Hi Tom,
bin tatsächlich in ner ähnlichen Situation: Hab meinen Mann, Brasilianer, in Deutschland geheiratet und bin vor 1.5 Jahren hierher, sprich Sao Paulo gezogen, weil er sein Studium hiernoch beenden will - voraussichtlich Ende 2008 ist es dann so weit und wir können hier weg
Nein, nein, ich will nicht gleich wieder alles schlechtreden - nur ein paar Ratschläge geben, von denen ich mir vorher auch mehr hätte holen sollen.
also, zu deinen Fragen:
a) Versicherungen: Meinst du nur deine (gestzl.) Krankenversicherung oder noch andere?
Gesetzl. Krankenversicherung läuft so: Entweder du löst sie einfach auf und fertig.
Vorteil: keine weiteren Kosten
Nachteil: Wenn du wieder einwanderst, hast du keine ahnung, ob du dich wieder gesetzlich versichern kannst, da sie dann ärztliche Tests und was weiß ich nicht noch alles verordnen.
Das kann also ganz schlimm nach hinten losgehen.
Also Alternative: sogenannte Anwartschaftsversicherung abschließen
Kostet z.Zt. ca. 40,- € pro Monat
Nachteil ist also klar - monatliche Belastung
Vorteil: Diese Versicherung kannst du ab dem Tag deiner erneuten Einreise (wieder zum dauerhaften Aufenthalt in Dtl.) wieder in die gesetzl. Krankenversicherung umwandeln, ohne wenn und aber und sie können dich nicht ablehnen.
Ich habs gemacht und kämpfe seitdem mit der Bezahlung - das ist etwas blöd, so ohne Einkommen in Euronen (danke, Mama & Papa...!)
Aber ich will´s einfach nicht riskieren, bei Rückkehr ohne Krankenversicherung dazustehen.
Versicherung in Brasilien: Auch hier gibt´s gesetzliche un dprivate Krankenversicherung, wobei du die gesetzl. aber vergessen kannst.
Leider bin ich in dem Thema aber nicht so bewandert, da ich ganz automatisch, weil wir verheiratet sind, bei meinem Mann in die private über die Firma mit reinkam und das läuft ganz prima.
Arbeitsvisum.....
Ja, hm, da kann ich auch nur vom Standpunkt der Verheirateten aus sprechen: Da bekommst du die Carteira de Trabalho auf Antrag von einer Außenstelle des Ministerio de Trabalho deiner Stadt. Vorher unbedingt anrufen und ganz genau erfragen, was du vorlegen mußt, denn ich vermute, das ist wie mit allen bürokratischen Sachen hier: Jeder bundesstaat, jede Stadt, jeder einzelne Angestellte macht da sein eigenes Ding nach Lust und Laune....
Ich mußte beglaubigte Kopien der Heiratsurkunde, des Reisepasses, des Wohnsitznachweises und eines Dokuments, aus dem die Namen der Eltern hervorgehen, vorlegen.
Haha, das Dokument mit den Namen meiner Eltern war aber in Deutsch und das hat den Typen da so verwirrt, daß er in meiner Karte einfach die Eltern durchgestrichen hat!... Bin also Waise, toll.
Ansonsten muß ich sagen, ist das relativ umkompliziert, auch die Verlängerung ging bei mir ganz ohne Verwirrspiel, ein Briefchen der Policia Federal, daß mein Antrag auf permanenten Aufenthalt noch läuft, war genug.
Und es kostet nichts! (außer die ganzen Kopien und Beglaubigungen natürlich)
Ja, und nun noch einfach so ein paar Fragen zum Denkanstoß:
Dein Eintrag ist vom Januar - hat sich da schon was getan mit dem Umzug nach Rio?
Wird geheiratet oder nicht?
Falls ja, Glückwunsch, aber bringt totalen Bürokratieaufwand mit sich.
Falls nein, macht auch nichts, man muß sich das ja gut überlegen, aber auch als Single bringt herkommen totalen Bürokratieaufwand mit sich
Wie sieht es mit Überlegungen zu Wohnort, finanzieller Situation, Sprachbarriere, kulturelle Unterschiede, Sicherheitsbedenken usw aus?
Wär schön, hier im Forum zu verfolgen, was so aus uns wird mit den große Plänen .....
Gruß,
Anna