Die brasilianischen Fans atmen auf: Stürmer-Star Ronaldo und Staatspräsident Lula haben ihren Streit beigelegt. Im Zwist der beiden ging es um pikante persönliche Details. Den Torhüter Mexikos kann derweil auch ein tragisches Familienereignis nicht von der Arbeit abhalten.
Hamburg - Brasiliens Staatspräsident Luis Inacio Lula da Silva hat den von ihm selbst ausgelösten Konflikt mit Fußball-Star Ronaldo durch eine Entschuldigung per Fax schnell beendet. In einem gestern verschickten Schreiben erklärte Lula, dass seine Frage zum Gewicht des WM-Torjägers von 2002 missverstanden worden sei. Lula hatte am Donnerstag auf der Videokonferenz Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira gefragt: "Ab und zu treffe ich Ronaldo. Ich weiß, dass er schlank ist. Aber wir sorgen uns natürlich, wenn in der brasilianischen Presse immer steht, dass er dick sei. Also, hat er nun Übergewicht oder nicht?"
Stürmer Ronaldo: "Eine Lüge, dass ich dick bin"
Der Staatschef wollte mit dieser Frage eigentlich der anhaltenden Diskussion um Ronaldo ein Ende setzen, doch der bei der Videoübertragung nicht anwesende Stürmer des spanischen Rekordmeisters Real Madrid reagierte verärgert. "Es ist genauso eine Lüge, dass ich dick bin, wie es eine Lüge sein wird, dass er trinkt", entgegnete der 29-Jährige in Anspielung auf Medienberichte, wonach Lula dem Alkohol nicht abgeneigt sei. Dieser Vergleich habe den Staatschef nach Informationen aus dessen Umfeld "traurig gemacht". Die Reaktion von Ronaldo, für den der Fall nach der Entschuldigung "aus der Welt geschafft" ist, wurde im Präsidentenpalast als "höchst unangenehm" eingestuft.
