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 Betreff des Beitrags: Klaus Hart: Tati, die obszönste Rapperin Brasilien
BeitragVerfasst: 29 Jul 2005 11:20 
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Tati Quebra-Barraco: Beste Deutschland-Kritiken für obszönste, frauenfeindlichste Rapperin Brasiliens
Merkwürdig Widersprüchliches passiert derzeit in Deutschlands Weltmusik-, Drittwelt-und Feministinnen-Szene, die sich immer so politisch korrekt gibt. Ausgerechnet dem dekadentesten, frauenfeindlichsten, sexistischsten Rap-Genre Brasiliens, dem sogenannten Rio-Funk, öffnet man derzeit die Tore ganz weit, preist ihn gar als progressiv, authentisch – in völliger Unkenntnis der haarsträubenden Texte? So tourte jetzt Rio de Janeiros dunkelhäutige Rapperin Tati Quebra-Barraco erstmals durch Deutschland, trat in Berlin und sogar auf dem Ladyfest von Stuttgart auf, danach in Zürich und Amsterdam, bekam überall gute Kritiken, wurde gar als Repräsentantin eines neuen Feminismus, als authentische schwarze Stimme der brasilianischen Slums, der Slumkultur gepriesen. In Brasilien selbst traf die vom Kulturministerium unterstützte Tournee auf heftige Kritik – weil eben die Texte vor allem den gröbsten, gewalttätigsten, sexistischsten Machos gefallen, verbreitete Vorurteile gegen schwarze Frauen der Unterschicht verstärken. Überhaupt ein ziemlich entsetzliches Bild der brasilianischen Frau vermitteln, ganz im Sinne auch der Sextouristen. Brasilianerinnen – also unterwürfige Weibchen, leicht rumzukriegen, bei denen man auch mal zuschlagen kann? Alle paar Tage in Brasiliens Qualitätszeitungen indessen Studien über sexistische, machistische Männergewalt, die Brasilianerinnen am meisten fürchten – vor allem jene der rasch wachsenden Armendistrikte.
Tati Quebra-Barraco, die aus dem Unterschichtsviertel „Cidade de Deus“ stammt, das durch den Spielfilm „City of God“ bekannt wurde, hat sich jedenfalls auf der Tournee köstlich amüsiert. „Die Deutschen“, sagte sie nach ihrer Rückkehr in Rio, „haben doch tatsächlich meine Titel mitgesungen, ohne zu wissen, um was es in den Texten überhaupt ging.“ Andernfalls hätte sich die Dreiundzwanzigjährige womöglich Pfiffe, Proteste oder Schlimmeres eingehandelt – schließlich waren nicht nur auf dem Ladyfest von Stuttgart sehr viele engagierte Frauen im Publikum. Würden die Männer direkt auffordern, sie zu schlagen, als Sexualobjekt in jeder beliebigen Form zu mißbrauchen, gar Hündin, Hure zu nennen? Schwer vorstellbar. In unangenehmster Gossensprache rappt Tati Quebra-Barraco auf Konzerten, in Massendiscos auch vor Kindern all die Dinge, die ein grober Macho gerne hört, so, wie er am liebsten mit Frauen umspringt – denn just die sexistischen Machos von Brasilien sind ihre Zielgruppe. „Mach Gigira die Beine breit, dann weißt du schon, was du mit ihr weiter machen mußt“, lautet eine häufig wiederholte Textzeile. Und böse-zynisch belustigt sie sich immer wieder über Geschlechtsgenossinnen, heißt es sinngemäß: „Ich habs mit deinem Mann getan, das gab mir allergrößte Befriedigung, sei deshalb nicht traurig – aber behandle ihn gut, sonst tue ich es wieder, treibe ich mit ihm wieder alle Sauereien...“ Doch siehe da, in Berlin und auf dem Stuttgarter Ladyfest haben gerade viele Frauen sogar im Chor die übelsten Refrains aus voller Kehle mitgesungen. Zum Beispiel jenen, in dem die Rapperin explizit Analsex propagiert: „Dar o cu è bom“. Im Rio-Slang heißt das unverblümt: Den Männern das A...zum F... hinzuhalten, ist gut, ist toll. Wo doch jeder in Brasilien aus Untersuchungen weiß, daß die allermeisten Frauen des Landes Analsex als schmerzhaft, unangenehm empfinden – und deshalb ablehnen – doch die Machos darauf geradezu versessen sind. Die Rapperin ist verheiratet, hat zwei kleine Töchter – der siebenjährige Yuri singt auf der neuesten CD mit. Die wurde für nicht mal drei Euro umgerechnet auf den Markt geworfen.
“Alles pure Pornographie, Obszönitäten, niedrigstes Niveau, schlecht gemacht“, urteilt der bekannte Musikkritiker Danilo Corci aus Sao Paulo, „Doch am gravierendsten ist, daß manche Medien diese Musik auch noch legitimieren, Tati Quebra-Barraco beinahe als Revolutionärin, als politisch engagierte Frauenrechtlerin aus der Unterschicht hochjubeln – völlig widersinnig und absurd! Arme brasilianische Frauen, die Tati Quebra-Barraco als ihre Repräsentantin hätten. Sie ist vielmehr eine Antifeministin. Ausgerechnet in einem Macho-Land verstärkt eine Frau machistische Werte und Vorurteile, die sie als Slumbewohnerin eigentlich bekämpfen sollte. Und wendet sich direkt an das machistische Männerpublikum der Massendiscos – sorgt auf ihre Weise mit dafür, daß sich an der Rolle der Frau als Sexualobjekt, ohne persönliche Freiheit, nichts ändert. Daß sie in Deutschland sogar vor Frauenrechtlerinnen auftrat, ist daher für mich direkt surreal – offenbar hat wirklich niemand auf die Texte geachtet.“
Für den Musikkritiker Corci zudem ein Unding, daß laut Presseberichten ausgerechnet das Kulturministerium, geleitet von Gilberto Gil, die Tournee mitsponserte, Tati Quebra-Barraco also für eine fördernswerte Künstlerin hält. Und der sogenannte Rio-Funk(siehe auch unter ila-Brasilientexte:“Brasiliens Massendiscos Baile Funk“) dieser Machart ein lukratives Exportprodukt werden soll.
„Rio-Funk ist in den letzten Jahren eine richtige Industrie geworden – viele Journalisten wollen sich jetzt als Entdecker eines angeblich neuen Talents hervortun. Sie puschen bewußt Tati Quebra-Barraco, wollen mit ihr glänzen – das gibts ja oft im Kulturbetrieb. Brasilien hat hervorragende Rapper – doch die schickt man nicht nach Deutschland. So viel erstklassige, hochwertige brasilianische Musik, die draußen gehört werden sollte. Brasilien darf doch nicht immer nur als Sexparadies gesehen werden – auf Kosten der Frauen!“
Musikkritiker Corci stellt klar, alles andere als ein Puritaner zu sein – nichts gegen witzige, köstliche Frivolitäten, die in den Texten von Stars der Musica Popular Brasileira wie Chico Buarque keineswegs fehlen.
So sehen es auch ganz normale brasilianische Frauen, die in Leserbriefen die Europa-Tournee der Rapperin kritisierten:“Es lebe unsere Mittelmäßigkeit, Scheinheiligkeit - nach so einer wie Tati Quebra-Barraco will man, daß Brasilien draußen noch ernstgenommen wird....“ Tati sei wirklich eine Anti-Feministin, predige als Frau den Machismus der Männer, verrate die Sache der brasilianischen Frauen, sei ohne Ethik, ohne Gefühle. So viele Brasilianerinnen kämpften für mehr Frauenrechte, gegen machistische Unterdrückung – doch Tati Quebra-Barraco unterstütze den Rückschritt.
Ein deutscher Produzent, heißt es, will jetzt mit Tati Quebra-Barraco einen Titel aufnehmen.
Das Stuttgarter Künstlerhaus nennt Rio-Funk „eine der spannendsten kulturellen Bewegungen“, und Tati Quebra-Barraco deren „First Lady“. Ihr Künstlername wird in ganz Deutschland fast durchweg mit „Tati House-Wrecker“ übersetzt. Oder mit „Tati, die alles kaputthaut“. Befragte Brasilianerinnen, die den Rio-Slang kennen, deuten ihn anders: „Tati will gef... werden – eine Frau, die gef... werden muß.“ Kommentar überflüssig.


Service von supergringo:
http://www.tatiquebrabarraco.com.br/

ein Bild der "Grazie" ... :? :roll:
Bild
... ist das nicht allein schon frauenfeindlich ... :lol:


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BeitragVerfasst: 29 Jul 2005 12:30 
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naja was bleibt dem fettkloss auch anderes übrig, als über obgennantes zu singen. die will ja schliesslich auch an kohle kommen?
Die hat halt gemerkt das man aauch mit schrott berühmt werden kann und so geld verdient.
nee ehrlich selbst wenn die ihr cu hinhalten würde müsste man sie zwar nicht anschauen, aber ne danke.
dann kan ich ja gleich den mount everest besteigen.


sorry für die in diesem text verwendete gossensprache.


neginho



schreibfehler im nick sind bewusst und beabsichtigt.


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BeitragVerfasst: 29 Jul 2005 12:56 
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Tz Tz Tz Tz Tz Neginho :nono: :smackbottom: , wie bist denn du drauf??? :shock:

Brauchst Sie ja nicht anzuschaun!!! Und Mount Everest wär ja wohl ein krass übertriebener Vergleich. :nono: :nono: :nono:

Das man aber mit geringer Intelligenz plus "erwachsenwerden" im falschen Umkreis plus eventuell auch "nicht toll aussehn (die Mädels mit denen sie aufwuchs bekamen evtl mehr ab ) - ja das man dann seinen trotzig-aggressiven Gedanken/Einstellung verfällt und so bleibt, ist wohl klar!

Gruezi :winknkiss:


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BeitragVerfasst: 29 Jul 2005 17:07 
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Lasagnemutti hat geschrieben:
Tz Tz Tz Tz Tz Neginho :nono: :smackbottom: , wie bist denn du drauf??? :shock:

Brauchst Sie ja nicht anzuschaun!!! Und Mount Everest wär ja wohl ein krass übertriebener Vergleich. :nono: :nono: :nono:

Das man aber mit geringer Intelligenz plus "erwachsenwerden" im falschen Umkreis plus eventuell auch "nicht toll aussehn (die Mädels mit denen sie aufwuchs bekamen evtl mehr ab ) - ja das man dann seinen trotzig-aggressiven Gedanken/Einstellung verfällt und so bleibt, ist wohl klar!

Gruezi :winknkiss:


Hallo lasagemutti ich bin nicht so gut drauf(besser drunter?), ich bin eigentlich kein böser, auch darf eine frau ein bisschen speck haben,habe ich auch. Aber manchmal muss auch ich ein bisschen dampf ablassen und habe leider von geburt an eine spitze Zunge.

deshalb werde ich hier weiter gifteln wenn mir danach ist, solange bis ich zensiert werde.

Aber du darfst mir natürlich dann gerne wieder schelte geben, wie jetzt.


ein liebes gruetzi nach DE



schreibfehler im nick sind bewusst und beabsichtigt.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Dar o cu è bom"
BeitragVerfasst: 29 Jul 2005 17:30 
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Zitat:
die passage mit dem "cu" kann ich nicht bestätigen ... die präferenz bestätigt schließlich auch die vizinha von der esposa des paraiba im film cidade de Deus, né ... ("E no cu? Você não deixa ele colocar no teu, não?" ... "Nas primeiras vezes dói, mas depois vai que é uma beleza." ... "Parece que você vai voar! Pede pra ele fazer pra você ver como é bom.") ...



Ich wollt grad sagen... da soll der Klaus mal tiefer nachforschen.. an der Stelle.. nicht gut recherchiert :P

Aber ansonsten genauso wie man sich die ganze Gutmenschenszene so vorstellt... naiv und gutgläubig leider.

t.


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BeitragVerfasst: 29 Jul 2005 22:52 
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neginho hat geschrieben:
nee ehrlich selbst wenn die ihr cu hinhalten würde müsste man sie zwar nicht anschauen, aber ne danke.

Du liegst ja nicht so daneben, denn sie weiss es und es interessiert sie auch herzlich wenig, denn Männer kann sie sich selber aussuchen und auch finanzieren ... :)

Tati Quebra Barraco hat geschrieben:
Eu fiquei 3 meses sem quebrar o barraco,
Sou feia mais to na moda,
to podendo pagar hotel pros homens isso é que mais importante.
Quebra meu meu barraco



******************************************************************************************
******************************************************************************************
******************************************************************************************
******************************************************************************************


Tati Quebra Barraco hat geschrieben:
Sou cachorra chapa quente,
Adoro quando me taram,
E fico louca de tesão
Pedindo tapinha na cara.
Sou uma gatinha manhosa,
Vou fazer tu derramar,
O seu líquido do amor,
Ai, que tesão vou te arranhar
Cachorra, au au.
Gatinha, miau.


Tati Quebra Barraco hat geschrieben:
Do jeito que aconteceu não vou te deixar em paz
já estou toda assanhada só que agora eu quero mais
agora é minha vez, você falou o que tu quer
quero ver tu recusar um pedido de mulher
Eu quero linguadinha
Demoro já é
Eu quero um Tapinha
Demoro já é
Eu quero uma Mordida
Demoro já é
Vem com a Boca Aqui!!!
Jesus!!!


Tati Quebra Barraco hat geschrieben:
67 patinete
abre as pernas
agente mete
se tu não ta aguentano
para um pouquinho e paga um boquete
intão paga um boquete
paga um boquete
paga um boquete, abre as perna e agente mete!


Tati Quebra Barraco hat geschrieben:
Eu faço amor todo dia,
Estou sempre preparada,
Se tu quer fazer comigo,
Então fique do meu lado.
Eu vou de lado, vou de quatro,
A posição vocês escolhem,
Sou tati mc gosto de pago spring love


Tati Quebra Barraco hat geschrieben:
69 frango assa de ladinha agente gosta se tu não ta aguëntando pra um poquinho ta ardendo assopra
69 frango assa de ladinha agente gosta se tu não ta aguëntando pra um poquinho ta ardendo assopra
ta ardendo assopra
fica de joelho
joelho faz um biquinho e chupa minha


Tati Quebra Barraco hat geschrieben:
Nao adianta de qualquer forma eu esculaxo
Fama de putona so porque como seu macho
Se prepara mona que a gente ta na pista
Sem neurose
Seu pittbull é Lassie, tu é rosa ou margarida?
Tu tem marra de Sansão mas tu é Dalila.


Klaus Hart hat geschrieben:
Würden die Männer direkt auffordern, sie zu schlagen, als Sexualobjekt in jeder beliebigen Form zu mißbrauchen, gar Hündin, Hure zu nennen? Schwer vorstellbar.

Klaus Hart hat geschrieben:
Brasilianerinnen – also unterwürfige Weibchen, leicht rumzukriegen, bei denen man auch mal zuschlagen kann?


Naja, an den Texten finde ich nichts sonderlich obzönes. Eine offene Sprache, die die meisten nur aus dem Schlafzimmer kennen. Frauen können Männer schon direkt auffordern, sie zu schlagen und zu beissen, wenn es im Bett hoch her geht. Nicht wirklich ungewöhnliches.
Wenn man allerdings genau diese Situation wegfiltert und es rein technisch sieht, dann hört es sich schon heftigst an. Und dass dann Frauen auch noch ein wenig mehr kennen als die Missionarsstellung, rückt sie längst noch nicht in die Gegend von Flittchen, Schlampen oder Prostituierten.

Dass die Texte in dem Umfeld einer sich selbst immer politisch korrekt gerierenden deutschen Szene wie ein Fremdkörper wirken müssen, ist klar. Zudem, da die Szene sich selber recht asexualisiert gibt, weil sie als politisch korrekt und somit auch als sexuell korrrekt apostrophiert.

Frauenfeindlich erscheinen mir die Texte auch weniger (s.a. hier; gebt mir einen anderen Link mit evtl. härteren Texten, dann überleg ich mir das, was ich jetzt schreibe noch einmal). Frauenfeindlich erscheinen mir die Texte auch weniger. Und es scheint mir schon eigentümlich, einer Frau Frauenfeindlichkeit vorzuwerfen, ohne das dann auch noch konkret zu begründen. Stattdessen wird in Analogie argumentiert und gedankenfrei klassifiziert. Müsste dann nicht eher offen über Menschenfeindlichkeit gesprochen werden? ...

Aber man kann sie im Sinne bestimmter Bereiche der Szene als solche bezeichnen, ohne Widerspruch zu ernten. Nur zeigt das nicht unbedingt Kenntnis der Sprache wie Klaus Hart es ja ansprach. Aber insbesondere die Sprache der "Rapper" und "Rapperinnen" müssen immer vor deren sozialen Mileu gesehen werden. Rapper stellen immer die Wirklichkeit in krasser Sprache dar und nehmen dabei kaum auf Befindlichkeiten der sozial nicht-betroffenen Zuhörer Rücksicht. Genau die ungeschriebe "Das-sagt-man-nicht"-Forderung interessiert sie herzlich wenig. Was sie sagen wollen, sagen sie und sagen es in ihrer Sprache. Sie nehmen keine Rücksicht auf die Etikette anderer, ohne dabei deren eigenen Mileu-Gesetze zu verletzen.

Man sehe das in etwa in Analogie zur Kunstszene: Anhänger der Kunstrichtung des "Fotorealismus" werden mit Bilde von "Emil Nolde" und den anderen "Blauen Reiter"-Impessionisten nur wenig anfangen können.

Für Leute, die nicht in der Szene der Rapper aufgewachsen sind, erscheint die Sprache der Rapper obszön. Für andere frauenfendlich. Für anderen nur Schund. Schwierig ist es auch für unbeteiligte, Ironie und Verarschung herauszuhören (das ist ja auch nichts neues bei deutschsprachigen Rapsongs). Leute aus dem Kultusministerium kennen die Sprache der favelas nur schlecht. Es zeigt ja deren bekanntliche Nähe zu den Schichten, als deren Vertreter sie sich geben.

Meine Gedanken zu dem Artikel ...

thomas hat geschrieben:
Ich wollt grad sagen... da soll der Klaus mal tiefer nachforschen.. an der Stelle..
An welcher Stelle? Und, wie tief meinst du? Bis zum Anschlag? Oder bis es weh tut? ... :lol: :lol:



Abraços
Careca

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MfG Microsoft"


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BeitragVerfasst: 30 Jul 2005 14:46 
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Zumindestens sofern ... äh, gemessen von wo aus?!? ... aber selbst 20 können schmerzhaft sein, wenn der Umfang nicht stimmig ist. Wie schrieb schon hier eine Frau im Forum in einem anderen thread einmal: "Kurz und dick, Frauenglück. Lang und schmal, Frauenqual" und bezog sich dabei auf den ganz normalen Verkehr (... natürlich, vorehelicher Briefverkehr ... was hattet ihr sonst wohl gedacht? ...)

By the way (ja, okay, das ist kein portugiesisch!), mal was ganz ernsthaftes technisches in diesem Bereich:
Personen, die ein Hämorrhoidalleiden haben, kriegen von ihrem Arzt nicht nur eine Salbe mit einem aufzuschraubendem Einführrohr (bitt'schön, nicht lachen, gelle, irgendwie muss die Salbe ja an der Vorort-Stelle hinkommen) sondern einen sogenannten Analdehner! Eine Art Kegel, welche die entsprechende anale Muskulatur (sprich: Rosette) rektal trainiert sich zu dehnen ... (*schwitz* wie sag ich es allgemeinverständlich ohne als dämlicher Akademiker an den Pranger der Verständnislosigkeit genagelt zu werden *doppelschwitz*). Diese Art Kegel wird jedoch nie pur eingeführt sondern bestrichen mit Salbe sonst "flutscht" es nicht und macht höchstens mehr Schaden als medizinischen Nutzen ... (*dreifachschwitz* ich hoffe euch ist noch klar, dass wir hier nur über rein medizinisches reden, also Wissensvermittlung frei ab Woody-Allen-Filme, okay? *vierfachschwitz*)
Sodele, und dieses Wissen rübertransferiert auf eine offene Spassgesellschaft (wir leben schliesslich längst nicht mehr unter Queen Viktoria ...der Götint sei's gelobt und gepfiffen von jedem modernen Häuserdach herunter, wo der dicke Buddha so selbstverliebt dauernd herunter lächelt ...) lässt sich erahnen, was man im Bett tun oder lassen sollte ... Wer glaubt, ein Motor funktioniert ohne entsprechende Schmierung, der findet sich schon bald in einer Reparaturwerkstätte wieder. Gleiches gilt auch für intime Geschichten.

Anderes Thema zur These Tatis Lieder seien "frauenfeindlich":
Selbst meine Anregung, man solle dann lieber über "Menschenfeindlichkeit" reden, ist auch nicht so goldig. Eher wohl am eigentlichen Grundthema vorbei ...

Mal angenommen, ich renne über den Münchener Marienplatz und rufe jeder Frau zu "Schlag mich, tret mir in die Eier". Kämt ihr auf die Idee ich sei männerfeindlich, weil ich ein Mann bin? Würde ich jede Frau anlabern "Hey Babe, ich seh scheisse aus, aber du kannst mir sonst was hinten reinrammen, ich zahl das Hotel", wäre ich sexistisch? Wenn ich einen Mann an dem Thresen scharf anschauen und ihm erzählen würde "Hey, ich habe gestern deine Frau flach gelegt und wenn du nicht besser im Bett wirst, dann mach ich es noch mal" (frei nach Monthy Python: "Haben Sie eigentlich Nacktfotos Ihrer Freu dabei?" "Was soll ich haben? Nie!" "Gut, dann zeig ich Ihnen jetztz von ihrer einige ..." ... ), wäre ich dann ein männlicher Feminist?

Nö, nicht wirklich. Bei keinen von den dreien Situationen.
Okay, dann stellt euch mal vor, ich würde alle drei Sätze in einem Bordell sagen, was meint ihr, wer mich dann sexuell bedienen würde?

Richtig! S/M (und bitte nicht mit Fetisch-Szene verwechseln!).

Ich rotze hier mal was frech in die Runde (und stelle es provokativ zur Diskussion):
Die Tati Quebra Barraco gehört - ohne es entweder zu wissen oder direkt zu verbalisieren - zur S/M-Szene (=Sado-/Maso-Szene). Sie geht dort aber nicht hin, weil sie keine brasilianischen locations kennt oder bezahlen konnte (unterstelle ich hier mal). Ihre Milleu-Verhaftung blockiert allerdings auch die Ausübung in einem bestmmten Level. Die Gefahr für Frauen in nicht-priviligierten Gesellschaftsklassen (weltweit) ist, dass wenn sie sich zu S/M bekennen, sie Freiwild für echte Perverse (männliche und weibliche) werden und um ihre eigentliche S/M-Integrität fürchten muss! Es gibt unterschiedliche Levels von S/M, unterschiedliche Levels von Subs und Downs. Und nicht alle passen in die gleiche S/M-Schublade.
Tati gehört IMHO zu denen, die sich zu den sich darüber Bewussten zählt. Tati zieht ihre Befriedigung aus der verbalen Äusserung darüber, was andere als obzön klassifizieren. Was sie daheim (im Motel, im Park, im Auto oder sonstwo ... lasst euere Phantasie freien Raum ...) praktiziert, ist nicht durch ihre Lieder (Texte + Musik) definiert. Das spielt sich nur in unserer Phantasie ab. Darüber, was sie wirklich mag, verliert sie kein Wort. Vielleicht mag es ja jemand ausprobieren? Selbst "Miss Elliot" gewinnt durch ihre Texte unheimlich an Sex-Appeal, obwohl sie überhaupt nicht den favorisierten Maßen einer Ideal-Frau entspricht.
Für mich machen diese Texte mit diesem von mir unterstellten Hintergrund noch mehr Sinn. Und mit Frauenfeindlichkeit oder negativen "Sexismus" hat das für mich wenig zu tun.

Ihre Rap-Songs (... ich kenne allerdings bislang nur ihre Texte, aber die Musik macht auch noch den Ton ... und sollte das noch einen weiteren Ausschlag in der Bewertung ergeben müssen, bitte ich mein Geschreibe zu vergessen und mich als unwissenden zu betrachten ...) handeln über ihre eigenen sexuellen Bedürfnisse. Um so schlimmer wird es für jene deutschen Kreise, die meinen, sie sei eine Präsentatin deren eigenen gesellschaftlich-politischen Ansichten ... und auf dieser Basis kann ich freilich auch über die Unterdrückung der Basisbedürfnisse von Menschen (Ernährung, Sex, Akzeptanz) diskutieren und gemeinste Witze reissen ...


Und nur weil es mir gerade einfällt:
Sagt ein Masochist zum Sadisten: "Schlag mich!"
Sagt der Sadist: "Niemals."


Quintessenz von mir:
Ist Tati frauenfeindlich oder sexistisch? Nein.
Schlägereien (als Austausch von Aggresivitäten) bis zum Bluterguss und darüber hinaus halte ich allerdings für erheblich kriminell, auch wenn es durch kein Gesetz wirklich abgedeckt ist. Gewalt und Körperverletzungen in konzessionierten, beiderseitig abgesprochenen Maßen stellt für mich generell kein Pronlem dar. "Kontrolle" ist für mich das zauberwort. Verletzungen von Absprachen schon, wenn es danach kein einvernehmliches Gespräch danach darüber gibt. Letztendlich werden Boxkämpfe (u.a.a live on TV) auch nicht gleich von einem übermotiviertem Staatsanwaltanwärter verfolgt. Und den Fakt, dass jemand (sowohl Mann als auch Frau) beim Sex daruf angesprochen wird, härter zuzulangen werde ich als Deutscher hier weder mittels dem STGB oder mittlels der UN-Charta diskutieren.

Zu Klaus Hart: Gute Artikel regen zum Nachdenken an. Ob sie gemäß einer eigenen Meinung richtig oder falsch sind, ist dabei reichlich belanglos für mich. Wichtig ist für mich, dass sie nie populistisch werden. Und dieser war es nie. Mein Applaus an dem Author. Der Anstoss zum Nachdenken ist dabei das Entscheidende. Und der kam von Klaus Hart (auch wenn ich mich immer zurückhalten muss, nicht "Hans Hartz" zu schreiben :? ... aua, net schlage ...) . Und meine nu erweckte Neugierde auf die brasilianische Rapperszene verdanke ich diesem Artikel (hoffentlich liesst er mit ...).

Meine eigene nicht umunstössliche Meinung.



Abraços
Careca

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BeitragVerfasst: 30 Jul 2005 16:40 
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Beiträge: 588
Wohnort: Stuttgart
@Careca
Dann muss Stuttgart ja ihre Traumstadt gewesen sein, denn, man glaubt es nicht, in Benztown befindet sich mit die grösste SM-Szene Deutschlands. :smackbottom: :lol:

Zu Deiner Einführung in "Analdehnung" möchte ich noch etwas hinzufügen:
Wer seinen Allerwertesten zu verkrampft hinhält, kann es auch mit dem Inhalieren der Droge "Poppers" versuchen, da für mehrere Sekunden die innervierte Muskulatur entspannt wird.
Aber Achtung, Poppers niemals mit Viagra nehmen, denn diese Kombination kann tödlich sein durch extremen Blutdruckabfall. 8)

EDIT: Der Besitz und Konsum ist übrigens nicht strafbar. Man bedenke aber, dass es bei übermässigem Konsum zur psychischen Abhängigkeit kommen kann.



Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, daß man sie ignoriert.


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