Krieg unter dem Zuckerhut

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Beitragvon kailew1 » Sa 27. Jan 2007, 02:49

Hallo lieben Teilnehmer, liebe Admins,

leider haben sich in Eurem Forum diverse Fake-Accounts eingeschlichen.

Auf jeden Fall nicht echt, ist der Account

kailew

hinter dem sich höchstwahrscheinlich der Teilnehmer verbirgt, der hier als "Dumpfbacke" bekannt ist (und meines Wissens rausgeflogen ist). Dieser Teilnehmer ist auch in dem von mir betriebenen deutschsprachigen Portugalforum www. portugalforum.de seit langem gesperrt, seit er dort zunächst als

dms

und später unter etwa 20 weiteren Identitäten versucht hat, seine Trollscheiße abzulassen. Seit er im Portugalforum gesperrt ist, betätigt er sich als Stalker und versucht auf viele Arten und Weisen meinen Namen durch den Dreck zu ziehen. Die Anmeldung hier ist ein weiterer Versuch.

Ich jedenfalls habe keinen einzigen Beitrag des Teilnehmers kailew geschrieben.

Um meine Identität zu beweisen, habe ich meine Mailadresse öffentlich sichtbar gemacht. Der andere kailew verfügt über keine Mailadresse, die "westalgarve.de" oder "portugalforum.de" als Domain hat. Höchstwahrscheinlich hat er sich unter einer Hotmail-Adresse angemeldet. Außerdem postet er, das kann derAdmin relativ schnell feststellen, auch nicht aus Deutschland, sondern verfügt über eine Netcabo-IP aus Portugal, genauer Lissabon.

Ich bitte alle Beteiligten, vor allem die Admins darum, dieser Sache nachzugehen, den Teilnehmer kailew zu sperren und tendenziell rufschädigenden Beiträge zu löschen sowie den Account mir zuzusprechen. Der Benutzername "kailew" ist im Web so bekannt, dass er Unterscheidungskraft besitzt und man dahinter mich als konkrete Person vermutet und erwartet. Insofern erhebe ich Anspruch auf die alleinige Nutzung dieses Namens.

Ebenfalls ein Fake könnte der Nutzer

"Ralf und Lena"

sein. Ich rate dringend, auch das nachzuprüfen.

Da aus einem für die Öffentlichkeit gesperrten Bereich des Brasilientrolle-Forums viele Zugriffe auf das Portugalforum kamen, gehe ich davon aus, dass die hier kürzlich rausgeflogenen User sich zusammengetan haben, um Euch (und uns im Portugalforum) aufzumischen. Ich werde das verhindern, ich hoffe, wir können da gegen diese Schwachköpfe zusammenarbeiten.

Kai
Mails an: kailew@westalgarve.de
kailew@portugalforum.de
kai@portugalforum.de

ps: Ich bin jederzeit bereit, meine Identität etwa durch Zusenden einer Personalausweiskopie zu bestätigen.
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Beitragvon kailew1 » Sa 27. Jan 2007, 13:42

Kai Lewendoski

Als "kailew" Betreiber des deutschsprachigen Portugalforums http://www.portugalforum.de. Weitere Kontaktdatenn können dort im Impressum eingesehen und überprüft werden.
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Beitragvon Claudio » Sa 27. Jan 2007, 17:14

Benstress hat geschrieben:Den die wahren Verbrecher in der Stadt sind und bleiben die " BULLEN "!


o Benstress,

das ist !&@*$#! so zu denken. sicher gibt es viele Verbrecher unter den Bullen, aber die Gangster töten Männer, Frauen, Kinder ohne mit der Wimper zu zucken.
Im Gegenteil man muss die ("echten") Bullen eigentlich bewundern wie sie tagtäglich ihr leben risikieren um diese Drogenmafia zu bekämpfen
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Beitragvon Benstress » So 28. Jan 2007, 13:35

Claudio hat geschrieben:
Benstress hat geschrieben:Den die wahren Verbrecher in der Stadt sind und bleiben die " BULLEN "!


o Benstress,

das ist !&@*$#! so zu denken. sicher gibt es viele Verbrecher unter den Bullen, aber die Gangster töten Männer, Frauen, Kinder ohne mit der Wimper zu zucken.
Im Gegenteil man muss die ("echten") Bullen eigentlich bewundern wie sie tagtäglich ihr leben risikieren um diese Drogenmafia zu bekämpfen


Na ja, das sehe ich anders! Sicherlich gibt es einige Dinge die auf dem Hügel nicht gut laufen. Doch wenn Du eine Verkaufsstelle hast die Bewaffnet ist schläfst Du ruhiger und sicherer.

Hier ein netter Artikel warum die Bullen Schweine sind:

Todesschwadronen in Peripherie und Stadt
Die Massaker an FavelabewohnerInnen in Rio de Janeiro ains Audruck institutionalisierter Gewalt
Milizen, die immer wieder BewohnerInnen der Vororte von Rio de Janeiro umbringen, wurden schon in den 60er Jahren gegründet. Die politische Ausrichtung sowie die Vorgehensweise der Todesschwadronen hat sich jedoch über die Jahrzehnte geändert. Die verbreitete Straflosigkeit für Gewalttaten von staatlichen Sicherheitskräften hat ein immer brutaleres und dreisteres Vorgehen gefördert. Beim jüngsten Massaker wurden fast dreißig Menschen von Polizisten wahllos umgebracht. Dass es jede und jeden hätte treffen können, hat die brasilianische Bevölkerung geschockt – und die gesellschaftliche und politische Machtposition der Todesschwadronen deutlich gemacht.

Die von staatlichen Sicherheitskräften verübten Morde an Favela-BewohnerInnen, Obdachlosen und Straßenkindern sind in Rio de Janeiro zur Routine geworden. Spätestens seit den Massakern an acht Straßenkindern der Candelária-Kirche und 21 BewohnerInnen aus der Favela Vigário Geral im Jahr 1993 gehören von PolizistInnen ausgeübte illegale Hinrichtungen ebenso zum Stadtbild wie der Zuckerhut, die Christus-Statue und die Strände von Copacabana und Ipanema. Trotz dieser zur Alltäglichkeit gewordenen Barbarei schockierte das Massaker vom 31. März 2005, dem 29 Menschen zum Opfer fielen, die brasilianische Öffentlichkeit. Es war nicht nur das größte Massaker in der Geschichte Rios, die Morde riefen auch die in Vergessenheit geratene gesellschaftliche und politische Machtstellung, die die Todesschwadronen in der Peripherie von Rio de Janeiro innehaben, ins Bewusstsein zurück.

Das Massaker

Nach Augenzeugenberichten trafen sich die Täter am Nachmittag des 31. März in einer Kneipe in der Stadt Belford Roxo. Belford Roxo liegt in der Peripherie von Rio de Janeiro, der so genannten Baixada Fluminense (siehe Kasten). Die vier Männer – allesamt Mitglieder der örtlichen Militärpolizei – nahmen über mehrere Stunden hinweg etliche Biere und Cachaça zu sich.
Gegen 20:00 Uhr fuhren die Täter in einem silberfarbenen Auto der Marke ‚Gol’ in die Nachbarstadt Queimados und bedrohten unterwegs die Menschen auf der Straße mit den Worten: „Wir kommen bald wieder zurück und bringen euch den Terror.“ Eine halbe Stunde später machten die Polizisten ihre Drohungen wahr. Bei den ersten Opfern handelte es sich um zwei Fahrradfahrer, die sie aus ihrem Wagen heraus erschossen. In den darauf folgenden Minuten töteten die vier Männer in Queimados wahllos weitere neun Menschen. Anschließend fuhren sie in die 15 Kilometer entfernt gelegene Nachbarstadt Novo Iguaçu und erschossen weitere 18 Personen.
Während die Täter in Queimados maskiert waren, zeigten sie in Novo Iguaçu ihre Gesichter ganz offen – ein eindeutiger Hinweis, dass sie keine Strafverfolgung fürchteten. Das Massaker dauerte nicht länger als eine halbe Stunde. Die insgesamt 29 Opfer, unter ihnen Frauen, Jugendliche und ein 13-jähriges Kind, hatten keinerlei Möglichkeit zu reagieren oder gar zu fliehen. Der Großteil der Morde wurde nicht etwa in dunklen, abgelegenen Ecken, sondern in belebten Straßen verübt. Die Anzahl der Opfer hätte auch noch weitaus höher ausfallen können; viele Menschen, die sich in unmittelbarer Nähe der Tatorte befanden, überlebten rein zufällig.

Die Täter

Da die meisten der tödlichen Kugeln aus Revolvern stammten, die ausschließlich von der Polizei verwendet werden, räumte am Tag nach dem tragischen Vorfall sogar der Sekretär für öffentliche Sicherheit von Rio de Janeiro, Marcelo Itagiba, ein, dass es sich bei den Tätern allem Anschein nach um Angehörige der Militärpolizei handelte. Eine Woche später saßen neben den vier Mördern weitere sieben Militärpolizisten in Untersuchungshaft. Nach offiziellen Angaben gehören alle elf Festgenommenen einem so genannten „Schutzring” an, eine euphemistische Umschreibung für Todesschwadron. Fest steht mittlerweile, dass mehrere der Tatverdächtigen bereits in der Vergangenheit verschiedene Verbrechen wie Erpressung und Mord begangen hatten. Einer von ihnen war laut Augenzeugen an dem Massaker an sechs Jugendlichen im September 2001 in Belford Roxo beteiligt.
Mit der Bluttat wollten die Militärpolizisten wahrscheinlich die Festnahme von neun Kollegen aus Duque de Caxias rächen. Der Kommandant des Militär-Bataillons von Duque de Caxias, Paulo César Lopes, geht seit einigen Monaten konsequent gegen das korrupte Verhalten seiner Untergebenen vor: Ein paar Tage vor dem Massaker hatte er zwei Militärpolizisten festnehmen lassen, die vermutlich zwei Menschen ermordet und einen von ihnen sogar geköpft hatten.

Reaktionen

Am 9. April 2005 organisierten FreundInnen der Opfer, PolitikerInnen , AnwohnerInnen, sowie VertreterInnen von Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und sozialen Bewegungen zeitgleich zwei Demonstrationen in Novo Iguaçu und Queimados, um ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen. „Für mehr Sicherheit und Gerechtigkeit“ stand auf den Transparenten, und man spürte ihre Angst vor einem neuen Massaker. Ein Priester aus Queimados sagte: „Ich sehe hier kaum Familienangehörige. Sie haben Angst – vor der Polizei.“
Der Stiefvater eines der ermordeten Jugendlichen nahm bewusst nicht an der Demonstration teil, da er „es nicht ertragen kann, Seite an Seite mit Militärpolizisten zu marschieren“, die die öffentliche Kundgebung begleiteten. Damit drückte er aus, was viele der etwa 3.000 DemonstrantInnen dachten.
Neben der Angst macht sich Hoffnungslosigkeit unter den Menschen breit. Die tödlichen Schüsse vom 31. März erinnerten an das Massaker in der Favela Vigário Geral vom August 1993. Häufig werden die aktuellen Verbrechen mit den Gewalttaten vor 12 Jahren verglichen, und so sind die Hoffnungen, dass den Hinterbliebenen der Opfer Gerechtigkeit widerfährt und die Täter zu hohen Strafen verurteilt werden, nur sehr gering. Von den nach dem Massaker in Vigário Geral identifizierten 40 Tätern wurden lediglich fünf verurteilt und nur drei von ihnen sitzen ihre Strafe ab. Für Tim Cahill von amnesty international stellt die Nichtahndung der Täter das größte Problem bei der Verbrechensbekämpfung dar, da sie der „Nährboden für neue Massaker“ sei.

Baixada Fluminense

Angst und Misstrauen gegenüber der Polizei und den in der gesamten Peripherie von Rio de Janeiro agierenden Todesschwadronen prägen den Alltag der Menschen aus der Baixada Fluminense, und zwar nicht erst seit dem 31. März 2005. In dieser Region werden pro Tag durchschnittlich fünf Menschen ermordet. Seit 1995 wurden mehr als 20.000 Mordopfer gezählt. Da viele der von Todesschwadronen getöteten Menschen auf heimlichen Friedhöfen verscharrt werden, dürfte die Dunkelziffer extrem hoch liegen.
Bezogen auf die Bevölkerungszahl übersteigt die Mordrate in der Baixada Fluminense eindeutig die in Rio de Janeiro. Im krassen Gegensatz hierzu steht die geringe Anzahl der Mordanzeigen bei der Polizei – sie liegt deutlich unter der von Rio de Janeiro. Ursache für diese Diskrepanz ist die Angst der Hinterbliebenen vor Racheakten. Das Menschenrechtszentrum der Diözese von Novo Iguaçu hört immer wieder von den Angehörigen der Opfer, ihnen werde kurz nach der Tat mit dem Tod gedroht für den Fall, dass sie zur Polizei gehen.
Die Hauptursache für die Dominanz der Todesschwadronen in der Baixada Fluminense ist ihre historisch gewachsene Verwurzelung mit der lokalen Politik. Den Anfang machte Tenório Calvacanti, der in den 1940er und 50er Jahren mit einer Bande von Revolvermännern erfolgreich seine politischen Interessen in Duque de Caxias durchsetzte. Calvacanti war der erste und einzige Bundesabgeordnete Brasiliens, der sich in der Öffentlichkeit mit einem Maschinengewehr zeigte. Die von ihm ausgelöste Welle von Gewalt nahm ein Ausmaß an, das ganz Brasilien aufhorchen ließ. Seiner Beliebtheit in der Region tat dies keinen Abbruch. Im Gegenteil: Bei seiner Wiederwahl zum Bundesabgeordneten erhielt er die meisten Stimmen im Bundesstaat Rio de Janeiro.
In den 60er Jahren kam es zu Hungerrevolten in der Baixada Fluminense. Die Nahrungsmittelversorgung lag zu dieser Zeit in der Hand einiger weniger Händler. Diese nutzten ihre Monopolstellung aus und versteckten die Lebensmittel in heimlichen Depots, um so die Preise künstlich hochzuhalten. Mit Rufen wie „Wir wollen essen“ fielen am 5. Juli 1962 unzählige Menschen über etwa 2.000 Geschäfte her. Auf Druck des Industrie- und Handelsverbandes von Duque de Caxias initiierten Polizei und Militär so genannte freiwillige ‚Brigaden zur Verteidigung der Familien von Caxias’. Obwohl der örtlichen Justiz die Illegalität dieser paramilitärischen Gruppen bewusst war, rechtfertigten sie ihre Bildung mit dem Recht der Geschäftsleute, ihr Eigentum „mit allen dafür notwendigen Mitteln zu verteidigen“.

Neue Entwicklungen

Nach dem Militärputsch von 1964 erhielten die Milizen eine neue politische Ausrichtung: Die neuen militärischen Machthaber in der Baixada Fluminense entledigten sich mit ihrer Hilfe oppositioneller PolitikerInnen.
Die Anzahl der Todesopfer stieg in den 1960er und 70er Jahren auf ein so hohes Niveau, dass auch die Presse in Rio de Janeiro davon Kenntnis nahm und immer öfter über die skandalösen Zustände berichtete. Die Militärpolizei und die hinter den Todesschwadronen stehenden rechten PolitikerInnen versuchten nun, die Morde als notwendiges Übel zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung darzustellen. Ihre Ideologie „Nur ein toter Bandit ist ein guter Bandit“ hat bis heute Bestand. Die Tatsache, dass unter den Opfern völlig Unbeteiligte (darunter ganze Familien), Zeugen der Morde, unbequeme PolitikerInnen und nicht korrumpierbare PolizistInnen sind, lässt weite Teile der Bevölkerung unbeeindruckt.
In den 1980er Jahren trat bei den Todesschwadronen ein signifikanter Wandel ein. Die Zahl ihrer KomplizInnen vervielfachte sich, wobei ein nicht unbedeutender Anteil der neuen Gruppen nicht mehr unter der ausschließlichen Kontrolle der Militärpolizei stand. Tatsächlich änderte dies nichts an der Tatsache, dass ihre zahlreichen Mitglieder PolizistInnen waren. Erstreckte sich ihr Aktionsradius bis Ende der 1970er Jahren mehr oder weniger auf die Städte Novo Iguacu und Belford Roxo, so breiteten sie sich nun auch in den anderen Teilen der Peripherie aus. Die Folge war eine Eskalation der Morde. Massaker an fünf oder mehr Menschen wurden zur Alltäglichkeit.
Die Todesschwadronen änderten auch ihre taktische Vorgehensweise. Da ihre Verbrechen in der Vergangenheit keine strafrechtlichen Verfolgungen nach sich zogen, gingen sie immer brutaler vor und stellten ihre teilweise bei lebendigem Leib verbrannten oder geköpften Opfer ostentativ in belebten Straßen aus. So sollte allen BewohnerInnen deutlich gemacht werden, was ihnen blüht, wenn sie den Killern in die Quere kommen.
Die 1990er Jahre könnten mit der Überschrift „Mörder an der Regierung“ betitelt werden. Waren die Todesschwadronen bis dahin auf die Rückendeckung von ideologisch gleich gesinnten PolitikerInnen angewiesen, gelangten sie nun selbst an die politischen Machthebel. Nach und nach besetzten ihre Mitglieder immer mehr Abgeordnetensessel und Bürgermeisterposten.
Während die Medien in den 1970er und 80er Jahren ausführlich über die Todesschwadronen in der Peripherie berichtet hatten, gerieten deren Gräueltaten ab den Jahren 1993/94 aus dem Blickfeld des öffentlichen Interesses. Die brasilianische Presse richtete ihr Augenmerk nun auf Rio de Janeiro. Hintergrund für diesen Wandel war eine Welle von Gewalt, die die Stadt in diesen Jahren erschütterte. Seit den Massakern von Candelária und Vigário Geral prangerten vor allem Menschenrechtsorganisationen die von staatlichen Ordnungskräften praktizierte Gewalt an. Medien und PolitikerInnen hingegen thematisierten verstärkt den von Drogenkommandos in den Favelas errichteten Parallel-Staat: 1994 ließ die Regierung von Rio de Janeiro das brasilianische Militär in die Favelas der Stadt einmarschieren.

Todesschwadronen in Rio de Janeiro

Nicht nur in der Peripherie, auch in der Stadt selbst kam es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Bildung von Todesschwadronen. Ihr gesellschaftlicher Einfluss blieb hier jedoch begrenzt – zumindest bisher. Die erste militante Gruppierung war die von General Amaury Kruel 1958 geschaffene „Abteilung für Geheime Ermittlungen“. Anlass für deren Gründung waren Beschwerden des Handelsverbandes von Rio de Janeiro über zunehmende Überfälle auf Geschäfte. Die „Abteilung für Geheime Ermittlungen“ setzte sich aus 30 Polizisten zusammen, die allesamt für illegale Aktivitäten wie Betrug, Bestechung und Erpressung bekannt waren. Im Auftrag des Staates stiegen diese Männer nun die Favelas hinauf, drangen gewaltsam in die Häuser ein und ermordeten deren BewohnerInnen. Die durch illegale Hinrichtungen praktizierte ‚soziale Säuberung’ in Rio de Janeiro war geboren und sollte in den folgenden 50 Jahren zahlreiche Nachahmer finden. Durch Aktionen wie zum Beispiel der Verteilung von Grundnahrungsmitteln, die ihnen örtliche Geschäftsleute zur Verfügung stellten, gelang es den Milizen, von vielen Favela-BewohnerInnen als neue Machthaber akzeptiert zu werden.
Jüngste Untersuchungen zeigen, dass – zum überwiegenden Teil von Militärpolizisten angeführte – private Milizen den Drogenkartellen ihre Dominanz in den Favelas streitig machen. Besonders im östlichen Teil der Stadt haben private Milizen die Vormachtstellung in den Elendsvierteln übernommen. Von 44 Favelas sind nur noch zwei in der Hand von Drogenkommandos, darunter auch die durch den Film bekannte “Stadt Gottes” (Cidade de Deus). Neuesten Informationen zufolge befürchten aber auch deren BewohnerInnen eine baldige Übernahme durch private Milizen


Quelle: http://www.lateinamerikanachrichten.de/ ... l/581.html

Noch mal zum Abschluß: "Es gibt keine unkorupten Bullen"
Nichts ist so einfach das man es nicht falsch machen könnte!
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Beitragvon Spacy » So 28. Jan 2007, 13:40

caramba hat geschrieben:Wo haben die von der Drogenmafia eigentlich ihre hochmodernen automatischen Waffen her? Oder ihre Handgranaten?

Habt ihr eine Idee?


Brasilien hat soviele offene Grenzen zu fast allen Ländern in Süd-Amerika.
Da ist es kein Problem die ganze !&@*$#! zu beschaffen.
Wenn man nur wollen würde, könnte man auch in Deutschland so einiges einschleppen. Aber über den Amazonas ist das nur noch ein Kinderspiel, da braucht man nur Zeit und Geld. Aber ich wette das es noch leichter geht. Die Waffen werden gleich per Schiff geliefert.
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Beitragvon Benstress » So 28. Jan 2007, 14:17

Spacy hat geschrieben:
caramba hat geschrieben:Wo haben die von der Drogenmafia eigentlich ihre hochmodernen automatischen Waffen her? Oder ihre Handgranaten?

Habt ihr eine Idee?


Brasilien hat soviele offene Grenzen zu fast allen Ländern in Süd-Amerika.
Da ist es kein Problem die ganze !&@*$#! zu beschaffen.
Wenn man nur wollen würde, könnte man auch in Deutschland so einiges einschleppen. Aber über den Amazonas ist das nur noch ein Kinderspiel, da braucht man nur Zeit und Geld. Aber ich wette das es noch leichter geht. Die Waffen werden gleich per Schiff geliefert.


Und noch leichter ist es den "Bullen" die Sachen wieder abzukaufen wenn Sie sich diese von "unzuverlässigen" Trafis ( die halt nicht mehr gezahlt haben ), nach dem diese umgebracht wurden, geholt haben.

Und da soll mir einer sagen...Bullen sind keine Schweine?

An alle in Deutschland lebenden Polizisten = das gilt nicht für euch gegen die Brasis seiht ihr wahre Helden im Dienste der Bevölkerung.
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Beitragvon Bernado » So 28. Jan 2007, 21:09

Benstress hat geschrieben:Und da soll mir einer sagen...Bullen sind keine Schweine?

An alle in Deutschland lebenden Polizisten = das gilt nicht für euch gegen die Brasis seiht ihr wahre Helden im Dienste der Bevölkerung.


Es gibt überall solche und solche. Und wenn man genau hinschaut, bemerkt man immer wieder das hinter den Uniformen auch nur Menschen sind. Das Land spielt keine Rolle.
"In Mallorca trifft man mehr Deutsche als in Berlin."
Thomas Gottschalk am 23.6.2007
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Auge um Auge

Beitragvon supergringo » Di 30. Jan 2007, 09:53

Bernado hat geschrieben:Das Land spielt keine Rolle.
Nun ja, da kann man schon geteilter Meinung sein. "Kultureller Unterschied" und so.

"Tais beweint den Tod ihres Bruders Ricardo, der gestern in Tijuca mit 24 Kugeln exekutiert wurde. Es ist eine Repressalie für den Tod eines anderen Unschuldigen durch Drogendealer aus einer rivalisierenden Favela."

Quelle: O Globo online
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Ohne Worte

Beitragvon Severino » Mi 16. Mai 2007, 14:13

Dois policiais são mortos com mais de 80 tiros no Rio
São Paulo - Um policial civil e outro militar foram mortos com mais de 80 tiros na noite de ontem, no bairro de Campo Grande, na zona oeste do Rio. Henrique Rogério de Souza era lotado no Batalhão de Choque, e Carlos Eduardo Ferreira trabalhava na Delegacia de Repressão a Armas e Explosivos. À paisana e ocupando uma picape, os policiais foram abordados por quatro homens, todos encapuzados, que surgiram em um carro preto, desceram do veículo e passaram a disparar.

Foram mais de 80 tiros. Henrique e Carlos, dono da picape, eram amigos e moravam em São João do Meriti, na Baixada. A violência revoltou e comoveu colegas dos policiais, que compareceram ao local do crime. O caso será investigado pela equipe da 35ª Delegacia de Polícia, de Campo Grande. Os autores do duplo assassinato seguem foragidos. Somente neste ano, 53 policiais militares já foram mortos no Rio. Apenas 13 deles estavam em serviço.

Ricardo Valota

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Beitragvon jokli » So 20. Mai 2007, 15:35

wie wo ham die ihre waffen her ????? rocinha verkauft 300 kg gras im monat..........es ist doch einfach lacherlich...der einzige grund warum man den drogenhandel bekampft is nicht weil man die armen abhangigen schutzen will...es geht doch einfach nur um geld...

in lagoa gibts keine favela in der nahe....

ich kanns echt nich mehr horen...diese rio-horrorgeschichten...grade von touristen dei einfach keine ahnung von nichts haben und mit ihrer kamera durf die gegend laufen...es gibt wirklich leute die verhalten sich so unglaublich dumm...es kommt mir schon so vor als ware es mittlerweile so ne art souvenir...dann kann man zu hause erzahlen das man uberfallen wurde und alle sind mega beeindruckt...ein normaler tourist wird in rio nichts vom traffico mit kriegen und wenn er armen menschen die es hier nun mal gibt seine kamera oder geldboerse formlich unter die nase halt was soll dann bitte passieren...
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