Jeweils 3 Monate Ein- und Ausreisen

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Beitragvon seitenwandkletterer » Mo 13. Nov 2006, 21:19

Häng´ Dich bitte nicht an den 50000 USD auf, denn bis vor Kurzem waren es noch 200000 USD.

Es ist allerdings so, dass der brasilianische Arbeitsmarkt extrem abgeschottet ist, d.h. ohne Perma keine CTPS und ohne CTPS bleibt Dir vorerst nur die Selbständigkeit übrig, die Du wiederrum ohne die Investition von mind. 50000 USD nur schwer erreichen kannst. Denn was auch immer Du machen willst, es wird irgendein Berufsverband aus der Versenkung erscheinen und Dich nach Deiner Ausbildung und der Anerkennung derselben in Brasilien fragen. Du kannst natürlich auch komplett ohne jede Quittung und immer nur gegen Cash, so wie meine Schwager auf der Baustelle, arbeiten. Nur damit sind keine grossen Sprünge möglich. Z.Zt. maximal 2000 R$/mes. Ausserdem bist Du so in der Hand Deiner Auftraggeber, die Dich sehr schnell verpfeifen, wenn Du nicht mehr nach ihrer Pfeife tanzt.

Die Alternative wäre von Spekulationsgewinnen aus Deutschland in Brasilien zu leben, denn die könntest Du dem brasilianischem Fiskus verschweigen und eventuell am Deutschen Fiskus vorbeibekommen mit dem Hinweis, dass Du ja in Brasilien wohnen würdest. Allerdings würde ich dieses Spiel nicht allzu lange machen, denn als Ausländer fällst du hier immer auf.


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Beitragvon mikelo » Mo 13. Nov 2006, 22:09

Brummelbärchen hat geschrieben:Genausowenig wie Deutschland oder die Schweiz Leute aus anderen Kontinenten ohne Kohle und Job wollen, wollen dies die Brasilianer. Die Wahrheit ist einfach, aber hart.
BB'


find ich aber gut so. waere sonst noch mehr geruempel--- sprich gescheiterte existenzen- hier. :shock:
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Beitragvon coconut » Di 14. Nov 2006, 00:41

mikelo hat geschrieben:
Brummelbärchen hat geschrieben:Genausowenig wie Deutschland oder die Schweiz Leute aus anderen Kontinenten ohne Kohle und Job wollen, wollen dies die Brasilianer. Die Wahrheit ist einfach, aber hart.
BB'


find ich aber gut so. waere sonst noch mehr geruempel--- sprich gescheiterte existenzen- hier. :shock:


Protest! :D

Wie gesagt, es gibt Leute die haben monatlich mehr zur Verfügung und wären auf Dauer bessere Steuerzahler als ein einmaliger Investor von 50.000$ der das Geld wohlmöglich in Raten wieder abzahlen muss und sich in Brasil deswegen nicht viel leisten kann.
Sowas solls auch geben.

Ich hab schon so einige Gringos im Ländle (Br) gesehen die jetzt leben wie deine oben genannten "gescheiterten Existenzen" obwohl 50.000 Tacken hingeblättert.
Natürlich nicht all zu viele, aber es gibt sie.

Man soll sich nicht immer auf den ersten Blick blenden lassen.

Wer nicht wagt der nicht gewinnt. :shock:
Zuletzt geändert von coconut am Di 14. Nov 2006, 01:19, insgesamt 5-mal geändert.
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Beitragvon coconut » Di 14. Nov 2006, 00:59

seitenwandkletterer hat geschrieben:Häng´ Dich bitte nicht an den 50000 USD auf, denn bis vor Kurzem waren es noch 200000 USD.

Es ist allerdings so, dass der brasilianische Arbeitsmarkt extrem abgeschottet ist, d.h. ohne Perma keine CTPS und ohne CTPS bleibt Dir vorerst nur die Selbständigkeit übrig, die Du wiederrum ohne die Investition von mind. 50000 USD nur schwer erreichen kannst. Denn was auch immer Du machen willst, es wird irgendein Berufsverband aus der Versenkung erscheinen und Dich nach Deiner Ausbildung und der Anerkennung derselben in Brasilien fragen. Du kannst natürlich auch komplett ohne jede Quittung und immer nur gegen Cash, so wie meine Schwager auf der Baustelle, arbeiten. Nur damit sind keine grossen Sprünge möglich. Z.Zt. maximal 2000 R$/mes. Ausserdem bist Du so in der Hand Deiner Auftraggeber, die Dich sehr schnell verpfeifen, wenn Du nicht mehr nach ihrer Pfeife tanzt.

Die Alternative wäre von Spekulationsgewinnen aus Deutschland in Brasilien zu leben, denn die könntest Du dem brasilianischem Fiskus verschweigen und eventuell am Deutschen Fiskus vorbeibekommen mit dem Hinweis, dass Du ja in Brasilien wohnen würdest. Allerdings würde ich dieses Spiel nicht allzu lange machen, denn als Ausländer fällst du hier immer auf.


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Hallo!

Es geht mir ja auch vielmehr ums Prinzip. :wink:

Gruss, coconut
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Beitragvon Moranguinho » Di 14. Nov 2006, 09:45

coconut hat geschrieben:
Es geht mir ja auch vielmehr ums Prinzip. :wink:

Gruss, coconut


Hehehe, aufs Prinzip bestehen ist eine gute Voraussetzung für das Leben in Brasilien. :wink: :twisted: :evil:

Mal im Ernst: Klar gibt es immer wieder Einzelfälle, in denen jemand ohne eine solche Investitionssumme vielleicht besser fahren würde. Vielleicht ist das in einem solchen Einzelfall auch "ungerecht". Aber irgendwelche Selektionskriterien müssen eben vorhanden sein, wenn ein Staat nicht "jeden" aufnehmen möchte. Es gibt Länder die haben Punktesysteme, es gibt Länder, die haben einen Mindestverdienst als Voraussetzung...Und Brasilien hat eben 50.000 US$ als Voraussetzung.

Allerdings: Wenn Du die nicht aufbringen kannst, gibt es ja dennoch noch ein Hintertürchen in dem Gesetz... :wink:
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Beitragvon coconut » Di 14. Nov 2006, 09:50

Moranguinho hat geschrieben:
coconut hat geschrieben:
Es geht mir ja auch vielmehr ums Prinzip. :wink:

Gruss, coconut


Hehehe, aufs Prinzip bestehen ist eine gute Voraussetzung für das Leben in Brasilien. :wink: :twisted: :evil:

Mal im Ernst: Klar gibt es immer wieder Einzelfälle, in denen jemand ohne eine solche Investitionssumme vielleicht besser fahren würde. Vielleicht ist das in einem solchen Einzelfall auch "ungerecht". Aber irgendwelche Selektionskriterien müssen eben vorhanden sein, wenn ein Staat nicht "jeden" aufnehmen möchte. Es gibt Länder die haben Punktesysteme, es gibt Länder, die haben einen Mindestverdienst als Voraussetzung...Und Brasilien hat eben 50.000 US$ als Voraussetzung.

Allerdings: Wenn Du die nicht aufbringen kannst, gibt es ja dennoch noch ein Hintertürchen in dem Gesetz... :wink:


Hallo!

Stimme dir voll und ganz zu.

"Allerdings: Wenn Du die nicht aufbringen kannst, gibt es ja dennoch noch ein Hintertürchen in dem Gesetz... :wink"

Wie meinst du das genau?
Nicht falsch verstehen, ich mach das nicht. Bin halt nur neugierig. :D

Gruss, coconut
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Vergleiche

Beitragvon bruzundanga » Di 14. Nov 2006, 09:54

Es gibt ja neben den U$ 50.000,00 noch die Möglichkeit mit U$ 2.000,00 Rente.

Vergleicht man die beiden Zahlen und die Kontexte für die sie gelten, dann kommt man (zumindest ich) zu dem mathematisch paradoxen Schluss das die 2.000,00 viel höher angesetzt sind als die 50.000,00

Mit anderen Worten: ab 1000 Euronen kann man schon "ordentlich" leben aber leider braucht man ca. 1600 (=2000 USD) im Monat um ein Visum zu bekommen. Ich bin mir sicher dass ein fiktiver Rentner der den Tausender knapp überschreitet, hier (in Br.) niemanden zur Last fallen würde.

Eine kritische Betrachtung der br. Gesetzgebung müsste also eher bei der "Rentenhöhe" als bei der Investitionshöhe ansetzen.
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Beitragvon Severino » Di 14. Nov 2006, 10:36

coconut,
schau doch einfach auf den Seiten der policia federal, welche Visatypen es unter welchen Voraussetzungen gibt. Danach suchst Du Dir die aus, die für Dich am Besten passt.
Wenn Du keine 50´000 US$ hast oder nicht 10 Arbeitsplätze in fünf Jahren schaffst, dann geht dieser Weg halt nicht.
Bleibt vielleicht noch Frührentner mit 2´000 US$ pro Monat, oder Professor, oder Künstler oder Geistlicher, oder Ehemann oder Vater....
Aber mich wundert schon, wie jemand der keine 50´000 hat ein Einkommen von 2´000 in Brasilien bekommt. Ist mir nicht bekannt, wie man ohne Investition, bzw Kapital eine monatliche Auszahlung in der Höhe bekommt. Ich dachte zunächst an Invalidenversicherung (heisst in CH so, wenn Du arbeitsunfähig bist), aber die zahlen ja nix, wenn Du ins Ausland gehst.... Also woher sollen denn die 2´000 im Monat kommen?
find ich aber gut so. waere sonst noch mehr geruempel--- sprich gescheiterte existenzen- hier
Und auch da greift das brasilianische System erbarmungslos zu. Da kannst Du nämlich als Ausländeer auf Sozialamt und die schütten dich gleich mit Kohle zu, nur weil sie solange auf Dich warten mussten. Auch die NAchbarn geben ihr letztes Hemd für Dich. So ist es halt in Brasilien - oder doch nur in den Träumen der gescheitereten Existenzen? Wer jedenfalls in Europa nix zu Stande bringt, für den ist Brasilien wohl ganz sicher keine Alternative.....
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Beitragvon Moranguinho » Di 14. Nov 2006, 10:53

coconut hat geschrieben:"Allerdings: Wenn Du die nicht aufbringen kannst, gibt es ja dennoch noch ein Hintertürchen in dem Gesetz... :wink"

Wie meinst du das genau?
Nicht falsch verstehen, ich mach das nicht. Bin halt nur neugierig. :D

Gruss, coconut


10 Arbeitsplätze in 5 Jahren, wenn ich mich richtig erinnere.
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Beitragvon Severino » Di 14. Nov 2006, 11:17

10 Arbeitsplätze in 5 Jahren, wenn ich mich richtig erinnere

1 x Empegada
1 x Faxineira
1 x Namorada
1 x Safadinha
1 x ...
Zählt das, jede für R$ 350 im Monat? :roll:
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