Kommt nach dem Jahrhunderthochwasser das grosse Fischsterben

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Re: Kommt nach dem Jahrhunderthochwasser das grosse Fischsterben

Beitragvon Teckpac » Sa 5. Dez 2009, 22:49

ManausTip hat geschrieben:Es geht los. Die Fische sterben weg.

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Der Anblick des Fischsterbens, welches im TV gezeigt wurde hinterlässt bei einem Aussenstehenden schon einen gruseligen Eindruck. Aber laut Aussage eines dort beheimateten Fischers scheint es nicht so aussergewöhnlich zu sein. Der Amazonas mit seinen scheinbar unendlichen Ressourcen an Fisch steckt das wohl weg, was ich mir übelst vorstelle ist die Geruchsentwicklung und die Qualität des Wassers, welches ja von der dortigen Bevölkerung für scheinbar alles genutzt wird. Wirkt sich das Fischsterben eigentlich auf die dortigen Fischmärkte aus, wäre eine Frage an die Residents dort!
Zu den Erdrutschen, die ja nicht nur im Süden an der Tagesordung sind und welche entweder zur Natur gehören oder durch unsachgemässes Bauen verursacht werden, kann man nur sagen, dass viele der Verunglückten selber schuld sind. Es wird am Hang einfach ohne Hirn ins Erdreich gebaut, vorher wird gerodet und keinerlei Massnahmen getroffen den Hang danach zu stabilisieren...Irrsinn!!
Ich hätte lieber Alzheimer als Parkinsson...lieber ein paar Biere vergessen zu bezahlen, als sie zu verschütten! Salmei, Dalmei, Adomei....
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Re: Kommt nach dem Jahrhunderthochwasser das grosse Fischsterben

Beitragvon Tuxaua » So 6. Dez 2009, 05:26

rwschuster hat geschrieben:na fangt ja schon wieder zum regnen an.
Bitte die Dusche nicht mit Regen verwechseln!
Wenn ich mir den Qualm der Brände vorgestern und heute hier in Manaus anschaue - wo bitte ist da der dringend benötigte Regen? :shock:

Vorgestern kam im Radio die Information, dass es in den letzten Monaten nur zwischen 20 und 50% des statistischen Jahresmittels geregnet hat. Muss man auf dem Fischmarkt wieder aufpassen, dass man keinen peixe podre ("Restfische" aus den Schlammlöchern) angedreht bekommt.
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Re: Kommt nach dem Jahrhunderthochwasser das grosse Fischsterben

Beitragvon rwschuster » So 6. Dez 2009, 08:41

Tuxaua hat geschrieben:Wenn ich mir den Qualm der Brände vorgestern und heute hier in Manaus anschaue - wo bitte ist da der dringend benötigte Regen? :shock:

Vorgestern kam im Radio die Information, dass es in den letzten Monaten nur zwischen 20 und 50% des statistischen Jahresmittels geregnet hat. Muss man auf dem Fischmarkt wieder aufpassen, dass man keinen peixe podre ("Restfische" aus den Schlammlöchern) angedreht bekommt.
No ist schon richtig, so einen trockenen Winter gabs schon lange nicht, aber die Regenzeit fängt ja erst im Jänner an.
Was die Schlammlöcher und das Fischsterben betrifft:

Wenn der Wasserspiegel des Flusses sinkt, und das get manchmal recht schnell, bilden sich einmal einzelne Teiche und Tümpel, die mit weiter sinkendem Wasserspiegel langsam austrocknen. Da diese Teiche aber weder Zufluss noch Abfluss haben ersticken die Fische die sich nicht rechtzeitig in den Fluss flüchte konnten.
Das passiert jedes Jahr hier und ist ganz normal. Da geht jedes Jahr tonnenweise Fisch zugrunde
Das bedeutet folgendes für die Preise und den Markt
1) der Fisch wird billiger weil er leichter zu fangen ist (mehr FiSche in wenig Wasser
2) man muss höllisch aufpassen dass man keinen verdorbenen Fisch kauft, die Indios hier haben nicht das geringste Schamgefühl wenns ums Geld geht
3) es tauchen unheimliche Riesenexemplare auf, weil sie in seichten Wasser ja ncht querschwimmen können das gibt auf den Buffets spektakuläre Platten. (einen Wels mit 600 kg z B oder 300 kg Pirarucú) im Touro louco z B benützen sie für solche Fischlein ein 3 Mann Kanu als Vorlegeplatte

PS.: Nein (einen Wels mit 600 kg z B oder 300 kg Pirarucú) ich habe mich nicht verschrieben und heisse Schuster und nicht Münchhausen :muahaha:
Prost Mahlzeit, Sachen gibts dies garnicht gibt
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Re: Kommt nach dem Jahrhunderthochwasser das grosse Fischsterben

Beitragvon ManausTip » So 6. Dez 2009, 13:40

Richtig man kann die Sache auch verharmlosen. Möchte gerne aber wissen von denen die es nicht so wild sehen, wann hatten wir mal eine Wasserdifferenz von mehr als 13 m? Wie ich gehört habe wurde auch der Fährbetrieb nach Cacau (Manacapuru) eingestellt weil die nötige Wassertiefe nicht mehr verhanden ist.
Ich sehe der Sache besorgt entgegen und die Natur sendet Signale. Das Fischer es Momentan gelassen sehen
glaube ich weil die Fische springen ja von selbst ins Kanu.

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Re: Kommt nach dem Jahrhunderthochwasser das grosse Fischsterben

Beitragvon rwschuster » So 6. Dez 2009, 15:40

ManausTip hat geschrieben:Möchte gerne aber wissen von denen die es nicht so wild sehen, wann hatten wir mal eine Wasserdifferenz von mehr als 13 m?

2005, 13.78 m, und Fisch ist immer noch da :titanic: :titanic: :titanic:

Red doch keinen Stiefel, bleib halt noch 30 Jahre hier dann gewöhnst dich dran, das geht doch schon Jahrhunderte so hier und die Schiffen gehen nicht unter. Na ja, haben auch keinen deutschen Kapitääähhhhhn :morgen:
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Re: Kommt nach dem Jahrhunderthochwasser das grosse Fischsterben

Beitragvon ManausTip » Mo 7. Dez 2009, 12:29

rwschuster hat geschrieben:
ManausTip hat geschrieben:Möchte gerne aber wissen von denen die es nicht so wild sehen, wann hatten wir mal eine Wasserdifferenz von mehr als 13 m?

2005, 13.78 m, und Fisch ist immer noch da :titanic: :titanic: :titanic:

Red doch keinen Stiefel, bleib halt noch 30 Jahre hier dann gewöhnst dich dran, das geht doch schon Jahrhunderte so hier und die Schiffen gehen nicht unter. Na ja, haben auch keinen deutschen Kapitääähhhhhn :morgen:



Robert an manche Sachen werde ich mich nie gewöhnen. Ich Lebe von der Natur und wenn ich sehe das sie so nieder gemacht wird ist das schlecht.Kann es aber leider nicht ändern.
Auf jeden Fall die 24 Jahre wo ich Das Gebiet hier kenne haben wir so extreme noch nicht gehabt.
Ich weiß du bist schon ein paar Jahre länger hier.
Den Piraucu von 300 kg habe ich auch schon gesehen war wirklich ein Monster. Er wurde von Einheimischen sogar auf 400 geschetzt. Als ich meine Zweifel hatte und es nicht glaubte haben wir ihn gewogen. Es waren dann 180 kg. Das Fischermanns Latain ist überall das gleiche :lol:
Das ist wie von der Anakonda von über 10 m. Die wurde auch schon fast jedem gesehen. Wie ein Institut aus dem Ausland eine Prämie von 20 000 Dolar ausgesetzt hat ist sie plötzlich verschwunden.
Auf dem Bild ist einer von 60 kg der hat schon eine länge von 1,50. Bei 300 kg hätte er über 3 m.
Über Foto shop ist aber vieles möglich.

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Re: Kommt nach dem Jahrhunderthochwasser das grosse Fischsterben

Beitragvon rwschuster » Mo 7. Dez 2009, 13:08

Na ich hab wenig gesehen, ich krieg meine Informationen von meinem Vater, der lebt seit 60 Jahren im Wald und seinen Indianern.
aber den Pirarucú im Touro Louco hab ich gesehen, der war wirklich über 3 m und füllte das Kanu aus. die Schuppen waren handtellergross. Zum Vergleich Schuppen eines kleinen
Und den Wels mit 600 kg habe ich 1983 gekauft, hatte damals eine Industrieküche. die Rückenflusse ging mir fast bis zum Bart. und dass das Biest Menschen frisst weiss hier jeder (Pirarara) der ist saugefährlich, mir hat mal einer im Rio Araguaia den Hund gefressen, und ich kriegte die Leine nicht schnell genun von der Hand, da hat er mich mit runtergezogen. War ein belgischer Schäfer, riesengross

Was die Anaconda betrifft, na dann schau mal was die Marine 1947 geknipst hat, als plötzlich ein Patruillenboot versank
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Re: Kommt nach dem Jahrhunderthochwasser das grosse Fischsterben

Beitragvon rwschuster » Mo 7. Dez 2009, 13:22

Apropos, sowohl Pirarucu als auch pirarara haben ein festes, grätenfreies Fleisch und eignen sich hervorragend zur Fischzucht. Wenn da wer sein Geld gut anlegen will: schreib oder skype mich an
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Re: Kommt nach dem Jahrhunderthochwasser das grosse Fischsterben

Beitragvon rwschuster » Mo 7. Dez 2009, 16:58

Jessasmarandjosefheitgehtszua. Alles schwarz, N, NO,SO,S,.... die Sachen fliegen herum und der !&@*$#! Petrus schifft herunter wie ein Wasserfall
Gleich ist der Strom weg und die Internettürme. Alle ein Schönes Fest, bis bald? :titanic: :titanic: :titanic: :titanic: :titanic:
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