Kino: Aufstand der indianer

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Re: Kino: Aufstand der indianer

Beitragvon Theo » Mo 6. Jul 2009, 19:29

Moin, heute auf WDR im TV.
Thematisch evt. interessant.

Krieg für die Umwelt - Der verzweifelte Kampf um den Amazonas
Montag, den 6. Juli 2009, 22:00 - 22:45

aus der Reihe "die story"
Ein Film von Alexandre Bouchet
Den Amazonas retten - das ist das Ziel der "Operation Feuerbogen". Es ist der erste ökologische Krieg des 21. Jahrhunderts: das größte Projekt gegen illegales Abholzen im Amazonasgebiet. Die Polizei, militärische Spezialeinheiten und Umweltschützer kämpfen nun gemeinsam gegen die Holz-Mafia. Die verkauft das Tropenholz in alle Welt und macht ein Vermögen damit.

Die "Operation Feuerbogen" hat bereits illegale Sägewerke geschlossen, zahllose Kohleöfen vernichtet und Bußgelder in Millionenhöhe verhängt. Doch kann all das den Amazonas und das größte Regenwaldgebiet der Erde retten? Wie wirksam sind die Razzien, wenn nur ein paar Kilometer weiter neue Sägewerke entstehen, andere Holzfäller den Regenwald zerstören und weitere tausende Quadratkilometer Wald in Weideland verwandelt werden?

die story begleitet die "Operation Feuerbogen" bei ihrem Kampf gegen das illegale Abholzen.

Gruß Theo
Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.
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Re: Kino: Aufstand der indianer

Beitragvon Jacare » Mo 6. Jul 2009, 20:02

Bitte nur Dokumentationen die auf Fakten beruhen. Wohin diese Art Filmspielerei führt, kann man doch bei "Cidade de Deus" sehen. Danach kam die Fernsehserie "Cidade de Homens" bis zum abwinken. Und nu ? Einige Leutchen haben gut abgesahnt, aber die eigentlich Problematik interessiert doch heute keine Sau mehr. :roll:

Gruss
Jacare
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Re: Kino: Aufstand der indianer

Beitragvon esteban38 » Mi 8. Jul 2009, 01:38

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Ich habe nun den Film gesehen und bin positiv überrascht. Empfehle jeder/m , den Film zu sehen , ich finde, es lohnt sich.

Was mich an diesem Spielfilm so berührt, ist die wunderbare Sprache dieses Filmes.

Für mich ist die Schlüsselszene dort, wo der Farmer und der Häuptling ihre Hände in den Boden graben. Will da nicht mehr verraten, weil sonst der Zauber dieses Moments verloren geht. Seltsam, dass man mit einer solchen, fast hätte ich getippt banalen Szene den Zuschauer dermassen perplex zurück lassen kann......

In diesem Sinne

P.S. die Szene mit den Frauen und der Pistole hat auch seinen speziellen Charme...... :wink:
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Re: Kino: Aufstand der indianer

Beitragvon amarelina » Sa 11. Jul 2009, 11:47

gestern abend kam auf 3sat im Kulturspiegel eine rezension dieses films. dem italienischen regisseur Marco Bechis kam es hauptsächlich darauf an im gegensatz zu fast allen anderen einschlägigen filmen über eingeborene, dass nicht die weissen nachfahren von eroberern die hauptrolle in dem film hatten sondern die eingeborenen selber zu wort kommen und sich auf ihre weise ausdrücken sollten.

er verglich es mit diesen alten historischen bilder wo die weissen abenteurer und eroberer stets im vordergrund des bildes zu sehen sind und die Indios den hintergrund für die romantischen oder kriegerischen szenen bilden.

so fern der realität ist dieser film sicher nicht. er wollte aber auch nie den anspruch einer dokumentation erfüllen, sondern die geschichte so erzählen, wie sie von den Indios selber empfunden wird.

ich persönlich finde es immer wieder traurig, wenn sich sogenannte "Realisten" oder andere überhebliche nachfahren europäischer eroberer über menschen, die ihre existenz und ihre identität verloren haben, um nicht zu sagen beraubt wurden, lustig machen, noch dazu ohne irgend etwas von der reichhaltigen kultur und dem profunden wissen über die natur und deren zusammenhänge dieser völker eine ahnung zu haben.

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Re: Kino: Aufstand der indianer

Beitragvon Takeo » So 12. Jul 2009, 16:03

Amarela, das soll keine Meinung sein, und ist auch nicht unbedingt meine Meinung, nur ein Anstoss auch mal in eine vollkommen andere und sehr unglamouröse Richtung zu denken:

in der Beschreibug heisst es "weisse Farmer" ... "Land der Indios" etc... Ihr dürft aber nicht vergessen, dass weisse Farmer auch EURE Lebensmittel herstellen, während Indios eigentlich nicht viel für die WELTGEMEINSCHAFT (in der sie genauso leben!) beitragen. Die Frage, die sich daraus ergibt ist, ob man sich in der heutigen Zeit auch als Indio ob seines Statuses per se aus der Verantwortung ziehen kann.

(Ich habe den Film leider (noch) nicht gesehen!)
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Re: Kino: Aufstand der indianer

Beitragvon amarelina » So 12. Jul 2009, 16:38

du magst ja auf eine weise recht haben, aber es ist nun mal so, dass das land ursprünglich den Indios gehörte und dass sie bis heute für ihre rechte auf ihrem angestammten land zu leben und zu jagen, wie sie es immer taten, kämpfen müssen.

ich könnte mir aber gut vorstellen, dass Brasilien gross genug für alle ist!

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Re: Kino: Aufstand der indianer

Beitragvon esteban38 » So 12. Jul 2009, 16:50

Takeo hat geschrieben:in der Beschreibug heisst es "weisse Farmer" ... "Land der Indios" etc... Ihr dürft aber nicht vergessen, dass weisse Farmer auch EURE Lebensmittel herstellen, während Indios eigentlich nicht viel für die WELTGEMEINSCHAFT (in der sie genauso leben!) beitragen. Die Frage, die sich daraus ergibt ist, ob man sich in der heutigen Zeit auch als Indio ob seines Statuses per se aus der Verantwortung ziehen kann.



Vielleicht ist ein Ansatz ja auch der, dass die Naturvölker, wenn man ihnen ihr Land und die Ressourcen überlässt, nahrungsmässig sehr wohl für sich selber sorgen können , was ich vom "zivilisierten" Weltenbürger so nicht in jedem Fall behaupten würde.
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Re: Kino: Aufstand der indianer

Beitragvon rwschuster » So 12. Jul 2009, 18:09

amarelina hat geschrieben:ich könnte mir aber gut vorstellen, dass Brasilien gross genug für alle ist!

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1) da gehen noch ein Paar Millionen rein.
2) habt ihr eigentlich eine Vorstellung davon wieviele Indios in Brasilien nach den 500 Jahren Jesuiten, Spanischen Kolonisadoren, amerikanischen pastors.... noch übergeblieben sind. Und die müssen wahrlich nicht kämpfen, wir haben eine FUNAI, PF, und ein recht schlagkräftiges Militär in der Gegend die kämpfen für sie
3) hat wer in dem Film einen mageren Indio gesehen?
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Re: Kino: Aufstand der indianer

Beitragvon rwschuster » So 12. Jul 2009, 18:32

amarelina hat geschrieben:du magst ja auf eine weise recht haben, aber es ist nun mal so, dass das land ursprünglich den Indios gehörte und dass sie bis heute für ihre rechte auf ihrem angestammten land zu leben und zu jagen, wie sie es immer taten, kämpfen müssen.

wem hat denn eigentlich Deutschland gehört, bevor der da kam?? :dland: der hat sie angeblich aufgegessen die Ureinwohner :muahaha:
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Re: Kino: Aufstand der indianer

Beitragvon amarelina » Mo 13. Jul 2009, 09:14

Takeo hat geschrieben:während Indios eigentlich nicht viel für die WELTGEMEINSCHAFT (in der sie genauso leben!) beitragen.


..............das ist eine schwerwiegende behauptung! wie kannst du das wissen?

und was tragen wir, jeder einzelne für die weltgemeinschaft bei? vielleicht das:

der allergrösste teil der Sojaernten wird für tierfutter produziert, damit sich privilegiertere leute hunderte von kilo fleisch pro jahr leisten können und viele tonnen!! gemüse, früchte und andere wertvolle lebensmittel landen im müll...

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