Burscheid - „Mit freundlichen Grüßen aus Brasilien“, endete die Mitteilung von Janina Miotk, Schriftführerin und Querflötenspielerin des evangelischen Posaunenchors Hilgen-Neuenhaus, zur Halbzeit der zweiten Brasilien-Tournee des symphonischen Blasorchesters. Fast schon euphorisch klang der Zwischenbericht der 26-Jährigen über den Erfolg der 41 vor allem aus Wermelskirchen und Burscheid stammenden Musiker, zwei Techniker und fünf „Schlachtenbummler“ - sie sorgen derzeit in Südamerika für Schlagzeilen. Am 30. März flog das Ensemble nach Sao Paulo, um sich noch bis nach den Osterferien im süd-östlichen Teil Brasiliens in zahlreichen Konzerten als „Botschafter für Deutschland“ zu präsentieren. Gereist wird mit zwei Bussen und fünf Tonnen Musiker-Gepäck. Insgesamt stehen zehn Konzerte auf dem Programm.
Bis Ostern gaben die Musiker aus dem Bergischen fünf Konzerte, die jeweils von 600 bis 1200 Zuhörern besucht wurden. Janina Miotk: „Bisher ist die Konzertreise ein voller Erfolg.“ Ein besonderes Erlebnis sei für die Musiker der Auftritt in der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Limeira vor etwa 1000 Besuchern mit anschließendem gemeinsamen „kleinen“ Mittagessen mit 500 Gästen gewesen. Dass Musik auch sprachliche Grenzen überwinden hilft, erwies sich bei der gemeinsamen Probe mit einem brasilianischen Orchester in Araras. Da zeigte sich, dass auch die Noten für diese Brasilientournee des Posaunenchors (die erste fand vor zwei Jahren statt) trefflich ausgewählt worden waren: Unter dem Motto „Swing and More“ boten die Hilgen-Neuenhausener moderne Arrangements mit Titeln wie „Gonna Fly Now“, „Fly me to the moon“, „One Note Samba“ oder „I am what I am“. Unter „More“ versteht das Blasorchester unter anderem auch die in Brasilien hoch geschätzten deutschsprachigen Stücke wie den „Schneewalzer“ oder den „Radetzky-Marsch“ - aber auch die Polka „Rosamunde“ darf nicht fehlen. Beim Openair-Konzert im zweiten Teil der Tournee werden rund 3000 Besucher erwartet.
Indes sind die Chormitglieder nicht nur musikalisch aktiv. Sie genießen bei 35 Grad die Sonne und „Rafting“, um sich von den Empfängen und Fernseh-Interviews zu erholen. Miotk: „Nach Konzerten sind wir das Ziel schier endloser Fotoarien durch begeisterte Zuschauer.“
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