Kosten für Privatschule

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Beitragvon belinda » Mi 2. Feb 2005, 05:53

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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon patecuco » Mi 2. Feb 2005, 10:39

Hans-Joachim Menzel hat geschrieben:
Aber Brasilien leistet sich ja sogar einen Präsidenten, der öfter mal so seine Schwierigkeiten mit der Grammatik seiner Muttersprache hat.

Gruß

H-J



Da faellt mir der EX-peruanische Praesident Fujimori ein, der konnte auch kein gscheites Spanisch. Dazu war er sogar noch Japaner, dort lebt er ja jetzt auch, nachdem ihm in Peru der Prozess gemacht wuerde.


Wenn man die Hoffnung des Volkes auf neue Praesidenten weltweit anschaut, die dann uebelst in Korruption und Misswirtschaft versinken, (Peru- Fujimori, Pakistan- Frau Bhutto, Philippinen-Frau Aquino, Brasilien - F. Collor, Argentinien-Mendez, Venezuela-Chavez) dann kann man in BR die ganze Aufregung nicht damit vergleichen.

Die Bildung in BR, soweit sie FEDERAL organisiert ist, also Unis etc. funktioniert doch gar nicht schlecht.

Staatliche und besonders staedtische Schulen sind unter aller Sau.
Meine Frau war 10 Jahre in einer Lehrergewerkschaft und hat immer gegen korrupte Buergermeister gekaempft, die immer wieder den Lohn nicht zahlen, da sie die oeffentliche Kasse der Stadt fuer andere Zwecke erleichtern. Dass dann in der Lehrerschaft auch keine Motivation zu finden ist wundert hoffentlich niemanden. Trotz Gerichtsurteile auf staatlicher Ebene, machen die Buergermeister was sie wollen. Jetzt, 15 Jahre spaeter, kaempfen die Lehrer dort um die gleichen Rechte wie bei Gruendung dieser Gewerkschaft. Jeder neue Buergermeister respektiert wieder die Abkommen nicht.

Und was soll Lula jetzt machen ???

Alle Schulen auf Bundesgesetz betreiben ?, wohl nicht moeglich und auch nicht sinnvoll. Ich werde vor der Wohnsitzwahl in dieser Stadt fuer unsere Tochter eine gute Schule suchen. Das ist wohl das einzige was in der persoenlichen Macht liegt.
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Beitragvon yens » Mi 2. Feb 2005, 17:43

Schülerzahl explodiert

Run auf Privatschulen


http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe ... m?id=11101
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Beitragvon Hans-Joachim Menzel » Mi 2. Feb 2005, 17:53

patecuco hat geschrieben:
Und was soll Lula jetzt machen ???




Zurücktreten und den Alencar ranlassen, der ist wenigstens kein Politnostalgiker sondern Unternehmer und weiß wovon er redet.

Gruß

H-J
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Beitragvon vasco » Mi 2. Feb 2005, 18:26

Hallo Hans-Joachim,

zu Jose Alencar selbst kann ich nichts sagen - aber er ist Mitglied der PL, die sich immer mehr als politischer Arm der "igreja universal" herausstellt. Das zumindest spricht stark gegen ihn.

Bei der letzten Kommunalwahl habe ich mal so ein Propagandablättchen der "igreja universal" in der Hand gehabt, da hat Alencar schön getönt, welch großen Einfluß sie jetzt über die PL haben.

tchau,
Vasco
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Beitragvon Bagi » Mi 2. Feb 2005, 19:56

Bildung wichtiger als Einkommen

Hier ein aktueller Bericht aus dem Spiegel zum Thema Bildungschancen eines Kindes in Deutschland.

http://www.spiegel.de/unispiegel/studiu ... 29,00.html
Bis dann
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Beitragvon yens » Do 3. Feb 2005, 03:34

Bagi hat geschrieben:Bildung wichtiger als Einkommen

Hier ein aktueller Bericht aus dem Spiegel zum Thema Bildungschancen eines Kindes in Deutschland.

http://www.spiegel.de/unispiegel/studiu ... 29,00.html


Die weitere Bankrotterklaerung unseres Umverteilungsstaates ist, dass es in den ach so kapitalistischen USA viel mehr Bildungsaufsteiger gibt als in Deutschland.
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Beitragvon patecuco » Fr 4. Feb 2005, 14:30

@Yens

wenn Du den Spiegel Artikel gelesen hast, in dem die alte Binsenweisheit steht, nur gebildete Eltern legen wert auf gute Schulbildung der Kinder, dann siehst Du auch, dass Bildung kein systemeigenes Problem ist.

Bestes Beispiel ist ein Schwager meiner Sra in BR. Er ist Nachfahre eines saudi-arabischen Einwanderers (vovo) und hat nicht viel mehr als 1ºgrau.
Seinen aeltesten Sohn hat er aus der Schule geholt, damit der ihm beim Verkauf von Putzmitteln hilft. Der kleinere Sohn hat auch keine Lust mehr auf Schule und schwaenzt. Was macht der Vater dagegen - nichts.
Die Mutter ist zwar Lehrerin, doch wird sie alleine nicht mit den Jungs fertig, vor allem wenn die wissen, dass Papa auf ihrer Seite ist.

Das bringt mir den Rat meiner lieben alten, leider schon verstorbenen Grossmutter in Erinnerung, die sagte immer :

Nimm dir keine dumme Frau, mit ner dummen Frau kriegste auch dumme Kinder.

In USA gibt es viele college dropouts, und auch der highschool Abschluss muss nichts bedeuten. Deshalb waehlen sich gute Unis ihre Studenten ja auch selbst aus.

Was mir an USA besser gefaellt, ist die Foerderung von Talenten, oder von mir aus auch Eliten, in D werden in den Schulen nur die Versager gefoerdert, auch wenn es nichts hilft.
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Beitragvon tinto » Fr 4. Feb 2005, 19:32

Hallo Lemi,

ich schreibe Dir mal persönlich meine Meinung - vor allem, weil ich, als ich erstmals nach Brasilien kam, als ich selbst noch sehr jung war. Ich selbst hatte gerade mal das Abitur und war junger Student, Anfang 20. Da hatte ich natürlich ganz überwiegend Schülerinnen und Studentinnen, mit denen ich zusammen war. Und ich kann seither aus Erfahrung vier Dinge sagen:

1) Diejenigen, die auf Privatschulen waren und deren Eltern seinerzeit im Durchschnitt rund 500 Dollar teilweise monatlich, mehrheitlich ("nur") pro Halbjahr bezahlen mussten, waren natürlich ganz zweifellos die gebildeteren, ganz oft auch die eingebildeteren. Und ich weiß, wovon ich rede, mit einer davon war ich fünf Jahre verlobt (nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht: ich habe sie sehr geschätzt). Aber: die haben nicht immer den BlicK für das Ganze (z.B. soziale Aspekte) und nicht immer sind sie erfolgreich aufgrund des Gelernten sondern allenfalls aufgrund der Kontakte der Eltern.

2) Das oben gesagte gilt vor allem für die Großstädte, wo es für entsprechende Absolventes des Seg.Gr. auch entsprechende Jobs und vor allem Studienplätze gibt, wenn das Vestibular bestanden ist. Aber dann, wenn es an der staatlich geförderten USP keinen Studienplatz gibt, wird das Studieren an der faculdade noch teurer, und ohne Vitamin B dann einen Jao kriegen? Auch nicht einfach in Brasilien....

3) Mein Eindruck bei den Frauen mit denen ich zusammen gewesen bin, und das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen in Deutschland: Privatschule oder nicht, studiert oder nicht - ganz entscheidend ist das Elternhaus. Meine jetztige Frau, gerademal 23 Jahre alt (wir sind seit fünf Jahren zusammen) hatte nie die Gelegenheit zum Besuch einer Privatschule. Gleichwohl hat sie von ihrer Mutter so viele gute Begabungen und vor allem einen unglaublichen Ehrgeiz mitbekommen, dass sie sowohl in Brasilien als auch in Deutschland einen unerwartet guten Berufseinstieg hatte. Übrigens, ganz wichtig ist die Anerkennung des Abschlusses in Deutschland: Zuständig sind in NRW (noch) die Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln. Letztere erkennt den seg. gr. idR. als Realschulabschluss (Fachoberschulreife) an, das ist schon nicht schlecht, um eine solide Ausbildung in Deutschland machen zu können!

4) In einigen großen Städten Brasiliens gibt es deutsche Schulen, und an zwei wirklich großen mit riesigen Schülerzahlen kann man sogar das deutsche Abitur erwerben, und ich kann wirklich nur empfehlen, wer die Gelegenheit dazu hat, insbes. bei deutsch-brasilianischen Ehen und deutschen Eltern, die in Brasilien leben: Diese Schulen haben einen absolut guten Ruf, weltweit!



Colégio Humboldt, 04746 Sao Paulo




Colégio Visconde de Porto Seguro, 05659-900 São Paulo




Deutsche Schule Corcovado, 22260-000 Rio de Janeiro




Escola Suíço-Brasileira Schweizerschule Ecole Suisse Rio de Janeiro, 1 Rio de Janeiro - Brasilien




Schweizerschule Curitiba / Colégio Suíço-Brasileiro de Curitiba, 83323-4 Pinhais-PR


http://www.schulweb.de/de/schulsuche/in ... uswahl_1=7
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30 Jahre verfehlte Einwanderungspolitik

Beitragvon Bagi » So 20. Feb 2005, 16:01

Das Thema Pisa in Deutschland hat zwar nicht viel mit Brasilien zu tun, aber trotzdem…:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studiu ... 13,00.html
Bis dann
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