interessanter Kommentar: Doppelherrschaft in Brasilien (Reg+

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

interessanter Kommentar: Doppelherrschaft in Brasilien (Reg+

Beitragvon brasilmen » Di 8. Mai 2007, 09:14

Doppelherrschaft in Brasilien
Karl Weiss - In Brasilien existiert faktisch eine Doppelherrschaft. Einerseits gibt es die Herrschaft des Präsidenten Lula mit seinem Staats- und Gewaltapparat und den dahinter stehenden Kräften, andererseits die Herrschaft von bewaffneten kriminellen Mafia-Banden, die sich immer mehr ausweitet. Die beiden Herrschafts-Gruppen haben sich miteinander arrangiert und vereinbarungen geschlossen, ja, sie haben in einigen Fällen bereits eine Personalunion von beiden Seiten hervorgebracht (gleiche Personen, die zu beiden Gruppen gehören).

Ein Beispiel dafür waren die bewaffneten Angriffe der Mafia-Bande "Primeiro Commando da Capital" (PCC) auf Polizeistationen in São Paulo vor Jahresfrist.

Die Angriffe wurden mit Bomben, Schnellfeuergewehren und Maschinenpistolen auf Polizeireviere durchgeführt, ebenso wie mit gezielten Schüssen auf offenbar vorher ausspionierte Polizisten in Zivil und auf Polizeiautos, darunter eines, das auf einer belebten Brücke in der Stadt São Paulo fuhr.

So plötzlich, wie sie begonnen hatten, wurden die Angriffe nach fünf Tagen eingestellt. Nach etwa 250 bewaffneten Angriffen, einige auch außerhalb des Staates, und nach Aufständen in praktisch allen Gefängnissen des Bundesstaats São Paulo, nach insgesamt über 125 Toten, davon ein großer Teil Polizisten und andere Sicherheitskräfte, wurde offenbar eine Abmachung mit den Verbrechern geschlossen.

Kein Verhandeln mit Terrorbande?
Die Terrorbande hätte die Angriffe nach allen seriösen Einschätzungen noch lange weiterführen und das Leben der 20-Millionenstadt São Paulo zum Erliegen bringen können, so wie dies am zweiten Tag der Angriffe schon der Fall war (tagsüber konnten die Menschen ihre Arbeitsstelle nicht erreichen, weil fast keine Omnibusse fuhren, nachts hatten die Banditen eine inoffizielle Ausgangssperre verhängt, die fast vollständig eingehalten wurde).

Doch das offizielle São Paulo dementiert energisch, daß man verhandelt habe und mit Terrororganisationen Verträge schließt. Der neue Gouverneur (entsprechend dem Ministerpräsident des Bundeslandes) wie auch der alte negieren, daß es eine Vereinbarung gegeben habe, deren Bruch zu den Terrorüberfällen geführt habe, wie auch, daß es jetzt eine neue Vereinbarung gebe.

Sie konnten aber nicht erklären, warum die Angriffe plötzlich begannen und plötzlich abgebrochen wurden, bzw. ihre Erklärungen waren nicht schlüssig. Die Umstände waren völlig eindeutig.

Der mutmassliche Anführer der kriminellen Mafia-Bande PCC sitzt ein und war zwei Tage vor Beginn des Terrors in ein Hochsicherheitsgefängnis 620 km von der Hauptstadt entfernt gebracht worden. Daraufhin begann die Terrorwelle.

Einer der Anwälte des mutmaßlichen Anführer der gefangenen Mitglieder der Mafia wurde nach dem Wochenende mit verringerter Terrortätigkeit mit dem Polizeihubschrauber (!) nach Presidente Wenceslau geflogen und konnte mit ihm sprechen, obwohl das Gefängnis-Statut des Hochsicherheitsgefängnisses ihm dies Recht erst nach 7 Tagen im neuen Gefängnis zugesteht. Bei diesem Gespräch war ein hoher Polizeioffizier des Staates zugegen. Wenige Stunden nach dem Gespräch waren alle Angriffe eingestellt und alle Revolten in den Gefängnissen waren friedlich zu Ende gegangen, etwas, was normalerweise Wochen von Verhandlungen dauert.

Ein Teil der Presse und zwei Fernseh-Stationen in Brasilien gehen davon aus, daß eine Vereinbarung erzielt wurde, deren Inhalte aber nicht bekannt sind. Wichtige Zeitungen, wie die größte Tageszeitung Brasiliens, die „Folha de São Paulo" sprechen offen über die Vereinbarungen. Selbst die „New York Times" hob in ihrem Artikel die vermuteten Vereinbarungen hervor.

Inzwischen ist es auch schon kein Geheimnis mehr, daß offenbar vorher bereits durch den alten Gouverneur eine Vereinbarung, genannt Waffenstillstand, geschlossen worden war. Nach Angaben der "Folha" wurden der Terrororganisation in diesem Vertrag zugestanden, daß seine Mitglieder, wenn sie gefasst werden, in Gefängnisse in der Nähe ihrer Wohnorte kommen und daß sie dort Handys zur Verfügung haben, um ihre „Geschäfte" vom Gefängnis aus führen zu können.

Schlagkraft von 5000 - 20'000 Mann
Einem Monat vorher war der Governeur von São Paulo, Alckmin, zurückgetreten, weil er als Kandidat seiner Partei, der PSDB, für die Präsidentenwahlen später im Jahr aufgestellt worden war. Seitdem war sein Stellvertreter Gouverneur. Der wusste entweder nichts von den Vereinbarungen mit der Verbrecherbande oder wollte Muskeln zeigen und begann die Gefangenen des PCC zu verlegen, was diese wohl als Bruch der Vereinbarungen auslegen mußte.

Nun zeigte die Terrorbande ihrerseits Muskeln und hätte dies wohl Wochen und Monate fortsetzen können. Nach Schätzungen der Medien hat das PCC etwa 5000 Mann zur Verfügung, nicht gezählt die Tausende von Helfern. Nach eigenen Angaben sind es 20.000. Damit aber ist zumindest deutlich geworden, daß es in Brasilien bereits eine Doppelherrschaft gibt, in der die Macht zwischen der Regierung einerseits und den Drogen-Terrorbanden andererseits geteilt ist, wobei beide Seiten mit Drohungen und Vereinbarungen das zerbrechliche Gleichgewicht zu halten versuchen.

Wie bereits gemeldet, war vorher schon eine Auseinandersetzung zwischen Staatsmacht und einer Terrorbande nach einem Waffenraub aus einer Militärkaserne in Rio de Janeiro mit einer Vereinbarung abgeschlossen worden, wie Presseorgane berichteten. Auch damals war die Vereinbarung dementiert worden. Man konnte aber auch in jenem Fall die Umstände nicht zufriedenstellend erklären.

17 Tote in einer Nacht
Es gab in São Paulo erneut nächtliche Attacken einen Tag nach dem Ende der Angriffswelle und nachdem es eine Nacht ruhig geblieben war. Neben einer Anzahl verbrannter Omnibusse gab es u.a. einen Angriff auf eine Schule, einen auf ein Gebäude der Wasserversorgung und einen auf das Rathaus von Osasco, einer der Städte im Bereich Groß-São Paulo. Insgesamt wurden in dieser Nacht 17 Tote gezählt.

Beim genaueren Hinsehen stellt sich aber heraus, daß keiner der Angriffe mehr als Sachschaden verursachte, während alle 17 Toten angeblich Angreifer waren, die von der Polizei erschossen wurden. Ein Polizeisprecher nannte die Angriffe dieser Nacht ‚Surf’ von Amateuren, also Leuten, die auf einer Woge mitschwimmen. Dazu kam dann offensichtlich die ‚Nacht der langen Messer’, das Ritual von Polizisten immer, wenn Polizisten ermordet wurden: Statt die Verbrecher zu fangen, werden wahllos Leute in den Armenvierteln umgebracht und dann als „Angreifer" bezeichnet.

Inzwischen gibt es auch bereits andere Kriminelle, die im Gefolge des PCC ihre tödlichen Abrechnungen durchführen. So hatte nach Polizei-Angaben ein Massaker mit 10 Toten in dieser Nacht in Guarulhos im Großraum São Paulo keinen Zusammenhang mit dem PCC.

Eine Anzahl von Presseorganen und Fernsehstationen in Brasilien unterdrückte völlig alle Meldungen über die Vereinbarungen mit den Verbrechern, so als ob dies nicht offensichtlich wäre. Sie berichteten einfach nur, die Angriffe hätten aufgehört, ohne eine Begründung zu suchen. Offenbar ist man sich bewußt, daß es weitreichende Konsequenzen hat, wenn ins öffentliche Bewußtsein eindringt, daß die brasilianische Oligarchie mit Terrorbanden gemeinsame Sache macht.

Zwei Tage nach dem Ende der Attacken kam die Meldung, der Anführer der gefangenen PCC-Mitglieder, ein gewisser Cartola, werde aus dem Hochsicherheitsgefängnis zurückverlegt werden. Ein weiterer Beweis für das geleugnete Abkommen.

Offenbar war der Staat nicht bereit, in einen Krieg mit den Verbrechern einzutreten und machte stattdessen Zugeständnisse. Fragt sich, was genau der Grund dafür ist.

Die Regierung versucht den Schein aufrechterhalten, sie sei an der Macht und nicht das PCC.

Die "Folha" spekuliert, der Gesichtsverlust der Regierung, wenn man wochenlang nichts gegen die Terrorherrschaft einer Kriminellenbande unternehmen hätte können, wäre offenbar als so groß angesehen worden, so daß die Vereinbarung das kleinere Übel zu sein schien. Bleibt aber weiter die Frage, warum man dann nicht einen Krieg in vollem Umfang gegen die Terrorbande geführt hat, wenn wirklich eine so grosse Gefahr von ihr ausging.

Oder ist es etwa schon so, dass eine solche Kriegführung gar nicht möglich war, weil ein wichtiger Teil der brasilianischen Oligarchie bereits mit den Terrorbanden verknüpft ist und den Krieg sabotiert hätte (und bereits damit gedroht hat). In diesem Fall gibt es in Brasilien nicht nur eine Doppelherrschaft, sondern eine, in der sich die Regierung Ultimaten von Verbrecherbanden beugen muss.

Auch die vorherige Vereinbarung dürfte bereits in einer solchen Situation der Drohung zustande gekommen sein. Nach außen hin dementiert man einfach.

http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/3701555/
Gruss brasilmen Thomas
http://www.brasilmen.de
Benutzeravatar
brasilmen
 
Beiträge: 3712
Registriert: Di 30. Nov 2004, 08:10
Bedankt: 32 mal
Danke erhalten: 243 mal in 184 Posts

Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon thomas » Di 8. Mai 2007, 09:48

Drogen legalisieren und die wirtschaftliche Macht der Mafiabanden austrocknen lassen.
Benutzeravatar
thomas
 
Beiträge: 1512
Registriert: Fr 26. Nov 2004, 20:45
Bedankt: 0 mal
Danke erhalten: 0 mal in 0 Post

Beitragvon Gunni » Di 8. Mai 2007, 10:08

...wenn's nur die Drogen wären, wäre damit ja alles gelöst, aber umd das geht's doch garnicht wirklich ......?! :cry:
Benutzeravatar
Gunni
 
Beiträge: 658
Registriert: Mo 7. Aug 2006, 16:07
Bedankt: 22 mal
Danke erhalten: 64 mal in 41 Posts

Beitragvon thomas » Di 8. Mai 2007, 10:18

Da gehören natürlich sehr viele Einflussfaktoren dazu, aber nur die Drogengelder skalieren die durch Armut, Gewaltbereitschaft usw. negative Situation so richtig nach oben.

Die gleiche Situation, nur ohne durch Drogengelder finanzierte vollautomatische Waffen, RPGs usw, und Du bist bei "normaler" armutsinduzierter Kleinkriminalität, bei der die Leute vielleicht mal ein Messer zücken.

Nicht dass es so einfach wäre, die Waffen jetzt aus dem Kreislauf noch so einfach rauszubekommen, aber es wäre ein Anfang.
Benutzeravatar
thomas
 
Beiträge: 1512
Registriert: Fr 26. Nov 2004, 20:45
Bedankt: 0 mal
Danke erhalten: 0 mal in 0 Post

Beitragvon Seebaer » Di 8. Mai 2007, 10:46

Sollte seitens brasilianischer Politiker wirklich der Wille vorhanden sein diese endlos Spirale aus Gewalt und Kriminalitaet zu beenden waere ein Betriebsausflug nach Kolumbien zu empfehlen. Der dortige President hat es geschafft das Land innerhalb weniger Jahre zu normalisieren. An der Westkueste treibt die FARC zwar noch ihr Unwesen aber laengst nicht mehr im dem Ausmass frueherer Jahre.
In Kolumbien wurden die Gehaelter der Polizisten deutlich erhoeht, jede Form der Korruption wird schwer bestraft, die Koka Plantagen wurden vernichtet und nur die Indios duerfen aus Tradition fuer den "Eigenbedarf" Kokapflanzen anbauen.
Im "Epoca" vom 19. Feb. 2007 Seite 22 ff. war ein sehr ausfuehrlicher Bericht zu dem Thema Sicherheit in Kolumbien.
Seebaer
 
Beiträge: 297
Registriert: Mo 29. Nov 2004, 23:55
Wohnort: vorhanden
Bedankt: 0 mal
Danke erhalten: 0 mal in 0 Post

Beitragvon Gunni » Di 8. Mai 2007, 12:42

...jo...und Columbien wird daher zur amerikanischen Enklave ernannt, deswegen funktioniert das auch so doll dort :wink:

Nee....so "verschwörungsdramatisch" wie der text oben klingt, ist es garnicht - es geht hier knallhart um Kohle und Aufteilung der Märkte und Machtpositionen - "Drogen" ist doch nur die Spitze des Eisbergs - aber die Leute im Hintergrund sind ganz bestimmt keine Junkies oder Kiffer (entschuldigt den Ausdruck) sondern Elitepersonen wie Industrielle oder Akademiker (einheimisch wie auswärtig), die durch die Manipulationen ganzer Marktbereiche ihre eigenen Vorteile rauswirtschaften.....

...im übrigen ist es egal, ob die im Gefängnis sitzen oder nicht - im Gefängnis haben die Herrschaften noch den Vorteil, vom eigenen Staat geschützt zu werden bei Ihren Geschäften und man kommt nie wirklich richtig an die ran ....aber schlecht geht es denen deswegen nicht, nur eben "sicher" (oder wie sonst kann man 8000R$ monatlich !!!! für ein Handy !!!!!! in der Zelle auf den Tisch legen usw. usw. usw. - glaub, für die meisten hier im Forum wohl undenkbar, soviel Kohle NUR für ein Handy abzudrücken...).

... der obige Artikel ist nur m.E. etwas zu "dramatisch" geschrieben :lol:
Benutzeravatar
Gunni
 
Beiträge: 658
Registriert: Mo 7. Aug 2006, 16:07
Bedankt: 22 mal
Danke erhalten: 64 mal in 41 Posts

Beitragvon amarelina » Di 8. Mai 2007, 14:36

thomas hat geschrieben:Drogen legalisieren und die wirtschaftliche Macht der Mafiabanden austrocknen lassen.


wäre in meinen augen auch der einzig richtige weg. nur...es hängen viel zu viele einflussreiche politiker mit drin und die werden sich ganz sicher nicht in die suppe spucken lassen. seit fast 15 jahren wird im bras. senat immer wieder darüber debattiert, drogen zu legalisieren und damit den markt auszutrocknen.
so eine gesetzesvorlage hätte keine chance, es geht dabei um viel zu viel geld und macht.

amarelina
"Wenn man sich mit einem langweiligen, unglücklichen Leben abfindet, weil man auf seine Mutter, seinen Vater, seinen Priester, irgendeinen Burschen im Fernsehen oder irgendeinen anderen Kerl gehört hat, der einem vorschreibt, wie man leben soll, dann hat man es verdient."
Frank Zappa
Benutzeravatar
amarelina
 
Beiträge: 1868
Registriert: Sa 8. Jul 2006, 10:05
Bedankt: 123 mal
Danke erhalten: 143 mal in 84 Posts

Beitragvon tinto » Di 8. Mai 2007, 17:28

amarelina hat geschrieben:
thomas hat geschrieben:Drogen legalisieren und die wirtschaftliche Macht der Mafiabanden austrocknen lassen.


wäre in meinen augen auch der einzig richtige weg. nur...es hängen viel zu viele einflussreiche politiker mit drin und die werden sich ganz sicher nicht in die suppe spucken lassen. seit fast 15 jahren wird im bras. senat immer wieder darüber debattiert, drogen zu legalisieren und damit den markt auszutrocknen.
so eine gesetzesvorlage hätte keine chance, es geht dabei um viel zu viel geld und macht.

amarelina


Ich bin auch dafür, die Drogen gleich kostenlos zu verteilen, z.B. an Schulen, dann kann da keiner Geld verdienen mit sowas. Dann brauchen die Kids auch gar nicht mehr flatrate-Saufen oder zweifelhafte Extasypillen zu schlucken, oder gar Kleber schnüfeln, sondern können billiger kiffen. Und das weltweit! Das ist ein ganz neuer Aspekt von Globalisierung. In Jamaika und auf der Domrep darf man damit auch unbelästigt von der Polizei Auto fahren, wenn man Drogen zu sich genommen hat, egal ob Alkohol oder Gras; das ist ein ganz wunderbares Fahrgefühl. Warum nicht auch in Brasilien oder Deutschland. wenn man schon die Händler nicht bestrafen will, warum dann die Konsumenten? Alle Macht den Drogen!

Und dann braucht es eigentlich nur noch eins: Die Mafia würde sich ja dann auf den Handel von Waffen spezialisieren. Auch die sollte man überall frei geben. Denn was nicht mehr illegal ist, kann auch nicht mehr teuer verkauft werden. So legt man die Mafia trocken und schafft mehr Freiheiten.

Letztlich sucht sich die Mafia ja immer was neues Verbotenes. Denn was verboten ist, damit lässt sich Geld machen. Das erlaubt man dann eben.
Und ganz am Ende der Spirale ist dann alles frei und die Mafia tot.
_________________________________
Schöne Grüße,
tinto
Benutzeravatar
tinto
Moderator
 
Beiträge: 3909
Registriert: Fr 7. Jan 2005, 09:37
Wohnort: Rheinland/Münsterland
Bedankt: 137 mal
Danke erhalten: 137 mal in 104 Posts

Beitragvon thomas » Di 8. Mai 2007, 21:23

Hallo Tinto :)
Benutzeravatar
thomas
 
Beiträge: 1512
Registriert: Fr 26. Nov 2004, 20:45
Bedankt: 0 mal
Danke erhalten: 0 mal in 0 Post

Beitragvon amarelina » Mi 9. Mai 2007, 09:10

ich kann dich nicht ganz ernst nehmen tinto...trotzdem möchte ich noch kurz was dazu sagen: droge nr. 1 weltweit ist immer noch der alkohol und der ist legal zu kaufen (die prohibition seinerzeit in den USA hat nicht funktioniert). alkoholismus verursacht immense folgeschäden auch wenn die leute um saufen zu können nicht kriminell werden müssen.

die situation der drogenverkäufer mit ihren bauchläden auf schulhöfen haben wir schon, schlimmer kanns also nicht werden.

Brasilien und andere länder wie z.b. Indien bekommen von den USA viele, viele dollars damit die regierung resp. ihr ausführendes organ die polizei so wenig drogen wie möglich ausführen lässt. so bleiben die drogen im land. durch den überschuss fallen die preise und der kampf um den verbleibenden kuchen wird brutaler.

es bleibt in meinen augen nur ein grund, weshalb drogen nicht legalisiert werden: einflussreiche leute verdienen sich daran dumm und dämlich. und diese einflussreichen leute wollen ja mit dem vielen batzeli nicht schöne schuhe und kleider kaufen.

sie wollen macht. geld ist macht

amarelina
"Wenn man sich mit einem langweiligen, unglücklichen Leben abfindet, weil man auf seine Mutter, seinen Vater, seinen Priester, irgendeinen Burschen im Fernsehen oder irgendeinen anderen Kerl gehört hat, der einem vorschreibt, wie man leben soll, dann hat man es verdient."
Frank Zappa
Benutzeravatar
amarelina
 
Beiträge: 1868
Registriert: Sa 8. Jul 2006, 10:05
Bedankt: 123 mal
Danke erhalten: 143 mal in 84 Posts

Nächste

Zurück zu Presse: Aktuelle Mitteilungen

 


Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Berechtigungen in diesem Forum

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

fabalista Logo

Persönlicher Bereich

Anmelden

Empfehlung

Wortübersetzer

Deutsch/Portugiesisch - Übersetzer in Kooperation mit Transdept

Neu im IAP PortalNetwork

Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]