Das ist ein höchst verwunderlicher Verein.
Zum einen bieten sie öffentlich illegale Beschäftigung an, 3 bis 6 Monate, dass kann ja nur eine Touristen- oder NegociosVisum sein, da ja das Arbeitsvisum erst bei Verlängerung bzw, wenn der neue Arbeitgeber einen einstellt, erforderlich ist. Jegliche Art der Beschäftigung auf der Basis eines Touristenvisums ist aber illegal.
Zum anderen ist man bei der Beschaffung der Arbeitsvisa behilflich, für die man „Gute Beziehungen“ vorgibt. Wie das zusammenpasst, ist mir schleierhaft.
Der Schwerpunkt liegt wohl auf Beratung, Mensch was könnten wir alle Geld verdienen, wenn wir mal zusammenschreiben, was wir hier im Forum an Beratung leisten, vielleicht überweist mir ja auch jemand 100 Euros für diesen Beitrag, Konto nenne ich per PN.
Wenn ich dann die Beratung zum neuen Ausländergesetz sehe, entsteht der Eindruck, dass die Gesetzesänderung(ist die denn schon endgültig durch) nun Tür und Tor für die deutschen Arbeitslosen öffnet. Denkste, es gilt immer noch der Grundsatz, dass erst die Brasilianer Anspruch auf den Arbeitsplatz haben und nur Mangelberufler und Hochqualifizierte ein Arbeitsvisum TypV bekommen.
Ich habe mich lange Jahre um Visa-Angelegenheiten, meine eigenen und für andere, kümmern müssen und auch Unterstützungsbüros einschalten müssen. Wenn die einen Anwalt einschalten oder „Externe“ Hilfe walten lassen, werden die 750 Euro nicht weit reichen, dann geht’s erst mit den richtigen Summen los.
Dazu wird der Eindruck erweckt, dass dann nach der positiv abgelaufenen Probezeit ein echtes Arbeitsverhältnis aufgenommen wird, für dass die dann das Visum organisieren (gegen Beratungsgebühr). Da das Arbeits-Visum aber in D beantragt werden muss und nach der Bearbeitungszeit von 6-8 Wochen (oder länger, wenn die Voraussetzungen nicht ganz stimmen) auch durch eine Einreise nach Brasilien gültig gestellt werden muss, wird der neue Brasilianische Arbeitgeber halt noch ein wenig warten müssen bis man seinen Job antreten kann. Aber wenn’s ja eine deutsche (z.B. Touristik-) Fachkraft ist, macht er das sicher gerne.
Dazu wird verschwiegen, das brasilianische Arbeitgeber vielleicht die Qualifikation, Ordentlichkeit, die Sauberkeit eines deutschen Handwerkers schätzen wird, aber nicht bereit sein wird, viel mehr zu zahlen, als für seine lokale Fachkraft, die dazu wahrscheinlich noch ein Uni-Diplom als Fliesenleger vorweisen kann.
Ich vermute auch, dass die Leute durch „ehrliche“ Beratung ihr Geld machen werden, der Rest vom Arbeitsplatz in Brasilien ist wohl mehr Illusion.
@Michel
auch für dich gilt, irgendwie wirst du es schon schaffen und zulangen dürfen, aber nur zu örtlichen Löhnen, vielleicht ein wenig mehr, aber davon kann ein Europäer kaum (über-) leben. Bring genügend Kapital mit und mach dich selbstständig, mit dem Risiko, dass man den Gringo vor Ort gehörig aufs Kreuz legt.
Gruß
Manfred