Internationale Investoren haben Brasilien im Visier

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Internationale Investoren haben Brasilien im Visier

Beitragvon Lauros » Do 16. Apr 2009, 08:39

In diesem interessanten Artikel steht auch das LULA 15 Mrd Dollar für 1 Millionen neue Häuser ausgeben will :!:
http://www.haufe.de/immobilien/newsDeta ... %20Steuern
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Re: Internationale Investoren haben Brasilien im Visier

Beitragvon Itacare » Do 16. Apr 2009, 11:07

Das mit der 1 Mio Häuser kenn ich jetzt seit mindestens 20 Jahren.
Würde mich nicht wundern, wenn der Plan (oder wenigstens die Mäuse...) wie gehabt im Sande verläuft. :cry:
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Internationale Investoren haben Brasilien im Visier

Beitragvon cabof » Do 16. Apr 2009, 11:51

Vom Ansatz her schön gedacht - aber was macht das Volk daraus?
Auf dem Weg zum Flughafen (Rio) wurde auch mal eine bunte Siedlung erstellt, sah auch ganz gut
aus - und heute? Wildwuchs, Anbauten, Aufbauten - Favela pur. Ich habe auch schon
Siedlungen in Tocantins usw. gesehen - was aber daraus geworden ist... keine Ahnung.
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Re: Internationale Investoren haben Brasilien im Visier

Beitragvon ManausTip » Do 16. Apr 2009, 12:29

Gleiche Meinung cabof.
Was man Geschenkt bekommt da braucht man nicht aufzupassen man bekommt ja es irgend wann wieder. Oftmals wird es gleich verkauft und dann gut gelebt.
Besser wäre ein Zinsloser Kredit .Gibt aber auch gute Beispiele sind aber eher die Ausnahme.
Die wo mit einer Bretter Baracke anfangen dann mit Steinen ihr Haus um die Baracke bauen, wissen zu schätzen was sie Erarbeitet haben. Vielleicht wäre es besser die Leute auch mal nur mit Baumatrial zu unterstützen.
Der Ziment in Manaus kostet 22,50 und der m3 Kies 150 Reais das ist teurer wie in Deutschland.
Gruss Jürgen http://www.pousada-manaus.de/partner_de.htm
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Re: Internationale Investoren haben Brasilien im Visier

Beitragvon Jacare » Do 16. Apr 2009, 13:21

Ich kann jetzt nur für die Region Ribeirao Preto reden. Da wurde schon gebaut, die Idee hat ja im Grundansatz auch vollkommen ihre Berechtigung. Nur gab´s eben am Ende immer mehr Bewerber als Häuser. Was dann abläuft, kann man sich denken. :handshake: Hehe, man glaubt ja nicht wieviele dieser "einkommensschwachen Familien" :pfeif: ihr Häußchen zum Prunkstück ausbauen und einen fetten Pool auf dem Grundstück haben.

Gruss
Jacare
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Re: Internationale Investoren haben Brasilien im Visier

Beitragvon Heinzinho » Fr 17. Apr 2009, 11:38

Ich kann das selbe aus der Region Petrolina berichten , aus der Verwandtschaft meiner Frau berichten schönes Häuschen vom Staat erbaut , prunkvoll ausgebaut wirklich sehr schön .
Etwas später für kleines Geld , Grundstück hinter dem Haus gekauft und ein großes Pool gebaut fertig ist das Wochenendhaus . Der Besitzer sagt nur Danke Tintenfisch
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Re: Internationale Investoren haben Brasilien im Visier

Beitragvon BRASILIANT » Fr 17. Apr 2009, 15:27

Naja, der Grundgedanke ist nicht schlecht, aber das war es dann auch.

1 Mio. Wohnungen hört sich ja auch viel an, aber wollen wir doch mal ehrlich sein, das ist doch nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Der Bedarf ist doch viel grösser. Und von der 1 Mio. wird auch nur höchstens die Hälfte auch wirklich gebaut, da für den Rest kein Geld mehr übrig ist, weil sich jetzt schon Komunalpolitiker, Bauunternehmer und Landspekulanten die Hände reiben. Die wirklichen Gewinner dieses Programms.

Aussdem total unverständlich warum schon wieder so ein Projekt gestartet wird wo den Leute das Geld, sprich das Haus praktisch geschenkt wird? Lernen die denn gar nichts aus den Fehlern der Vergangenheit? Was man geschenkt bekommt hat bei den Brasis keinen Wert und wird nicht anerkannt. Die Bruchbuden sind doch schneller wieder verkauft als das da wirklich einer einzieht. :twisted:
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Re: Internationale Investoren haben Brasilien im Visier

Beitragvon dietmar » Fr 17. Apr 2009, 16:16

BRASILIANT hat geschrieben:Was man geschenkt bekommt hat bei den Brasis keinen Wert und wird nicht anerkannt. Die Bruchbuden sind doch schneller wieder verkauft als das da wirklich einer einzieht.


Alleine deine Wortwahl ist beschämend für ein BrasilienFreunde Forum. Es gibt sehr wohl jede Menge Brasilianer und Brasilianerinnen, die sich glücklich schätzen, zu günstigen Konditionen ein kleines Häuschen zu bekommen. Meine Schwiegermutter zum Beispiel. Bislang zahlte sie 180 R$ für ein Häuschen an Miete, jetzt zahlt sie 80 R$ für 4 Jahre glaube ich und dann ist es komplett ihr. Als sie zu den Begünstigten zählte (es gab mehr Bewerber als Häuschen geplant wurden) hatte sie jedesmal Tränen in den Augen, wenn sie davon sprach, bald in ihre eigenes kleines Reich einziehen zu können. Weiterhin fehlt ihr das Geld für eine Mauer, auch will sie es irgendwann um ein Zimmer erweitern (derzeit sind es ca. 30-35 qm). Sie weiss den Wert dieses "Casa popular" durchaus zu schätzen und als "Bruchbude" würde sie vermutlich das Innere deines Kopfes bezeichnen, würde ich ihr dein Post übersetzen. Vielleicht sollte mancher einfach einmal in eine solche Siedlung gehen und sich mit den Menschen dort unterhalten. Dann würden diejenigen Brasilien mit Sicherheit ein bisschen besser kennenlernen und den Sinn eines solchen Programmes auch besser nachvollziehen können. Missbrauch, dies abschliessend angemerkt, gibt es überall. Bei Casa Populares, Einkommenssteuererklärung und auch bei HartzIV. Den Sinn deshalb in Gänze in Frage zu stellen, ist weltfremd.
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Re: Internationale Investoren haben Brasilien im Visier

Beitragvon Lauros » Fr 17. Apr 2009, 16:20

Um so ein Haus zu bekommen ,würden sich Millionen brasilianische Familien freuen !
Gruss Lauros
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Re: Internationale Investoren haben Brasilien im Visier

Beitragvon Christian B. » Fr 17. Apr 2009, 16:40

So etwas ähnliches gab es schon vor Jahren in São Paulo. Das Projekt hieß "Cingapura" oder so. Favelas wurden abgerissen und mehr oder weniger schmucke Reihenhäuser hingestellt. Der Kaufpreis war von symbolischen Wert. Und wie sieht es heute aus? Heruntergekommen Bruchbuden an denen niemals etwas zur Wert- und Instandhaltung beigebracht wurde. Den meisten Begünstigten fehlt die soziale Komptetenz um so ein Projekt erfolgreich werden zu lassen.
Anderes akutelles Beispiel: Die Favela Macaco in São Paulo wurde dem Erdboden gleich gemacht. Die Bewohner bekamen als Enschädigung kleine Häuser. Was machen diese? Verkaufen ihre Häuser uns bauen die Macaca Favela wieder auf.

Das ganze muss auch erstmal dem Steuerzahler klar gemacht werden. Der schuftet in São Paulo für 2000R$ in der Fabrik und zahlt Steuern und eine Schwiegermutter im Süden des Landes, die wahrscheinlich noch im Leben Steuern bezahlt, kommt in den Genuß ein Häuschen für 4000 R$ zu erwerben. Sind die Kinder in Brasilien nicht zum Unterhalt der Eltern verpflichtet? Ich meine gesetzlich und nicht moralisch.

Christian
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