Leben/Arbeiten in Brasilien für 2 Jahre

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Leben/Arbeiten in Brasilien für 2 Jahre

Beitragvon Tommy1977 » Do 18. Jan 2007, 15:15

Hallo liebe Leute :wink: ,

ich brauche mal Eure Hilfe.
Meine Verlobte lebt in Freguesia/Rio de Janeiro. Ende 2008 wird sie Ihr Musikstudium dort beenden. Bis dahin möchte ich gerne zu Ihr nach Rio ziehen und auch dort arbeiten. Nachdem sie Ihr Studium beendet hat wollen wir dann nach Deutschland ziehen. Nun muss ich eine Menge beachten wenn ich nach Brasilien gehe. War jemand schon einmal in einer ähnlichen Situation und ist für eine bestimmte Zeit nach Brasilien gegangen? Was mach ich mit meinen Versicherungen hier? Ruhen lassen? Welche Versicherungen brauche ich in Brasilien? Wie bekomme ich mein Arbeitsvisum. Ich weiß das ich hier im Forum eine Menge info´s finden doch würde ich mich freuen wenn sich jemand melden würde der Erfahrung in einem ähnlichen Fall hat und mit dem ich evtl auch mal email mäßig oder telefonisch in Kontakt treten könnte.
Vielen dank schonmal für die Hilfe.
Das Forum hier ist echt sehr informativ und eine gute Sache.
Bis bald! :wink:
Beste Grüsse

Tommy1977
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon Anna82 » Di 17. Apr 2007, 01:27

Hi Tom,

bin tatsächlich in ner ähnlichen Situation: Hab meinen Mann, Brasilianer, in Deutschland geheiratet und bin vor 1.5 Jahren hierher, sprich Sao Paulo gezogen, weil er sein Studium hiernoch beenden will - voraussichtlich Ende 2008 ist es dann so weit und wir können hier weg :P

Nein, nein, ich will nicht gleich wieder alles schlechtreden - nur ein paar Ratschläge geben, von denen ich mir vorher auch mehr hätte holen sollen.

also, zu deinen Fragen:

a) Versicherungen: Meinst du nur deine (gestzl.) Krankenversicherung oder noch andere?

Gesetzl. Krankenversicherung läuft so: Entweder du löst sie einfach auf und fertig.
Vorteil: keine weiteren Kosten
Nachteil: Wenn du wieder einwanderst, hast du keine ahnung, ob du dich wieder gesetzlich versichern kannst, da sie dann ärztliche Tests und was weiß ich nicht noch alles verordnen.
Das kann also ganz schlimm nach hinten losgehen.

Also Alternative: sogenannte Anwartschaftsversicherung abschließen

Kostet z.Zt. ca. 40,- € pro Monat
Nachteil ist also klar - monatliche Belastung
Vorteil: Diese Versicherung kannst du ab dem Tag deiner erneuten Einreise (wieder zum dauerhaften Aufenthalt in Dtl.) wieder in die gesetzl. Krankenversicherung umwandeln, ohne wenn und aber und sie können dich nicht ablehnen.

Ich habs gemacht und kämpfe seitdem mit der Bezahlung - das ist etwas blöd, so ohne Einkommen in Euronen (danke, Mama & Papa...!)

Aber ich will´s einfach nicht riskieren, bei Rückkehr ohne Krankenversicherung dazustehen.

Versicherung in Brasilien: Auch hier gibt´s gesetzliche un dprivate Krankenversicherung, wobei du die gesetzl. aber vergessen kannst.

Leider bin ich in dem Thema aber nicht so bewandert, da ich ganz automatisch, weil wir verheiratet sind, bei meinem Mann in die private über die Firma mit reinkam und das läuft ganz prima.

Arbeitsvisum.....
Ja, hm, da kann ich auch nur vom Standpunkt der Verheirateten aus sprechen: Da bekommst du die Carteira de Trabalho auf Antrag von einer Außenstelle des Ministerio de Trabalho deiner Stadt. Vorher unbedingt anrufen und ganz genau erfragen, was du vorlegen mußt, denn ich vermute, das ist wie mit allen bürokratischen Sachen hier: Jeder bundesstaat, jede Stadt, jeder einzelne Angestellte macht da sein eigenes Ding nach Lust und Laune....
Ich mußte beglaubigte Kopien der Heiratsurkunde, des Reisepasses, des Wohnsitznachweises und eines Dokuments, aus dem die Namen der Eltern hervorgehen, vorlegen.

Haha, das Dokument mit den Namen meiner Eltern war aber in Deutsch und das hat den Typen da so verwirrt, daß er in meiner Karte einfach die Eltern durchgestrichen hat!... Bin also Waise, toll.

Ansonsten muß ich sagen, ist das relativ umkompliziert, auch die Verlängerung ging bei mir ganz ohne Verwirrspiel, ein Briefchen der Policia Federal, daß mein Antrag auf permanenten Aufenthalt noch läuft, war genug.

Und es kostet nichts! (außer die ganzen Kopien und Beglaubigungen natürlich)

Ja, und nun noch einfach so ein paar Fragen zum Denkanstoß:

Dein Eintrag ist vom Januar - hat sich da schon was getan mit dem Umzug nach Rio?

Wird geheiratet oder nicht?
Falls ja, Glückwunsch, aber bringt totalen Bürokratieaufwand mit sich.
Falls nein, macht auch nichts, man muß sich das ja gut überlegen, aber auch als Single bringt herkommen totalen Bürokratieaufwand mit sich :P

Wie sieht es mit Überlegungen zu Wohnort, finanzieller Situation, Sprachbarriere, kulturelle Unterschiede, Sicherheitsbedenken usw aus?

Wär schön, hier im Forum zu verfolgen, was so aus uns wird mit den große Plänen ..... ;)


Gruß,

Anna
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a maioria das pessoas apenas existe.

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Anwartschaft ist Geldverschwendung

Beitragvon enyone » Do 3. Mai 2007, 21:35

Anna82 hat geschrieben:Hi Tom,

bin tatsächlich in ner ähnlichen Situation: Hab meinen Mann, Brasilianer, in Deutschland geheiratet und bin vor 1.5 Jahren hierher, sprich Sao Paulo gezogen, weil er sein Studium hiernoch beenden will - voraussichtlich Ende 2008 ist es dann so weit und wir können hier weg :P

Nein, nein, ich will nicht gleich wieder alles schlechtreden - nur ein paar Ratschläge geben, von denen ich mir vorher auch mehr hätte holen sollen.

also, zu deinen Fragen:

a) Versicherungen: Meinst du nur deine (gestzl.) Krankenversicherung oder noch andere?

Gesetzl. Krankenversicherung läuft so: Entweder du löst sie einfach auf und fertig.
Vorteil: keine weiteren Kosten
Nachteil: Wenn du wieder einwanderst, hast du keine ahnung, ob du dich wieder gesetzlich versichern kannst, da sie dann ärztliche Tests und was weiß ich nicht noch alles verordnen.
Das kann also ganz schlimm nach hinten losgehen.

Also Alternative: sogenannte Anwartschaftsversicherung abschließen

Kostet z.Zt. ca. 40,- € pro Monat
Nachteil ist also klar - monatliche Belastung
Vorteil: Diese Versicherung kannst du ab dem Tag deiner erneuten Einreise (wieder zum dauerhaften Aufenthalt in Dtl.) wieder in die gesetzl. Krankenversicherung umwandeln, ohne wenn und aber und sie können dich nicht ablehnen.

Ich habs gemacht und kämpfe seitdem mit der Bezahlung - das ist etwas blöd, so ohne Einkommen in Euronen (danke, Mama & Papa...!)

Aber ich will´s einfach nicht riskieren, bei Rückkehr ohne Krankenversicherung dazustehen.

Versicherung in Brasilien: Auch hier gibt´s gesetzliche un dprivate Krankenversicherung, wobei du die gesetzl. aber vergessen kannst.

Leider bin ich in dem Thema aber nicht so bewandert, da ich ganz automatisch, weil wir verheiratet sind, bei meinem Mann in die private über die Firma mit reinkam und das läuft ganz prima.

Arbeitsvisum.....
Ja, hm, da kann ich auch nur vom Standpunkt der Verheirateten aus sprechen: Da bekommst du die Carteira de Trabalho auf Antrag von einer Außenstelle des Ministerio de Trabalho deiner Stadt. Vorher unbedingt anrufen und ganz genau erfragen, was du vorlegen mußt, denn ich vermute, das ist wie mit allen bürokratischen Sachen hier: Jeder bundesstaat, jede Stadt, jeder einzelne Angestellte macht da sein eigenes Ding nach Lust und Laune....
Ich mußte beglaubigte Kopien der Heiratsurkunde, des Reisepasses, des Wohnsitznachweises und eines Dokuments, aus dem die Namen der Eltern hervorgehen, vorlegen.

Haha, das Dokument mit den Namen meiner Eltern war aber in Deutsch und das hat den Typen da so verwirrt, daß er in meiner Karte einfach die Eltern durchgestrichen hat!... Bin also Waise, toll.

Ansonsten muß ich sagen, ist das relativ umkompliziert, auch die Verlängerung ging bei mir ganz ohne Verwirrspiel, ein Briefchen der Policia Federal, daß mein Antrag auf permanenten Aufenthalt noch läuft, war genug.

Und es kostet nichts! (außer die ganzen Kopien und Beglaubigungen natürlich)

Ja, und nun noch einfach so ein paar Fragen zum Denkanstoß:

Dein Eintrag ist vom Januar - hat sich da schon was getan mit dem Umzug nach Rio?

Wird geheiratet oder nicht?
Falls ja, Glückwunsch, aber bringt totalen Bürokratieaufwand mit sich.
Falls nein, macht auch nichts, man muß sich das ja gut überlegen, aber auch als Single bringt herkommen totalen Bürokratieaufwand mit sich :P

Wie sieht es mit Überlegungen zu Wohnort, finanzieller Situation, Sprachbarriere, kulturelle Unterschiede, Sicherheitsbedenken usw aus?

Wär schön, hier im Forum zu verfolgen, was so aus uns wird mit den große Plänen ..... ;)


Gruß,

Anna


Hallo Anna,

ich meine die Anwartschaft ist nur wichtig für den Privatversicherten denn als solcher kommt man nicht ohne Anwartschaft in die gesetzliche nach dem Auslandsaufenthalt über längere Zeit ( in die private schon gar nicht mehr ).
Für vorher gesetzl. versicherte ist es Geldverschwendung denn jede gesetzl. muss einen Arbeitnehmer aufnehmen! Es sei dennn man plant als Asylant ohne Pass oder über Harz IV wieder in Deutschland "Fuß zu fassen " :wink:

Abracos,
Enrico
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