Indenização por Danos Morais - Schmerzensgeld

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Indenização por Danos Morais - Schmerzensgeld

Beitragvon aron » Mi 26. Nov 2014, 20:25

Bei Indenização por Danos Morais - Schmerzensgeld aufpassen, ist brasilianischer Volkssport und wird vom Kläger grundsätzlich immer eingefordert und von den Richtern auch unterstützt. Ich habe da unglaubliches erlebt.

Vor einigen Jahren versuchte mich ein Brasilianer mit seiner alten Schachtel einzuklagen weil er (ich stand mit dem meinem Roller ordentlich still vor einer Roten Ampel, aufgrund einer unglücklichen Medikation drehte sich mein Gleichgewichtsorgan um 180 Grand und ich viel ohne es zu merken langsam auf die linke Seite auf den Boden. Kein Schaden für niemanden ausser einiger wenigen Schürfungen an meinen Füssen.

Nur, so ein Fusca Fahrer der an der Ampel vorbei fuhr, hat mal auf dumm gemacht und offensichtlich abrupt das Auto angehalten. Seine Frau hätte entsprechende Beulen und Verletzungen, sagte er und rief die Bullen.
Mir haben Passanten geholfen welche das ganze mitbekommen haben, offensichtlich war ich auch etwas verwirrt und man hat mich netterweise zum lokalen, schrecklichen SUS gebracht wo einige wenige Schürfwunden verpflastert wurden.

Der Autofahrer kontaktierte wie gesagt die Polizei, wie genau, an das kann ich mich gar nicht erinnern. Ich denke die Policia Civil oder PM haben mich automatisch zur SUS gebracht.

Der Autofahrer machte bei der SUS geltend dass durch das abrupte Bremsmanöver welches ich verursacht hätte der Ehefrau Verletzungen zugefügt hätte weil sie gegen die Scheibe des FUSCA geprallt sei. Im Bericht konnte ich Jahre später nachlesen das lediglich an den Armen der Dame die üblichen wenigen blauen Flecken zu erkennen waren welche mit Sicherheit älteren Datums seien und Ältere Mensch nun mal oft haben.

Der Autofahrer hat dann im Forum tatsächlich Anklage erhoben und auf "Indenização por Danos Morais" also Entschädigung auf Schadenersatz für erlittenes Leid an der leiben Seele der Ehefrau gefordert. Nur, entweder hatte der Arme keine Kohle um den Anwalt weiter zu bezahlen oder aber der Richter oder andere haben ihn von der Sinnlosigkeit der Aktion überzeugt.

In Brasilien ist das Volkssport und kann für einen Gringo teuer zu stehen kommen. Es sind vor allem Leute aus der Unterschicht die sich auf solche Aktionen einlassen, für die gibt es von einem Gringo ordentlich was zu holen wenn Papa lediglich ein Salario Minimo nach Hause bringt.

Zu seinem eigenen Glück hat er die Sache nicht weiter gezogen... Ich hätte ihm, soweit kam es ja zum Glück nie, gesagt, wenn es dir nicht passt was ich dir offerierte dann lösen wir die Sache mit einem brasilianischen Jeito. Was dies bedeutet weiss jeder und glaubt mir, flösst Respekt ein...

Bei einem Verkehrsunfall bezahlt der Verursacher und wenn der nicht der Besitzer des Auto ist, dann halt der richtige Besitzer, ordentlich Schmerzensgeld. Darauf haben sich die Brasilianer echt spezialisiert. Und jede Anklage wird neben den Schäden eben auch Schmerzensgeld verlangen und auch kriegen.

Meiner Meinung nach lösst man Verkehrsunfälle und kleine Streitereien so:
Ruhig bleiben, auf keinen Fall in irgend einer Art und Weise ausrasten. Die Klage des Gegenüber wird mit Bestimmtheit eintreffen via Forum der Stadt. Dann ist es an der Zeit einen eigenen Anwalt zu nehmen, darauf achten dass er nicht nach Wert der Streitsumme sein Honorar berechnet, könnte teuer werden. Anschliessend lässt man den Kläger ein paar Monate mit Betonung auf Monate hängen. Bei solch banalen Fällen dauert es zum Teil Jahre bis diese nur schon in der ersten Instanz erledigt sind. Die Gerichte müssen Prioritäten setzen und sind eh chronisch mit schwersten Delikte verstopft.

Eines Tages, unbedingt gegen ende des aktuellen Monat geht man dann mit Anwalt und einem Bündel lachender Reais zum Kläger und wedelt mit den Scheinen dessen Nase trocken. So erledigt man die Sache für 10-20% der Summe welcher ein Richter festlegen würde.
Es ist erwiesen, dass für die 08/15 bras. Familie jeder Monat zuviele Tage hat. Da wirkt Cash welches greifbar nahe ist wie ein Wundermittel. Aber Achtung, den Anwalt nicht vergessen. Es muss gleichzeitig vom Kläger ein Papier unerschrieben werden, dass er sich mit dem Beklagten geeinigt hat und die Klage somit zurückzieht, ansonsten kommt es vor dass man doppelt bezahlt :(

Schmerzensgeld ist in Brasilien üblich in ist eigentlich Bestandteil von jeder Klage. Die Richter sprechen auch grosszügig solche Summen aus. Vor allem die Unterschicht ist äusserst anfällig solche Schweinereien durch zu ziehen.
Und Achtung, als Gringo hat man sehr schlechte Karten, das ging bei mir soweit als dass das Original BO selbstverständlich mit der Hilfe von entsprechenden grauen Gestalten nachträglich gefälscht wurde.

Sobald Sie wissen, dass Sie einen Prozess am Hals haben, gehen Sie auf Forum der entsprechenden Gemeinde, zeigen Ihre CPF und verlangen sämtliche Protokollnummer der Prozesse welche auf Ihren Namen laufen.
Anschliessend, das ist wichtig es schon wirklich im ersten Moment zu machen, lassen Sie eine beglaubigte Kopie der im Forum abgelegen Unterlagen anfertigen und nehmen sie diese mit nach Hause. Sie sind vor nachträglichen Fälschungen der Unterlagen nicht sicher.

Ob sie es glauben oder nicht, ihr eigener Anwalt und der Anwalt der Gegenpartei können die gesamten Akten/Unterlagen zum Studium in die eigene Anwaltskanzlei mitnehmen und später zurück bringen. Das da Schindluderei bis zur nachträglichen Fälschung von Unterlagen gemacht werden darf sie nicht überraschen.

Lokale Anwälte sind ebenfalls kritisch zu betrachten, zu verflechtung Korruption Anwalt/Forum/Polizei ist viel zu präsent. Anwälte raten in der Regel einen Anwalt aus einer entfernten Stadt zu engagieren. Ansonsten ist man plötzlich der wirklich verarschte ohne zu wissen wieso...

Bitte auch darauf achten dass Ihr Anwalt sein Honorar nicht auf Basis der Streitsumme berechnet, Sie werden nur zusätzlich abgezockt. Wenn er nicht einlenkt bedanken Sie sich höflich mit der Bemerkung es gäbe da doch noch andere Anwälte in der Nähe.
Eine beliebte Masche der Anwälte ist ebenfalls, nach vereinbartem Fixbetrag plötzlich für diese und jene Gerichtsgebühr zusätzlich Geld zu verlangen. Diesen Aufwand kennt jeder Anwalt aus der Tasche, also unbedingt diesen Punkt explizit mit dem Anwalt besprechen respektive im Honorar mit einbeziehen.

Kleine Dinge wie Verkehrsunfälle ohne schwere Folgen löst man so und nicht vor Gericht denn es würde Jahre dauern und echt Kohle kosten.


=P~
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Re: Indenização por Danos Morais - Schmerzensgeld

Beitragvon cabof » Mi 26. Nov 2014, 21:50

Ich werde demnächst von einem tötlichen Verkehrsunfall berichten können... mal sehen wie die Sache verläuft. Kurzum, jemand ist bei Rot über die Ampel, hat jemanden gerammt und dieser hat den Tod eines Fußgängers verursacht. Mehr weiß ich im Moment noch nicht.
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Re: Indenização por Danos Morais - Schmerzensgeld

Beitragvon aron » Mi 26. Nov 2014, 22:20

oh oh je, bald glaube ich an gedankenübertragung habe vor ein paar minuten eben überlegt ob ich die story tatsächlich schreibe oder nicht.
oder sollen wir diesem "morphisches Feld" sagen?

aber nun halt:
Bei meinem ersten Besuch in Brasilien bei einem guen Schulfreund aus der Grundschule wurde mir folgendes eingebläut:

Wirst du in einen Unfall verwickelt mit Verletzten oder sogar Toten, die einzig richtige Rekation wäre von dir dich unverzüglich aus dem Staub zu machen, sprich flüchten.
Wenn du Angst um das Wohlergehen des Verletzten hast kannst ja immer noch per Telefon die nächsten PMs inoformieren.

Es bestehen nach deren Aussagen folgende Gefahren, vorallem als Gringo.
Wenn du wartest und nich kümmerst, ja nach Ort kann es dir passieren dass es unerwartet schnell zu einem enormen Auflauf an Kaffern kommt. Also Gringo bist du immer in der eher schlechteren Position und musst ernsthaft, eben je nach Ort, damit rechnen dass dich der Bob schlichtweg lyncht.
Das passiert dann gewissermassen per versammelter Gemeinschaft. Jemand gibt verpasst dir ein blaues Auge oder Tritt, du fällst und der Rest der Meute könnte kommen und dir den Rest verpassen. Niemand fühlt sich im Nachhinein schlecht weil jeder der Anwesenden dir ja nur einen kleinen Tritt verpasst. Nur, die Menge kann dich killlen.

Der zweite ernsthafte Punkt welcher Ihr ohne weiteres aus den Medien entnehmen könnt.
Sind Verletzte oder Tote involviert macht man sich, sofern man kann sofort und bedingungslos vom Acker, so schnell wie möglich. Man verlässt den Ort, kehrt nicht nach Hause für mindestens 3 Tage. Das ist die Frist welche die Bullen haben um dich ohne weitere Begründung bis zur Klärung des Falles einlochen werden.
Man liest undendlich oft dass dies genau so praktiziert wird. Unabhängig der Schuldfrage. Denn aus der Kiste kommst du so schnell nicht mehr raus, kann tatsächlich Monate oder mehr dauern...

Man flüchtet und versteckt sich für drei Tage anschliessend kann die Polizei dich per Gesetz nicht mehr in die Kiste knallen (Flagrante...).
Nach dem Unfall beauftragt man eine Vertrautre Person welche sich bei der Opfer Famielie meldet, entsprechende Erklärungen und angebrachte Entschuldigungen und Beileid werden kundgegeben und eine Entschädigung vereinbart.

So handeln man in Brasilien offenbart zwangsweise. Alles andere, also Gericht und und und kostet so untendlich viel, dauert Jahre und kann deine Freude schlichtweg auffressen. In aller Regel wenn der Verursacher es wirklich ernst meint kommt es zu einer Einigung. Man muss sich aber darauf vorbereiten dass es sehr teuer wird.

Ein Gerichtsfall wäre um ein vielfaches teuerer und beschäftigt euch über Jahre.

Somit nicht verwunderlich wie oft man im TV mitbekommt dass es genau so praktiziert wird.
Nur, oft endet es dennoch vor Gericht und wird teuer, aber zumindest hat an sich einige Monate bras. Gefängniss erspart...

Ich denke dieses Verhalten ist einigen hier bekannt, nur die echten Beweggründe sind oft eher difus...

:? :? :?
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Re: Indenização por Danos Morais - Schmerzensgeld

Beitragvon Itacare » Do 27. Nov 2014, 00:49

bedenklich, bedenklich. Kommt sehr auf die genaue Situation und den Ort an.
Durch Unfallflucht und unterlassene Hilfeleistung kann man sich erst so richtig reinreiten.

Präventativ, Fahrzeug in technisch einwandfreiem Zustand hinsichtlich Bremsen, Reifen und Stoßdämpfern halten, anständig fahren, damit man hierdurch schon mal das Risiko minimiert, dass es überhaupt so weit kommt.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Indenização por Danos Morais - Schmerzensgeld

Beitragvon aron » Do 27. Nov 2014, 02:18

ja, ganz klar bedenklich, aber leider erwiesenermassen brasilianische Praxis...
Tagtäglich in den Medien zu sehen. z.B. "Cidade Alerta" auch wenn die Sendung sehr populistisch ist...
Aus eigener Erfahrung darf ich sagen: Ja, die beschriebene Gefahr ist tatsächlich real... leider!
Mit verlaub, es ist keine meiner Empfehlungen von mir persönlich, sondern das wurde mir so von den hiesigen Brasilianer im Norden beigebracht.
Der Bob, sollte er tatsächlich auflaufen, dies passiert sicherlich nicht überall, kümmert sich einen *#!? über die Schuldfrage!
Da ist der Ausländer schlicht grundsätzlich am kürzeren Hebel!

Nochmals: Ja, sehr heikel und bedenklich

Nur ein kleines Beispiel welches ich selber erlebt habe und eben genau in diese Richtung geht, wenn auch nicht so schlimm wie beschrieben:
Ein einfach Auffahrunfall aus Unaufmerksamkeit, Auffahrgeschwindigkeit so in etwa Laufschritt Tempo: Geringer Blechschaden am anderen Fahrzeug, kosten keine 300 Euronen. Ich wurde mal eben in die Kiste verstaut, zufälligerweise haben das Bekannte mitbekommen und sofort sämtliche Hilfe organisiert die sie konnten.
Resultat: Ein bekannter und guter Anwalt wurde organisiert und musste den Chefe der PM mit 1'000 Reais bestechen. Dennoch hatte er, so bestätigen Zeugen die anwesend waren, echt Mühe mich am gleichen Tag, nach 3-4 Stunden frei zu bekommen.
Die Zelle durfte ich mit einem Alimenten-Verweigerer teilen welche die Zelle zwangsweise vollgeschissen und gepisst hat weil ihn die PMs nicht aufs WC liesen.

Ich warne ausdrücklich davor in jedlichem Streitfall welcher vor Gericht enden wird einen lokalen Anwalt zu nehmen. [-X
Das BO in meinem Fall wurde im Nachhinein sehr zu meinen ungunsten verändert sprich gefälscht.
"Die Polizei, dein Freund und Helfer" vergesst das mal für Brasilien ganz ganz schnell. Das heisst konkret ich habe auch ober super coole und gute PMs kennen gelernt. Nur eben, leider ist dies nicht die Regel.

Der Instanzenweg ist elend lange und vor allem auf der unteren Stuffe zuweilen willkürlich...
Und nochmals, dieser ganze Shit ist nicht auf meinem Mist gewachsen aber eben selber erlebt. Sicher gibt es auch die positiven Berichte.

Nur noch ein keines Beispiel:
Kurz vor unserer Ankunft 2009 in Santa Rita do Sapucai kamen ein paar Gangster aus Sao Paulo auf die Idee sie könnten im Dorf doch schnell mal ein paar Wohnungen der Wohlhabenden räumen.
DA die Polizei ihrer Meinung nach nicht schnell genug reagierte und die Typen einlochten organisierten die Oberen Betroffenen eine Truppe Killer aus Sao Paulo. Die Geschichte war natürlich in aller Munde und wurde breitwillig weiter gegeben. Die Typen wurden von den Auftragskiller seelenruhig identifiziert, eingesammelt und abtransportiert. Die Würmer hatten ein Festfressen und die Verantwortlichen Auftraggeber sind Stadt bekannt, die wurden nachweislich nicht im geringsten Belangt.
Typischweise hat sich seither niemand mehr getraut die 'media classe alta' zu bedrängen...
Die Opfer heute sind typischweise die untere Mittelschicht und die kleinen Geschäftsleute und vorallem die Alten, wehrlosen.

Wenn ihr gut portugiesisch könnt dann zieht euch mal die Seite: www.airtonchips.com rein und lest selber nach wie das auf dem Lande so abgeht und wie effektiv die Bullen arbeiten.

Ueber "Lei do Dimenor" möchte ich gar nicht sprechen, ein noch viel schlimmeres Kapitel...
Ein Thema über welches sich selbst die Brasilianer tüchtigst erregen. Absolut kein Wunder...
Ein unter 18 jähriger kann ohne weiteres in der Öffentlichkeit einen Menschen mit einer Waffe abknallen, da schlimmste was ihm passiert sind 2 bis 3 Jahre Jungenderziehungsanstalt mit 18 wird ihm per Gesetz das Strafregister unwiederruflich gelöscht und der Typ steht mit weisser Weste lächelnd wieder auf der Strasse.

Und bitte, das sind keine Erfindungen von mir sondern schlichtweg Tatsachen.
Ich möchte auch betonen dass mit nichten alle Jungen je kriminell wurden oder sind. Nur die Augen davor zu verschliessen ist fatal!

#-o #-o #-o
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Re: Indenização por Danos Morais - Schmerzensgeld

Beitragvon Frankfurter » Do 27. Nov 2014, 08:01

aron hat geschrieben:

Der zweite ernsthafte Punkt welcher Ihr ohne weiteres aus den Medien entnehmen könnt.
Sind Verletzte oder Tote involviert macht man sich, sofern man kann sofort und bedingungslos vom Acker, so schnell wie möglich. Man verlässt den Ort, kehrt nicht nach Hause für mindestens 3 Tage. Das ist die Frist welche die Bullen haben um dich ohne weitere Begründung bis zur Klärung des Falles einlochen werden.
Man liest undendlich oft dass dies genau so praktiziert wird. Unabhängig der Schuldfrage. Denn aus der Kiste kommst du so schnell nicht mehr raus, kann tatsächlich Monate oder mehr dauern...

Man flüchtet und versteckt sich für drei Tage anschliessend kann die Polizei dich per Gesetz nicht mehr in die Kiste knallen (Flagrante...).



Diesen Hinweis auf " Flucht" hat mir auch der Chef der Sicherheitsfirma gegeben, der unser Haus bewacht. Meine Frage war: Es kommt also jemand ungebeten in unser Haus, und dem Eindringling passiert etwas Tödliches in meinem Haus :twisted: .

Sofort das Weite für die nächsten 3 Tage suchen !!!
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Re: Indenização por Danos Morais - Schmerzensgeld

Beitragvon BrasilJaneiro » Do 27. Nov 2014, 08:03

Egal wo. Immer einen großen Bogen vor der Justiz machen. In Brasilien wird oft reich = schuldig und arm = Opfer entschieden. Warum auch nicht? So verteilt sich etwas vom Vermögen nach unten.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Indenização por Danos Morais - Schmerzensgeld

Beitragvon cabof » Do 27. Nov 2014, 09:47

weltweit gesehen... welche Berechtigungen haben Anwälte und Staatsanwälte? Es sollte nur eine 3-er Beziehung vor Gericht geben: der Kläger, der Angeklagte und der Richter. (Zeugen natürlich auch). Dann hat sich die Angelegenheit mit dem Geld und guten Beziehungen
von alleine erledigt. Das Ganze ist wie überall - nur ein Geschäft und macht mal Anwälten, Notaren und Ärzten ihre Position streitig,
vor gewissen Gruppen knickt bei uns JEDE Regierung ein.
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Re: Indenização por Danos Morais - Schmerzensgeld

Beitragvon Spaform » Do 27. Nov 2014, 14:31

Bei uns in gurupi sollen anscheinend über 70% der auto und motorradfahrer keinen führerschein haben. Gurupi hat, nach aussage meiner freunde, prozentual die höchste unfallrate.
Da wird bei rot über die kreuzung gefahren...überholt wird links und rechts...fahrad/motorfahrer kennen keine einbahnstrassen und das auch abends. Licht haben die natürlich keines...und natürlich auch keine haftpflichtversicherung.
Vom zustand der carros will ich mal gar nicht schreiben...gefühlte 80% der autos hier würden in europa gleich in der schrottpresse landen.

Obwohl ich hier in brasilien vorsichtig rumkurve habe auch ich schon einige brenzlige situationen erlebt und ich denke es ist nur eine frage der zeit wann auch ich mal in einen unfall verwickelt werde..

Daher frage ich mich...was passiert wenn ich einen unfall habe, und mein gegenüber keinen führerschein hat?
Was passiert wenn der noch in angetrunkenem zustand fährt?

Mal angenommen ich krache in einen fahradfahrer rein der ohne licht und in der falschen richtung auf mich zukommt oder bei rot mal kurz über die kreuzung fährt..kann man den belangen? Wird ein gringo auf jedenfall mal eingebuchtet auch wenn die schuldfrage beim anderen liegt?

Vor diesem szenario wirds mir richtig mulmig.

Aron
By the way: Das der fusca überhaupt eine vollbremsung machen konnte, so das die dame gleich die windschutzscheibe küsste, scheint ja unglaublich zu sein. Ich meine welcher fusca hat denn solche gut funktionierende bremsen..:-)
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Re: Indenização por Danos Morais - Schmerzensgeld

Beitragvon Brazil53 » Do 27. Nov 2014, 14:50

Spaform hat geschrieben:.....Daher frage ich mich...was passiert wenn ich einen unfall habe, und mein gegenüber keinen führerschein hat?
Was passiert wenn der noch in angetrunkenem zustand fährt?

Mal angenommen ich krache in einen fahradfahrer rein der ohne licht und in der falschen richtung auf mich zukommt oder bei rot mal kurz über die kreuzung fährt..kann man den belangen? Wird ein gringo auf jedenfall mal eingebuchtet auch wenn die schuldfrage beim anderen liegt?

Vor diesem szenario wirds mir richtig mulmig.

Aron
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Genau diese Gedanken hindern mich in Brasilien mit einem Auto zu fahren. Ich denke aber, es gibt bestimmt einige User die bereits solche "Zusammenstöße" hatten und uns ihre Erfahrungen mitteilen können.
Mit dem Bus und etwas Geduld kommt ja überall hin. Aber manchmal muss man ja auch etwas größeres transportieren oder möchte sich etwas das Land ansehen.
Ich glaube nur Tatsachen, die ich selbst verdreht habe
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