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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 01 Mai 2008 21:54 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1738
brasilblog hat geschrieben:
Es wird immer von zwei Seiten kritisiert.

1. Brasilien macht zuwenig für seine Bürger - zuviele sind arm.
2. Brasilien zerstört die Natur.

Brasilien darf also nicht seine Märkte erweitern um Geld zu verdienen, Steuern einzunehmen und damit Infrastruktur, Gesundheitswesen, Bildung, etc. zu verbessern, wird aber gleichzeitig immer dazu aufgefordert, genau dieses zu tun. Mit welchem Geld denn? Mit dem, dass ihr uns nicht verdienen lassen wollt?


Aber ehrlich!

Erst war man heilfroh, dass man neue nachwachsende Energiequellen gefunden hat und einen Weg aus der Erdölfalle und Erderwärmung gefunden zu haben schien. Brasilien galt als vorbildhaft für seine Technologien hinsichtlich Ethanol - eine riesen Chance tut sich hier auf.

Plötzlich werden Nahrungsmittel knapp - erwiesenermassen nicht direkt mit der Ausweitung von Zuckerrohr zu tun, sondern mit steigender Nachfrage in Ostasien -, auch spielen die 'Grossen' wie UDSSR, USA und Saudi-Arabien da nur eine untergeordnetere Rolle... Petrobras findet in nationalen Gewässern auch noch eine Erdölbombe... und komisch komisch... besonnene VerbraucherInnen lehnen schon vehemennt unser Ethanol ab -> Ökologisch und sozial nicht verträglich heisst es da in etwa... Es wird von Urwald geredet, vom Verhungern geschwafelt... und der Meinungsmschwung hat sich innerhalb von nur wenigen Wochen bis Monaten volzogen... fragt sich doch welche Interessen mal wieder vertreten werden...!!!

Aber egal, wenn wir kein Ethanol produzieren dürfen, produzieren wir eben Mais, Reis, Soja... wahrscheinlich heisst es dann auch wieder: die Grossgrundbeitzer, der Urwald, die armen Kleinbauern... irgendwas fällt Euch da bestimmt auch wieder ein!


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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 02 Mai 2008 04:40 
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Beiträge: 2533
Heisst es doch jetzt schon.

MONOKULTUR

Macht das ganze Land kaputt. Das müssen alles kleine Betriebe werden von jetzigen Landlosen, damit geht es ihn zwar Schlechter als jetzt, wo der kapitalistische Westen ihnen das Geld in die Taschen steckt, aber dann gehts auch mit dem Agrarstaat Brasilien bergab und der verliert dann an Macht und darf dann international nicht mehr so mitreden oder eventuell gar einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat fordern.

Andererseits begreifen die Rädelsführer der linken Hetzkampagne immer noch nicht, dass ihr Schnitzel aus Brasilien kommt. Denn jedes Gramm Fleisch, jedes bisschen Fett wurde durch Soja als Tierfutter aus dem Ausland herangemästet.

Und genmanipuliert darf auch nix sein. Also Ackerflächen nicht ausweiten, Genmais und Gensoja verbieten und damit die Erträge verringern, Monokulturen abschaffen und den Regenwald nicht antasten. Dafür sein Auto statt mit "Regenwald" wieder mit "Erdöl" betanken.

Und dies sollen die richtigen Massnahmen gegen eine eventuelle Nahrungsmittelknappheit sein? Irgendwie kapiere ich das nicht.

Kleiner Exkurs: Ist genauso wie bei der Energieerzeugung. Atomkraft darf nicht sein wegen dem Müll, Kohle auch nicht weils stinkt. Wasserkraft erst recht nicht, weil dann die Indianer nix mehr zu essen haben jedesmal bei jedem Neubau die grösste Artenvielfalt der Erde aufs neue vernichtet wird und riesige Solarenergie-Anlagen im Cerrado stören die Emas. Bei Windrädern laufen die Vogelfreaks Amok und der eigene Generator zu Hause wirds wohl auch nicht richten. Am besten Brasilien lebt wieder in der Steinzeit, ums allen recht zu machen.

Und diese volldepperten Slogens wie "Kein Regenwald in den Tank" kann man nach der Logik der Weltverbesserer aus Mitteleuropa sehr sehr leicht umschreiben: z.B. "Kein Regenwald in die Döner!" oder "I hate AmazonienFriedChicken!" oder "Für dieses Brathähnchen verloren Kapuzineräffchen ihren Lebensraum!" --- wenns denn so wär ...

Und falls es doch so sein sollte ... wo will Mitteleuropa anfangen zu verzichten? Beim vorgenannten Döner, beim Brathähnchen oder beim Fruchtsalat danach? Die Liste ist lang. Aber maximal wird sich der gemeine Mitteleuropäer dazu durchringen können, Montags keinen Caipi mehr zu trinken, weil ungeklärt ist welchem Lebensraum das für die Destillation verwendete Zuckerrohr vernichtet hat.

Vielleicht sollten wir einfach keine Zellulose mehr exportieren, bis sich Mitteleuropa nicht mehr den Arsch abputzen kann. Oder unseren Orangensaft selber trinken und zusehen, wie Valensina pleite geht.

Das für 1 Liter Bier rund 5 Liter Trinkwasser draufgehen, darüber regt sich z.B. in Deutschland niemand auf. Im ersten Quartal 2008 lag die Produktion nach dem statistischen Bundesamt bei den 1.300 Brauereien bei 2.200.000.000 (2.2 Milliarden) Liter Bier, sprich 8.8 Milliarden Liter Trinkwasser wurden dafür vernichtet - nur von Januar bis März. Das sind rund 35 Milliarden Liter Trinkwasser alleine in Deutschland im Jahr - oder 400 Liter je Einwohner. Kein Mucks von den Umweltschützern, die vermutlich sich ihre Ideen nach übermässigen Genuss desselben ausdenken. Vielmehr feiert man sich selbst und den technologischen Fortschritt, dass man nun statt 20 Liter nur noch 5 Liter braucht. Einen Fortschritt, den man sich nur selbst zugesteht und maximal exportiert, um dann jahrzehntelang abzukassieren.

Okay, ich denke es ist klar, auf was ich hinaus will: Diese fortwährende und niemals endene Nörgelei und Kritisiererei an allem was Brasilien macht geht mir dermassen auf den Zeiger. Zahllose postive Beispiele gibt es für die Veränderung in Brasilien, von sinkender Kindersterblichkeit, geringere Armut, bessere Bildung, bessere Infrastruktur, etc. Natürlich geht auch in Brasilien nicht alles über Nacht und es gibt noch viele Probleme zu bewältigen. Wo man zuerst ansetzt, was man erst einmal vernachlässigen kann, darüber darf gestritten werden. Ob man das falsche oder richtige Geld ausgibt (intern oder externe Kredite) ist auch ein Thema, welches nicht in dieses Posting gehört. Ich will damit nur ausdrücken, dass Brasilien eigentlich fast alles aus eigener Kraft regeln kann und vieles meistert, was im Ausland so gut wie niemand erfährt.

Das Ausland steht seitdem ich dies verfolge nur mit erhobenen Zeigefinger da - kontinuierlich dieselben Phrasen vor sich hin murmelnd. Es nervt. Brasilien ist schon ein gutes Stück erwachsen geworden und muss nicht immer wie ein Kleinkind behandelt werden. Und will es auch gar nicht.

Ein schönes Beispiel ist auch die Indianergeschichte. Klar gibt es einige unkontaktierte Stämme und Gruppen, die abgeschieden leben wollen. Aber von den 1 Million echten Indios im Jahr 2010 wollen 990.000 Schulen, Gesundheitsvorsoge, Infrastruktur, Viele wollen zudem Satellitenfernsehen, Universitätszugänge, Zukunftschancen. Indios veranstalten ihre eigenen Sportfeste und reisen weiter durchs Land als manch anderer normale Brasilianer. Indios nehmen an Misswahlen teil, produzieren Musikclips, erheben Mautgebühren. Auch hier beisst sich die romantische Vorstellung vieler Mitteleuropäer mit der Realität in Brasilien. Über alles wollen sie die schützende Hand halten, sammeln Spenden mit unwahren Behauptungen, polarisieren "guter Indianer" und "böser Brasilianer". Als wollten sie die Fehler der eigenen Vergangenheit hier wieder gutmachen.

Gerade fällt mir noch die Diskussion zu der Strasse zwischen Manaus und Porto Velho ein, BR-319 oder so ... Ist ja wieder zugewuchert und soll reaktiviert werden, an den Endstücken ist man schon dabei. Nun hüpfen die von Ausland finanzierten Umweltheinis da rum und labern einen von Naturschutz, etc. Dieselben, die daheim noch vorher für die Umgehungsstrasse gekämpft haben, die nun einen Schneise durch einen Wald zieht, und nur, damit man nachts ruhiger schlafen kann und am Tag sicherer über die Strasse in den Supermarkt kommt. Und dort kauft man sich dann die in Plastik eingepackte Geflügelwurst, die es gar nicht gäbe, gäbe es nicht solche Projekte wie die BR-319, die nämlich die Infrastruktur schaffen, um z.B. Soja nach Europa exportieren zu können, damit das Geflügel, aus dem besagte Wurst hergestellt ist, vorher über überhaupt was zu fressen hatte und wachsen konnte.

Und wer das alles nicht glaubt: Ich empfehle die entsprechenden Berichte in Agencia Brasil, Globo, Folha S. Paulo, Imprensa Ministerio de Saúde, Funai, DIEESE, IBGE, Presidencia.gov.br (viele der brasilianischen Artikel findet man ganz oder auszugsweise in deutsch im brasilblog Magazin oder auf dem BrasilienPortal.ch - auch als Podcast unter brasilienpodcasts.de), zudem verweise ich auf die deutsche Aussenhandelskammer, den Spiegel, die Welt, Newsweek, ABCNews, brasilienaktuell.blogspot.com und einige TV- und Printmedien mehr. Da kann man das alles nachlesen, vergleichen, querdenken und sich einen Gesamtüberblick verschaffen. Kostet natürlich jede Menge Zeit.



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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 02 Mai 2008 06:27 
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Beiträge: 1112
red doch nicht scheinheilig um den heissen brei herum bb, wen meinst du mit "ihr linken" und "eurer sozialismus"?
ich brauche mich meiner politischen gesinnung nicht zu schämen, warum auch? jeder mensch hat das recht auf eine politische meinungsfreiheit (wir sind ja hier nicht in China oder?) du hast diese freiheit ja auch....
in weiten teilen deiner, mir allerdings zu polemisch und cholerisch gehaltenen rede bin ich ja genau derselben meinung, habe das vielleicht nicht deutlich genug geschrieben, jedenfalls nicht deutlich genug für leute, die nur ihre eigene meinung hören wollen und gelten lassen.
aber hier nochmal gerne:
ich, amarelina, geboren und aufgewachsen in der Schweiz, tochter eines politischen flüchtlings aus dem nahen osten, versichere hiermit, dass ich dem land Brasilien und seiner bevölkerung nur das beste wünsche und dass es ihnen und zwar allen immer besser gehen möge und dass ich nie und nimmer die unterdrückung für Brasilien will!
des weiteren gehe ich mit allen lebensmitteln und rohstoffen, von denen ich weiss, wieviel schweiss und arbeit daran hängt sorgfältig und gewissenhaft um, woher sie auch immer kommen, ob aus Brasilien oder sonstwo.
ich kaufe keine erdbeeren im januar, ich saufe keine 365 liter bier pro jahr und brauche auch nicht dreimal täglich fleisch auf meinem teller. des weiteren fahre ich mit den övaus. das alles tue ich freiwillig, es zwingt mich niemand dazu!

schöns tägli
amarelina



o problema não é tanto encontrar uma pessoa com quem apeteça dormir, mas sim encontrar uma pessoa com quem apeteça accordar.


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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 02 Mai 2008 06:42 
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Beiträge: 2533
amarelina, ich habe aber nicht nur dich damit gemeint. für deine politische gesinnung kannst du genauso wenig wie ich für meine. dies ist das ergebnis unseres bisherigen lebens. du schreibst hier im forum lediglich deine meinung, vollkommen okay. es gibt aber leider andere, die selbiges sagen, ihre handlungsweise jedoch eine andere intention hat.

und diese personen, leider nicht im forum vertreten, das sind die schlimmen. nicht die, die wie du aus überzeugung in einem forum ihre meinung vertreten. und auf die zielte meine kritik. vielleicht sollte ich sie besser pseudo-linke nennen. denn ihr machtstreben auf kosten brasiliens (und natürlich anderer nationen) entfernt sie zunehmend von ihrer ideologie.

nimm es bitte nur dann richtig persönlich, wenn ich dich direkt anspreche oder zitiere. :lol: es war meine frust-rede gegen das gesammelte gesülze von uno, greenpeace, etc. bis hin zu survival-international ...



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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 02 Mai 2008 11:24 
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Beiträge: 253
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Schuld an der ganzen Misere ist doch allein das menschliche EGO. Daran hängt unser überleben. Das kann man drehen und wenden wie man will. Solange sich nichts an unserem Mindset ändert geht´s so weiter.

Gruss
Jacare



A maioria de erros acontecem entre as orelhas!


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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 02 Mai 2008 13:29 
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Beiträge: 1738
politische Gesinnung hin oder her - es hat damit zu tun, wie GUT man informiert ist, oder wie sehr man sich nur von linken Hetzkampagnen - linker Agitation - leiten lässt!

"Kein Regenwald in den Tank" klingt ja auch erstmal voll gut, und man spürt instinktiv, dass man "dagegen" sein muss!

Vor dem Hintergund, dass Brasiliens landwirtschaftliche Produktion gerade mal zu 1% (ein Prozent!) aus Zuckerrohr besteht, und dass davon noch etwa noch 30% zu guten Rohrzucker verarbeitet werden, und vor dem Hintergrund, dass UNO-Chef Ziegler und Weltbank-Chef Zoellick Agrarsubventionen für Europa und USA, deren Landwirtschaft man schützen müsse, nicht nur zulassen sondern auch unterstützen, aber Brasiliens Zuckerrohrproduktion stark kritisieren und weltweit anfechten, vor diesem Hintergrund wirkt der Slogan "Keinen Regenwald in den Tank" nicht nur lächerlich, sondern auch falsch und instrumentalisiert für imperialistisch/kapitalistische Vormachtsellung der Europäer und Amerikaner! Wusstet Ihr auch, dass die Volksmeinung gegen Ethanol etwa zeitgleich mit Ziegler und Zoellicks Kritik geboren wurde... ...und da fragt Ihr noch welche Interessen mal wieder vertreten werden sollen???

Wollt Ihr Lateinamerika helfen?

Verbraucht Ethanol WO und WIE ihr eben könnt!!!! Ethanol bringt uns Devisen, Technologie, Geld, mit dem wir unseren Regenwald schützen können! Und erzählt den vermeintlich Linken, dass sie mal wieder auf eine schmierige imperialistische Kampgne gegen Lateinamerika und pro EU/USA reingefallen sind!


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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 02 Mai 2008 13:51 
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Sag mal Takeo, aber bitte rege Dich nicht gleich wieder auf. Was läuft denn da konkret für eine Kampagne? Ich bekomme davon nichts mit. Wer steckt denn dahinter und was bezweckt man mit der Kampagne?

Tatsächlich hat in DE zwischen November und März ein radikaler Stimmungsumschwung gegenüber erneuerbarer Energie aus Biomasse stattgefunden. Ich war zu der Zeit in Brasilien. Daher kam mir der Stimmungsumschwung auch sehr drastisch vor. Aber ich erkenne keine Kampagne gegen Brasilien, und dass aufgrund der sprunghaft gestiegenen Nachfrage neue Probleme auftauchen, ist normal und sollt bedacht werden. Wenn ich plötzlich mehr für Raps als für Reis bekomme, dann baue ich halt Raps an, und wenn das alle machen, geht der Reispreis nach oben, oder? Aber wer agiert nun gegen Südamerika und warum denn?


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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 02 Mai 2008 16:12 
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Beiträge: 1738
donesteban hat geschrieben:
Was läuft denn da konkret für eine Kampagne? Wer steckt denn dahinter und was bezweckt man mit der Kampagne?


Eine Kampagne GEGEN Ethanol aus Zuckerrohr. Wer dahinter steckt ist die Lobby der Weltbank und europäische und US-Amerikanische Landwirtschaftslobby, sowie die Lobby der OPEC, die ihre ihre Vormachtsstellung (OPEC) und Unterdrückungsgewalt (Weltbank) in Gefahr sieht, und die ihre Märkte schützen wollen (Landwirtschaftslobby).

Und die Sozis fallen drauf rein!


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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 02 Mai 2008 19:51 
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Beiträge: 2394
Wohnort: Rheinland/Münsterland
Takeo hat geschrieben:
...
Wollt Ihr Lateinamerika helfen?

Verbraucht Ethanol WO und WIE ihr eben könnt!!!! Ethanol bringt uns Devisen, Technologie, Geld, mit dem wir unseren Regenwald schützen können! Und erzählt den vermeintlich Linken, dass sie mal wieder auf eine schmierige imperialistische Kampgne gegen Lateinamerika und pro EU/USA reingefallen sind!


Natürlich. Takeo hat wie immer Recht. Soviel Lobby kann nur Unrecht haben. Womöglich zieht da grad die Weltbank mit MST und Umweltschutzorganisationen, ausländischen Mächten, Krchen, Geheimdiensten, Autonomen, Sozialisten und wem auch immer an einem Strang???

Aber: Kann Takeo ausschließen, dass dort, wo heute Zuckerrohrplantagen stehen, vor gar nicht allzu langer Zeit Regenwald stand? Sobald Zuckerrohr interressanter wird als Bäume, wird mit dem Abholzen begonnen. So wird mitnichten Regenwald geschützt. So einfach ist das. Und mit dem Ausgangsthreat hat das auch insofern nichts zu tun, als die neuen Ölvorkommen in der Tiefsee liegen. Das ist vielleicht das beste an der Nachricht.

Und natürlich ist Takeos Aufruf, so viel Ethanol zu verbrauchen wie eben geht, auch nicht wirklich hilfreich, man sollte immer, mit dem was man hat, behutsam und sparsam umgehen. Aus vielerlei guten Gründen.



_________________________________
Schöne Grüße,
tinto


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 Betreff des Beitrags: Re: In Brasilien riesiges Ölvorkommen entdeckt??
BeitragVerfasst: 02 Mai 2008 20:46 
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Beiträge: 753
Wohnort: Stuttgart 7/12 Recife 5/12
Ok Takeo, will ich nicht ausschließen. Nur bekommt der "normale Mensch" davon nichts mit oder ich penne vor mich hin. Ich höre die nächste Zeit noch etwas mehr hin, wenn es um Energie aus Biomasse geht. Bis heute wird in DE nur generell über die Problematik geredet, dass "Bioenergie" auch (Umwelt-)Probleme schafft, wie Monokulturen oder eben die Verteuerung von Agrarfläche usw. Auch die Gewinnung von "Bioenergie" muss maßvoll und umweltverträglich angegangen werden. Von einer Kampagne gegen Zuckerrohr generell oder Brasilien/Südamerika speziell merke ich hier nichts. Hast Du mir eventuell ein paar Links zu der Meinungsmache der Lobbyisten? Sollte ja auch im Internet angekommen sein.


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