Ist Brasilien ein Rechtsstaat oder eine Bananenrepublik?

Fragen zur Gesetzeslage in Brasilien, Einwanderungs-, Einfuhr- und Zollbestimmungen sowie Steuerfragen

Re: Ist Brasilien ein Rechtsstaat oder eine Bananenrepublik?

Beitragvon Laurita » Sa 5. Jul 2008, 00:10

donesteban hat geschrieben:Lauritia: Du bist/warst in Brasilien Anwältin? Sehr interessant. Es herrscht generell (und auch speziell hier im Forum unter "Kennern" und Residents) die Meinung, dass in Brasilien immer der Recht bekommt, der die besseren Beziehungen oder mehr Geld zum schmieren hat. Ich glaube nicht, dass es so ist. Ich glaube Brasilien ist ein funktionierender Rechtsstaat, wo jeder Bürger vor Gericht gleich ist, jedenfalls in einem ähnlichen Maße wie auch in dem so gelobten Deutschland. Würdest Du mir zustimmen?


Hallo Donesteban,

Schwere Frage. Je mehr Geld im Spiel (Verfahren) ist, desto mehr Chancen, ein ungerechtes Urteil zu bekommen. Ich glaube aber dass es überall so ist, nicht nur in Brasilien. Hier in Deutschland habe ich ein interessantes Sprichwort gefunden: "Vor Gericht und auf hoher See ist der Mensch in Gottes Hand allein."
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Re: Ist Brasilien ein Rechtsstaat oder eine Bananenrepublik?

Beitragvon Männlein » Sa 5. Jul 2008, 00:12

donesteban hat geschrieben:Danke für Eure Beiträge. Stimmt mit meinen Erfahrungen überein. Ich meinte aber eher Rechtsstaat oder kein Rechtsstaat.

Mir geht es um größere Probleme. Ein banales Beispiel: Du läufst auf dem Gehweg. Dein Nachbar, ein reicher Unternehmer oder ein Politiker fährt Dich mit dem Auto an. Es gibt Zeugen. Die Rechtslage ist eindeutig. Dennoch gehst Du leer aus, weil der Unternehmer den Richter kennt oder ihm Geld zusteckt. Ist Brasilien wirklich ein funktionierender Rechtsstaat, oder regiert die Willkür und das Geld?


Hallo Leute

Sehr interresant was man so ließt in euren Beiträgen .
Jetzt aber einer aus dem Leben zum Thema Rechtsstaat Brasilien.
Ich wurde vor vier Jahren von einem besoffenen Brasi beim Überqueren einer Strasse auf dem Zebrastreifen zusammen gefahren . Der hatte mit seinem ebenfalls besoffenen Kumpel ausprobiert wer den schnelleren Fiat hat .Hatte einen komplizierten Splitterbruch des rechten Schienbeinkopfes . War im Krankenhaus anschließend 10 Wochen Gips . Und noch als Nachschlag 3 Monate Bewegungstherapie .
Ja also nun zum Rechtsstaat . Die Unfallaufnahmepapiere waren nachher bei der Polizei zunächst nicht mehr zu finden . Obwohl meine Frau die Polizei am Unfallort darauf aufmerksam gemacht hatte das Alkohol im Spiel war keine Reaktion der Polizei. In der Unfallskizze fehlten alle Maße keine Strassenangabe nichts . Nur Zeitpunkt des Unfalls die Anschrift des Verursachers und meine Anschrift waren festgehalten worden . Die Untersuchung meines Beines bei der Gerichtsmedizin nach dem ich Strafantrag gestellt hatte war nicht unterschrieben vom zuständigen Gerichtsmediziner . Und wurde so dem Gericht vorgelegt . Es gab drei Verhandlungen . Der Gegner wurde verurteilt zu einer Geldstrafe. Er hat angeblich kein Geld so behauptete er zumindest . Mir wurde nur das Geld der staatlichen Versicherung zu gesprochen .Und in diesem Stadium hängt der Mist nun seid einigen Jahren . Der besoffene Brasi um die Geschichte zum Abschluß zu bringen hat dann anschließend einige Wochen später eine ganze Familie ausgelöscht die beim Überqueren einer Strasse waren . Vater , Mutter und zwei Kinder alle tot . Das Schw... hat sich dann nach Portugal abgesetzt
Das zu der einen Sache bei der anderen Sache wurde ich beklaut .
!7 Maschinen vom Schutzgasschweißgerät bis zur Flex war alles dabei . Mit einem neuen Fernseher und meinem Auto war alles fort .
Die Policia Militar kam . Und auf einem Schmierzettel wurden die Maschinen notiert und die Autonummer vermerkt . Wir haben ein Protokoll unterschrieben . ( hängt heute noch bei mir an der Toilettentür ) .
Nichts haben wir zurück bekommen auser unserem Auto .
Ich habe mit einem Bekannten der ebenfalls beklaut wurde von dem gleichen Eierdieb . Eine private Suchaktion gestartet . So mit Bildern von dem Vogel . In einer Favelengegend wurden wir fündig . Der Bursche wurde verhaftet . Und wie sich rausstellte hatte der noch viel mehr am Stecken . Bevor es zum Prozess kommen konnte gegen den Guten . Lief der doch tatsächlich in ein offenes Messer im Knast wo er auf seinen Prozess wartete .
Es hat mich zu Tränen gerührt als ich davon hörte .
Also die Frage zum Vertrauen in den Rechtsstaat Brasilien ? Die Frage beantworte ich mit einem kräftigen Lachen Grööööööhl

Bis denne und neulich
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Re: Ist Brasilien ein Rechtsstaat oder eine Bananenrepublik?

Beitragvon Laurita » Sa 5. Jul 2008, 00:24

Hallo Männlein, es tut mir wirklich Leid. :( Wenn ich solche Berichte lese, schäme ich mich, eine brasilianerin zu sein. :oops: Unseres Strafsystem ist bekannt für seine Ineffizienz. Ich kann aber auch über eigene Fälle berichten, in denen ich als Rechtsanwältin pro bono tätig war und das Recht sich am Endeffekt durchgesetzt hat. Ich hoffe nur, dass du gute juristische Beratung gefunden hast. Ich stehe zur Verfügung!
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Re: Ist Brasilien ein Rechtsstaat oder eine Bananenrepublik?

Beitragvon mikelo » Sa 5. Jul 2008, 00:28

ich hatte ja anfang des jahren koerperkontakt mit einem golf. beckenschaufelbruch--etc.
habe gar nichts unternommen. krankenhaus selbst gezahlt. hat mich zwar fast ''bankrott'' gemacht---aber realistisch gesehen haette es mir nichts gebracht von einem favelado---nicht negativ gemeint---noch etwas einzufordern.
o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.

Nur für Bewohner des Kantons Zürich/auch auf dumpfe Trolle anwendbar
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Re: Ist Brasilien ein Rechtsstaat oder eine Bananenrepublik?

Beitragvon Männlein » Sa 5. Jul 2008, 00:36

Laurita hat geschrieben:Hallo Männlein, es tut mir wirklich Leid. :( Wenn ich solche Berichte lese, schäme ich mich, eine brasilianerin zu sein. :oops: Unseres Strafsystem ist bekannt für seine Ineffizienz. Ich kann aber auch über eigene Fälle berichten, in denen ich als Rechtsanwältin pro bono tätig war und das Recht sich am Endeffekt durchgesetzt hat. Ich hoffe nur, dass du gute juristische Beratung gefunden hast. Ich stehe zur Verfügung!


Hallo Laurita
Danke für das nette Angebot. Aber im Falle meines Unfalles . Ja da gibt es vieleicht eine Chance . Da die Mutter des Fahrers die Halterin des Fahrzeuges war . Und im Falle der geklauten Sachen da ist mein Rechtsempfinden ja sagen mir mal befriedigt .

Bis denne und neulich
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Re: Ist Brasilien ein Rechtsstaat oder eine Bananenrepublik?

Beitragvon Männlein » Sa 5. Jul 2008, 00:41

mikelo hat geschrieben:ich hatte ja anfang des jahren koerperkontakt mit einem golf. beckenschaufelbruch--etc.
habe gar nichts unternommen. krankenhaus selbst gezahlt. hat mich zwar fast ''bankrott'' gemacht---aber realistisch gesehen haette es mir nichts gebracht von einem favelado---nicht negativ gemeint---noch etwas einzufordern.


Hei Michel

Egal ob Favelado oder Politiker . Realistisch wäre es gewesen den Typen vor den Kadi zu zerren . Ich habe was gegen die Einstellung aber die haben ja doch nichts da ist nichts zu holen . Ok . Aber dann muß er halt brummen . Ganz einfach .

Bis denne und neulich
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Re: Ist Brasilien ein Rechtsstaat oder eine Bananenrepublik?

Beitragvon donesteban » Sa 5. Jul 2008, 10:40

Hallo Männlein, japp, habe zur Schluderie bei Autounfällen ähnliche Erfahrungen gemacht. Ganz kurz:

Mir ist ein Moped am Carnavals-Freitag hinten auf mein Leihwagen geknallt, als ich überraschend auf der einer BR vor einer nur beschilderten (kein sonorizador) Lombada (quebra mole) bremsen musste. Der Fahrer (mit Helm) war recht lädiert. Vermutlich Beine gebrochen etc. Der Beifahrer (ohne Helm) hatte ein Platzwunde, laut Krankenwagenbesatzung aber nichts gravierendes. Die Polizei hat von mir eine ganz kurze Schilderung entgegengenommen, Rechtslage war eh klar. Zeugen wurden nicht befragt. Alkohol sowieso nicht kontrolliert. Mir war nicht wohl bei der Sache, weil der Mopedfahrer später die Story auch anders hätte darstellen können. Keine Fotos, ja eben keine Beweissicherung. Dann musste ich noch drauf bestehen, dass ich wenigstens die Nummer des protocolos auf einem Schmierzettel bekam. Ort, Uhrzeit etc. habe ich mir sicherheitshalber selbst notiert.

Wie ging es weiter? Gar nicht. Ich habe die Selbstbeteiligung an meinem Mietwagen berappt und die Sache auf sich beruhen lassen. Im Prinzip aus mangelndem Vertrauen in das Rechtssystem. Hätte ich versucht den Mopedfahrer zu belangen, hätte ich einen langwierigen Prozess an der Backe gehabt, vermutlich niemals Geld gesehen, Anwalt bezahlt und - und das wäre echt Mist gewesen - vielleicht mich selbst auf der Anklagebank wieder gefunden. Er hätte aus meiner Vollbremsung ein Ausscheren/Fahrbahnwechsel machen können...und was dann...ohne Zeugenaussagen vor Ort?

Also meine These wackelt ein bisschen. Wir haben hier eher ein Problem der Exekutive bzw. des generellen Schlendrians und der Inkompetenz (hier bei der Polizei). Die Judikative ist davon ja nicht berührt. Aber ein Rechtsstaat beruht ja bekanntlich auf der Gewaltenteilung und da sollten die Legislative, Judikative und Exekutive gleichermaßen funktionieren.
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Re: Ist Brasilien ein Rechtsstaat oder eine Bananenrepublik?

Beitragvon Männlein » So 11. Jan 2009, 17:34

Zitat donesteban

Meine These: Brasilien ist ein funktionierender Rechtsstaat. Sozialer Status, Rang und Namen, Reichtum etc. haben relativ wenig unmittelbaren Einfluss auf die Rechtssprechung.

Hallo
Ein schöner Traum .
Nur die Realität ist leider eine andere .
Zwei Beispiele .
Das erste betrifft mich . Ich wurde 2005 von einem besoffenen Halbstarken einem MP ( Mae paque ) um gefahren auf einem Zebrastreifen . Er versuchte die Startnummer von Senna zu imitieren .Und hat mich 2 m vor dem Erreichen des Fußgängerweges erwischt.
War ziemlich schwer verletzt lag eine zeitlang im Krankenhaus . Und habe von der Geschichte ein 2,5 cm kürzeres rechtes Bein als Andenken behalten .
So nun zum Rechtsstaat . Es gab einen Prozess . Hier wurde festgestellt das Ermittlungsakten der CPTRAN gar nicht da waren . Kein Unfallaufnahmebogen keine Zeugenvernehmungen . Deshalb wurde neuer Termin angesetzt . Es wurde von mir und meinem Anwalt die verlangten Unterlagen herbei geschafft . Strassenpläne im Maßstab von DETRAN Zeugenaussage Meine Frau hatte alle Namen und Adressen der unmittelbar am Geschehen beteiligten aufgeschrieben die wurden jetzt durch einen Delegado vernommen Ein Haufen Durcheinander .
So in einer zweiten Verhandlung wurde die Sache nun nochmal verhackstückt . Es wurde ein Urteil gefällt das mir eine Zeitlang später zugestellt wurde . Es lag Weihnachten ,Neujahr und Karneval dazwischen . Alles Festtage an denen die Brasijustiz nicht arbeitet . Das heißt ein Teil des Rechtsstaates schläft oder ist in Urlaub . So als dann das Urteil da war bin ich fast umgefallen . Ich wurde mit einem Schreiben von der Minimumhaftpflichtversicherung hier in Brasilien mit einem Kleckerbetrag abgespeißt ( Convenio do Seguro de DPVAT )
Meine weiter gehende Geldforderung wurde vom Gericht abgelehnt mit der Begründung . Der Halter des Wagens hätte kein Geld . Der Halter war die MP .
So ich habe weitere Klage eingereicht aber wir haben 2009 und kein Land in Sicht .
Rechtsstaat Brasilien . Verschwundene Unfallakten .Besoffener Fahrer hat die Bullen bei der Unfallaufnahnahme gar nicht interesiert .Verschleppungstaktik des Prozessgeschehens .
Fall zwei .
Der Ex Präsident des Senates glaube ich war er . Der kleine dicke Cavalcante . Der sich am Vertrag zwischen dem neuen/alten Kantinenpächter (im Senat) und dem Staat Brasilien durch Erpressung bereichern wollte . Geschieht garnichts außer er darf sich schon seit geraumer Zeit seine Rente aufs Konto überweisen lassen .
Oder der größte Betrüger Brasilien der Ex Präsident Collor de Mello . Treibt wieder als Politiker jetzt als Senator sein Unwesen hier im Land . Nachdem er damals während seiner Amtszeit rausgeworfen wurde . Wegen zu guter Behandlung der brasilianischen Währung nenne ich es mal. Meine Frau hat ein Haufen Schotter verloren damals und viele viele andere Leute auch
Alles Rechtsstaat alles Rechtsstaat Brasilien
.
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Re: Ist Brasilien ein Rechtsstaat oder eine Bananenrepublik?

Beitragvon Bastos » Mo 12. Jan 2009, 11:57

Männlein hat geschrieben:Zitat donesteban

Meine These: Brasilien ist ein funktionierender Rechtsstaat. Sozialer Status, Rang und Namen, Reichtum etc. haben relativ wenig unmittelbaren Einfluss auf die Rechtssprechung.

Hallo
Ein schöner Traum .
Nur die Realität ist leider eine andere .
Zwei Beispiele .
Das erste betrifft mich . Ich wurde 2005 von einem besoffenen Halbstarken einem MP ( Mae paque ) um gefahren auf einem Zebrastreifen . Er versuchte die Startnummer von Senna zu imitieren .Und hat mich 2 m vor dem Erreichen des Fußgängerweges erwischt.
War ziemlich schwer verletzt lag eine zeitlang im Krankenhaus . Und habe von der Geschichte ein 2,5 cm kürzeres rechtes Bein als Andenken behalten .
So nun zum Rechtsstaat . Es gab einen Prozess . Hier wurde festgestellt das Ermittlungsakten der CPTRAN gar nicht da waren . Kein Unfallaufnahmebogen keine Zeugenvernehmungen . Deshalb wurde neuer Termin angesetzt . Es wurde von mir und meinem Anwalt die verlangten Unterlagen herbei geschafft . Strassenpläne im Maßstab von DETRAN Zeugenaussage Meine Frau hatte alle Namen und Adressen der unmittelbar am Geschehen beteiligten aufgeschrieben die wurden jetzt durch einen Delegado vernommen Ein Haufen Durcheinander .
So in einer zweiten Verhandlung wurde die Sache nun nochmal verhackstückt . Es wurde ein Urteil gefällt das mir eine Zeitlang später zugestellt wurde . Es lag Weihnachten ,Neujahr und Karneval dazwischen . Alles Festtage an denen die Brasijustiz nicht arbeitet . Das heißt ein Teil des Rechtsstaates schläft oder ist in Urlaub . So als dann das Urteil da war bin ich fast umgefallen . Ich wurde mit einem Schreiben von der Minimumhaftpflichtversicherung hier in Brasilien mit einem Kleckerbetrag abgespeißt ( Convenio do Seguro de DPVAT )
Meine weiter gehende Geldforderung wurde vom Gericht abgelehnt mit der Begründung . Der Halter des Wagens hätte kein Geld . Der Halter war die MP .
So ich habe weitere Klage eingereicht aber wir haben 2009 und kein Land in Sicht .
Rechtsstaat Brasilien . Verschwundene Unfallakten .Besoffener Fahrer hat die Bullen bei der Unfallaufnahnahme gar nicht interesiert .Verschleppungstaktik des Prozessgeschehens .
Fall zwei .
Der Ex Präsident des Senates glaube ich war er . Der kleine dicke Cavalcante . Der sich am Vertrag zwischen dem neuen/alten Kantinenpächter (im Senat) und dem Staat Brasilien durch Erpressung bereichern wollte . Geschieht garnichts außer er darf sich schon seit geraumer Zeit seine Rente aufs Konto überweisen lassen .
Oder der größte Betrüger Brasilien der Ex Präsident Collor de Mello . Treibt wieder als Politiker jetzt als Senator sein Unwesen hier im Land . Nachdem er damals während seiner Amtszeit rausgeworfen wurde . Wegen zu guter Behandlung der brasilianischen Währung nenne ich es mal. Meine Frau hat ein Haufen Schotter verloren damals und viele viele andere Leute auch
Alles Rechtsstaat alles Rechtsstaat Brasilien


Hallo Männlein,
zuerst einmal finde ich es auch eine Schweinerei, was Dir persönlich mit dem Unfall zugestossen ist. Das tut mir leid und ich wäre wahrscheinlich genauso sauer wie Du.
Allerdings lese ich aus Deinen (zahlreichen anderen) Beiträgen doch raus, das es Dir in Brasilien nicht gefällt und Du mit den Bedingungen, die Du auch nicht ändern kannst, nicht zufrieden bist.
Ich stelle einfach mal provokativ die Frage, warum Du Deine (Eure) Zelte nicht abbrecht und in die ach so gerechte und bessere BRD geht. Da herrscht noch Zucht und Ordnung.
Trotzdem, nochmal : Es ist in der Tat nicht gerecht, was Dir bei dem Unfall widerfahren ist....
Gruss und nichts für ungut
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Diskutiere nicht mit dem Idioten,denn er zieht dich auf sein Niveau
und schlaegt dich dort mit seiner riesigen Erfahrung.
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Re: Ist Brasilien ein Rechtsstaat oder eine Bananenrepublik?

Beitragvon Frankfurter » Mo 12. Jan 2009, 13:05

Klar ist es immer Sch..., wenn man einen materillen oder sogar körperlichen Schaden hat, der durch 3. zugefügt wurde. Schlimm ist es um so mehr, wenn dann kein finanzieller Schadensausgleich erfolgt :twisted:

Zum Rechtsstaat Brasilien mein Erlebnis. Im Belo Horizonte einen Teppich in einem ordentlichen Geschäft in der Nähe des Diamont Shoping erworben. Beim "Gebrauch" stellte sich heraus. Der Teppich fuselt ganz erheblich. Reklamiert.... Antwort des VK ... das legt sich. Es legte sich aber nicht. Wir wollten vom Kauf zurücktreten. Verkäufer widerspricht.

Wir also zu PROCON. PROCON ( super gutaussehende Frau ) telefoniert mit VK. VK gibt nicht nach. Uns wird Gericht empfohlen. Wir gehen also hin. Hier geht es zu wie im Basar. Aber trotzdem sehr flotte Abwicklung. An einem Schalter bekommen wir eine Liste mit allen Unterlagen die notwendig sind.

Am nächsten Tag wieder vorgesprochen. Es wird ein Protokoll aufgenommen und sofort ein Termin für eine mündliche Verhandlung in 3 Wochen angesetzt. ( Zeitaufwand ca 45 min für das Protokoll ) Kosten . NULL.

Nach 3 Wochen: Alle 30 min wird eine Kurzverhaldlung aufgerufen für ca 20-25 Parteien. Diese findet in einem kleinen -sehr kleinen Besprechungszimmer statt. Moderator ein Rechtsanwalt ( Anfänger ? )Unser VK ist da. Wir einigen uns auf einen Vergleich. Und bekommen sofort einen vollsteckbaren Titel. VK zahlt auch wirklich den geminderten Kaufpreis zurück. ( Gerichtskosten usw. KEINE )

Also wenn ich mir so eine Sache hier in D vorstelle. Einfach nicht vorstellbar. Die Kosten der Anwälte hätten da bestimmt schon den Kaufpreis aufgefressen, und unter 6-12 Monaten wäre nichts passiert.

Hier in Deutschland: Mit Auto im April 2008 einen Auffahrunfall unverschuldet. Ich nehme keinen Leihwagen, weil ich Auto von meiner Mutter begekomme. Denke mir doch, da gibt es ein paar EUR wegen Nutzungsausfall ( Rep. durch Feiertage 2 Wochen Dauer ).

Versicherung will nicht zahlen, da Auto im Betriebsvermögen von mir, und da gibt`s nix. Na denn doch Anwalt genommen, und jetzt im Jan 2009 , endlich ca 40 % des Nutzungsausfall bekommen. Natürlich den eigenen Anwalt bezahlt.

Ich / wir suchen uns in D und Br. - soweit es geht - eben die schönsten Seiten raus, und wissen dass es weder in D noch in Br. perfekt ist.

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