Um vorab die letzte Frage zu beantworten:
Unbedingt!Gelbfieber (febre amarelo) wird ebenfalls wie Dengue durch Aedes egypti [im Volksmund "pernilongo" genannt] übertragen. Die Mücke kommt in allen Teilen Brasiliens vor. Auch in Rio de Janeiro und São Paulo, Curitiba und Porto Alegre ist das Moskito inzwischen zu finden. Ganz im Süden der Republik wurde es übrigens erstmalig 2001 gefunden, der globalen Erwärmung sei Dank.
Daher ist ganz klar: Wo es Dengue gibt, gibt es auch Gelbfieber. Nur das man sich gegen Dengue nicht impfen lassen kann.
Desweiteren empfehle ich folgende Lektüre:
http://www.cives.ufrj.br/informacao/fam/fam-iv.htmlNoch ein Zitat der Gesundheitsbehörde:
SESPA hat geschrieben:
Recomenda-se que todas as pessoas, especialmente turistas, com destino às regiões consideradas áreas endêmicas da febre amarela tomem a vacina. As regiões Norte e Centro-Oeste, o estado do Maranhão e oeste dos estados da Bahia, Minas Gerais, São Paulo, Paraná, Santa Catarina e Rio Grande do Sul são os locais de maior risco de se contrair a doença. O ideal é se vacinar com dez dias de antecedência para que o organismo tenha tempo de produzir anticorpos.
Übrigens wurden in den vergangenen Jahren mehr als 60 Millionen Menschen dagegen in Brasilien kostenlos geimpft. Daher hat man das Problem eben im Griff und es tauchen kaum Meldungen darüber auf. Ich persönlich bin übrigens am Gartentor geimpft worden. Ein ganzes Team der SUS hat die Strassen abgegrast und jeden gepikt, der ihnen vor die Nadel kam.
P.S.: Die gefährlichste Zeit einer Infektion ist übrigens von Januar bis April.
Nachtrag: Lange Kleidung und die Benutzung von DEET-haltigen
in Brasilien gekauften Mückensprays wird empfohlen. Durch die Gelbfieberimpfung ist nämlich die Denguegefahr keineswegs gebannt. Im Brasilblog habe ich dazu Anfang September schon geschrieben:
Brasilien verzeichnet 45% mehr Erkrankungen an Dengue