Immobilienblase Brasilien?

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon ptrludwig » Di 2. Nov 2010, 12:00

hildkit hat geschrieben:
ptrludwig hat geschrieben:Auch Grundstücke müssen in Brasilien nicht immer sicher sein. Im vergangenen Jahr ist hier folgender Fall passiert, ein Deutscher hat sich vor einigen Jahren zwei Grundstücke gekauft, in der Hoffnung auf Wertsteigerung. Die Grundstücke wurden um mauert und in unregelmäßigen Abständen von einem hier wohnenden Deutschen kontrolliert.
Bei einer Kontrolle stellte er nun fest das beide Mauern eingerissen waren und auf einem Grundstück das Erdgeschoss als Rohbau stand. Beim zweiten Grundstück stand der Baubeginn wohl unmittelbar bevor.
Der neue Bauherr ließ sich nicht bewegen den Bau einzustellen. Auch ein paar Polizisten zogen wieder ab, weil es sich beim Bauherren um einen ehemaligen Delegado handelte gegen den sie sich nichts zu unternehmen trauten.
Die Sache ist dann allerdings noch gut ausgegangen, weil der Bauherr die beiden Grundstücke zu einem annehmbaren Preis gekauft hat.

Hat er die Grunstuecke ordnungsgemaess auf dem cartorio de imoveis registrieren lassen??? [-X [-X [-X
historia mal contada #-o

Ja
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon hildkit » Mi 3. Nov 2010, 02:31

ptrludwig hat geschrieben:
hildkit hat geschrieben:Ja

verwechseln sie nicht das "cartorio de imoveis" mit einem normalem cartorio das einen Vertrag ausstellt?
wenn es auf ersterem regisriert wurde fliegt der invasor gewaltsam raus, Delegado oder nicht!
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon ptrludwig » Mi 3. Nov 2010, 11:03

hildkit hat geschrieben:
ptrludwig hat geschrieben:
hildkit hat geschrieben:Ja

verwechseln sie nicht das "cartorio de imoveis" mit einem normalem cartorio das einen Vertrag ausstellt?
wenn es auf ersterem regisriert wurde fliegt der invasor gewaltsam raus, Delegado oder nicht!

Na klar, das ist dann die einfachste Sache der Welt und passiert von heute auf morgen. Das Haus was der dann gebaut hat muss er natürlich wieder abreißen und den alten Zustand herstellen.
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Itacare » Do 21. Feb 2013, 22:18

Ist jetzt gut 2 Jahre her dass das diskutiert wurde. Mich würde interessieren wie das so weiter ging. Persönlich halte ich mich kaum in Großstädten auf, kann da nicht mitreden. Bei Lagen in Strandnähe, in der Regel wohl Freizeitobjekte, ist meine Feststellung, dass die Preise wenigstens stagnieren, einige sind von ihrer Goldgräbermentalität wieder ein ganzes Stück abgerückt.
Wie sieht es in den Großstädten aus, da wo die Leute wohnen und arbeiten?
Einen Knall hat man ja noch nicht vernommen, und ein solcher ist wenn dann vermutlich erst nach der Olympiade 2016 zu erwarten.
Aber reißt man den Baulöwen immer noch alles aus der Hand, locken die Makler immer noch mit utopischen Wertsteigerungen oder hat sich das eingebremst?
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon brasiuuu » Fr 22. Feb 2013, 02:05

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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon amazonasklaus » Fr 22. Feb 2013, 02:35

Wie gewöhnlich in Wirtschaftsfragen gibt es durchaus unterschiedliche Ansichten.

http://exame.abril.com.br/seu-dinheiro/imoveis/noticias/brasil-vive-bolha-imobiliaria-dizem-professores-da-fgv
"Em Portugal, de onde eu acabei de vir, o desemprego beira 20%, ou seja, um em cada quatro portugueses estão desempregados." -- Dilma Rousseff
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 22. Feb 2013, 03:52

2 links, 2 gegensätzliche Meinungen

Aber Vorsicht, der link von brasiuuu ist eine Werbemitteilung, logisch, dass die kurzfristig keine Sorgen und Mittelfristig schönes Wetter vorhersagen. Die wollen ihre Fonds verkaufen. Wer das Risiko liebt, sollte jetzt einsteigen, Brasilien ist doch das Land der Zukunft und gewohnt wird immer. Aber reich werden dabei immer nur die Verkäufer, nicht die Kleinanleger.

Da halte ich auch de link von Amazonasklaus für seriöser und zutreffender. Das deckt sich auch mit meinem Gefühl, dass ich hier so in BH habe. Es ist jetzt so viel gebaut worden, durch den zusätzlichen Boom bei Hotels und WM Infrastruktur auch viel zu teuer, dass die Wohnungen jetzt erst mal verkauft werden müssen.

Diese Wirtschaftsentwicklungsdelle hat dazu geführt, das eine Menge junger qualifizierter Angestellter, die in den letzten Jahren gute Jobs gefunden haben, jetzt plötzlich wieder ohne Job sind, wie die die Raten jetzt bezahlen wollen? Hoffen wir, dass es bald mit Brasilien beschleunigt weiter geht. Da sind ja auch noch andere Schulden für Autos und Konsum abzutragen.

Aber irgendwie geht's nach der WM schon weiter.

Gruß
Trem Mineiro

@ Brasiuuuu: beim posten sollte man schon beim Link drauf hinweisen, dass das Werbung ist.
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Elsass » Fr 22. Feb 2013, 06:38

Wenn mieten billiger ist als eine Wohnung zu finanzieren, wie in einem der o.a. Artikel angesprochen, dann kann man sich denken, warum keiner mehr Wohnungen kauft.
In Salvador ist der Leerstand von Neubauwohnungen ziemlich gross. An der Strada de Coco stehen die Wohnblocks reihenweise leer. Teilweise aber auch weil die Dinger nie richtig fertig werden.
Der Markt ist wohl gesaettigt.
Die Firmen gehen nur nicht pleite, weil die Gewinne so extrem kalkuliert sind, dass nach dem Verkauf der Haelfte des Projekts schon Gewinne erzielt werden. Und bevor die Unternehmer billig verkaufen, lassen sie die anderen Wohnungen erstmal leer stehen, egel ob sie verkommen oder nicht. Teilweise haengen da auch Banken mit drin als Beteiligte, die genug Geld haben und warten koennen.
Woher soll denn das Wachstum in Brasilien kommen, dass es dem neuen Mittelstaendler ermoeglicht, diese immer noch sehr teurer Appartments zu kaufen? Die Copa gibts nur einmal, danach ist Schluss.
Tatsache ist allerdings auch, dass im Moment noch viel gebaut wird, gute pedreiros sind rar. Aber wie lange noch? Ich spekuliere auf eine deutlich Korrektur.
Einfach mal nach "brasileiro endividado" oder "familia brasileira endividada" googeln.
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon BrasilJaneiro » Fr 22. Feb 2013, 07:45

Es bleibt wie es ist. Dort wo alle hin wollen, steigen die Preise stets. Aber Vorsicht. Es ist auch wie Briefmarken sammeln. Der Wert einer Immobilien ist noch lange nicht der Verkaufspreis, den man erzielen kann. Sicher sind in Brasilien die Immobilienpreise gestiegen. Es sind auch viele sehr gute Neubauten dazu gekommen. Aber egal. Wer Geld hat, der kann mit dem Kauf von Immobilien und Grundstücke auf Dauer sein Geld gut anlegen.
Ich kenne Leute, die heute für ihr finanziertes Haus über die caixa econômica nur noch R$ 200,00 im Monat zahlen. Dafür können sie selbst in Brasilien nichts mehr mieten.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Itacare » Fr 22. Feb 2013, 09:04

Was ist mit den Preisen? Im Eingangsthread steht ja, dass die Makler vollmundig von 40 % Wertsteigerung innerhalb kürzester Zeit getönt haben.
Hat da seitdem eine merkliche Steigerung stattgefunden? Oder Stagnation?
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