Investorenvisum

Fragen zur Gesetzeslage in Brasilien, Einwanderungs-, Einfuhr- und Zollbestimmungen sowie Steuerfragen

Re: Investorenvisum

Beitragvon BrasilJaneiro » Di 20. Nov 2012, 15:44

donpedrobrasil hat geschrieben:Hoffentlich sind wir in der richtigen Ruprik !?

Wir haben gestern die Gesetzesänderung für Investoren gelesen. Für uns war gestern schon der 12.12.2012 !!!
Wir sind ein Ehepaar aus D, die nach 4 Jahren endlich ihr Haus in D verkauft hatten, um unseren Traum Brasilien zu verwirklichen. Wir sind in 2011 mit Hilfe eines ebenfalls Deutschen, seines Zeichens Bauträger Namens F-G. R. aus Majorlandia (unser Makler war 14 Tage vor unserer Ausreise verstorben) der sich nach angeblicher ca.20 jähriger Bras. Erfahrung als PROFI bezeichnet und angeblich in den letzten 2 Jahren 10 Permanentien durchgezogen habe, nach Brasilien ausgewandert. Das Angebot seines angeblichen Wissens und seiner Dienstleistungen war Ellenlang. Er wollte uns bei allen Erledigungen wie Firmengründung, Permanentia, Autokauf, Hauskauf sowie bei Übersetzungen behilflich sein, natürlich gegen Bezahlung. Also kauften wir mit seiner Hilfe ein Auto, ein Sitio von einer Portugiesin hatten wir schon vorher über das Internet gefunden. Das mit der Permanentia hätte ja lt. seinen Aussagen noch ½ Jahr Zeit, es bestehe ja noch kein Handlungsbedarf! Entgegen unseren Kenntnissen erzählte uns der Profi bereits in 2010, dass wir zusätzlich 10 Angestellte haben müssten, obwohl wir mehr als 150.000 RS investieren wollten. Wir wollten eine Pousada machen, für die nächsten Jahre, bis ich ebenfalls, wie mein Mann in Rente gehen kann. Die Rente meines Mannes reichte damals nicht aus für eine Permanentia, heute schon gar nicht mehr. Unser Profi erzählte uns, dass auch er Schwierigkeiten bekommen würde bei der Überprüfung, da er ebenfalls keine Angestellten habe. Also vertrauten wir im vorerst. Er riet uns einen Kindergarten od. eine soz. Einrichtung wie eine Entziehungsanstalt für Drogensüchtige zu Gründen, die sich aus Spendengeldern finanziert, das macht sich besser, um eine Permanentia zu bekommen. Da er gerade eine „finanzielle Durststrecke“ hatte, bezahlten wir ihm dann die ausgehandelten 4.000 Euro vorab, obwohl noch nicht alle von ihm angebotenen Dienstleistungen vollbracht waren. Er hielt uns dann Wochen hin, machte aber erst mal einen Bauplan zur Aufstockung unseres Hauses, weil wir wissen wollten was so was kostet. Wir investierten munter weiter, in der Hoffnung, dass das mit unserer Permanentia doch klappt und immer schön das Geld per Kreditkarten vom deutschen Kto. geholt.
Das halbe Jahr war um, der Profi meinte, die grüne Grenze, wäre ja auch kein Problem. Wir fuhren zum deutschen Konsul, da wir der Sache nicht mehr trauten, dieser empfahl uns einen Anwalt, denn von 10 Angestellten wusste auch er, bei unserer Investitionssumme, nichts. Der Anwalt bestätigte uns unser Misstrauen. Da wir zu diesem Zeitpunkt keine 150.000 RS mehr hatten, bleibt uns jetzt nur noch die Rückabwicklung des Sitiokaufs. Eine 2. Möglichkeit wäre gewesen, ein Arbeitsvertrag. Also fragten wir unseren Profi, ob er mich einstellen kann. Nach Rücksprache mit seinem Steuerberater, der ihn angebl. auslachte, er solle doch erst mal 10 Brassis einstellen, bevor er eine Deutsche einstelle, außerdem bei meinen Qualifikationen müsste ich mind. 3000 RS verdienen, was an Sozialabgaben dann um die 1.800 RS monatl. ausmachen würde. Er ist sich bis heute keiner Schuld bewusst und behauptet sogar, wir hätten es doch so gewollt. Er behält sogar das Geld für einen, seinerzeit über ihn gekauften Kühlschrank ein (kein Kto.), (den wir bestellt und bezahlt hatten, jedoch den Kauf stornierten, da die Lieferzeit nicht eingehalten werden konnte) als Bezahlung für eine angebliche Baugenehmigung, die nie erfolgt ist und die wir auch nie wollten.
Was machen wir mit einer vermieteten Pousada, ohne Permanentia wenn wir evtl. nach D zurück müssen? Wir hatten noch das Glück, in die 180 Tage Regelung zu kommen, so dass wir noch kein Problem haben. Jetzt, im Nachhinein, erfahren wir, dass der Profi bereits vor Jahren in Salvador sein Unwesen getrieben hat. Unabhängig davon, dass er uns nun noch 2350,-€ schuldet, kommen durch die ganze Rückabwicklung etwa 10.000,-€ weitere Kosten auf uns zu.
Ihr werdet jetzt sicherlich denken, mein Gott sind die bescheuert, o.k. sind wir auch, zumal man uns zum Abschied auf den Weg mitgegeben hat:
HÜTET EUCH VOR STURM UND WIND UND VOR LANDSLEUTEN, DIE IM AUSLAND SIND!!!
Hat oder sieht von Euch vielleicht jemand noch eine Idee oder Möglichkeit, wie wir aus dem Schlamassel raus kommen können, wir lieben dieses Land und wollen es auch keinesfalls wieder verlassen!!!
In diesem Sinne, Grüße aus Ceara
Heidi&Ralph


Wenn ihr mich vorher gefragt hättet, dann würdet ihr euer Geld noch besitzen. Ihr müsst es schnell abhaken. Geld was weg ist, ist auch verloren. Klagen kostet mehr. Ihr habt keine Rechtschutzversicherung, müsst den Anwalt immer bezahlen, braucht auch einen deutschsprachigen (sonst geht alles an euch vorbei)und ein günstiger Prozeßverlauf ist auch nicht garantiert. Da können am Ende noch die Gerichtskosten kommen. Also Finger weg von einer Klage. Abhaken.
Eine Pousada hört sich immer gut an, ist aber nicht die beste Idee. Versucht alles zu verkaufen, egal wie. Überlegt auch mal, ob Ceara wirklich der beste Standort für euch ist. Vielleicht solltet ihr euch was neues überlegen. Vielleicht in einer Großstadt, dort wo immer genügend Klientel sind. Lasst euch nicht von der Landschaft und dem Klima blenden. Geld verdient man dort, wo Leute sind. Falls ihr weitere Informationen braucht, dann meldet euch über PN. Persönliche Dinge sollte man hier nicht breittreten. Bis dann. Ansonsten viel Glück.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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