Kolumne "Strandreporter" in der Zeit

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Re: Kolumne "Strandreporter" in der Zeit

Beitragvon Colono » Do 8. Okt 2015, 22:44

Itacare hat geschrieben:Man kann 20 x was geduldig erklären und sich die Gegenargumente anhören. Wenn es dann keinen logischen Ausweg mehr gibt, heißt es, ja das macht ihr in Deutschland vielleicht so, aber Brasilien ist eben anders, basta.

Zu solch einem Brasilianer wuerde man hier folgendes sagen: " cara, sabe que é teimoso? :arrow: discutir com alemão" :mrgreen:
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Re: Kolumne "Strandreporter" in der Zeit

Beitragvon Itacare » Do 8. Okt 2015, 23:01

nach anderer Definition ist es doch schon wieder unrelaxed und typisch deutsch, jemanden als teimoso zu bezeichnen.
Wie kann man es nur allen recht machen? Versuch ich erst gar nicht. Ich bin ich, und wo ich bin, ist die Mitte :mrgreen:
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Kolumne "Strandreporter" in der Zeit

Beitragvon Trem Mineiro » Do 8. Okt 2015, 23:19

Colono hat geschrieben:............ Liebenswūrdigkeit...........Der Ausdruck im Deutschen mit der Zeit abhanden gekommen.LG


Wie kommst du zu solchen Aussagen, führst du eigene statistische Untersuchungen an den paar Touristen, die sich in dein kleines Paradies verirren, durch? Vielleicht haben die grade ihrerseits keine Liebenswürdigkeiten erfahren. Immer diese Verallgemeinerungen.
Zumindest hier in meinem Umfeld erfahre ich immer wieder diese Liebenswürdigkeiten und revanchiere mich auch.

Aber manchmal schallt es ja auch so aus dem Wald zurück wie man rein ruft :^o

Aber was soll's: als gast in Brasilien sollte man so was einschl. der Vorurteile Deutschen gegenüber mit Gelassenheit ertragen, alles geht vorbei.
Ich freu mich schon, wenn die freundlichen Brasilianer mir gegenüber nicht grade den Hitlergruß machen, was sie lustig und nett empfinden.

Gruß
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Re: Kolumne "Strandreporter" in der Zeit

Beitragvon Cheesytom » Fr 9. Okt 2015, 03:10

Ich freu mich schon, wenn die freundlichen Brasilianer mir gegenüber nicht grade den Hitlergruß machen, was sie lustig und nett empfinden.

Gruß
Trem Mineiro


Das passiert leider tatsächlich. Bei mir waren das in 22 Jahren ca. 7, also zum Glück genauso irrelevant wie im deutschhsprachigen Raum.
Gruss aus Maceió, Alagoas
Thomas
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Re: Kolumne "Strandreporter" in der Zeit

Beitragvon Ralfou » Fr 9. Okt 2015, 08:49

Trem Mineiro hat geschrieben:
Ralfou hat geschrieben: Nanana, wo bleibt denn jetzt Eure Kritikfähigkeit ;-).

Wo ist die uns denn abhanden gekommen, wirk üben doch Kritik. Du meinst wahrscheinlich die Leidensfähigkeit, blöde Kritik zu ertragen.


Nein, ich meine das was Kritikfähigkeit bedeutet, nämlich sowohl aktiv konstruktive Kritik üben zu können, als auch passiv empfangene Kritik konstruktiv verwerten zu können. Wie ich vorher schrieb, was Du vielleicht überlesen hast, ist es einfacher, Kritik zu üben und Kritikfähigkeit einzufordern (beides fällt uns Deutschen leicht), als sich selbst mal ein wenig selbstkritisch zu beleuchten. Das hat man auch an Deiner Reaktion gemerkt, Du scheinst meine Meinung fast schon persönlich genommen zu haben, die Du dann auch gleich als "blöde Kritik" andeutest, polemisierst und somit generell abtust. QED.

Ich verstehe auch nicht, wie Du darauf kommst, dass ich in Frankreich "unhöflich, anstößig und verletzend" auftrete oder dass ich gesagt oder gemeint hätte, dort wäre alles was Deutsch ist negativ bzw. Deutsche wären in Frankreich nicht wohl gelitten. Was ich schrieb haben mir viele französische Freunde erzählt, bezogen auf andere Deutsche, die sie kennengelernt haben, vielleicht in der Tat auch auf mich, ohne dabei aber grundsätzlich schlecht über Deutsche zu denken. Ist halt eine Meinung über einen Teilaspekt. Viele schauen die Franzosen sehr bewundernd nach Outre-Rhin rüber, und haben dabei eine andere Diskussionskultur, da wird nicht immer gleich vom Einen aufs Gesamte geschlossen.

Genauso wenig habe ich die Brasilianer zum Maß aller Dinge erklärt. Sondern einfach nur einen hier kritisierten Wesenszug der Brasilianer mit dem deutschen Pendant verglichen, Sympathien für die Brasilianische und ein sehr persönliches Bedauern über den krassen deutschen Gegensatz geäußert. Von Chinesen oder Eskimos war nicht die Rede, vom Rest der Menschheit auch nicht. Weiß auch hier nicht, wie Du darauf kommst, da hast Du jetzt aber ganz schön verallgemeinert - auch wenn Du schreibst, dass das nicht Dein Fall ist. Und meine Worte waren auch kein großer Rundumschlag, wie Du schreibst, sondern ich habe einfach den Leuten, die hier schreiben und Meinungen vertreten, in denen den Brasilianern eine mangelnde Kritikfähigkeit vorgeworfen wird, einen Spiegel vorgehalten. Der Begriff der Ignoranz wurde übrigens nicht von mir eingeführt, sondern damit wurde in einem anderen Beitrag die brasilianische Form der Diplomatie umschrieben, mit nicht wenigen Danksagungen, übrigens auch von Dir. Eine solche Meinung dann mit "einer gewissen Sorge um Brasilien und einem gewissen Verständnis für die brasilianische Situation und Eigenheiten" zu begründen, ist allerdings SEHR SEHR diplomatisch umschrieben, da musste ich schmunzeln. Dafür übrigens auch mein Danke ;-). Und für Deinen Schlusssatz, das gleiche hatte ich auch geschrieben.

Gruß,
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Re: Kolumne "Strandreporter" in der Zeit

Beitragvon Ruprecht » Fr 9. Okt 2015, 14:43

Colono hat geschrieben: Oft wirst du an einem Schalter bei Behoerden, im Restaurant oder im Geschaeft freundlich angelaechelt und behandelt. Das hat jetzt nichts mit dem Gringobonus zu tun. Bei mir in der Gegend faellt unsereins nicht besonders auf so lange man nicht zuviel sagt. Es erwartet hier fast keiner ein Muito Obrigado als Gegenleistung. Wenn man es trotzdem sagt, blicken die Leute ueberrascht zu einem auf und machen ein erfreutes Gesicht.

Das ist interessant, da scheinen die kulturellen Unterschiede wirklich sehr gross zu sein (ich muss wirklich irgendwann mal in den Sueden)! Bei uns gehoert, wie gesagt, ein Dankeschoen selbst bei geringen Anlaessen zur Hoeflichkeit dazu - ich rede hier natuerlich von Menschen mit "educação", denn baixo astral gibt es auch genug... :)
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Re: Kolumne "Strandreporter" in der Zeit

Beitragvon cabof » Mi 14. Okt 2015, 07:13

baixo astral ist wohl mehr "Schwermut" .....
Ansonsten sollen Reisende sich über die Gewohnheiten in anderen Ländern im Vorfeld informieren... nicht überall ist der Begrüßungshandschlag willkommen, eine Verneigung wohl eher.
Ich kann für mich nur Brasilien zitieren: Pünktlichkeit = null, Verbindlichkeiten im normalen Alltag = null, geht es um Geld oder Vorteile für den BR = 100% - dann steht der BR auf der Matte. Ein NEIN/harsche Kritik - ein absolutes No-Go, da muß man schon alle Register ziehen um nicht ins Fettnäpfchen zu treten. Das gilt nicht nur in BR, selbst die BR`s nach
vielen Jahren in DE sind nicht sehr empfänglich für unsere DE Tugenden. Trem/Moni u.a. können mal posten - wäre interessant mal zu lesen. (offtopic) Ich als Kölner habe da einen kleinen Vorteil, unsere Mentalität gleicht in etwa der BR.. alles eher etwas unverbindlich, besonders hervorheben möchte ich das kölsche Du - u.a. bei Kneipenbekanntschaften - in Brasil ist man schon "Amigo" - kötzel. nochmals einen offtopic: Ich als Dino habe keine Freunde - im eigentlichen Sinne - spreche nur von Bekannten, genügt mir.
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Re: Kolumne "Strandreporter" in der Zeit

Beitragvon moni2510 » Mi 14. Okt 2015, 10:55

ich finde es nervig, wenn Deutsche brasilianischer sein wollen als die Brasilianer und genauso umgekehrt :mrgreen:
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Kolumne "Strandreporter" in der Zeit

Beitragvon Ralfou » Mi 14. Okt 2015, 11:50

Ich finds nervig, wenn Brasilianer in ihrem eigenen Land deutscher sein sollen.
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Re: Kolumne "Strandreporter" in der Zeit

Beitragvon Trem Mineiro » Mi 14. Okt 2015, 17:44

Da dir dir die Mühe einer Antwort gemacht hast, gehört sich auch meinerseits eine

Ralfou hat geschrieben:Wie ich vorher schrieb, was Du vielleicht überlesen hast, ist es einfacher, Kritik zu üben und Kritikfähigkeit einzufordern (beides fällt uns Deutschen leicht), als sich selbst mal ein wenig selbstkritisch zu beleuchten.


Das ist dann wieder so eine Behauptung von dir, die du nur mit deiner persönlichen Erfahrung begründest. Muss also mit deinem Umfeld zusammen hängen. oder haben dir das auch irgendwelche Brasilianer, natürlich bezogen auf andere deutsche erzählt.
Was aber nicht bedeuten soll, dass sie nicht vielleicht recht haben.
In meinem Umfeld hab ich die Erfahrung nicht so krass gemacht, dafür aber andere, schlimmere.

Ralfou hat geschrieben:Ich verstehe auch nicht, wie Du darauf kommst, dass ich in Frankreich "unhöflich, anstößig und verletzend" auftrete oder dass ich gesagt oder gemeint hätte, dort wäre alles was Deutsch ist negativ bzw. Deutsche wären in Frankreich nicht wohl gelitten. Was ich schrieb haben mir viele französische Freunde erzählt, bezogen auf andere Deutsche, die sie kennengelernt haben, vielleicht in der Tat auch auf mich, ohne dabei aber grundsätzlich schlecht über Deutsche zu denken.

Wie ich darauf komme. Das ist wie im vorherigen Kapitel. Woher hast du das. Jetzt hast du es ja erklärt:........ Französische Freunde über andere Deutsche.....mir wäre das zu dünn, um dann solche Urteile über Landleute, die man ja besser kennen sollte, abzugeben.
Wenn Selbst-Kritik, dann an sich selber, aber nicht pauschal an der eigenen Bevölkerungsgruppe im Ausland. Solltest du aber da noch ein paar wissenschaftliche Erkenntnisse haben, die du zitieren könntest.....Vielleicht hab ich da zu sehr in meiner eigene geschützten Welt gelebt und nix mitbekommen.

Und natürlich nehme ich das persönlich, wenn auch nicht als "getretener Hund". Wenn ich hierzu so ausführlich geschrieben habe, dann nur, um solchen Stereotypen bezogen auf Deutsche im Ausland entgegenzuwirken. Klar kenn ich auch Einzelfälle, auf die deine Beobachtungen zutreffen. Das ich dich dann ein wenig provozieren musste, tut mir leid, aber ganz ohne hätte das keiner gelesen oder du mir geantwortet :oops:
Mir war schon klar, dass du deine Franzosen in Frankreich immer gut behandelt hast, ich auch. :D

Gruß
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