Imovel rural / Landwirtschaftsgrundstück

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Beitragvon Takeo » Di 6. Feb 2007, 00:46

Severino hat geschrieben:Landwirtschaft in Brasilien ist heute immer mehr Monokultur. Aktuell macht alles in Soja....


... oder Zuckerrohr, aber um darin zu investieren muss man noch ein paar mal Nullen an den Investitionsbetrag dranhängen!

(Severino: jetzt sei mal nicht so gemein zu einem österreichischen Bananspezialisten, auch diese Leute können plötzlich Einiges an Erfahrung mitbringen... ich hatte dieser Tage beispielsweise mit einem schweizer agrarier zu tun, der schon in Spanien und Dubai mit Obst gearbeitet hatte... was ihn aber verwunderte: Boah ist Brasilien modern in Landwirtschaft... und auch ein Brite hatte sich letzte Woche über die Modernität argentinischer und brasilianischer Soja gewundert: sowas hätte man ja noch nicht einmal in den USA... also: hoffentlich wisst Ihr, auf was Ihr Euch so einlasst, wenn um Landwirtschaft geht!)
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Imovel rural / Landwirtschaftsgrundstück

Beitragvon brasilharry » Di 27. Feb 2007, 13:17

Hallo,

ich beabsichtige Landwirtschaftsfläche zu kaufen, jedoch ist dies wohl nicht ganz so einfach. Zunächst ist es so, dass ich bis jetzt keine permanencia habe, bin dabei den Antrag fertigzumachen.

Ein imovel rural kann ich als estrangeiro (innerhalb bestimmter Grössenordnungen) wohl kaufen, allerdings werde ich nicht ins Grundbuch eingetragen, solange ich keine RNE habe. Dagegen hat die INCRA (Instituto Nacional de Colonizacao e Reforma Agraria) etwas, die ihre Genehmigung zur Eintragung geben muss. Die haben mir auch die entsprechenden Gesetzesgrundlagen genannt. Daraus kann man das nach meinem Verständnis zwar ableiten, muss es aber nicht zwingend so interpretieren. Dann gibt es noch so ein schönes Gesetz, das besagt, dass ein Ausländer, der Land gekauft hat und nicht innerhalb von 3 Jahren nach dem Kauf eine permanencia bekommt, das Land wieder los wird. In diesem Fall fällt es an den Verkäufer zurück und der ehemalige Käufer bekommt dafür nichts. Seltsame Rechtsauffassung ...

Nun gehe ich zwar schon davon aus, dass ich innerhalb von 3 Jahren eine permanencia bekomme, aber man weiss ja nie ... Das Land im Namen eines Brasilianers zu kaufen (und sich eine procuracao von ihm geben zu lassen), gefällt mir auch nicht so gut, aber wäre eventuell eine der Alternativen.

Hat jemand Erfahrung mit dieser Problematik oder kann mir raten, wie das eventuell zu lösen ist? Eine der Lösung ist natürlich (derzeit) kein Land zu kaufen, das ist mir wohl klar.

Danke erstmal
Harry
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Beitragvon winni » Mi 28. Feb 2007, 02:17

Ola
Bis jetzt hat Dich wohl jemand (absichtlich) falsch beraten!
Jeder ausländer auch mit touristenvisum (ich habe seit 20 jahren touristenvisum) kann auch Fazenda-land kaufen!
du darfst es ohne permanencia nur keine komerziellen gewinne machen!
die Incra ist mehr daran interessiert, ob die ITR (imposto territorio rural bezahlt ist! Ohne die Bezahlung der ITR kommt man nicht ins Register der Incra!
Es gilt jedoch das Gesetz für ausländer , das verbietet, daß Ausländer mehr als 10 % Grundfläche eines Munizipios besitzen!

tchao

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Beitragvon Toni » Mi 28. Feb 2007, 13:39

Harry, bist Du verheiratet?
Dann mach eine GmbH auf- z.B. Harry's Bullenzucht Fazenda Ltda.
Je nach Vertrauen nimmst dann halt Deine Frau als Teilhaber mit x%.
Oder (solche Fälle sollen vorkommen) wenn Du da kein Vertrauen hast oder vielleicht ledig - kannst ja immer noch Deinen Vater oder Mutter als Teilhaber nehmen.
So, damit hast Du dann auch gleich in eine FIRMA dort investiert - und wenn's mehr als US$ 50.000 sind - kannst Du ein Investorenvisum beantragen.
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Beitragvon Gregor » Mi 28. Feb 2007, 15:27

Toni hat geschrieben:Harry, bist Du verheiratet?
Dann mach eine GmbH auf- z.B. Harry's Bullenzucht Fazenda Ltda.
Je nach Vertrauen nimmst dann halt Deine Frau als Teilhaber mit x%.
Oder (solche Fälle sollen vorkommen) wenn Du da kein Vertrauen hast oder vielleicht ledig - kannst ja immer noch Deinen Vater oder Mutter als Teilhaber nehmen.


Wenn Vater oder Mutter Deutsche sind, hat man aber immer eine ausländische Beteiligung an der Ltda, selbst wenn man selber eine Permanencia erhält. Das wirkt sich nachteilig auf die Steuerklasse aus, in die die Firma eingeordnet wird. Man kann damit IMO nie den Status Microempresa erhalten.
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Beitragvon brasilharry » Mi 28. Feb 2007, 15:34

Hallo Winni,

ganz so einfach, wie du schreibst, ist es nicht. Die Auskunft habe ich vom zuständigen cartorio und dieses wiederum hat die Auskunft von der zuständigen INCRA. Nach Aussagen des cartorios waren solche Verkäufe bis vor ca. 1 Jahr kein Problem, jetzt aber hat die INCRA schon öfter nein gesagt. Und wir haben selbst mit dem entsprechenden Sachbearbeiter bei der zuständigen INCRA gesprochen. Er hat uns keine andere Auskunft gegeben, als dass er die Genehmigung versagen würde (müsste). Kannst Dir ja mal das decreto 74965 der INCRA oder das lei 5709 angucken. dass das möglicherweise in verschiedenen bundesstaaten unterschiedlich gehandhabt wird, will ich nicht ausschliessen.


hallo Toni,

die Idee werde ich mal prüfen.

Danke
Harry
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Beitragvon winni » So 25. Mär 2007, 00:44

Ola
Der Harry hat recht, ich war nicht mehr am laufenden!
die haben tatsaächlich ein neues Gesetz für landwirtschaftliche Grundstücke, die von der Incra kontrolliert werden !
Also alles über 5 ha kann ein Ausländer nicht mehr als "probrietario" ins Grundbuch eintragen lassen!
Als Grundstück mit Besetzungsrecht, also dieselben Bedingungen wie bei Marinegrunstücken ist möglich!
In diesem Falle ist es am Besten, das Grundstück direkt von der Regierung zu kaufen und pro Jahr eine Taxe bezahlen!
Dadurch wirdman auch von der regierung gegen illegale Besetzung geschützt!

http://atendimentovirtual.spu.planejame ... Pedido.asp


Das besagte neue Gesetz gibt es seit 2006:

Projeto impõe restrições à posse de terra por estrangeiros
16/10/2006 17h15
O Projeto de Lei 7407/06, do deputado Carlos Souza (PP-AM), estende à posse de terra por estrangeiros as mesmas exigências previstas na Lei 5709/71 para a aquisição. O projeto destina-se aos casos em que o estrangeiro detém a posse e o uso do imóvel, mas a propriedade legítima da terra continua sendo de um brasileiro.
A Lei 5709/71 estabelece que a compra de terras por estrangeiros restringe-se a 50 módulos de exploração indefinida (MEI) e só poderá ser feita sem autorização do governo em extensão inferior a três desses módulos. Um MEI corresponde à medida de 5, 10, 15, 20, 25, 30, 35, 70 e 100 hectares, de acordo com a localização da propriedade. Se o projeto for aprovado, essas exigências também serão aplicadas às terras cuja posse foi dada a estrangeiros.
Segundo Carlos Souza, a legislação que regula a aquisição de imóvel rural por estrangeiros é omissa quanto à posse, que permanece fora do controle estatal. "No entanto, sabe-se que muitos imóveis rurais tornam-se de ocupação e posse permanente de estrangeiros sem que o Estado possa exercer efetivo controle sobre esses fatos", sustenta.
Tramitação
O projeto será analisado em caráter conclusivo pelas comissões de Agricultura, Pecuária, Abastecimento e Desenvolvimento Rural; e de Constituição e Justiça e de Cidadania.
Ag. Câmara
http://72.30.186.56/search/cache?p=lei+ ... 1&.intl=cd


vielen Dank für den Hinweiß

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Beitragvon thomas » So 25. Mär 2007, 13:55

Die meisten dieser Beschränkungen lassen sich sehr einfach umgehen, indem Du einfach eine Limitada gründest und das Grundstück darüber kaufst. Im Grundbucheintrag steht dann die inländische juristische Person der Limitada mit ihrer CPNJ und es gibt keine Probleme. So lassen sich auch die Größenbeschränkungen per Municipio umgehen, nicht dass so soviel kaufen würdest ;)

Was die RNE angeht: du bekommst die Nummer an sich ja eigentlich sofort. Lediglich die Ausstellung des Ausweises (CIE) dauert, aber das kann Dir ja völlig egal sein, da Du mit dem temporären Wisch (protocolo CIE) rumläufst und die RNE Nummer schon hast.
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