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06:49 MEZ
Kontroversen überschatten Mercosur-Gipfel vor Eröffnung
Brasiliens Präsident Da Silva kritisierte Amtskollegen wegen "protektionistischer Haltung" - Kritik aus Paraguay und Uruguay
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Rio de Janeiro - Kontroversen haben in Brasilien das 32. Gipfeltreffen des südamerikanischen Handelsverbandes Mercosur schon vor der für Freitag geplanten Eröffnung überschattet. Brasiliens Präsident Luiz "Lula" da Silva kritisierte am Donnerstag in Rio de Janeiro vor einem Vorbereitungstreffen mit seinen Amtskollegen die protektionistische Haltung einiger Mercosur-Mitglieder. Er sprach sich für eine "völlige Integration" des Subkontinents aus und verteidigte den Beitritt des assoziierten Mitglieds Bolivien, gegen den sich das zweite große Mercosur-Mitglied, Argentinien, und dessen Präsident Nestor Kirchner stemmen.
"Ungleichgewichte"
Paraguay und Uruguay beklagten währenddessen in Rio erneut die Ungleichgewichte zwischen ihren kleinen Volkswirtschaften und denen der anderen drei Vollmitglieder, zu denen neben Brasilien und Argentinien seit kurzem auch das Venezuela des umstrittenen Staatspräsidenten Hugo Chavez gehört. Die kleineren Staaten fordern deshalb unter anderem mehr Spielraum zur Unterzeichnung bilateraler Freihandelsabkommen mit Ländern anderer Weltregionen.
Der Mercosur will sich in Zukunft nicht nur auf Wirtschafts- und Handelsfragen konzentrieren, sondern auch im Sozialbereich tätig sein. Dazu sollen in Rio verschiedene Beschlüsse gefasst werden, hieß es am Donnerstag. Brasilien und Argentinien als mächtigste Mitglieder müssten sich von nationalen Interessen loslösen und großzügig im Verhältnis zu den kleineren Ländern sein, forderte Lula. Der frühere Gewerkschaftsführer sagte, die Integration müsse nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial, kulturell und politisch sein. (APA/dpa)
Gruss brasilmen Thomas
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