Junger Elektriker sucht Aufgabe in Brasilien

Infos über soziale Probleme, Armut, Korruption und Rassismus in Brasilien sowie Infos & Kontakte zu Hilfsprojekten

Junger Elektriker sucht Aufgabe in Brasilien

Beitragvon Louis_colônia » So 10. Aug 2014, 19:07

Hallo liebes Netzwerk,

Mein Name ist Louis, ich bin 22 Jahre alt und seit einem Monat ausgebildeter Elektriker für Energie- und Gebäudetechnik (Strom und Licht für Haus und Hof :wink: ).
Da ich nach meinem Abitur 2011 sofort die Lehre begonnen habe hatte ich noch keine Gelegenheit eines längeren Auslandsaufenthalts und freue mich auf etwa fünf Monate in Brasilien ab Oktorber/September '14 bis Februar '15.

Ich wende mich an Euch, in der Hoffnung hier Hilfe&Tipps oder sogar einen privaten Kontakt im südlichen Teil Brasiliens zu finden, um wärend meines Aufenhalts einer sinnvollen und produktiven Beschäftigung nachzugehen und Kontakt zu den dort lebenden Menschen zu bekommen.
Dabei kann ich mir vorstellen an einem Bauvorhaben im privaten oder landwirtschaftlichen Bereich mitzuwirken oder dort arbeitende NGO's in ihren Tätigkeiten zu unterstützen.

Bisherige Recherche hat ergeben, dass offizielle Anstellungen in Betrieben auf Grund von Visa, Steuern, etc. sehr schwer zu realisieren sind sowie Projekte die von Deutschland aus koordiniert werden oftmals hohen Kosten für mich bedeuten.

Für die Dauer meines Aufenthalts suche ich zudem eine Unterbringung, optimaler Weise mit Verpflegungsmöglichkeiten oder vergleichbares, da ich nicht über finanziellen Mittel verfüge um selbst dafür aufzukommen.

Ich lerne seit ein paar Wochen Portugiesisch, dennoch wäre ein deutschsprachiger Kontakt speziell für den Anfang sehr angenehm.

Hat jemand vergleichbares Erlebt? Kennt jemand ein Projekt an das ich mich wenden kann? Gibt es eventuell Links zu Websiten die ich nochmal genauer unter die Lupe nehmen kann?
Ich freue mich auf eure Antworten

Liebe Gruß
Louis
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Re: Junger Elektriker sucht Aufgabe in Brasilien

Beitragvon cabof » Mo 11. Aug 2014, 17:37

Hallo Louis, willkommen im Forum. Frage: hast Du brasil. Wurzeln? (nach dem Foto zu urteilen) - dann machste mit brasil. Papieren rüber und hast schon mal ein Problem weniger (Aufenthalt und Arbeitserlaubnis) - viel Glück und berichte uns mal.
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Re: Junger Elektriker sucht Aufgabe in Brasilien

Beitragvon Louis_colônia » Mo 11. Aug 2014, 18:24

Leider nein, vielleicht sollte ich doch ein "normaleres" Foto wählen :D
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Re: Junger Elektriker sucht Aufgabe in Brasilien

Beitragvon BrasilJaneiro » Mo 11. Aug 2014, 18:52

Louis_colônia hat geschrieben:Hallo liebes Netzwerk,

Mein Name ist Louis, ich bin 22 Jahre alt und seit einem Monat ausgebildeter Elektriker für Energie- und Gebäudetechnik (Strom und Licht für Haus und Hof :wink: ).
Da ich nach meinem Abitur 2011 sofort die Lehre begonnen habe hatte ich noch keine Gelegenheit eines längeren Auslandsaufenthalts und freue mich auf etwa fünf Monate in Brasilien ab Oktorber/September '14 bis Februar '15.

Ich wende mich an Euch, in der Hoffnung hier Hilfe&Tipps oder sogar einen privaten Kontakt im südlichen Teil Brasiliens zu finden, um wärend meines Aufenhalts einer sinnvollen und produktiven Beschäftigung nachzugehen und Kontakt zu den dort lebenden Menschen zu bekommen.
Dabei kann ich mir vorstellen an einem Bauvorhaben im privaten oder landwirtschaftlichen Bereich mitzuwirken oder dort arbeitende NGO's in ihren Tätigkeiten zu unterstützen.

Bisherige Recherche hat ergeben, dass offizielle Anstellungen in Betrieben auf Grund von Visa, Steuern, etc. sehr schwer zu realisieren sind sowie Projekte die von Deutschland aus koordiniert werden oftmals hohen Kosten für mich bedeuten.

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Hat jemand vergleichbares Erlebt? Kennt jemand ein Projekt an das ich mich wenden kann? Gibt es eventuell Links zu Websiten die ich nochmal genauer unter die Lupe nehmen kann?
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Herzlich Willkommen im Forum. Bevor du hier zerrissen wirst beantworte vorher die Fragen.

1. Wo genau soll es nach Brasilien gehen?
2. Hat dich irgendwer gerufen oder ist das eine spontane Idee von dir?
3. Hast du das Problem mit dem Visum über 90 Tage geklärt?
4. Reist du allein? Verwandte oder Bekannte in Brasilien?
5. Wie lange reicht dein Portmonnaie-Geld?
6. Hast du Kenntnisse über brasilianisches Handwerk in deinem Beruf?
7. Wer vermisst dich in Deutschland?
8. In welche Sprachen kannst du dich verständigen?

Ich bin im Moment kurz angebunden. Wenn du etwas mehr von dir gibst und die Fragen beantwortet hast, dann kann ich mal meine Suchmaschine in den nächsten Tagen in Bewegung setzen.
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Re: Junger Elektriker sucht Aufgabe in Brasilien

Beitragvon moni2510 » Mo 11. Aug 2014, 19:17

mir scheint, dass dir sowas wie Work&Travel vorschwebt. Ganz einfach, so etwas gibt es in Brasilien nicht.
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Junger Elektriker sucht Aufgabe in Brasilien

Beitragvon cabof » Mo 11. Aug 2014, 19:35

Ja Louis, dann habe ich falsch gedacht... sei`s drum.

Habe mir Deinen Fred nochmals durchgelesen. Es sieht nicht gut aus - es sei denn, Du findest jemand (Gönner) oder ein Forumsmitglied
der Dich über Wasser hält. Grundsätzlich kannst Du in Deinem Falle - so nehme ich mal an - nur als Tourist für 90 Tage einreisen,
Festanstellung, selbstständig etc. kommen nicht infrage, sage ich mal so. Elektriker (wenn zT auch schlecht ausgebildet, wenn überhaupt) gibt es wie Sand am Meer in Brasilien, also kein Mangelberuf.

Brasilien ist ziemlich teuer, als Turi biste täglich gut 100 Euronen los, im Hinterland, Zimmerchen, Selbstversorger - unter 50 €
geht kaum was, deshalb schrieb ich "Gönner" - jemand baut gerade und braucht einen Elektriker, Arbeit gegen Unterkunft/Kost - immer
im Hinterkopf: illegal. Firmen werden Dich nicht einstellen, mangels Visum und Arbeitserlaubnis. Zudem wäre die Bezahlung mies.

Dann der Knackpunkt Sprache..... ohne portg. läuft so gut wie nichts, dann kommen noch die Fachbegriffe "Elektro" hinzu, was hier in DE im Baumarkt/Elektrohandel selbstverständlich ist, ist teilweise in BR unbekannt. Lüsterklemmen gibt es, aber die Elektriker friemeln die Drähte zusammen, Isolierband drum - und fertig!

Zu tun gibt es mit Sicherheit viel was Installationen angeht, aber keiner zahlt für "Sicherheit und Perfektion" .... leider.

Gruss Cabof `ne kölsche Brasilianer.... kannst mir ne PN schicken, wohne in Köln
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Re: Junger Elektriker sucht Aufgabe in Brasilien

Beitragvon Frankfurter » Mo 11. Aug 2014, 22:26

@ Louis_colônia

WILLKOMMEN im Forum, und hoffentlich findest Du das, was für Dich nützlich ist....

Zu Deiner Absicht, nach Brasilien zu kommen, und hier zu arbeiten und sich um zu sehen : Welche grundsätzlich Motivation ist/war es gerade Brasilien nach dem Abschluss von Schule und Berufsausbildung zu wählen. Welche Vorstellungen hast Du von dem Leben hier in Brasilien. Was versprichst Du Dir für Dein zukünftiges Leben zu sehen, zu fühlen, was kann Dich weiter bringen.

Wenn jemand Brasilien in Deutschland hört, sehe ich immer bei den männlichen Gesprächspartnern : ohhhhh Rio, Strand, Tangas, eben leichtes Leben.

Sonst sind es die bereits weiter oben geposteten Infos, die von Dir nicht übersehen werden sollten.
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Re: Junger Elektriker sucht Aufgabe in Brasilien

Beitragvon Louis_colônia » Di 12. Aug 2014, 09:59

Freut mich das mein Thread soviel Aufmerksamkeit von Euch bekommt. Ich werde mir Mühe geben auf alle Anregungen einzugehen. Schade jedoch, dass es überwiegend dämpfend auf mein Fernweh wirkt...

Ursprünglich hat mich eine liebe Freundin motiviert nach Brasilien zu fahren. Sie ist jedes Jahr mehrere Wochen in Brasilien in einem Dorf namens Igatu (Bahia, etwa 50km entfernt von Lençois). Ich möchte sie im März besuchen. Sie hat auf ihrem Grundstück ein Haus für ihren Verein (Ein soziales Projekt, dass Hilfestellung für Menschen mit Erfahrungen einer Vergewaltigung oder anderen Grausamkeiten leisten kann) gebaut, bei dem unter anderem auch mein Vater mitwirkt. Dort werde ich (In Zusammenarbeit mit Einheimischen) einen Monat lang die Elektroinstallation fertig stellen, gegen Unterkunft und Versorgung.

@Cabof: Ich habe Bilder von bereits verlegten Kabeln etc. gesehen und kann mir schon in etwa vorstellen was mich erwartet. Genau darin sehe ich aber auch die Herausforderung. Während meiner Ausbildung in einem renommierten Betrieb mit über 100 Mitarbeitern standen mir jederzeit neueste Materialien und Werkzeuge zur Verfügung, daher freue ich mich auf die handwerkliche Herausforderung mal ohne die ganzen Hilfsmittel auszukommen.

Die Zeit von Oktober bis Februar wollte ich ursprünglich in Australien verbringen (Work&Travel, Geld verdienen um in Brasilien reisen zu können) bin dann aber zu dem Entschluss gekommen, dass ich die Zeit lieber auf einem Kontinent verbringe, um mehr Zeit zum einleben zu haben. Ich denke es reizt mich ohne großartige finanzielle Mittel zu Reisen, lernen mit Situationen in öffentlichen Verkehrsmitteln umzugehen, die ja mitunter auch gefährlich werden können, eine neue Sprache zu lernen und gleichzeitig mal aus dem gewohnt gemütlichen deutschen Alltag heraus zu kommen. Brasilien finde ich darum so interessant, weil es viele Themen gibt, mit denen ich mich schon vor Jahren beschäftigt habe. Zum Beispiel habe ich einen Vortrag im Erdkunde-LK über den Itaipu Staudamm und auch über Soja-Monokulturen im Zusammenhang mit der Abholzung von Regenwald gehalten. Meine Motivation ist jedoch die Erfahrung im Ausland mit einer neuen Fremdsprache umzugehen, sowie Menschen kennen zu lernen und Anschluss an den Lebensstil zu finden. Vor dem Problem der Sprachbarriere bin ich gewarnt, bezweifle auch das ich bis Oktober viel sprechen kann aber wirklich lernen tut man nun mal am besten vor Ort. Irgendwie muss es ja anfangen.

Ich habe auch überlegt mich für ein Au-Pair zu bewerben da ich gut mit Kindern kann und das Familienleben schätze (Ich selber bin seit dem 5. Lebensjahr Patchwork-proofed) zusätzlich noch mit Erwachsenen sehr gut zurechtkomme (Was oftmals ja die eigentliche Herausforderung ist :wink: ). Ausschließlich Au-Pair ist mir jedoch zu intensiv, Verantwortung tragen JA aber dauerhaft Papa/Mama spielen NEIN. Eine Kombination von Handwerk und Familienleben wäre wohl meine Wunschsituation a). Ich möchte mich ungern in einer Gönner/Nehmer-Situation wiederfinden, hatte jedoch die Hoffnung hier im Forum jemanden zu finden der mir eine Anschrift o.ä. zukommen lassen kann oder zufällig jemanden kennt, der jemanden kennt, …. !
Situation b) könnte ich mir die Arbeit an Wiederaufforstungsprojekten/ Wasserversorgung/ Energieversorgung/ Biolandwirtschaft o.ä. vorstellen. Dazu habe ich eine Website gefunden die solche Projekte Vermittelt (Workaway.info), die Hosts sind aber überwiegend internationaler Herkunft und keine Brasileiros/Brasileiras!
Bezüglich eines längeren Aufenthalts als 90 Tage habe ich gelesen (Gibt auch hier im Forum nen Post dazu: gesetzesaenderung-fuer-touristen-visa-t17314-100.html), dass eine Summe an Reais/Tag bei der Ausreise gezahlt werden kann für die Überziehung. Dass es sich dabei um eine Strafe für illegalen Aufenthalt handelt, schreckt mich jetzt erst mal nicht ab. Oder sollte es?
Ich habe bisher noch keinen Flug gebucht, bin daher vollkommen flexibel was Stadt und Region angeht. Mit 100€ pro Tag würde ich etwa eine Woche über die Runden kommen, hatte mir ehrlich gesagt das Leben dort etwas preiswerter Vorgestellt. Reisen werde ich wohl allein.
LG
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Re: Junger Elektriker sucht Aufgabe in Brasilien

Beitragvon BrasilJaneiro » Di 12. Aug 2014, 11:22

Louis_colônia hat geschrieben:Freut mich das mein Thread soviel Aufmerksamkeit von Euch bekommt. Ich werde mir Mühe geben auf alle Anregungen einzugehen. Schade jedoch, dass es überwiegend dämpfend auf mein Fernweh wirkt...


Bisher hat jeder fake Aufmerksamkeit erhalten und wenn er echt war.

Louis_colônia hat geschrieben:Ursprünglich hat mich eine liebe Freundin motiviert nach Brasilien zu fahren. Sie ist jedes Jahr mehrere Wochen in Brasilien in einem Dorf namens Igatu (Bahia, etwa 50km entfernt von Lençois). Ich möchte sie im März besuchen. Sie hat auf ihrem Grundstück ein Haus für ihren Verein (Ein soziales Projekt, dass Hilfestellung für Menschen mit Erfahrungen einer Vergewaltigung oder anderen Grausamkeiten leisten kann) gebaut, bei dem unter anderem auch mein Vater mitwirkt. Dort werde ich (In Zusammenarbeit mit Einheimischen) einen Monat lang die Elektroinstallation fertig stellen, gegen Unterkunft und Versorgung.


Da hat sie ja den richtigen Ort ausgesucht. Da sollte sie nicht an Überarbeitung sterben. Nachdem ich einige Bilder in Google Maps gesehen habe befürchte ich, dass die vielleicht keine Stromleitungen brauchen. Höchstens damit die Bruchbuden zusammengehalten werden können. :mrgreen: Ich gebe dir drei Tage. Dann schwimmst du alleine die Strecke nach Deutschland zurück.

Louis_colônia hat geschrieben: Ich habe Bilder von bereits verlegten Kabeln etc. gesehen und kann mir schon in etwa vorstellen was mich erwartet. Genau darin sehe ich aber auch die Herausforderung. Während meiner Ausbildung in einem renommierten Betrieb mit über 100 Mitarbeitern standen mir jederzeit neueste Materialien und Werkzeuge zur Verfügung, daher freue ich mich auf die handwerkliche Herausforderung mal ohne die ganzen Hilfsmittel auszukommen.


Dort sind wahrscheinlich die Grundwerkzeuge ein Küchenmesser und die eigenen Zähne falls noch vorhanden. :mrgreen: Aber falls etwas fehlt, dann gehst du dort mal eben um die Ecke zum Obi. :mrgreen:

Louis_colônia hat geschrieben: Die Zeit von Oktober bis Februar wollte ich ursprünglich in Australien verbringen (Work&Travel, Geld verdienen um in Brasilien reisen zu können) bin dann aber zu dem Entschluss gekommen, dass ich die Zeit lieber auf einem Kontinent verbringe, um mehr Zeit zum einleben zu haben. Ich denke es reizt mich ohne großartige finanzielle Mittel zu Reisen, lernen mit Situationen in öffentlichen Verkehrsmitteln umzugehen, die ja mitunter auch gefährlich werden können, eine neue Sprache zu lernen und gleichzeitig mal aus dem gewohnt gemütlichen deutschen Alltag heraus zu kommen. Brasilien finde ich darum so interessant, weil es viele Themen gibt, mit denen ich mich schon vor Jahren beschäftigt habe. Zum Beispiel habe ich einen Vortrag im Erdkunde-LK über den Itaipu Staudamm und auch über Soja-Monokulturen im Zusammenhang mit der Abholzung von Regenwald gehalten. Meine Motivation ist jedoch die Erfahrung im Ausland mit einer neuen Fremdsprache umzugehen, sowie Menschen kennen zu lernen und Anschluss an den Lebensstil zu finden. Vor dem Problem der Sprachbarriere bin ich gewarnt, bezweifle auch das ich bis Oktober viel sprechen kann aber wirklich lernen tut man nun mal am besten vor Ort. Irgendwie muss es ja anfangen.


Australien wäre besser gewesen. Die Zeit zum einleben vergeht am besten in der Hängematte mit einen Caipi in der Hand. :D In Rio winkt man an jeder Ecke, wenn man in den Bus einsteigen will. Wenn du lange genug wartest kommt vielleicht ein Esel vorbei. :mrgreen: Ich finde es immer wieder gut, wenn Ahnungslose Referate über Themen halten, die sie noch nie gesehen haben. Fremdsprache und Menschen kann man kennenlernen. Aber Lebensstil in Igatu? Eher nicht. Du wirst aber leider nichts an Sprache lernen. Mit wem? Mit deiner Bekannten oder deinem Vater? Vermutlich sprechen die Handvoll Einheimischen noch einen unverständlichen Dialekt.

Louis_colônia hat geschrieben: Ich habe auch überlegt mich für ein Au-Pair zu bewerben da ich gut mit Kindern kann und das Familienleben schätze (Ich selber bin seit dem 5. Lebensjahr Patchwork-proofed) zusätzlich noch mit Erwachsenen sehr gut zurechtkomme (Was oftmals ja die eigentliche Herausforderung ist :wink: ). Ausschließlich Au-Pair ist mir jedoch zu intensiv, Verantwortung tragen JA aber dauerhaft Papa/Mama spielen NEIN. Eine Kombination von Handwerk und Familienleben wäre wohl meine Wunschsituation a). Ich möchte mich ungern in einer Gönner/Nehmer-Situation wiederfinden, hatte jedoch die Hoffnung hier im Forum jemanden zu finden der mir eine Anschrift o.ä. zukommen lassen kann oder zufällig jemanden kennt, der jemanden kennt, …. !


Werd mal wach! Von was träumst du?

Louis_colônia hat geschrieben:Situation b) könnte ich mir die Arbeit an Wiederaufforstungsprojekten/ Wasserversorgung/ Energieversorgung/ Biolandwirtschaft o.ä. vorstellen. Dazu habe ich eine Website gefunden die solche Projekte Vermittelt (Workaway.info), die Hosts sind aber überwiegend internationaler Herkunft und keine Brasileiros/Brasileiras!


Oh je?´??? Wer hat dir dieses Brasilienbild eingebläut?

Louis_colônia hat geschrieben:Bezüglich eines längeren Aufenthalts als 90 Tage habe ich gelesen (Gibt auch hier im Forum nen Post dazu: gesetzesaenderung-fuer-touristen-visa-t17314-100.html), dass eine Summe an Reais/Tag bei der Ausreise gezahlt werden kann für die Überziehung. Dass es sich dabei um eine Strafe für illegalen Aufenthalt handelt, schreckt mich jetzt erst mal nicht ab. Oder sollte es?


Es geht in vielen Dingen gut. Aber bewußt zu bleiben um mit einer geringen Geldstrafe davon zu kommen ist schon dreist. Aber von welchen Verdienst willst du das bezahlen? In Igatu wird wohl kein Goldesel stehen. :^o

Louis_colônia hat geschrieben:Ich habe bisher noch keinen Flug gebucht, bin daher vollkommen flexibel was Stadt und Region angeht. Mit 100€ pro Tag würde ich etwa eine Woche über die Runden kommen, hatte mir ehrlich gesagt das Leben dort etwas preiswerter Vorgestellt. Reisen werde ich wohl allein.


Du wirst dir auch kein Flug buchen brauchen. Deine Wichtigkeit ist in Brasilien sehr unwichtig. 100 € pro Tag war von cabof noch sehr niedrig angesetzt. Mit almoço oder jantar und anschließend ins Motel kann dies schon erheblich über 100 € pro Tag werden. :D Mich wundert auch ein wenig was du eigentlich willst. Zu deiner Bekannten und Vater oder doch wo anders hin. Entweder versuchst du uns eine hübsche Geschichte hier anzudrehen oder du bist tatsächlich noch so grün hinter den Ohren. Jedenfalls ist diese Idee schon gescheitert bevor sie anfangen kann. Bleib in Deutschland und spar dir Geld für einen Urlaub in Rio und lass dann dort die Puppen tanzen. Da hast du mehr davon. =D>

LG
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Re: Junger Elektriker sucht Aufgabe in Brasilien

Beitragvon Frankfurter » Di 12. Aug 2014, 11:45

@ Louis

wenn Dein Eingangspost kein Fake ist, dann hat BrasilJaneiro Dir sehr gut die Wahrheit " und die Ohren gehauen".

Mach erst mal ein paar Wochen Urlaub in Rio, und dann sieht Brasilien schon ganz anders aus. Dir totzdem alles Gute für Deine weiteren Pläne.
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