Leben und Arbeiten in São Sebastião

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: LEBEN UND ARBEITEN IN SAO SEBASTIAO

Beitragvon Regina15 » So 9. Feb 2014, 18:36

BrasilJaneiro hat geschrieben:gibt es dort danach direkt ein Arbeitsvisum ist es ebenso Bürokratisch wie hier in DE oder geht es dort eher einfacher ?
Ich kann jetzt nur von Erfahrungen in Rio sprechen. Schlimme,r schlimmer, schlimmer als in Deutschland. Ich sehe unsere Behörden jetzt mit anderen Augen. Hier haben die Mitarbeiter wenigstens von der Materie Ahnung und wenn nicht, fragen sie nach. In Rio schicken sie dich überall und nirgends hin, geben dir falsche Infos welche Papiere du bringen musst und und und.
Direkt gibt es gar nichts. Dauert und dauert. Alles kostet!
Sollte dein Freund Familie in Sao Paulo haben,wo du unterkommen kannst, würde ich dort einen Kurs belegen. Ohne Sprache nimmt dich kein Hotel. Es ist noch ein großer Unterschied ob ich so mit meinem Gegenüber sprechen kann oder mich am Telefon verständigen muss.
Viel Erfolg und viel Spaß im August.
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Leben und Arbeiten in São Sebastião

Beitragvon Alexsander » So 9. Feb 2014, 20:34

Hi Sun 88,

die Sprache lernst du natürlich am schnellsten in Brasilien. Als Vorbereitung von Deutschland aus würde ich das Lernsystem von Rosetta Stone nutzen. Ich habe damit auch seinerzeit in ein paar Monaten den Grundstock für mein port. gelegt. Vor allem lernt man auch gleich die richtige Aussprache... Grammatik usw. usw. und es ist noch kostengünstig. Einfach mal googlen. Der port. Kurs ist für bras. port. Es wurde mal für Astronauten und die Nasa entwickelt und der schnelle Lernerfolg ist fantastisch.

Ansonsten wurde ja schon viel zu den möglchen Problemen und Umständen geschrieben. Brasilien ist sicherlich ein schönes Land, wenn auch nicht unbedingt gut zum auswandern. Man muss halt einen "hohen Preis" zahlen wenn man hier leben will. Wenn Du dazu bereit bist kann es natürlich klappen.

Viel Glück :D :)
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Re: LEBEN UND ARBEITEN IN SAO SEBASTIAO

Beitragvon BrasilJaneiro » So 9. Feb 2014, 23:00

Regina15 hat geschrieben:
BrasilJaneiro hat geschrieben:gibt es dort danach direkt ein Arbeitsvisum ist es ebenso Bürokratisch wie hier in DE oder geht es dort eher einfacher ?
Ich kann jetzt nur von Erfahrungen in Rio sprechen. Schlimme,r schlimmer, schlimmer als in Deutschland. Ich sehe unsere Behörden jetzt mit anderen Augen. Hier haben die Mitarbeiter wenigstens von der Materie Ahnung und wenn nicht, fragen sie nach. In Rio schicken sie dich überall und nirgends hin, geben dir falsche Infos welche Papiere du bringen musst und und und.
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nur der Vollständigkeit halber: dieser Satz ist nicht von mir, sondern eine Frage von sun88.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Leben und Arbeiten in São Sebastião

Beitragvon sun88 » Mo 10. Feb 2014, 16:43

Hallo nochmals und vorerst erstmal VIELEN VIELEN DANK für jede einzelne Nachricht und jeden Tip ! :D !

allerdings bin ich etwas enttäuscht… mir ist bewusst, dass es kein einfacher Weg wird und das es mit vielen Steinchen zu tun hat die man überwinden muss. Sprache, "niedriger" Lebensstandard, Kosten etc. etc. aber bis jetzt interpretiere ich alle Messages hier sehr negativ, das es fast unmöglich ist enorm viel Geld kostet zeit nerven und und und …

Fazit also : lass es lieber mit Brasilien ??!

Bezüglich der Sprachschule ist wizard auch die einzige die ich, sowie mein Freund finden konnte. Wenn jemand andere kennt bin ich dankbar ! ! !

Vielleicht noch etwas zu meiner Person und zu meinem Freund damit es eindeutiger wird. Wir haben uns 2012 auf einer Sprachreise auf Malta kennen gelernt, danach hat er einige Monate mit mir in Deutschland gelebt, immer wieder raus und rein wegen Visum und er konnte sich hier einfach nicht adaptieren, weder wegen der Sprache noch bezüglich Job (er ist etwas jünger als ich und hat noch kein beendetes Studium oder Ausbildung). Und nun ist er wieder in Brasilien zum studieren und ich hier , aber eine Fernbeziehung möchten wir beide nicht mehr, und da ich mit meiner Ausbildung (wie ich dachte) es einfacher habe ein Land zu verlassen und woanders neu zu beginnen und auch durch kein Studium gebunden bin. Bleibt uns die alternative, dass ich nach Brasilien gehe.
100% wohl bei dem Gedanken ist mir auch nicht, ich weiss nicht was auf mich zukommt und bis jetzt höre ich nur negatives darüber, Kriminalität, Armut, Arroganz , etc etc etc … Wobei mein grösste Angst der Langstreckenflug , das alleine sein und die Entfernung ist :D Aber wir sind einfach nicht glücklich so wie es jetzt ist, und für meinen Lebenslauf wird es auch kein Beinbruch sein weitere Erfahrungen im Ausland zu sammeln.

Ist denn jemand hier im Forum der in Sao Sebastiao lebt oder gelebt hat ?

Bezüglich Visum werde ich mich dann wohl mit der Brasilianischen Botschaft in Verbindung setzten, es kann ja nicht sein das nur Heiraten bleibt um auch arbeiten zu können :( ?!?!?!!!
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Re: Leben und Arbeiten in São Sebastião

Beitragvon Trem Mineiro » Mo 10. Feb 2014, 17:13

sun88 hat geschrieben:Bezüglich Visum werde ich mich dann wohl mit der Brasilianischen Botschaft in Verbindung setzten, es kann ja nicht sein das nur Heiraten bleibt um auch arbeiten zu können :( ?!?!?!!!


Mach das, wobei die bei Arbeitsvisa auf die aktive Mitarbeit deines zukünftigen Arbeitgebers (den es ja noch nicht gibt) angewiesen sind, der ja eine Arbeitserlaubnis beim MiT (Arbeitsministerium) in Brasilia angewiesen sind, direkt können die auch nichts machen.

Also versuch mal eine andere Visa-Möglichkeit zu entlocken, bleibt ja für dich nur noch ein Sprachvisum.

Berichte mal, was bei dem Besuch herausgekommen ist.
Ich drück dir die Daumen.

Gruß
Trem Mineiro

PS: schau dir mal an, was deinem Freund blühen würde, wenn er ohne Heirat nach Deutschland auswandern würde. Der hätte noch nicht mal mit guter Berufsausbildung und guten Deutsch-Kenntnissen eine Chance. Nee, der müsste auch noch einen Arbeitgeber finden der ihm ein Spitzengehalt von 40-60000 Euro zahlt.
Da sind die Hürden noch viel höher und Brasilien ist da ein bisschen liberaler.
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Re: Leben und Arbeiten in São Sebastião

Beitragvon Regina15 » Mo 10. Feb 2014, 20:32

Trem Mineiro hat geschrieben:PS: schau dir mal an, was deinem Freund blühen würde, wenn er ohne Heirat nach Deutschland auswandern würde. Der hätte noch nicht mal mit guter Berufsausbildung und guten Deutsch-Kenntnissen eine Chance. Nee, der müsste auch noch einen Arbeitgeber finden der ihm ein Spitzengehalt von 40-60000 Euro zahlt.
Da sind die Hürden noch viel höher und Brasilien ist da ein bisschen liberaler.

Kann ich nicht so stehen lassen. Kenne Brasilianer bzw. Brasilianerinnen, die nach dem Sprachstudium ein Studium bzw. eine duale Ausbildung absolviert haben. Danach gab es mit dem Visum keine Probleme, nachdem sie eine Arbeit mit durchschnittlichem Gehalt nachweisen konnten. Wichtig war sicherlich, dass die Firmen mit Brasilien Handel trieben oder einen anderen Bezug zu dem Land hatten.
Zurück zum Thema:
wie schon erwähnt, hinfahren und gucken ob dir das Land zum Leben zusagt.
Danach Sprachvisum, geht sicherlich nicht in dem kleinen Ort. Das nächste wäre Sao Paulo. Dort gibt es alle Stufen portugiesisch für Ausländer. In der Woche lernen (Idealfall bei Familienmitgliedern deines Freundes wohnen), am Wochenende an die Küste zum Freund oder er zu dir. Nach einem Jahr werdet ihr dann sicher wissen, ob Heirat ansteht oder nicht. Nach den Sprachkursen kannst du dich auch bei einer Uni einschreiben und studieren (z.B. Tourismus). Dazu benötigtst du natürlich auch wieder Geld.
Der Vorteil eines Studiums sind auch noch die eigenen Kontakte und Freundschaften, die dadurch entstehen. Es kann ziemlich nerven, wenn man seinen Partner ständig bespaßen muss.
Ich wünsche dir viel Glück bei deiner Entscheidungsfindung.
Meine Tochter ist einen ähnlichen Weg gegangen. Mehrere Jahre Fernbeziehung mit gegenseitigen Besuchen, danach Studentenvisum, jetzt Studium. Wir müssen sie natürlich noch unterstützen. Ein gutes Jobangebot scheiterte, da keine Arbeitserlaubnis vorhanden war. Die meisten Firmen machen sich nicht die Arbeit eine Erlaubnis zu beantragen; zu viel Aufwand und zu viel Zeit und Geld.
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Re: Leben und Arbeiten in São Sebastião

Beitragvon Trem Mineiro » Mo 10. Feb 2014, 22:54

Regina15 hat geschrieben:Kann ich nicht so stehen lassen. Kenne Brasilianer bzw. Brasilianerinnen, die nach dem Sprachstudium ein Studium bzw. eine duale Ausbildung absolviert haben. Danach gab es mit dem Visum keine Probleme, nachdem sie eine Arbeit mit durchschnittlichem Gehalt nachweisen konnten. Wichtig war sicherlich, dass die Firmen mit Brasilien Handel trieben oder einen anderen Bezug zu dem Land hatten..


Oi Regina
Gut, dann wisch das halt wieder weg
Nur, was ich geschrieben habe ist die Gesetzeslage. Deutschland erlaubt sich den Luxus, Ausländer kostenlos oder sogar gefördert auszubilden und dann mit Gewalt in die Heimatländer zurückzuschicken. Das ist dann unser Beitrag für die Entwicklungshilfe als Selbsthilfe.

Schön, dass du einen Fall kennst, der anders war, kann man sich nur freuen.
Schau mal bei Info4Alien vorbei, da kannst du unsere Fälle nachlesen.

Ist das gleiche mit deinem Vorschlag. Der ist gut und nebenbei schreibst du das Problem mit dem Geld, erst Sprachschule und dann Studiengebühren, weil sie wahrscheinlich an einer privaten UNI landen wird. Das einige Problem für die Beiden (neben der Liebe) ist das Geld, Geld , Geld weil es im Gegensatz zu D keine Förderung gibt und Bildung in Brasilien ein teures Gut ist, nix für's Volk.

Damit reduziert sich das ganze auf ein Überlebens-Niveau, nicht auf ein anständiges Leben.
Aber lassen wir sie erst mal den ersten Schritt tun, ab zum Konsulat, dann mal rüber.
Alles was wir hier schreiben und vorschlagen oder befürchten nützt Sun wenig, wir können ihr da nur Glück wünschen. Wird schon irgendwie gutgehen.

Gruß
Trem Mineiro
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