Immobilienblase Brasilien?

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Elsass » Fr 22. Feb 2013, 09:52

Itacare hat geschrieben:Im Eingangsthread steht ja, dass die Makler vollmundig von 40 % Wertsteigerung innerhalb kürzester Zeit getönt haben.
Hat da seitdem eine merkliche Steigerung stattgefunden? Oder Stagnation?

Einzelne mir bekannte Objekte haben ihren Wert in 5 Jahren verdoppelt.
Vor allem bei Grundstuecke mit sauberen Dokumenten kann man den Gewinn auch realisieren.
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Itacare » Fr 22. Feb 2013, 11:31

Ja also das mit den Grundstücken ist mir bekannt. Bin da selbst ein Geschädigter :lol: :mrgreen:
Obwohl man von Gewinn erst reden kann, wenn dieser in Form eines Verkaufs tatsächlich realisiert wurde, und das habe ich keinesfalls vor. 3L verkauft man nur in Not.

Wer weiss wie sich das bei Wohnungen entwickelt hat? Da gilt doch meist die Devise, nicht der Wert, nicht die Substanz zählt, sondern das was ein Käufer bereit ist zu bezahlen, somit je nach Marktstimmung oft deutlich überteuert.
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Berlincopa » Fr 22. Feb 2013, 14:13

Letzte Woche gab es in einer Zeitung eine Marktübersicht über die Immobileinpreise in Rio. Für Leblon liegt der qm-Preis moment bei ca. 20 T R$, Ipanema ca. 15, Copacabana ca. 12. Selbst in nicht so tollen Stadtteilen werden Preise von 4 bis 5 T Reais pro qm verlangt. Denke, daß es sich nach den Großereignissen zwar abschwächen wird, aber sicherlich wird es keine Implosion der Preise geben; denn viele reiche Brasilianer und Ausländer werden von den Bildern aus Rio begeistert sind und versuchen, dort auch Eigentum zu erwerben.
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Lemi » Fr 22. Feb 2013, 14:17

Historisch gesehen wurden Preisreduzierungen in Brasilien noch nie praktiziert. Entweder die Inflation galoppiert oder die Preise stagnieren mal für kurze Zeit. Brasilianer sitzen Krisen lieber aus als die Preise zu reduzieren. Das ist zwar gerade bei den hohen Zinsen in Brasilien unlogisch, aber es ist nun mal so. Den Spruch "Lieber den Spatz in der Hand als die Katze auf dem Dach" kennt man hier nicht.
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Berlincopa » Fr 22. Feb 2013, 14:25

Lemi hat geschrieben:Historisch gesehen wurden Preisreduzierungen in Brasilien noch nie praktiziert. Entweder die Inflation galoppiert oder die Preise stagnieren mal für kurze Zeit. Brasilianer sitzen Krisen lieber aus als die Preise zu reduzieren. Das ist zwar gerade bei den hohen Zinsen in Brasilien unlogisch, aber es ist nun mal so. Den Spruch "Lieber den Spatz in der Hand als die Katze auf dem Dach" kennt man hier nicht.



Den Spruch mit der Katze kennt man in Deutschland auch nicht
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Itacare » Fr 22. Feb 2013, 16:18

Berlincopa hat geschrieben:
Den Spruch mit der Katze kennt man in Deutschland auch nicht


Also einigen wir uns: lieber die Maus in der Hand als die Taube auf dem Dach :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Brazil53 » Fr 22. Feb 2013, 16:34

lieber eine blinde im arm, als eine taube auf dem Dach. :mrgreen:
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 22. Feb 2013, 19:19

Itacare hat geschrieben:Was ist mit den Preisen? Im Eingangsthread steht ja, dass die Makler vollmundig von 40 % Wertsteigerung innerhalb kürzester Zeit getönt haben.
Hat da seitdem eine merkliche Steigerung stattgefunden? Oder Stagnation?



Diese Wertsteigerung hat wohl mit der Finanzierungsmethode zu tun.
Wenn du im "Plantao" kaufst, existiert von der Immobilien (20 Stockwerke, 40 Wohnungen)nur der Plan und das Verkaufs-Häuschen mit Musterwohnung, vielleicht sogar die Baugrube. Du zahlst bar und finanzierst die Immobilie damit zinslos. Du selber refinanzierst wiederum den Kaufpreis und trägst das Risiko, falls der Bau nie fertig wird (und zahlst natürlich auch die Zinsen.
Wenn alles gut geht, hast du eine günstige Wohnung, die zum Zeitpunkt des Bezuges (weiß nicht warum das hier immer so lange dauert - 2 Jahre sind da gar nix)dann auch 40 % mehr Wert ist. Die Käufer, die auf Sicherheit gehen und die Wohnung erst kaufen, wenn sie auch real existiert, zahlen dann mehr.

Bisher ging es meistens gut, aber wenn es doch eine Blase geben sollte und wenn die mal platz, dann haben die ihre Schulden, ihre halbfertige Wohnung............und wohnen weiterhin in ihrem Altbau zu Miete.

Die großen Baufirmen verringern damit ihre Kreditverbindlichkeit und können mit relativ wenig Kapital große Volumen bauen. Wenig Kapital ist aber genau das Risiko, im Ernstfall ist da nicht viel für die Gläubiger zu holen, weil es ja irgendwie ein Schneeballsystem ist, das evtl. Verluste auf spätere Zeiten verlagert.

Gruß
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Lemi » Fr 22. Feb 2013, 19:45

Trem Mineiro hat geschrieben:Diese Wertsteigerung hat wohl mit der Finanzierungsmethode zu tun.
Wenn du im "Plantao" kaufst, existiert von der Immobilien (20 Stockwerke, 40 Wohnungen)nur der Plan und das Verkaufs-Häuschen mit Musterwohnung, vielleicht sogar die Baugrube. Du zahlst bar und finanzierst die Immobilie damit zinslos. Du selber refinanzierst wiederum den Kaufpreis und trägst das Risiko, falls der Bau nie fertig wird (und zahlst natürlich auch die Zinsen.

Gruß
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Dass jemand eine lediglich auf der Zeichnung existierende Immobilie bar kauft, halte ich für ein Gerücht. Ich bin selber schon bei vielen solchen Verkaufsbüros vorstellig geworden und habe meist eine Anzahlung + ein Finanzierungsmodell angeboten bekommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Brasilianer einer Baufirma so viel Vertrauen schenkt und ihr einen ihr Geld aus einem Riesenbankkredit (eigenes Geld hat in Brasilien keiner) ohne irgendwelche Sicherheiten in den Rachen wirft. Das wäre wie ein 6-er im Lotto.
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Re: Immobilienblase Brasilien?

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 22. Feb 2013, 19:59

Lemi hat geschrieben:Ich bin selber schon bei vielen solchen Verkaufsbüros vorstellig geworden und habe meist eine Anzahlung + ein Finanzierungsmodell angeboten bekommen..


Ja, so isses, nur dass die Finanzierung eben eine Kundenfinanzierung ist (bei DME ein Lieferantenkredit). Und als Sicherheit hast du ja dein Stück vom großen Gebäude, das da entstehen soll und auch ein paar Garantien des Bauunternehmers. Nur haftest du persönlich auch für den Kredit, wenn beim Bauunternehmer nichts zu holen ist, was bei solchen Finanzierungsmodellen halt aus Kapitalarmut mal passsieren kann.
Darum ist kaufen "nach Plantao" also vor dem Bau ja so günstig, weil du das Risiko mit bezahlt bekommst.
Das passiert dir auch in D, wenn dein Eigenheim-Bauunternehmer den Bau nicht zuende bringt, nur ist es da überschaubarer und besser kontrollierbarer. Aber letztendlich haftest du gegenüber der Bank für deinen Kredit (darum gibt es ja auch nicht so viel)

Gruß
Trem Mineiro
Zuletzt geändert von Trem Mineiro am Fr 22. Feb 2013, 20:37, insgesamt 1-mal geändert.
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