedrigen Zinsen. Da wurde nicht auf den Wert der Immobilie geachtet, sondern nur auf die monatliche Rate. Als die Zinsen wieder stiegen, war für viele der Traum vorbei.
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon hildkit » Di 2. Nov 2010, 04:34

ptrludwig hat geschrieben:Auch Grundstücke müssen in Brasilien nicht immer sicher sein. Im vergangenen Jahr ist hier folgender Fall passiert, ein Deutscher hat sich vor einigen Jahren zwei Grundstücke gekauft, in der Hoffnung auf Wertsteigerung. Die Grundstücke wurden um mauert und in unregelmäßigen Abständen von einem hier wohnenden Deutschen kontrolliert.
Bei einer Kontrolle stellte er nun fest das beide Mauern eingerissen waren und auf einem Grundstück das Erdgeschoss als Rohbau stand. Beim zweiten Grundstück stand der Baubeginn wohl unmittelbar bevor.
Der neue Bauherr ließ sich nicht bewegen den Bau einzustellen. Auch ein paar Polizisten zogen wieder ab, weil es sich beim Bauherren um einen ehemaligen Delegado handelte gegen den sie sich nichts zu unternehmen trauten.
Die Sache ist dann allerdings noch gut ausgegangen, weil der Bauherr die beiden Grundstücke zu einem annehmbaren Preis gekauft hat.

Hat er die Grunstuecke ordnungsgemaess auf dem cartorio de imoveis registrieren lassen??? [-X [-X [-X
historia mal contada #-o
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