Opfer eines Raubüberfalles in Brasilien ist ein Kärntner geworden. Beim Abendessen in einer Ferienanlage wurden der 62-jährige Veldener und seine Freunde von sieben mit Pistolen bewaffneten und maskierten Männern überfallen. Wenige Tage später wurden fünf Mitglieder der Bande verhaftet. Sie hatten angeblich zuvor ähnliche Überfälle verübt und bei einem davon auf der Flucht zwei Polizisten erschossen.
"Sieben Vermummte". "Wir saßen im Hof einer befreundeten Familie in
Fortaleza beim Aperitif, als plötzlich sieben vermummte Männer über den Zaun sprangen und auf uns zustürmten", schilderte der Kärntner in der Sonntagsausgabe der "Kärntner Krone" sein dramatisches Erlebnis. Einer der Räuber habe ihm den Lauf einer Pistole an den Kopf gehalten und Geld verlangt.
Alles weg. "Ich gab ihm die paar Euros, die ich bei mir hatte. Er nahm mir noch mein Handy, die Armbanduhr, eine Goldkette und die Digitalkamera ab", berichtete der 62-Jährige, der in Velden am Wörthersee ein Souvenir- und Feinkostgeschäft betreibt und mit einer Brasilianerin verheiratet ist. Sogar den Ehering verlangte der Räuber. Als ihn der Kärntner zuerst nicht vom Finger brachte, habe der Räuber damit gedroht, ihm den Finger abzuschneiden. Schließlich bekam er das verlangte Schmuckstück.
"Ausgeplündert". Unterdessen beraubten die Verbrecher die anderen Urlauber und die Gastgeberfamilie: "Sie haben das Haus ausgeplündert und den Chef der Anlage so lange geschlagen, bis er ihnen den Tresorschlüssel gab. Das sechsjährige Mädchen unserer Bekannten hat bitterlich geweint", schilderte der Kärntner. Dann seien die Kriminellen mit dem Auto der Familie davon gefahren. Der brutale Überfall hat sich schon vor einiger Zeit ereignet, kurz danach hat der Kärntner die Heimreise angetreten. Bei der Verhaftung der fünf Bandenmitglieder soll ein Teil der Beute aus dem Haus sichergestellt worden sein, der beraubte Kärntner erhielt hingegen von seinem Eigentum nichts zurück.
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