Krankenversicherung nach Rueckkehr nach D.

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Krankenversicherung nach Rueckkehr nach D.

Beitragvon Kristofe » Di 6. Dez 2005, 00:57

Hallo Leute!

Ich habe deutsche und bras. Staatsangehoerigkeit, bin fuer ein Jahr hier in Br. zum Austauschstudium und fliege im Februar nach D. zurueck, wo ich noch bis Ende Maerz in der Uni eingeschrieben bin, danach eingentlich fertig sein will und noch nicht weiss was dann passieren wird (irgendwie bescheidene Situation)...
Ich habe mich aus D. komplett abgemeldet und damit auch die Krankenversicherung gekuendigt (ne BKK mit Studirabatt, bereits als "freiwillig versicherter Studi (nach 14. Semester)"), die wollten fuer die Anwartschaft (also einzig fuer den Erhalt der Option, dass ich zu ihnen zurueck kann) so um die 20 Euro pro Monat, wohlgemerkt, ohne Leistung, nur zum Erhalt der Rueckkehroption in die Gesetzliche! Fand ich ehrlich gesagt zu teuer und unverschaemt!

SO, jetzt zur Frage: Habe ich Anspruch auf Rueckkehr auf die Gesetzliche? Oder sollte ich mir so eine der "Auslandsreise-KV" fuer Deutschland holen und mich in Deutschland als Auslaender (Brasilianer) versichern? Geht das eigentlich? Ist ja auch billiger (ca 30 Euro im Monat was ich so mitbekommen habe)...

Waere fuer kompetente Antworten sehr dankbar!

Gruss,

Kristofe
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Krankenversicherung

Beitragvon Vinhedense » Di 6. Dez 2005, 10:35

Hallo Kristofe,

also nach meiner Information, ist jeder in Deutschland Krankenversichert. Egal ob Ausländer, egal ob Arbeitslost, Hartz 4 oder sonstiges. Es besteht ja eine Pflichtversicherung. Es gibt bestimmt auch Ausnahmen, wie z.B. Odachlose oder so. Aber ich denke, dies ist eine andere Sache. In deinem Fall würde ich mich mal mit dem Arbeitsamt oder Sozialamt in Verbindung setzten. Aber nach meiner Meinung, hat jeder Anspruch darauf. Oder hat sich die Gesetztesgebung im letzten Jahr geändert? :roll:

Abgesehen davon, wenn doch jeder Russe, der sich als DEUTSCHER Staatsbürger :roll: in Deutschland melden kann und sogar Beihilfe bzw. Rente bekommt (zinslose Darlehen u.s.w) :twisted: kann es doch nicht sein, das ein ECHTER Deutscher keine Krankenversicherung bekommt. :shock: 8) :lol:

Gruss aus São Paulo
"....dumm ist der, der dummes tut...." zitat Forrest Gump
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Beitragvon thomas » Di 6. Dez 2005, 10:42

Nee nee.. es gibt definitiv Fälle, in denen man aus der gesetzlichen Versicherung rausfällt und nie wieder reinkann.

Aber Details zu dem hochkomplexen Thema kann Dir sicherlich ein (Kranken-)Versicherungsberater nennen.

t.
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Beitragvon PoisonYvi » Di 6. Dez 2005, 10:43

Hallo!
Also wenn du die deutsche Staatsbürgerschaft hast, dann brauchst du dir absolut keine Gedanken machen, denn in Deutschland besteht Versicherungspflicht.
Solltest du nach der Rückkehr wieder arbeiten, ist dein Arbeitgeber verpflichtet dich zu versichern, solltest du Geld von der Arbeitsagentur beziehen (bzw. dort einfach nur gemeldet sein als arbeitssuchend, Leistungen musst du nichtmal beziehen), zahlen die die gesetzliche Krankenversicherung für dich. Solltest du aus irgendeinem Grund gar keine Leistungen beziehen (warum auch immer) gibt es noch die Möglichkeit, dass du dich freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichern kannst, oder privat versicherst.

Kristofe hat geschrieben:Habe ich Anspruch auf Rueckkehr auf die Gesetzliche?


Eine gesetzliche KV hat nicht das Recht jemanden auszuschließen, solange dieser versicherungspflichtig Beschäftigt ist (also mehr als 400 € monatlich verdient), oder bei der AA gemeldet ist. Die können jemandem dann nicht komplett die Leistungen verwehren. Nur bestimmte Leistungsarten kann man verwehren. Das Problem, warum man in die gesetzliche nicht wieder reinkommt ist, weil die privaten einen nicht so einfach wieder rauslassen, und da das kündigen so schwierig ist. Das Vorrecht jemanden komplett nicht in die Versicherung aufzunehmen haben nur private KVs.
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Beitragvon Macumba » Di 6. Dez 2005, 10:49

PoisonYvi hat geschrieben:(...) Das Vorrecht jemanden komplett nicht in die Versicherung aufzunehmen haben nur private KVs.


...noch....
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Beitragvon thomas » Di 6. Dez 2005, 10:50

Es gibt einige Ausnahmen.

Selbstständig tätige und Freiberufler, die sich privat versichern, können nie wieder zurück in die gesetzliche KV wechseln.

Ob ein Auslandsaufenthalt ohne Anwartschaft zu den Ausnahmen zählt, weiss ich auch nicht :(
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Beitragvon Viva Floripa » Di 6. Dez 2005, 11:16

Die Rückkehr in die gesetzliche KV geht über ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis. Kristofe hat keine Ansprüche auf Arbeitslosengeld, somit auch keine Krankenversicherung über das Arbeitsamt. Die Rückkehroption mit 20 € hielt er für unverschämt teuer, also hat er jetzt die Wahl, arbeiten zu gehen, Sozialhilfe anzumelden oder sich privat versichern. Privatversicherung geht nur, wenn er gesund ist. Und Sozialhilfe klappt nur, wenn er nicht studiert.
Geht das überhaupt mit einer Auslandsreise-KV? Du bist doch Deutscher? Und studierst anschliessend in Deutschland?
Such dir einen sozialversicherungspflichtigen Job, dann ändert sich Deine bescheidene Situation etwas und das KV-Problem ist auch behoben. Glaub mir, das mit Studium und Arbeit haben schon andere geschafft. :?
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Beitragvon PoisonYvi » Di 6. Dez 2005, 11:32

Viva Floripa hat geschrieben:Kristofe hat keine Ansprüche auf Arbeitslosengeld, somit auch keine Krankenversicherung über das Arbeitsamt. ... also hat er jetzt die Wahl, arbeiten zu gehen, Sozialhilfe anzumelden ... Und Sozialhilfe klappt nur, wenn er nicht studiert.


Stimmt so nicht. Erstens hast du Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn du in Deutschland arbeitslos bist. Zwar nicht unbedingt auf Arbeitslosengeld I (das nur, wenn du in den letzten drei Jahren mindestens 12 Monate in der EU sozialversicherungspflichtig gearbeitet hast), aber immerhin auf Arbeitslosengeld II. Und sollten die dir die Leistungen kürzen, und du kein Geld kriegen (weil du zu viel Besitz, oder was auch immer hast), zahlen die Arbeitsagenturen trotzdem die Krankenversicherungen (außer, du kannst dich bei jemandem familienversichern). Wie gesagt, in Deutschland besteht Versicherungspflicht, und was macht ein Arbeitsloser ohne Anspruch auf ALG? Versicherungsbeiträge fallen nicht vom Himmel. Also zahlt die Arbeitsagentur.
Zum Zweiten. Sozialhilfe gibt es seit dem 01.01.2005 nicht mehr.
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Beitragvon Viva Floripa » Di 6. Dez 2005, 12:47

Keine Frage, Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht immer, sofern man die Voraussetzung dafür erfüllt, sprich – entsprechende Versicherungszeiten belegt hat, man kann auch sagen: BEZAHLT HAT. Ein Arbeitsloser ohne ALG geht zum Sozialamt, dort kriegt er seine Sozialhilfe, wenn er sämtliche Eigenmittel verbraucht hat. Heute sagt man zu der Sozialhife wohl „Leistungen der laufenden Hilfe zum Lebensunterhalt“ oder so ähnlich, ist aber ganauso beschissen.
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Beitragvon PoisonYvi » Di 6. Dez 2005, 12:50

Viva Floripa hat geschrieben:Keine Frage, Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht immer, sofern man die Voraussetzung dafür erfüllt, sprich – entsprechende Versicherungszeiten belegt hat, man kann auch sagen: BEZAHLT HAT. Ein Arbeitsloser ohne ALG geht zum Sozialamt, dort kriegt er seine Sozialhilfe, wenn er sämtliche Eigenmittel verbraucht hat. Heute sagt man zu der Sozialhife wohl „Leistungen der laufenden Hilfe zum Lebensunterhalt“ oder so ähnlich, ist aber ganauso beschissen.


FALSCH, wie oben schon mal erklärt, die Sozialämter sind dafür nicht mehr zuständig, und Sozialhilfe heißt heute Arbeitslosengeld II. (Ist aber nicht mehr wie Sozialhilfe, die Grundlagen haben sich geändert). Und sämtliche Eigenmittel muss man nicht vorher verbrauchen, es gibt Leute, die arbeiten, und kriegen trotzdem ALG II.
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