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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 30 Apr 2008 15:58 
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Macumba hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:
(...)
Interessant finde ich aber, dass man plötzlich gemerkt hat, wie fragil unsere globale Nahrungsmittelversorgung eigentlich ist. Jahrelang war man ja der Meinung, dass Nahrungsmittelversorgung garantiert sei. Jetzt herrscht weltweite Knappheit, nicht nur wegen nachwachsende Energien, sondern auch wegen wachsender Nachfrage aus Ostasien!


Ja, wo sind sie nur alle hin, die Butterberge, Milchseen & Co. in der EU?

@Chefe: Ich persönlich glaube, dass die sachlichen Argumente nicht die Hauptrolle spielen. Um was geht's hier eigentlich? Ideologie? Machterhalt? Persönliche finanzielle Interessen?


Alles verbraucht... still und heimlich sind die Lager innerhalb der letzten 20 -30 Jahre geleert worden und konnten nicht mehr genügend aufgefüllt werden,
Macumba, diesmal geht's nicht um Ideologie, Machterhalt oder Interessen - die weltweiten Lebensmittelstocks sind LEER! Und die Prognosen deuten auf nichts anderes hin. Da werdet Ihr Euch in Europa, die an die Milchseen und Butterberge gewöhnt waren, und für die die Lebensmittelversorgung so garantiert war, dass man sich sogar den Luxus von "Öko" leisten konnte, auch noch dran gewöhnen müssen!


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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 30 Apr 2008 16:22 
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luxus ist war wir uns heute leisten, nämlich verbrauchen ohne an morgen zu denken, so als hätten wir noch eine saubere erde voller rohstoffe im schrank, die wir dann, wenn die "alte" versaut und verbraucht ist, hervorholen können....
wenn alle menschen wirklich wollten, ohne tag und nacht an gewinnmaximierung zu denken, dann könnten wir das steuer noch herumreissen....
abgesehen davon....warum sollten nicht die Inder, die Chinesen und wer sonst noch in den startlöchern einer hemmungslosen konsumgesellschaft steht, nicht aus unseren fehlern lernen können? aber wie ich die menschen kenne, werden sie einen teufel tun....

amarelina



não há diferença entre um sábio e um tolo quando ambos estão apaixonados.


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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 30 Apr 2008 18:01 
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brasilblog hat geschrieben:
Jetzt muss ich doch mal Marina Silva vom Montag (28.04.2008) zitieren, aus der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem deutschen Umweltminister Sigmar Gabriel in Brasília.

Spinnt die oder hat sie vielleicht recht?

Zitat:
„Die Herstellung von Biokraftstoff in Brasilien bedroht weder die Waldgebiete noch steht sie im Wettbewerb mit der Lebensmittelproduktion. Wir können in Brasilien die Anbauflächen verdoppeln ohne auch nur einen Baum zu fällen“


Vielleicht spinnt sie nicht aber solche Infos muss man m.E. immer ein bisschen im Kontext betrachten- und da hat wohl jede Interessengemeinschaft ihre eigenen "RitterInnen" :wink: Und wenn man dann aus allen gelieferten Infos ein bisschen was nimmt und auch zwischen den Zeilen liest, ist vielleicht nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen :?:

Hier gibt es z.B. alternative Äußerungen:

Zitat:
Samstag, 19. April, 02:47 Uhr
FAO: Reiche Staaten für stagnierenden Getreideanbau verantwortlich
Brasilia (AP) Die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat die reichen Staaten für den weltweit stagnierenden Getreideanbau verantwortlich gemacht. Sie seien nicht willens, Entwicklungsländer mit Geld, Saatgut und Investitionen in Infrastruktur zu unterstützen, sagte FAO-Chef Jacques Diouf am Freitag in Brasilia auf einer Lateinamerika-Tagung seiner Organisation.

Weiterlesen: http://www.tropenwaldnetzwerk-brasilien ... .20080429/


Und hier noch zwei interessante Links:
http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf- ... aft/18.pdf
http://www.attac.de/agrarnetz/cms/media/g8_biofuels.pdf


Grüße,
lb


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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 01 Mai 2008 06:02 
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Beiträge: 2800
Na gut ... dann habe ich noch einen hart(en) Link für euch .... aber ganz durchlesen, habe ich auch gemacht ... der Text ist unter aller Kanone, besonders im zweiten Artikel legt er es sich so hin, wie es ihm grad passt ... sind daher natürlich einige Fehler drin ...

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/ ... enwald-ev/



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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 01 Mai 2008 09:19 
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Registriert: 08 Jul 2006 10:05
Beiträge: 1232
.................Wenn Amazonien zum Zuckerrohranbau taugen würde, dann hätten die Portugiesen, die Zuckerrohr vor vielen Jahrhunderten in Brasilien einführten, längst mit Amazonien Schluss gemacht“, sagte der Präsident im letzten Sommer..............

ich bin ja tief beeindruckt von dem tollen argument, aber ich bin überzeugt, dass was die Portugiesen vor vielen jahrhunderten nicht geschafft haben, werden doch die Brasilianer mit links in den nächsten zehn jahren schaffen....oder?
und überhaupt, auf diese paar lausigen ameisenbären, die es da hat, brauchen wir doch wirklich nicht rücksicht zu nehmen, hauptsache der tank kann gefüllt werden....

amarelina



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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 01 Mai 2008 12:46 
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Beiträge: 492
littlebee hat geschrieben:
http://www.tropenwaldnetzwerk-brasilien.de/aktuell/news/news.intern.20080429/

Und hier noch zwei interessante Links:
http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf- ... aft/18.pdf
http://www.attac.de/agrarnetz/cms/media/g8_biofuels.pdf


Grüße,
lb



Hallo littlebee,
Berichte und Fotos die betroffen machen,aber solange die MACHT und GIER einiger Menschen besteht wird sich leider wenig daran ändern.

@Chefe, um der Disskusion komplett folgen zu können,hast Du evtl für die agenciabrasil Artikel etwas vergleichbares in Deutsch?

lG Zauberfee


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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 01 Mai 2008 14:20 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1940
amarelina hat geschrieben:
.................Wenn Amazonien zum Zuckerrohranbau taugen würde, dann hätten die Portugiesen, die Zuckerrohr vor vielen Jahrhunderten in Brasilien einführten, längst mit Amazonien Schluss gemacht“, sagte der Präsident im letzten Sommer..............

ich bin ja tief beeindruckt von dem tollen argument, aber ich bin überzeugt, dass was die Portugiesen vor vielen jahrhunderten nicht geschafft haben, werden doch die Brasilianer mit links in den nächsten zehn jahren schaffen....oder?
und überhaupt, auf diese paar lausigen ameisenbären, die es da hat, brauchen wir doch wirklich nicht rücksicht zu nehmen, hauptsache der tank kann gefüllt werden....

amarelina


Ich tue mich schwer Eurer Diskussion zu folgen, denn ich werde seit zwei Jahren mit differenzierten Fakten und Analysen sowie mit viel Arbeit in dieser Richtung gefüttert.

Auch kann ich nicht nachvollziehen, dass plötzlich die Europäer sich vehemennt gegen Ethanolproduktion aussprechen... werden die Lebensmittel knapp? Wird europäische Vorrangstellung untermauert?

In den neuesten 'Veja' steht ein Bericht, dass die Europäer PLÖTZLICH wieder auf Kohle - ausgerechnet die Umweltgifitige Kohle - setzten wollen... komisch komisch!

Amarela, vielleicht bist Du auch wieder nur Opfer eines weltweiten wirtschaftlichen Interessenskomplott gegen Lateinamerika, wo nur Urwald, Nahrungsmittel etc... billige Argumente sind, denn so bescheuert ich Marina Silva finde - ihre Aussage ist vollkommen richtig: Brasilien kann und wird seine landw. Fläche ausweiten, zugunsten von unproduktiveren Weideland, aber nicht auf Kosten des Urwaldes und auch nicht auf Kosten von Soja und Mais... aber was rede ich - Ihr glaubt es uns ja doch nicht -> Interessenskonflikte und wirtschaftskomplott gegen Lateinamerika, das haben die europäer so geschickt eingefädelt, dass Ihr es noch nicht mal merkt!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 01 Mai 2008 16:02 
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Beiträge: 1232
warum die Europäer, allen voran die Deutschen wieder oder besser gesagt immer noch auf kohle setzen hat ganz einfache gründe: es kommt den energieriesen billiger als in alternative energien zu investieren (windkraft, sonnenkollektoren, kerzen oder weiss der geier...)...
es geht wieder mal oder wie immer um viel geld...
und 2. bin ich kein opfer von diffusen verschwörungstheorien (sag mal Takeo, haben dir die leute in dem laden, wo du arbeitest eigentlich eine hirnwäsche verpasst?) und ja, die lebensmittel werden knapp und ich finde ganz einfach: nahrungsmittel sind zum essen da und nicht um die tanks von irgendwelchen autofahrern zu füllen...es geht auch nicht darum, dass niemand mehr autofahren darf, es geht ganz einfach um masshalten, die menschen haben jegliches mass verloren...wenn jeder nur ein ganz kleines bisschen verzichten würde, sähe es auf unserer welt schon um einiges besser aus und mit der zeit würden die menschen wieder auf andere vergnügen setzen, als mit dem auto sinnlos in der gegend herumzublochen und es gäbe auch noch viele andere möglichkeiten mit den noch vorhandenen rohstoffen sinnvoll umzugehen, so dass unsere kinder und enkel auch noch was davon haben...

amarelina



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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 01 Mai 2008 17:30 
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Beiträge: 1940
amerilina, Dein 'Halbwissen' und Deine 'vermuteten Verschwörungstheorien' gehen mir manchmal echt auf den Keks!


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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 01 Mai 2008 18:38 
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Registriert: 26 Nov 2004 16:30
Beiträge: 2800
Ja, das Verzichten.

Kauf keine Importprodukte mehr. Geh' nicht mehr zum Ghanesen, zum Brasilianer, zum Türken oder zum Pakistaner. Alle diese Produkte wurden mit riesigem Aufwand nach Europa geflogen, geschippert, gekarrt. Auf Kosten der Umwelt und natürlich auch für die Menschen der Länder, denen dies nun fehlt.

Am besten wir essen nur noch dass, was wir selbst anbauen können. Und zwar nur im regionalen Umfeld. Dann gibts eben in Deutschland keine Bananen, Kiwis, Orangen, Mangos, etc. mehr. Dann müsst ihr eben auf brasilianisches Carne seca und Tapiokamehl verzichten.

Entschuldige, aber wenn ich in meinen Supermarkt gehe, dann finde ich derzeit einzig das Weizenmehl aus dem Ausland, weil hier Brasilien geschlafen hat. Aber darüber habe ich schon vor 2 Jahren berichtet.

Der Rest, also Früchte aller Art, Fleisch, Fisch, Reis, Bohnen, Mais, Zwiebeln, Kartoffeln, Salat kommt alles von hier. Und wenn bei Früchten keine Saison ist, dann gibts sie eben nicht. Dann schreit auch niemand danach.

In Europa müssen die Erdbeeren ganzjährig auf den Tisch, man ist es ja so gewöhnt. Und bei vielen anderen Importprodukten haben die Europäer langsam das Problem, dass die produzierenden Länder endlich mal vernüftiges Geld sehen wollen. Und wo tatsächlich Überschuss herrscht, wird der eigene Markt mit wahnsinnigen Importbeschränkungen und Zöllen belegt.

Und falls es der letzte noch nicht gemerkt hat: Es wird immer von zwei Seiten kritisiert.

1. Brasilien macht zuwenig für seine Bürger - zuviele sind arm.
2. Brasilien zerstört die Natur.

Brasilien darf also nicht seine Märkte erweitern um Geld zu verdienen, Steuern einzunehmen und damit Infrastruktur, Gesundheitswesen, Bildung, etc. zu verbessern, wird aber gleichzeitig immer dazu aufgefordert, genau dieses zu tun. Mit welchem Geld denn? Mit dem, dass ihr uns nicht verdienen lassen wollt?

Ich vergass, diese unproduktiven Ackerflächen, die in den kommenden 15 Jahren ebenfalls zum Anbau von Lebensmitteln und Zuckerrohr für die Ethanolproduktion verwendet werden sollen, sind ja für die Landlosen vorgesehen, die da ihre 50qm Kartoffeln und 3 Dutzend Salatköpfe anbauen sollen. Ihr Linken wollt aus Brasilien einen Bauernstaat machen, wie in Europa vor 200 Jahren. Die konnte man auch perfekt unterdrücken. Denn euer Sozialismus war, ist und wird immer Unterdrückung sein.

Doch glücklicherweise ist Brasilien dafür zu aufgeklärt, versteht von Agrarwirtschaft zuviel. Dewegen kommen sie ja alle hierher um von Brasilien zu lernen. Erkennen das Potential und erhöhen direkt die Schutzzölle. Denen geht der Arsch auf Grundeis. Das ist das Problem.

Und daran werden auch ein paar Kapitalisten nichts ändern, die den 1 Prozent "Landlosen" im Land mit riesigem Monetären Aufwand die besagte "Gehirnwäsche" verpassen, um Unruhe und Rechtslosigkeit im Land zu verbreiten. Geht halt nur noch indirekte Einflussnahme. Über eine direkte Einflussnahme lacht Brasilien doch nur noch. Wir leben halt nicht mehr in Zeiten, wo eine einzige Olga das vielleicht hinbekommen hätte.

Brasilien kann sich selbst versorgen. Und zwar eigentlich mit allem. Europa ist nach jahrzehnte langer Ausbeutung der Entwicklungsländer weit davon entfernt.



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