Hi Thiess,
3-5% Provision kenne ich auch aus Minas Gerais. Der Verhandlungsspielraum hingegen ist immer eine Wischiwaschi-Angelegenheit.
Ich selber habe vor ein paar Jahren mal ein Haus verkauft. Auch über einen Makler (3%). Ich sagte ihm, was ich will. Er sagte mir
"Bist du blöd, oder was ? Hau 20 Mille drauf. Zu dem Preis bekommst du das Haus dicke los!". Nun er behielt
nicht recht, denn ich verkaufte das Haus genau zu dem Preis, wie es
von mir vorher veranschlagt wurde. Der Markt gab halt nicht mehr her. Nur komisch, dass der Sr. Makler nicht wusste. Eigentlich - so nehme ich zumindest an - wollte er mich mit der Hochpreisstrategie aber nur als Kunden fangen
........ oder ?
Als Kunde war ich auch schon mal unterwegs. Auf der Suche nach einem 4-Quarto-Apto in einer besseren Wohngegend von B.H. ........... man bot mir eine Apto. für 350.000 R$ an ....... ich lachte den Makler aus ...... verspottete ihn .................. und siehe da: nach ca. einer halben Stunde war der Preis bei 290.000 R$ (stell dir das mal vor !!!). Wir gingen dann ohne Einigung auseinander, da ich den Preis immer noch zu hoch fand (ausserdem hatte ich das Geld sowieso nicht

).
Er rief mich danach noch eine Woche lang an und ging bis auf 260.000 R$ runter. Ob der Preis nun mittlerweile ok war oder nicht war mir pupsegal, denn für mich war dieser Makler mittlerweile ein unseriöser Betrüger.
Wie kann man den Preis einer Immobilie von 350.000 R$ auf 260.000 R$ absenken ? Das sind 25% Nachlass oder andersrum 35% Aufschlag, die er draufgerechnet hatte.
Und sicher war da noch "room to manover" .... spätestens 5 Minuten vor Vertragsunterzeichnung hätte ich noch mal etwas gezögert ............