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Oi Gente
Das ist wirklich schon alles geschrieben, aber auch ich habe manchmal Probleme mit der Suchfunktion
Es ist wie Dierk schon gesagt hat
Es kommt auch auf den Besuchsgrund an.
Für Touristen gilt, man muss bei der Einreise ausreichend Finanzmittel nachweisen. Wer suspekt ist, dass er dass nicht kann, hat schlechte Karten, kann er eine Versicherung nachweisen, wird im das angerechnet und die erforderlichen Barmittel können geringer sein.
Ich bekomme regelmäßig Besuch aus Brasilien, meist Geschäftfreunde und Kollegen, die kreuzen bei der Einreise immer „Tourist“ an. Da ist noch niemand auf seinen Bargeldbestand in der Brieftasche angesprochen worden, höchstens mal, wie lange er bleiben will. Bei kurzberockten Damen mit reichlich Schminke auf der dunklen Gesichtshaut kommt es wohl öfter vor, dass sie bereits an der Flugzeugtür zum Interview abgefangen werden.
Muss also irgendwie am Erscheinungsbild liegen. Das gleiche gibt es auch bei der Einreise in Brasil, die Regelungen sind so ähnlich, auch da bleiben manchmal Leute bei der Passkontrolle hängen.
Für Brasilianer, die hier Arbeiten, Heiraten, Sprache lernen, Studieren, Missionieren etc. wollen, gilt Visumspflicht und dabei auch wieder auch der Nachweis der ausreichenden Mittel. Dabei gibt es die Alternative, dass ein in Deutschland lebender Bürger sich verbindlich verpflichtet, für jegliche Kosten, die der Einreisende verursacht, aufzukommen. Er muss genügend Wohnraum vorweisen können und seine finanzielle Solidität mit Gehaltsbescheinigungen, Mietvertrag, Grundbuchauszug etc. nachweisen. Bei der Erstellung dieser Verpflichtungserklärung wird man eindringlich auf die Konsequenzen aus dieser Verpflichtung hingewiesen, besonders auf mögliche Krankheitsfälle, die für einen Privatpatienten in D recht teuer sein können. Eine Kranken- Unfallversicherung ist nicht zwingend vorschrieben, wird aber dem Einladenden dringend empfohlen. Hat man dann das Visum im Pass, kann nichts mehr passieren, er wieder, wenn man innerhalb /nach 90 Tagen auf der Ausländerbehörde seinen Aufenthaltstitel verlängern muss. Dann geht das alles noch mal los.(Finanzielle Mittel, Wohnraum, aktuelle Gehaltsbescheinigung)
Sind zum Beispiel die finanziellen Mittel, die der Einreisende in Brasilien bei der Botschaft vorweisen muss, ein wenig knapp, hilft die Vorlage einer Versicherung. Sind die finanziellen Mittel des Einladenden knapp, kann auch dort die Vorlage einer Versicherung die Anforderungen des Ausländeramtes ein wenig reduzieren.
Auf eine Sache soll noch hingewiesen werden. Auf den Abgangsflughäfen in Brasilien gibt es wirklich seriös wirkende Versicherungsvertreter, die sich einen offiziellen Anstrich geben und die Ausreisenden davor warnen, dass die Europäer Brasilianer ohne Krankenversicherung postwendend zurück schicken würden. Da hat sich schon mancher in Boxhorn jagen lassen und abgeschlossen, zurück geschickt worden ist er(oder meist sie) dann aus ganz anderen Gründen.
Gruß
Manfred
Noch 2 Hinweise
Wir haben hier in D die Erfahrung gemacht, dass ein Krankheitsfall hier sehr teuer sein kann, Facharztbesuch mit Laboruntersuchung kostet locker 400 Euros, weil der Brasilianer ja zu obskuren Privatpatientengebühren abgerechnet wird, das hätte meine BKK wahrscheinlich alles mit 75 Euro erledigt. Also auch auf gute Versicherung achten, die später auch zahlt.
Wenn die Ausländerbehörde „alle“ Kosten meint, dann auch die: Der Brasilianer/in macht sich nach 4 Wochen aus eurer Wohnung auf und davon, wird nach 10 Wochen von der Polizei aufgegriffen und abgeschoben. Die Kosten für die Abschiebung, Unterbringung, Rückflug gehen zu Lasten des Verpflichteten, und glaubt nicht dass die Polizei wochenlang nach einem Billigflug sucht. Also keine Gefälligkeitsverpflichtungen abgeben, das ist ne erste Sache.
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