Krank in Brasilien - und dann?

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Krank in Brasilien - und dann?

Beitragvon tinto » Mi 29. Apr 2009, 18:29

Ab und wann sieht man: Keine Krankenkasse.

Das kann ich mir nur sehr schwer vorstellen. War selber 5 Jahre bei keinem Arzt. Aber ab und wann eine professionelle Zahnreinigung, und, auf was man immer gefasst sein muss: eine Zahnwurzelbehandlung usw.

Aber was macht ihr denn und wie sorgt ihr vor, wenn es wirklich mal was ernstes gibt?

Am Konsulat hatten wir mal zwei Fälle, zuerst den eines Paares, das einen Unfall hatte, der Verursacher, ein LKW-Fahrer, der das Auto nachts in den Straßengraben drängte, war flüchtig. Die lebensrettenden OP kosteten schon so um die 8.000 Euros...die, die zu einem erträglichen Leben führen könnten ein Vielfaches davon. Und dann den eines Mannes, der plötzlich herzkrank wurde. Alles in allem rund 50.000€.

Und dann kenn ich eine Brasilianerin, die plötzlich und für mich unvorstellbar psychisch krank wurde. Dem vorausgegangen war ein Überfall nebst sexueller Bedrängung. Die private Krankenkasse hat ihr nach zwei Suizidversuchen Psychatrie (in einer privaten, richtig luxeriösen Klinik), ambulante psychologische und psychotherapeutische Behandlung vom feinsten in bezahlt. Ich kann es nur schätzen, aber ich denke, die Versicherung bezahlte so rund 20.000€

Wie aber wollt ihr sowas beherrschen, so ganz ohne Versicherung?
Zuletzt geändert von tinto am Mi 29. Apr 2009, 18:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Schöne Grüße,
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon rwschuster » Mi 29. Apr 2009, 18:36

tinto hat geschrieben:Und dann kenn ich eine Brasilianerin, die plötzlich und für mich unvorstellbar psychisch krank
wurde. Dem vorausgegangen war ein Überfall nebst sexueller Bedrängung. Die private Krankenkasse hat ihr
nach zwei Suizidversuchen Psychatrie (in einer privaten, richtig luxeriösen Klinik), ambulante psychologische
und psychotherapeutische Behandlung vom feinsten in bezahlt.
Ich kann es nur schätzen, aber ich denke, die Versicherung bezahlte so rund 20.000€

Wie aber wollt ihr sowas beherrschen, so ganz ohne Versicherung?

Na in der Unterschicht kann sich keiner einen Pischiater in luxuriöser Klinik leisten und bringen sich weniger um wegen sexueller Bedrängnis. [-o<
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon ptrludwig » Mi 29. Apr 2009, 19:18

@Tinto warum soll ich mir Gedanken um etwas machen, was sein könnte?
Die zwei, die da abgedrängt wurden, hätten auch tot sein können, der Herzkranke ebenso. Krankenversicherung umsonst gezahlt.
Es ist ja nicht so, daß man gar keine Krankenversicherung hat. RWS hat ja geschrieben, wo ihm schon geholfen wurde.
Wenn ich nicht das Geld für eine Wurzelbehandlung habe, dann muß der Zahn eben raus, machen andere genau so.
Hat mich mal eine Grippe erwischt, gehe ich in die Apoteke, dort werde ich kostenlos beraten und die 10 bis 20 R$ für Medikamente kann ich mir leisten.
Wenn ich überängstlich bin bleibe ich in Deutschland, wo ich mich dann auch noch gegen andere Risiken absichern kann (Berufsunfähigkeit, Risikolebensversicherung, Rechtschutzversicherung, Haftpflichtversicherung, Zusatzkrankenversicherung, Einzelzimmer, Chefarztbehandlung, Unfallversicherung, Versicherung gegen Glasschaden, gegen Überspannung usw). Könnte ja alles mal eintreten und ich habe dann die passende Versicherung, die dann alles bezahlt.
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon rwschuster » Mi 29. Apr 2009, 21:27

ana_klaus hat geschrieben:@rwschuster

was soll das denn nun ? Sklave ? Wenn unsere Vorstellungen des Lebens nicht deckungsgleich sind heisst das noch lange nicht, dass ich deine Vorstellungen nicht akzeptiere, aber bitte erkenne das ich , gemeinsam mit meiner Frau, ein anderes Ziel verfolge.

klaus
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seit ich vor ein paar Monaten in der UTI aus dem Koma aufgewacht bin stell ich mir nix mehr vor, und das Ziel hab ich auch ein bischen gesehen am Ende vom Tunnel ~ö~ ich lass es mir nur mehr gut gehen, kann ja nix dafür dass ich mehr verdiene als ich ausgeben kann :nacht:
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon ManausTip » Mi 29. Apr 2009, 23:13

Wenn die Puplik Hospitals so gut sind bräuchte ich mal von den Manaus Spezialisten einen guten Tip.
Der Sohn eines Kumpels von mir liegt in einem solchen, mit einem Hirntumor.
Er braucht eine Computer Tomographie. Mittlerweile wartet er schon die 5 Woche darauf.
Er hat auch keine 60 000 Reais um eine privat zu zahlen.
Die Mutter hat auch schon Kontakt aufgenommen mit der Frau des Governardors.
Bis jetzt erfolglos.
Welches Puplik Hospital könnt ihr empfehlen wo er gleich dran kommt ????????
Jetzt bin ich mal gespannt !!!!!
Kleinigkeiten sind in den Puplik in Manaus kein Problem man kann aber auch mal was grösserres haben. Und dann ???????????
Gruss Jürgen
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon Elna » Do 30. Apr 2009, 00:13

Der Herrgott wird´s richten.
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon landau » Do 30. Apr 2009, 00:19

Hallo
will auch mal meine Meinung zu diesem Thema abgeben.
Wir haben hier ein kleines Sitio in Morretes und wohnen mietfrei, Steuern kostet das etwa 20 Real pro Jahr
Für Stom und Wasser zahlen wir im Monat nur noch 150 Real nachdem meine Frau(nicht ich) ihre gesamte Verwandschaft rausgeschmissen hat und Telefon/Internet 130 Real.
Im Moment habe ich einen Fiat (soll weg) der mich etwa 200 Real monatl. kostet.
Wir beide brauchen etwa 600 -800 Real inkl. des Bierchens am WE und unsere Tiere verfuttern locker 500,-
Für Fremdarbeiten kommen noch etwa 300 Real monatl. dazu und dann:
Die Krankenversicherung!!
Ich kann nur jedem dazu raten. Es gibt sicher regionale Unterschiede in den öffentl. KH aber ich bin vor etwa 20 Monaten,nachdem man mich mit Tatütata in Paranagua eingeliefert hat, mit dem Taxi abgehauen und deswegen lebe ich auch noch. Ich habe etwa 2 Stunden im Flur auf dem Boden gelegen aber man hat mir nach einer Stunde doch eine Decke gebracht
Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Versicherung und habe im KH in Curitiba 150 000 Real bezahlt.
UTI kostete dort 3000 Real/Tag ohne Medikamente-nur so fürs rumliegen mit Beobachtung.

Fazit für mich: ohne KV nicht möglich und das treibt die monatl. Ksten hoch!

Gruß aus Morretes
Caravella
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon nyabarongo » Do 30. Apr 2009, 00:24

60.000 R$ für eine CT, wer soll denn das glauben ?
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon ManausTip » Do 30. Apr 2009, 00:50

Sorry OP Kosten sind mit einbegriffen aber ohne Krankenhausaufenthalt.
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon Elna » Do 30. Apr 2009, 00:57

CT mit OP Kosten? Ich bin Krankenschwester.
Was willst Du uns eigentlich sagen?
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