tinto hat geschrieben:
Witzig finde ich, dass Impfungen unter welchen hygenischen Umständen auch immer, am Gartentor stattfinden. In Deutschland darf das nicht mal der normale Hausarzt ohne weiteres. In Münster muss man dafür zur Uniklinik.....
Ich finde das keineswegs witzig. Denn das kostet zusätzliches Geld. Wären die Menschen nicht zu faul, die Gesundheitsposten aufzusuchen, müsste man das nämlich gar nicht machen. Man sollte da immer etwas weiter denken.
Die hygienischen Bedingungen sind meines Erachtens optimal. Es sind immer zwei Personen, ein Person verabreicht die Spritze, die andere füllt den Impfass aus bzw. erstellt einen neuen und trägt Namen, etc. in eine Liste ein. Die Einwegspritze kommt aus der Originalverpackung, das Serum kommt aus einer Flasche, vorher wird die Stelle der Haut mit einem Wattebausch desinfiziert, danach gibt ein Pflaster drauf. Der Müll landet in eine Umhängetasche auf der anderen Körperhälfte. Es werden Schutzhandschuhe getragen, die frischen Utensilien sind in einer Art Isotasche. Würde die Regierung solche Mammutaktionen nicht veranstalten, wären mit Sicherheit viele Fälle zu dokumentieren.
Zur Verbreitung: Ich habe auch nicht von Toledo gesprochen, sondern von Brasilien im Allgemeinen. Das am Strand in der prallen Sonne und im Wind keine Moskitos anzutreffen sind, ist natürlich sehr schön, aber prinzipiell irrelevant. Fakt ist, dass ist weiten Teilen Brasiliens der Küstenstreifen originär davon verschont ist. Jedoch auch nur, weil dort eben kein Mata mehr ist. Aber wer macht nicht einmal einen Ausflug in die Regenwälder (z.B. Cataratas Foz oder ein paar Kilometer ins Hinterland)? Aber auch "gesunde Moskitos" können sich eben dort (an infizierten Personen, z.B. Reisende, Touristen) anstecken und die Krankheit weitergeben. Das soll jetzt keine Panikmache sein. Es ist einfach Realität, dass man erkranken kann. 100 von 500.000 sind gestorben, also kein Grund zur Panik. Der teure Urlaub ist halt trotzdem Pfutsch.