Klaus Hart: Brasiliens erotischer Sex

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Beitragvon Careca » Sa 30. Jul 2005, 15:56

Brasiliens erotischer Sex
„Wenn es ein Land gibt, das etwas von Erotik versteht, sie lebt, praktiziert, dann ist es Brasilien“, schreibt der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa, nennt Erotismo „ein Zeichen von Zivilisation, dazu Rückzugs-und Zufluchtsort des Individuums, gegen die Normierung, Vereinheitlichung des Lebens von heute.“ Schwer zu übersehen – Brasilianern ist Sinnlichkeit, Erotik, Sex auch im Alltag viel wichtiger als den anderen Südamerikanern, ganz zu schweigen von Mitteleuropäern.

Paulo Coelho von der Copacabana, Brasiliens meistgelesener Autor auch in Deutschland, haut in die gleiche Kerbe wie Llosa, hat endlich mal ein Buch nur über erotischen Sex geschrieben, natürlich wieder ein Welt-Bestseller. „Die Leute reden zwar viel drüber, aber machen wenig Sexo, gehen mit dem ganzen Thema scheinheilig um, belügen den andern, um zu gefallen; überall Ängste, Tabus – für Phantasie und Kreativität bleibt kein Raum.“ Sex werde überall abgewertet, eklig kommerzialisiert, banalisiert. Schlimm, daß die „copula humana“ gewöhnlich nur um die elf Minuten dauere, meint der 55-jährige Coelho, nennt seinen Roman über eine brasilianische Prostituierte in Genf deshalb „Onze Minutos“. Er enthält ausführliche Lektionen über Zärtlichkeit und Erotik, Körper und Seele, die Klitoris, den G-Punkt. Männer, ob in Deutschland oder Brasilien, die Coelhos Handlungsanweisungen künftig immer noch nicht befolgen wollen, laufen Gefahr, mit diesem Buch völlig zu Recht drangsaliert zu werden. Coelho kennt sich aus, baute selber viel Mist, steht dazu. „Ich verlor viel Zeit mit dieser Besessenheit, meine Männlichkeit beweisen zu müssen, hatte sogar mehrere Frauen gleichzeitig.“ Mit Partner Raul Seixas, der längst dahingegangenen Musiker-Legende, schrieb er einst brasilianische Rockgeschichte, opponierte gegen die Militärdiktatur, gehörte zu Brasiliens Hippie-Gemeinden, einer internationalen Psycho-Sekte, machte dort reichlich „Sexo grupal“, hat homosexuelle Erfahrungen – wie die meisten Männer im bisexuellen Brasilien, ist seit über zwei Jahrzehnten mit der Künstlerin Christina Oiticica verheiratet. Und hofft, daß „Onze Minutos“ Leuten in allen Kulturkreisen zu mehr – und besseren – Orgasmen, echter sexueller Befreiung verhilft. Die Liebeskunst, läßt er seine Protagonisten sagen, erfordere Technik, Geduld, Kühnheit, intimste Kenntnisse über den Körper des anderen und vor allem viel Praxis des Paares. Die beste, genußvollste Stellung für die Frau – wenn sie ihn von oben reitet, so lange und so oft wie möglich.

Eigentlich alles gar nicht so neu – nur halten sich, wie jeder weiß, nur die wenigsten daran, fährt der große Rest die schönste Sache der Welt zielstrebig gegen die Wand. Sucht Ersatzbefriedigung ausgerechnet bei Prostituierten, die Paulo Coelhos Copacabana-Avenida scharenweise heimsuchen. Auch da läßt Coelho seine Romanheldin – und Edelnutte Maria gnadenlos mit dem eigenen Gewerbe abrechnen - daß Prostituiertensex deprimierend minderwertig ist, weiß ebenfalls längst jeder Halbgescheite. „Ich hasse, was ich tue“, schreibt Maria ins Tagebuch, „ich zerstöre damit meine Seele, verliere den Kontakt zu mir selbst.“ Huren verkauften etwas, das sie doch viel lieber für Genuß, Wollust und Zärtlichkeit hergeben, verschenken würden – „und das zerstört.“

Brasiliens großer Dichter Carlos Drummond de Andrade formulierte schon weit früher:“Erotik, Sex ist die Übung für das Leben und das Sterben, ist die fortwährende Einübung der Liebe, die Deutung der Welt, die unerklärliche Erfahrung von Einsichten, die nur geschenkt werden können: Ursprung, vollständiger Friede, Freiheit von Raum und Zeit.“

In der deutschen Ersatzbefriedigungsgesellschaft finden es viele schick, Erotisches, Sex unangenehm klinisch zu sezieren, zynisch herunterzumachen – Brasilien ist da nach wie vor kribbelndes, anregendes, doch auch widerspruchsvolles, ambivalentes Kontrastprogramm. Sonia de Almeida beispielsweise, schlechtbezahlte Lehrerin in Sao Paulo, 35, hat einen halbwüchsigen Sohn - setzt klare Prioritäten:“Mich mit jemandem sexuell wunderbar auszutoben, kribbelnde Wollust, Orgasmus – das zählt für mich im Leben, darauf kommts mir an.“ Ihren jetzigen Freund nennt sie einen Glücksfall:“Der bleibt mit mir tagelang im Bett, kann – natürlich mit Pausen – zehn, fünfzehn Stunden; mit dem traue ich mir alles.“ Reinemachfrau Maria Malzani, schwarz, 29, hat unter der Woche mit ihrem Mann dafür wenig Zeit. „Aber sonntags gibts nur zweierlei – die katholische Messe und Sex.“ Schon Bossa-Nova-Miterfinder Tom Jobim, Komponist des „Girl from Ipanema“, bekannte:“Würde ich die drei wichtigsten Dinge meines Lebens aufzählen, wären das Sexo, Sexo, Sexo“. Der unsterbliche Telenovela-Autor Dias Gomes:“Ich denke den ganzen Tag eigentlich nur an Sex – und das ist sehr gesund.“Ausnahmen, absolute Minderheit unter den rund 185 Millionen Brasilianern? Keineswegs – auch internationale Studien sind aufschlußreich. Keine in fester Beziehung lebende Frau der Dritten Welt tut es so oft und so lange wie die brasilianische – und von den über vierzigjährigen Frauen und Männern des Tropenlandes bekräftigt ein weit höherer Prozentsatz als in den tonangebenden Industrieländern, „daß Sex für mich sehr wichtig ist“ - Großbritannien, die USA und Japan bilden die absoluten Schlußlichter. Leicht zu erraten - zwanzig-und dreißigjährige Brasilianer liegen noch viel deutlicher vor ihren Altersgenossen Westeuropas.

Brasileiros, auch das ist belegt, und wohl weltweit einmalig, halten Brasileiras für die sinnlichsten, stimulierendsten, zärtlichsten Frauen der Erde, ziehen sie denen jeder anderen Nation mit Abstand vor. Komme ich – seit 1986 in Brasilien lebend – jeweils einmal im Jahr nach Deutschland, ist immer der erste, verunsichernde Eindruck: Verglichen mit meiner Lebensumwelt, direkt asexuell, geschlechtsneutral wirkende Menschen, ohne jegliche sinnlich-erotische Ausstrahlung - claro, von Ausnahmen abgesehen. Auf Straßen, belebten Plätzen kaum Blickkontakt, kein belebender, unverbindlicher Augenflirt in Sekunden, alle fast nur bleiern ernst. Brasilianische Bekannte beschreiben es meist viel drastischer, immerhin von Kindesbeinen an geprägt durch eine regelrechte Ideologie, Kultur des Erotischen, die feministisch, gar „politisch korrekt“ geprägte intellektuelle Europäerinnen vor Ort nicht selten schockt, graust, abstößt, verwirrt – der sich andere Frauen, und natürlich viele Männer, aber begeistert anschließen. „Sinnlichkeit wird hochbewertet als Teil der kulturellen Identität“, so der an Rios Uni lehrende und forschende nordamerikanische Anthropologe Richard Parker, „das brasilianische Volk ist wirklich viel heißer.“

Sozio-kulturelle Unterschiede zu Mitteleuropa werden womöglich nirgendwo deutlicher als im Sinnlich-Sexuellen. Das beginnt schon mit der durchsexualisierten Sprache, voller Kicks und Kitzel, gepflegt selbst in den Qualitätszeitungen, erst recht in der Musik. „So frivol, lasziv, auch provokant, wie wir uns permanent ausdrücken“, sagt die hellhäutige Bankangestellte Luisa Bernardes in Sao Paulo, “das habt ihr alles nicht im Deutschen, da klingen sexuelle Anspielungen einfach grob.“ Die hier, eigentlich unübersetzbar, nur stimmig im brasilianischen Ambiente, klingen eher amüsant, köstlich, prickelnd, und stimulieren, gehören zur erotischen Reizüberflutung. Schon Mädchen unter zehn – ob Unter-oder Oberschicht – beziehen sich explizit auf Geschlechtsorgane, sexuelle Techniken, Stellungen – was im Deutschen unerhört klingen würde. „Unsere Kultur weist der Frau die Rolle der Verführerin zu – sie tut es intuitiv, fühlt, spürt, was gefallen wird“, sagt die weiße Psychologin Ana Veronica Mautner aus Rio, „die Frauen wissen, daß Männer schon mit den Augen Genuß empfinden – und zeigen deshalb ihre Formen.“

Brasilianische Mädchen, Frauen begreifen ihre Brüste ganz natürlich als erotische Symbole – und stellen sie entsprechend heraus. Rio, Sao Paulo, Salvador da Bahia – en masse tiefdekolletierte Frauen – man muß – und vor allem – soll hingucken. Würde ichs nicht tun, gälte ich wieder als der steife, kopfgesteuerte, unsinnliche Mitteleuropäer. Mit drei Amigas, einer Elfjährigen plaudere ich am Bäckerei-Kaffeetisch, als sich deren Bekannte nähert, über den Tisch beugt – der beträchtliche Busen kaum verdeckt in einem extrem tiefen Decolletè – unmöglich, nicht hinzuschauen. „Na, wie findet ihr das“, fragt sie zuerst die Frauen, bekommt „faszinierend, anziehend, erotisch, sehr weiblich“ zurück; auch die beiden Söhne neben ihr, um die dreizehn, sechzehn, finden die Mama einfach klasse so:“Total sexy“. So eine Szene in Deutschland undenkbar, geht mir durch den Kopf. Dort ebenfalls undenkbar, wie Brasilianer dann im Bett das Spiel der Verführung weiter auskosten. Lingerie - nicht die Ausnahme, sondern absolute Regel, dazu Spaß an Phantasien, Experimenten, Tabubrüchen. „Daß die Frauen sich bei euch die Schamhaare nicht abrasieren – kaum zu glauben“, höre ich immer wieder von Freundinnen, „wissen die denn nicht, daß es `ohne` viel lustvoller ist?“ Um die siebzig Prozent der Brasilianer mögen ihre Partnerinnen depilado, finden dann auch nicht nur das „chupar“ weit köstlicher, aufregender, sondern auch das „ foder, montar, cavalgar, meter“. „Vögeln ist bei uns Brasilianern so herrlich mit Musik, dem Essen, mit Spaß und Spielerei verknüpft“, schwärmt der Filmemacher und Kolumnist Arnaldo Jabor, womöglich bester, intimster Kenner seines Landes, „wir in den Tropen nehmen Sexualität als Spiel, Fest, Lachen.“

In einem Land unerklärten Bürgerkriegs, mit weit über vierzigtausend Mordtoten jährlich, Misere, sozialen Kontrasten und Widersprüchen, die auf keine Kuhhaut gehen? Nach unseren Begriffen, Wert-und Moralvorstellungen müßten eigentlich die Brasilianer, und nicht das vergleichsweise reiche, wohlgeordnete alte Europa, über Triebverlust, immer weniger Sex, Rollenverunsicherung, Enterotisierung klagen. Doch die Uhren gingen hier schon immer anders – von Anfang an färbte die Sexualität der Ureinwohner auf portugiesische Kolonialisten, die vielen Einwanderer aus Italien, Spanien, Deutschland, Österreich oder Japan ab. Denn die Indianer waren von christlicher Moral unbeeinflußt, sind bis heute sexuell freier, aktiver – Indiomädchen probieren die schönste Sache der Welt gleich nach der ersten Menstruation aus, bekommen, falls sie das wollen, mit elf, zwölf Jahren die ersten Kinder. Dabei sind gerade Indiomänner die absoluten Machisten – was zu den ebenfalls unübersehbaren Schattenseiten brasilianischer Sexualkultur führt. „Mein erster Ehemann – und nach der Scheidung wirklich alle Namorados legten sich direkt absurd hektisch, ungestüm ins Zeug, kamen deshalb natürlich immer viel zu früh, schon nach drei oder höchstens zehn Minuten, wenn ich noch längst nicht so weit war“, reklamiert die schwarze Programmierin Sandra Goldin aus Sao Paulo. Laut neueren Studien ejakuliert über die Hälfte der Männer zu rasch, was Frauen den Spaß am Sex vergällt. „Meine Freundinnen sagen genau dasselbe - alles pure Egoisten, eben Machos – nach kurzem, formalem Vorspiel wie die Preßlufthämmer, nur auf den eigenen Lustgewinn bedacht, viel zu wenig zärtlich. Die wollen einfach nicht merken, daß wir kaum Genuß empfinden, vögeln eigentlich für sich alleine.“ Rund dreißig Prozent haben keinen Orgasmus, etwa zwanzig Prozent fühlen Schmerzen beim Sex. „Weil die Männer eben zu schnell, häufig dazu auch noch grob sind“, kommentiert Rosa Limares, Sozialarbeiterin aus Belo Horizonte, ebenfalls dunkelhäutig, diese Angaben. „Die wollen zeigen, daß sie starke, potente Machos sind – und je schneller sie kommen, umso geringer ihr Risiko, später vielleicht nicht mehr ejakulieren zu können, die Erektion zu verlieren, sich vor der Frau als Versager zu fühlen.“

Bemerkenswert – gemäß medizinischen Untersuchungen haben über die Hälfte der brasilianischen Heteros leichte bis schwerere Erektionsprobleme, wegen Streß, Existenzängsten – Homosexuelle sind doppelt stark betroffen. Bei Arbeitslosen ist das Risiko „psychologischer Impotenz“ 83 Prozent höher als bei fest Beschäftigten, sagt eine Studie von 2003, und 36 Prozent der arbeitslosen Frauen hätten schlichtweg keine Lust mehr.
„Absurd – nicht die Alten, vor allem Jugendliche, junge Männer nehmen Viagra wie verrückt – um uns zu beeindrucken“, so Rosa Limares. „Manche meiner Partner ließen garnicht zu, über Sex zu reden. Anderen sagte ich, mir gefiels nicht, zu kurz, ich habe nichts gespürt. Und bekam dann zu hören: Du bist eben unersättlich; weißt nicht, was guter Sex ist – ich bin doch gekommen! Gerade Schwarze halten sich sexuell für die Größten – völlig grundlos! Nur – was sollen wir machen – andere Männer gibts eben nicht.“ Viele Single-Frauen – in Sao Paulo und Rio de Janeiro geradezu Heerscharen – gehen, wie sie lachend hinzufügt, deshalb nur dann mit jemandem ins Bett, wenn der Trieb zu stark werde – alle paar Wochen, alle paar Monate.

Die für Kinder und Jugendliche gedachte Beilage der größten Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ vermeldet 2003:“Unsere Urgroßeltern haben mehr Sex gemacht, waren glücklicher!“
Daß im Weltvergleich brasilianische Männer am häufigsten Prostituierte benutzen, erklärt Rosa Limares spontan so:“Von Huren weiß ich, daß die aus Geschäftsgründen eben nie kritisieren, wenn die Machos zu schnell, zu brutal vögeln – deshalb toben sich Männer mit denen gerne aus, auch beim Analsex.“ Danach sind die allermeisten Brasileiros geradezu verrückt – die allermeisten Brasileiras lehnen ihn heftig ab, weils wehtut – nicht wenige nehmens aber murrend hin. Seitensprünge, eine Geliebte, ein Geliebter, eine Zweitfrau, Zweitfamilie nebenher – weit, weit häufiger als etwa in Deutschland. Ebenso wie Verstümmelungen, Morde an Frauen – aus Eifersucht, zur „Rettung“ der Macho-Ehre. „Mann sein heißt, die Frauen der eigenen Familie, die eigenen Geliebten maximal zu kontrollieren – und gleichzeitig maximalen sexuellen Zugang zu den Frauen der anderen zu haben, mit der größtmöglichen Zahl zu vögeln – ob Mutter, Gattin, Tochter – und viele Kinder zu machen“, definiert Roberto Albergar, Uni-Anthropologe in Bahia, die „Logik des brasilianischen Machismus“, besonders in der Unterschicht, also der übergroßen Bevölkerungsmehrheit anzutreffen. Doppelmoral, Ambivalenz gelte auch für Frauen: „Alle sagen natürlich, nur einen guten, verläßlichen, treuen, verantwortungsvollen Mann als Lebenspartner zu wollen – tatsächlich aber bevorzugen sie bad Boys, Hengste, solche starken, ungestümen Machos, die verführen - und verlassen.“ Er könne ruhig fremdgehen, das werde verziehen – solange sie unangefochten die Hauptfrau bleibe. Homosexuelle werden nicht nur von den Bahia-Machos verachtet, sind häufig Opfer von Gewalt. „Ich bin Schwarzer und Gay“, sagt Schwulenaktivist Oseas, 30, in Salvador da Bahia, „für die schwarzen Heteros verrate ich aber damit meine eigene Rasse!“

Generell treffend IMHO :!:

:yo

Klaus Hart hat geschrieben:“Von Huren weiß ich, daß die aus Geschäftsgründen eben nie kritisieren, wenn die Machos zu schnell, zu brutal vögeln – deshalb toben sich Männer mit denen gerne aus, auch beim Analsex.“ Danach sind die allermeisten Brasileiros geradezu verrückt – die allermeisten Brasileiras lehnen ihn heftig ab, weils wehtut – nicht wenige nehmens aber murrend hin. Seitensprünge, eine Geliebte, ein Geliebter, eine Zweitfrau, Zweitfamilie nebenher – weit, weit häufiger als etwa in Deutschland. Ebenso wie Verstümmelungen, Morde an Frauen – aus Eifersucht, zur „Rettung“ der Macho-Ehre.

Und jetzt gleichen wir mal inhaltlich den thread über die Texte von Tati mit dem hier vorliegenden Post ab ...

Als ich das hier las, fiel mir mein zweiter Brasilienaufenthalt ein. Ich war in Rio. Mein schwuler Freund, den ich besuchte, erklärte mir: "Saug die Luft ein. Da ist nicht nur Salz hier in Rio. Da ist der Geruch von Sex!" Ich war recht eigentümlich berührt. Eigentlich roch es doch mehr nach Chlor und das was er mir erzählte und mein Geruchsempfinden konnte ich nicht zusammen bringe.
Klar. Da war was in der Luft. Etwas etherisches unbeschreibliches. Es liess sich nicht fassen, war aber greifbar wie meine eigene Paranoia unauffällig und unausraubbar in Rio zu erscheinen.
Später sagt mir eine Brasileira, dass sie Sperma nicht mag, denn es richt nach Chlor und das erinnert sie nur daran als Faxi mit entsprechender Flasche tätig zu sein ... sie mochte den Geruch von Chlor nicht und daher auch nicht den Geruch/Geschmack von Sperma ... zuviel Chlor drinne ...

Sagt mal, kann dieser Artikel nicht als Propfen zu dem von patecuco eröffneten thread hier "Machismo - der Grund fuer mehr Freiheit in BR" dienen? Müsste es nicht gleiche Aufschreie und "dazu-sag-ich-nichts"-statements geben? Klar, lassen wir die Vergleiche zu deutschen Frauen weg. Um das Gespräch nicht in Moglis Sinne abgleiten zu lassen. Vergessen wir sie einfach mal hier und reden nur über brasilianische Männer und brasilianische Frauen und deren Einstellung zu einander.
Allerdings fallen wir deutschen Männer bei so einer Disussion auch hinten rüber, wenn wir auch nur einmal anfangen sollten einen dummen Vergleich mit unseren deutschen Erfahrungen zu ziehen. Wie sagten schon einige deutsche Frauen und viele Brasilianerinnen zu mir: "Die Bayern hier sind Nieten im Bett und verstehen nichts von wahrer Erotik!" 8-[ [-o< 8-[ [-o< :-$ ...
Abraços
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Re: Klaus Hart: Brasiliens erotischer Sex

Beitragvon Lemi » Fr 5. Aug 2005, 18:24

Paulo Coelho hat geschrieben: Und hofft, daß „Onze Minutos“ Leuten in allen Kulturkreisen zu mehr – und besseren – Orgasmen, echter sexueller Befreiung verhilft.


Das wäre mir allerdings neu, wenn ein Buch solche Macht ausüben kann.

Paulo Coelho hat geschrieben: Die Liebeskunst, läßt er seine Protagonisten sagen, erfordere Technik, Geduld, Kühnheit, intimste Kenntnisse über den Körper des anderen und vor allem viel Praxis des Paares.


Da stimme ich ihm schon eher zu, vor allem was Technik und Praxis betrifft. In Sachen Technik gibts wirklich den meisten Nachholebedarf. Die meisten Liebes-Partner haben keine Ahnung, wie sie den Akt verlängern bzw. ihren Orgasmus steuern können.

Paulo Coelho hat geschrieben:Die beste, genußvollste Stellung für die Frau – wenn sie ihn von oben reitet, so lange und so oft wie möglich.


Absoluter Quatsch. Es gibt jede Menge andere Stellungen, die bei Frauen mindestestens genauso schnell zum Orgasmus führen .............. und: jede Frau hat natürlich ihre eigenen Präferenzen und Lieblingsstellungen.

Paulo Coelho hat geschrieben:Sucht Ersatzbefriedigung ausgerechnet bei Prostituierten, die Paulo Coelhos Copacabana-Avenida scharenweise heimsuchen. Auch da läßt Coelho seine Romanheldin – und Edelnutte Maria gnadenlos mit dem eigenen Gewerbe abrechnen - daß Prostituiertensex deprimierend minderwertig ist, weiß ebenfalls längst jeder Halbgescheite.


Kommt drauf an. Wer sich die erstbeste Copa-Nutte nimmt, musst mit Fast-Sex rechnen. Doch es gibt nicht nur schwarze Schafe im Gewerbe ......... vor allem die Semi-Professionellen sind oft nicht nur am Geld, sondern auch an guten Sex interessiert .......... und da kommt es dann wieder auf den Mann an. Anscheinend hat Paulo da keine guten Referenzen. :lol:

KHart hat geschrieben:Brasileiros, auch das ist belegt, und wohl weltweit einmalig, halten Brasileiras für die sinnlichsten, stimulierendsten, zärtlichsten Frauen der Erde, ziehen sie denen jeder anderen Nation mit Abstand vor.


Ja, aber sie sollen möglichst blond und blauäugig sein. :lol:

KHart hat geschrieben:Komme ich – seit 1986 in Brasilien lebend – jeweils einmal im Jahr nach Deutschland, ist immer der erste, verunsichernde Eindruck: Verglichen mit meiner Lebensumwelt, direkt asexuell, geschlechtsneutral wirkende Menschen, ohne jegliche sinnlich-erotische Ausstrahlung - claro, von Ausnahmen abgesehen.


Da gebe ich dir Recht. So gehts mir auch. Wenn man die jungen Dinger von hinten sieht, weiss man manchmnal nicht, ob es sich um Männlein oder Weiblein handelt. Sowas passiert einem in Brasilien nicht ........

KHart hat geschrieben:Brasilianische Bekannte beschreiben es meist viel drastischer, immerhin von Kindesbeinen an geprägt durch eine regelrechte Ideologie, Kultur des Erotischen, die feministisch, gar „politisch korrekt“ geprägte intellektuelle Europäerinnen vor Ort nicht selten schockt, graust, abstößt, verwirrt – der sich andere Frauen, und natürlich viele Männer, aber begeistert anschließen.


Naja, das kann man auch von 2 Seiten betrachten: man könnte nämlich die europäischen Frauen auch einfach als unabhängiger und selbstbewusster einstufen. Ganz zu Schweigen vom ständigen Streben nach Emanzipation ............ manchmal zu unserem Leidwesen auch Überemanzipation.

Richard Parker hat geschrieben:„Sinnlichkeit wird hochbewertet als Teil der kulturellen Identität“, so der an Rios Uni lehrende und forschende nordamerikanische Anthropologe Richard Parker, „das brasilianische Volk ist wirklich viel heißer.“


Logisch. Alles eine Frage des Klimas. :idea:

KHart hat geschrieben:Sozio-kulturelle Unterschiede zu Mitteleuropa werden womöglich nirgendwo deutlicher als im Sinnlich-Sexuellen. Das beginnt schon mit der durchsexualisierten Sprache, voller Kicks und Kitzel, gepflegt selbst in den Qualitätszeitungen, erst recht in der Musik. „So frivol, lasziv, auch provokant, wie wir uns permanent ausdrücken“, sagt die hellhäutige Bankangestellte Luisa Bernardes in Sao Paulo, “das habt ihr alles nicht im Deutschen, da klingen sexuelle Anspielungen einfach grob.“ Die hier, eigentlich unübersetzbar, nur stimmig im brasilianischen Ambiente, klingen eher amüsant, köstlich, prickelnd, und stimulieren, gehören zur erotischen Reizüberflutung.


Das stimmt wiederum. Die brasilianische Sprache ist erotischer und zudem noch ungehemmter in Sachen Sex. Liedtexte klingen für unvorbereitete deutsche Ohren sogar pervers.

KHart hat geschrieben:Schon Mädchen unter zehn – ob Unter-oder Oberschicht – beziehen sich explizit auf Geschlechtsorgane, sexuelle Techniken, Stellungen – was im Deutschen unerhört klingen würde.


Also "unter 10" ist wohl etwas zu tief gegriffen, lieber Klaus ............. ich hab auch eine 8-jährige Tochter, die noch ziemlich "inocente" im sexuellen Sprachgebrauch ist ......... und meinetwegen kann das auch noch eine Weile so bleiben.

Ana Veronica hat geschrieben:„Unsere Kultur weist der Frau die Rolle der Verführerin zu – sie tut es intuitiv, fühlt, spürt, was gefallen wird“, sagt die weiße Psychologin Ana Veronica Mautner aus Rio, „die Frauen wissen, daß Männer schon mit den Augen Genuß empfinden – und zeigen deshalb ihre Formen.“
Brasilianische Mädchen, Frauen begreifen ihre Brüste ganz natürlich als erotische Symbole – und stellen sie entsprechend heraus. Rio, Sao Paulo, Salvador da Bahia – en masse tiefdekolletierte Frauen – man muß – und vor allem – soll hingucken.


Das stimmt auch, deshalb haben wir Männer es ja so leicht in Brasilien. Erstens sieht man die "vollständiger" und zweitens wird man auch gleich noch von denen angemacht.

KHart hat geschrieben: „Daß die Frauen sich bei euch die Schamhaare nicht abrasieren – kaum zu glauben“, höre ich immer wieder von Freundinnen, „wissen die denn nicht, daß es `ohne` viel lustvoller ist?“ Um die siebzig Prozent der Brasilianer mögen ihre Partnerinnen depilado, finden dann auch nicht nur das „chupar“ weit köstlicher, aufregender, sondern auch das „ foder, montar, cavalgar, meter“.


Also Klaus, wo treibst du dich denn rum ? :lol: Solche Statements bekommt man ja wohl nicht gerade in "gewöhnlichen" Lokalen. Oder hast du etwa, ähnlich wie Supergringo, Informantinnen ???

KHart hat geschrieben:Laut neueren Studien ejakuliert über die Hälfte der Männer zu rasch, was Frauen den Spaß am Sex vergällt. „Meine Freundinnen sagen genau dasselbe - alles pure Egoisten, eben Machos – nach kurzem, formalem Vorspiel wie die Preßlufthämmer, nur auf den eigenen Lustgewinn bedacht, viel zu wenig zärtlich. Die wollen einfach nicht merken, daß wir kaum Genuß empfinden, vögeln eigentlich für sich alleine.“


Das habe ich auch schon oft von meinen Informantinnen gehört !!! Warum sie das gerade mir erzählen, weiss ich allerdings auch nicht !?

KHart hat geschrieben:Rund dreißig Prozent haben keinen Orgasmus, etwa zwanzig Prozent fühlen Schmerzen beim Sex. „Weil die Männer eben zu schnell, häufig dazu auch noch grob sind“, kommentiert Rosa Limares, Sozialarbeiterin aus Belo Horizonte, ebenfalls dunkelhäutig, diese Angaben.


Obwohl meine Faxi auch Rosa heisst, aus B.H. kommt und schwarz ist, bitte ich darum, keine aberwitzigen Parallelen oder Fehlschlüsse abzugeben. :?

KHart hat geschrieben:„Die wollen zeigen, daß sie starke, potente Machos sind – und je schneller sie kommen, umso geringer ihr Risiko, später vielleicht nicht mehr ejakulieren zu können, die Erektion zu verlieren, sich vor der Frau als Versager zu fühlen.“


Je schneller kommen, desto mehr Macho ......... also auf dieses Argument wäre ich wohl nie gekommen. :lol:

KHart hat geschrieben:
Seitensprünge, eine Geliebte, ein Geliebter, eine Zweitfrau, Zweitfamilie nebenher – weit, weit häufiger als etwa in Deutschland.


Habs glaube ich schon mal geschrieben ........ die Machos zeigen auf Partys immer ganz besonders stolz ihre geheime Liste von Telefonnummern auf ihrem Handy-Nummernspeicher. Dabei handelt es sich meist um Künstlernamen hinter denen Damen aus den oben genannten Gruppen gehören.
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Re: Klaus Hart: Brasiliens erotischer Sex

Beitragvon Rio_de_Janeiro » Mi 22. Sep 2010, 06:50

Hoch interessante Lektüre. Nun, was die steinernen Mienen von manchen deutschen Frauen anbelangt, kann ich nur zustimmen. Das ist schon vielen aufgefallen, die aus einem sonnigen Land hier her kommen. Deutsche Frauen denken oft (nicht immer!), sie müssten unnahbar wirken. Doch damit tun sie sich nur bedingt einen Gefallen. Mich lässt es kalt, wenn in Deutschland eine Frau vorbeimarschiert und den Blick stur nach vorne richtet. Eins bedenken diese Frauen nicht: Auch sie werden älter, und irgendwann dreht sich niemand mehr nach ihnen um. Dann ist das Spiel mit den weiblichen Reizen und dem Flirten ausgespielt und zu Ende. Und dann wachen viele sicher auf und merken, wie viel Zeit und Mühe sie verschwendet haben, um "unnahbar" zu sein oder als solches zu gelten.

Ich war schon in deutschen Edeldiscos: Teure Ausstattung, super DJ und gute Mucke, viele VIP-Mädels oder solche, die meinen, sie wären VIPs - und die Stimmung?? Ein absolutes Desaster. Ja, gefeiert wird, aber dekadent, indem Champus herumgeschüttet wird und man über Mercedes Roadster, Ferienhäuser auf Malle oder sonstige (aufs Materielle beschränkte) Themen diskutiert.

Nein, da feier ich doch lieber in einem vermeintlich billig wirkenden Brasi-Lokal, in welchem die Leute noch von Herzen feiern und tanzen.

Brasilien ist -was das Feiern anbelangt- viel authentischer als Deutschland. Hier meint man, dass man am Wochenende "den Schalter umlegen" kann und die S*u rauslässt. Im Gegensatz zu Brasilien mündet das jedoch entweder in stillose Sauforgien mit 3 Promille plus X oder eben in VIP-Dekadenz.

Ja, ich habe auch schon in Deutschland SCHÖNE und ausgelassene Parties erlebt. Meistens kam man ungeplant und spontan auf eine solche Festivität. Aber es blieben leider löbliche Ausnahmen.

Und um zum Thema "Frauen" zurückzukommen: Emanzipation ist ein gutes Recht der Frau. Es darf nicht sein, dass wir in die Steinzeit zurückfallen. Aber: Bei all der Emanzipation sollte so manches Weiblein überlegen, ob es wirklich Sinn ergibt, die Weiblichkeit bis aufs Letzte auszumerzen und jegliche feminine Anwandlung vollends zu ignorieren. War das der Sinn der Natur? Darf eine Frau wirklich nicht flirten? Verliert sie ihr Gesicht, wenn sie einen Mann zum Tanzen auffordert ("Oh, das gehört sich aber nicht!")? Ich denke nicht...
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Re: Klaus Hart: Brasiliens erotischer Sex

Beitragvon mikelo » Mi 22. Sep 2010, 07:00

Rio_de_Janeiro hat geschrieben:Auch sie werden älter, und irgendwann dreht sich niemand mehr nach ihnen um.



dann gibt es ja immer noch die reise nach brasilien :mrgreen:

ansonsten kann ich dir voll zustimmen :!:
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Re: Klaus Hart: Brasiliens erotischer Sex

Beitragvon meyer.jonas301 » Mi 22. Sep 2010, 07:19

hm um ehrlich zu sein halte ich die darstellung für ein wenig übertrieben, hier wird doch wie immer etwas hochgeredet...
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Re: Klaus Hart: Brasiliens erotischer Sex

Beitragvon dimaew » Mi 22. Sep 2010, 13:30

[Mod]Ich habe den URALT-Thread mal in die Plauderecke verschoben, denn mit sozialem Engagement hat das Geschreibsel des Pseudojournalisten Klaus Hart ja nun wirklich nichts zu tun.[/Mod]
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Re: Klaus Hart: Brasiliens erotischer Sex

Beitragvon Brazil53 » Mi 22. Sep 2010, 16:56

Rio_de_Janeiro hat geschrieben:Nun, was die steinernen Mienen von manchen deutschen Frauen anbelangt, kann ich nur zustimmen. Das ist schon vielen aufgefallen, die aus einem sonnigen Land hier her kommen. Deutsche Frauen denken oft (nicht immer!), sie müssten unnahbar wirken. Doch damit tun sie sich nur bedingt einen Gefallen. Mich lässt es kalt, wenn in Deutschland eine Frau vorbeimarschiert und den Blick stur nach vorne richtet.


Ich kann jedem Wort, was du geschrieben hast nur zustimmen. Darum bemühe ich mich seit 15 Jahren nicht mehr um eine deutsche Frau. Ich beobachte hier nur und fühle mich bestätigt.


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Re: Klaus Hart: Brasiliens erotischer Sex

Beitragvon mikelo » Mi 22. Sep 2010, 17:09

Rio_de_Janeiro hat geschrieben:Mich lässt es kalt, wenn in Deutschland eine Frau vorbeimarschiert und den Blick stur nach vorne richtet.


komisch, wenn man sie im urlaub beobachtet, sind sie dann ganz anders
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Re: Klaus Hart: Brasiliens erotischer Sex

Beitragvon Brazil53 » Mi 22. Sep 2010, 20:00

mikelo hat geschrieben:
Rio_de_Janeiro hat geschrieben:Mich lässt es kalt, wenn in Deutschland eine Frau vorbeimarschiert und den Blick stur nach vorne richtet.


komisch, wenn man sie im urlaub beobachtet, sind sie dann ganz anders


Ich versuche schon lange zu ergründen, warum mich der Südamerika-Virus erwischt hat.

Also beobachte ich Menschen in Altagssituationen. Natürlich unauffällig. Weil Menschen verändern ihr Verhalten, wenn sie sich beobachtet fühlen.

Im Umfeld einer Einkaufsstraße in der Großstadt verhalten sich die Frauen gleich. Egal ob man in Berlin, Hamburg, Santo Domingo, Lima oder Rio ist. Sie sind beschäftigt und haben zum Lächeln wenig Zeit.

Wenn Frauen sich aber Treffen, dann meine ich in Deutschland beobachtet zu haben, dass die unterschiedlichen Gruppen unter sich bleiben. Jede Gruppe hat wiederum ein typisches Verhalten.

In Südamerika wird nicht so streng nach Moden und Altersklassen unterschieden. Man hat auch mehr Zeit und ist nicht so künstlich.

Kontakte bekommt man in Südamerika viel schneller, man wird nicht blöd angeschaut, wenn man jemanden anspricht, in der Regel sind alle sehr freundlich.

Am Samstagabend steht man in einer fremden Kneipe in Deutschland die Beine in den Bauch. In Brasilien gehe ich einfach los. Und wenn ich nicht alleine sein möchte, bleibe ich auch nicht allein.
Man sitzt schnell mit an einem Tisch und hat alle Zeit Menschen kennen zu lernen.
Für mich hat es viel Lebensqualität, ungezwungen mit anderen Menschen zusammen zu sein.

Und wer aufmerksam ist, wird auch schnell erkennen wie die befreffende Frau tickt, egal in welchem Land.

Aber überall auf der Welt muss man Frauen respektvoll behandeln.

Und dieser ganze Sexkram, dass ist ein anderes Thema. Guten Sex kann man überall haben, wenn man etwas davon versteht.

Brazil
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Re: Klaus Hart: Brasiliens erotischer Sex

Beitragvon mikelo » Mi 22. Sep 2010, 20:38

Brazil53 hat geschrieben:
Ich versuche schon lange zu ergründen, warum mich der Südamerika-Virus erwischt hat.


vorsichtig jung. der ist unheilbar :wink:


Brazil53 hat geschrieben:In Südamerika wird nicht so streng nach Moden und Altersklassen unterschieden. Man hat auch mehr Zeit und ist nicht so künstlich.


vor allem deiner bemerkung mit nicht so künstlich kann ich voll zustimmen

Brazil53 hat geschrieben: Kontakte bekommt man in Südamerika viel schneller, man wird nicht blöd angeschaut, wenn man jemanden anspricht, in der Regel sind alle sehr freundlich.


dito. alle anderen punkte sind ebenfalls zutreffend.

endlich mal jemand der es blickt
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