Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon Takeo » So 12. Dez 2010, 18:57

frankieb66 hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:
frankieb66 hat geschrieben:Und die Mär vom schönen Leben in der Hängematte, willigen Mulatas auf dem Schoß der gringos, bzw. knackigen Capoeiranubiern für die gringas, existieren allenfalls in der Fantasie.
Takeo hat geschrieben:...zumal die Mulatas nur dann willig sind, wenn der Geldbeutel auch was her gibt... und ich spreche nicht von Nutten,...
Ich wollte das Wort "Nutten" nur nicht benutzen. Kenner der Brasilienszene werden durchaus verstanden haben was ich ausdrücken wollte.


Und ich wollte darauf hinweisen, dass sich diese Problematik nicht nur auf Nutten reduziert... jede Frau möchte letztendlich irgendwas geboten bekommen, und das ist nur natürlich aber in Brasilien teuerer als man denkt!

@ptrludwig: wir reden hier nicht von Grossstädten, wir reden hier von ganz normalen Städten im Südosten Brasiliens. Ich glaube aber echt nicht, dass ein kultiviertes Leben im Nordosten billiger wäre - im Gegenteil! Kann natürlich sein, dass ich als "Aussteiger" unter "Eingeborenen" billig leben kann... womit sollte ich auch meine Kohle ausgeben???
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon frankieb66 » So 12. Dez 2010, 19:30

ptrludwig hat geschrieben:Ich höre immer Rio und SP ...

Hättest Du diesen Fred von Anfang an gelesen, wüsstest Du, dass insbesondere die Städte Rio, SP und Brasilia in der Studie genannt wurden.

ptrludwig hat geschrieben:... und das typisch deutsche Gejammer wie teuer Brasilien ist.

Und wenn Du die bras. Mittelschicht kennen würdest, dann wüsstest Du auch, dass das kein "typisch deutsches Gejammere" ist. Insbesondere die Brasilianer selbst jammern über die hohen Lebenshaltungskosten!

ptrludwig hat geschrieben:ch kenne einen deutschen Rentner der vor 4 Jahren hierher gekommen ist. Hat sich ein Haus gebaut, Geld war gespart, hat eine Frau mit Tochter geheiratet und noch einen Sohn gezeugt. Ja und alle leben von seiner Rente inklusive eine Hausangestellte. Der Mann hat knapp 1000 € Rente, ob er die Familie damit auch in Deutschland ernähren könnte? Nur er lebt nicht in Rio oder SP.

Freut mich für den Rentner. Gerade mal 1000 EUR Rente und auch noch eine empregada finanzieren. Luxus, aber was solls. Nicht umsonst werden 2000 USD von den Brasis als Minimum vorausgesetzt, damit man dort seinen Ruhestand verbringen darf. Ja, es geht auch anders: Mann heiratet und zeugt Nachwuchs.
Frage: Wie oft wird der gemeinsame Sohn die Heimat seines Vaters sehen? Wahrscheinlich niemals. Hauptsache man leistet sich eine empregada.

Dass man bei den caboclos im Urwald auch mit 1000 EUR überleben kann ist unbestritten, aber zu einem zivilisierten Leben gehören auch so banale Dinge wie Kultur, Reisen, Bildung etc. Letzere wirst Du mit 1000 EUR Familieneinkommen abzüglich empregada niemals bezahlen können.

ptrludwig hat geschrieben:Ich würde in Deutschland auch nicht auf die Idee kommen als Rentner nach zB. München zu ziehen.

In vielen Orten der Ex-DDR lässt es sich mit 1000 EUR Rente sicherlich genau so schlecht leben wie im interior Brasiliens. Aber hast recht: in München nicht, genau so wenig wie in Rio, SP oder Brasilia, oder in BH, oder in SC ...

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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon ptrludwig » So 12. Dez 2010, 20:15

frankieb66 hat geschrieben:
ptrludwig hat geschrieben:Ich höre immer Rio und SP ...

Hättest Du diesen Fred von Anfang an gelesen, wüsstest Du, dass insbesondere die Städte Rio, SP und Brasilia in der Studie genannt wurden.

ptrludwig hat geschrieben:... und das typisch deutsche Gejammer wie teuer Brasilien ist.

Und wenn Du die bras. Mittelschicht kennen würdest, dann wüsstest Du auch, dass das kein "typisch deutsches Gejammere" ist. Insbesondere die Brasilianer selbst jammern über die hohen Lebenshaltungskosten!

ptrludwig hat geschrieben:ch kenne einen deutschen Rentner der vor 4 Jahren hierher gekommen ist. Hat sich ein Haus gebaut, Geld war gespart, hat eine Frau mit Tochter geheiratet und noch einen Sohn gezeugt. Ja und alle leben von seiner Rente inklusive eine Hausangestellte. Der Mann hat knapp 1000 € Rente, ob er die Familie damit auch in Deutschland ernähren könnte? Nur er lebt nicht in Rio oder SP.

Freut mich für den Rentner. Gerade mal 1000 EUR Rente und auch noch eine empregada finanzieren. Luxus, aber was solls. Nicht umsonst werden 2000 USD von den Brasis als Minimum vorausgesetzt, damit man dort seinen Ruhestand verbringen darf. Ja, es geht auch anders: Mann heiratet und zeugt Nachwuchs.
Frage: Wie oft wird der gemeinsame Sohn die Heimat seines Vaters sehen? Wahrscheinlich niemals. Hauptsache man leistet sich eine empregada.

Dass man bei den caboclos im Urwald auch mit 1000 EUR überleben kann ist unbestritten, aber zu einem zivilisierten Leben gehören auch so banale Dinge wie Kultur, Reisen, Bildung etc. Letzere wirst Du mit 1000 EUR Familieneinkommen abzüglich empregada niemals bezahlen können.

ptrludwig hat geschrieben:Ich würde in Deutschland auch nicht auf die Idee kommen als Rentner nach zB. München zu ziehen.

In vielen Orten der Ex-DDR lässt es sich mit 1000 EUR Rente sicherlich genau so schlecht leben wie im interior Brasiliens. Aber hast recht: in München nicht, genau so wenig wie in Rio, SP oder Brasilia, oder in BH, oder in SC ...

Frankie

Irgend wie bringst du hier etwas durcheinander, der Mann hatt knapp 1000 € Rente, die hätte er in Deutschland auch nur, minus Krankenkasse, Pflegeversicherung und Heizkosten. Nun erkläre mir mal welche Reisen und welche Kultur er sich dort dafür leisten kann.
Er lebt hier nicht irgend wo im Busch sondern in einer Kleinstadt bei Salvador.
Ach ja, sein Sohn war bereits einmal in Deutschland, weiß jetzt nicht ob öfter geplant ist. Muss ja wohl nicht laufend nach Deutschland fliegen, nur weil sein Vater Deutscher ist.
Irgendwie höre ich hier bei vielen Beiträgen immer etwas arogantes heraus, so etwa wer nicht mein Einkommen hat der ist nichts, der hat nichts vom Leben, der kann nicht glücklich sein.
Ich für meinen Teil führe hier in Brasilien zum ersten Mal ein zufriedenes Leben, ich muss nicht hungern, renne nicht in Lumpen rum, habe keinen Stress bei der Arbeit und Reisen habe ich hier noch nicht vermisst, denn wo soll es noch schöner sein? Kultur wie ich sie brauche gibt es hier gratis, essen gehen muss ich nicht, meine Frau kocht hervorragend. Ein Auto brauche ich nicht, was ich zu erledigen habe mache ich mit dem Bus.
Ja und die jammernde Brasilianische Mittelschicht kenne ich nicht, ich halte mich an die einfachen Brasilianer, die jammern nicht, sondern genießen das Leben.
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon BrasilJaneiro » So 12. Dez 2010, 20:21

Es kommt immer darauf an, wo und wie man leben möchte. Wer zB in SP bei gleicher Miete wie in München leben will ist selber Schuld. Außerdem war Brasilien noch nie ein Billigland. Man hat nur etwas günstiger erwerben können als in Deutschland und wurde dennoch um 200% beschissen.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon Cavalo » So 12. Dez 2010, 20:41

BrasilJaneiro hat geschrieben:Es kommt immer darauf an, wo und wie man leben möchte. Wer zB in SP bei gleicher Miete wie in München leben will ist selber Schuld. Außerdem war Brasilien noch nie ein Billigland. Man hat nur etwas günstiger erwerben können als in Deutschland und wurde dennoch um 200% beschissen.


Brasilien war noch nie ein Billigland? :roll: Also ich war das erstemal in Rio 1989, da kostete das Bier 600ml
um die 0,50 Pfennige, günsiger gings wohl nicht!!! :D Also das war für mich Billigland!!!
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon Takeo » So 12. Dez 2010, 21:02

ptrludwig hat geschrieben:Ich für meinen Teil führe hier in Brasilien zum ersten Mal ein zufriedenes Leben, ich muss nicht hungern, renne nicht in Lumpen rum, habe keinen Stress bei der Arbeit und Reisen habe ich hier noch nicht vermisst, denn wo soll es noch schöner sein? Kultur wie ich sie brauche gibt es hier gratis, essen gehen muss ich nicht, meine Frau kocht hervorragend. Ein Auto brauche ich nicht, was ich zu erledigen habe mache ich mit dem Bus.
Ja und die jammernde Brasilianische Mittelschicht kenne ich nicht, ich halte mich an die einfachen Brasilianer, die jammern nicht, sondern genießen das Leben.


also ptrludwig... jezt mach' mal halblang!!! Du vermisst vielleicht keine Reisen, Du bist ja in Deutschland aufgewachsen und kennst inzwischen was von der Welt, aber Deine Lebensgefährtin... vielleicht will die ja mal was anderes sehen als immer nur die gleiche Kleinstadt? Kultur gibt es gratis... ... was ... die Capoeiragruppe aus der Nachbarschaft? Manchmal will man vielleicht ins Kino, Theater (ich war letztens in einer Stand-up Comedy!)... Konzert... Raestaurant: niemand braucht essen zu gehen... wobei essen gehen ja nicht unbedingt essen im Sinne von Ernährung bedeutet... man möchte ja vielleicht auch mal 'raus gehen, Leute sehen, was anderes machen... zu Hause kann man gut essen, unbestritten... aber darum geht's doch nicht... dass Du kein Auto brauchst ist ja vollkommen okay... aber ein Auto erleichtert doch manches... und leider ist ein Auto unter Brasilianern genauso (oder mehr?) als in Deutschland Statussymbol... bei Arm wie Reich... (mir ist das Auto egal, meiner Frau schon nicht!)... und brasilianische Mittelschicht "jammert" nicht, sondern beklagt sich über alles Beklagenswerte in Brasilien, und davon gibts genug, es sei denn man ist blind... und jetzt hör' auf dick aufzutragen... die "einfachen" Brasilianer jammern genausoviel wie alle anderen Brasilianer auch, hör' auf von der Mär von den einfachen und zufriedenen Menschen... oder sie öffenen sich Dir nicht und deshalb hörst Du kein Gejammere!!!

Klar... man kann mit wenig auskommen hüben wie drüben (Brasilien wie in Deutschland), aber Brasilien ist teuer... und wehe Du hast Kinder! Vielleicht bist Du ein Ausstieger, das ist bewundernswert, aber Dein Lebensplan kann jetzt nicht allgemeingültig für ganz Brasilien und alle seine Einwohner sein. Und wenn hier manche von einem "kultivierten" Leben reden, dann meinen wir keine Jacht in Ibiza, kein Jetset in Beverly-Hills... sondern nur das ganz normale Leben ähnlich wie es jeder Europäer, Amerikaner oder Asiate auch führen würde.
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon frankieb66 » So 12. Dez 2010, 21:03

ptrludwig hat geschrieben:Ja und die jammernde Brasilianische Mittelschicht kenne ich nicht, ich halte mich an die einfachen Brasilianer, die jammern nicht, sondern genießen das Leben.

Das dachte ich mir, sonst hättest Du meinen Beitrag auch verstanden, und würdest u.a. auch nicht solche Fragen stellen.
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon frankieb66 » So 12. Dez 2010, 21:10

Cavalo hat geschrieben:Brasilien war noch nie ein Billigland? :roll: Also ich war das erstemal in Rio 1989, da kostete das Bier 600ml um die 0,50 Pfennige, günsiger gings wohl nicht!!! :D Also das war für mich Billigland!!!

Bis zur Einführung des Plano Real war Brasilien recht billig, das stimmt. Sofern man in "echtem" Geld bezahlt wurde, also USD, DM, CHF. Ich kann mich erinnern, dass Anfang der 90er Jahre das SM z.B. bei ca. 60 USD lag. Also: Alles relativ.
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon cabof » So 12. Dez 2010, 21:53

Es hat so gut angefangen und jetzt wird der Tread wieder zerissen weil jemand eine These aufstellt ob man mit 1000 Euros in BR leben kann.
In DE müßen Millionen mit 365 Euronen auskommen, präkeres Dach über den Kopf und die Heizkosten werden jetzt auch nicht mehr bezahlt.
So stelle ich mir ein Leben mit 1000 Euronen in Brasilien vor, d.h. Frau und Kinder wollen auch versorgt sein. Ich alleine, preiswertes Zimmer
irgendwo.... 2300 Reais, dafür kann man sicherlich schon mal EINE Puppe tanzen lassen... salopp gesagt. Kinder mit Schulkosten, alle paar
Monate aus den Klamotten gewachsen, Wehwechen und Medizin.... hier beginnt das Geheimnis was ich bis heute nicht lüften konnte, wie
schaffen die das in Brasilien?
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon ptrludwig » So 12. Dez 2010, 21:54

Takeo hat geschrieben:
ptrludwig hat geschrieben:Ich für meinen Teil führe hier in Brasilien zum ersten Mal ein zufriedenes Leben, ich muss nicht hungern, renne nicht in Lumpen rum, habe keinen Stress bei der Arbeit und Reisen habe ich hier noch nicht vermisst, denn wo soll es noch schöner sein? Kultur wie ich sie brauche gibt es hier gratis, essen gehen muss ich nicht, meine Frau kocht hervorragend. Ein Auto brauche ich nicht, was ich zu erledigen habe mache ich mit dem Bus.
Ja und die jammernde Brasilianische Mittelschicht kenne ich nicht, ich halte mich an die einfachen Brasilianer, die jammern nicht, sondern genießen das Leben.


also ptrludwig... jezt mach' mal halblang!!! Du vermisst vielleicht keine Reisen, Du bist ja in Deutschland aufgewachsen und kennst inzwischen was von der Welt, aber Deine Lebensgefährtin... vielleicht will die ja mal was anderes sehen als immer nur die gleiche Kleinstadt? Kultur gibt es gratis... ... was ... die Capoeiragruppe aus der Nachbarschaft? Manchmal will man vielleicht ins Kino, Theater (ich war letztens in einer Stand-up Comedy!)... Konzert... Raestaurant: niemand braucht essen zu gehen... wobei essen gehen ja nicht unbedingt essen im Sinne von Ernährung bedeutet... man möchte ja vielleicht auch mal 'raus gehen, Leute sehen, was anderes machen... zu Hause kann man gut essen, unbestritten... aber darum geht's doch nicht... dass Du kein Auto brauchst ist ja vollkommen okay... aber ein Auto erleichtert doch manches... und leider ist ein Auto unter Brasilianern genauso (oder mehr?) als in Deutschland Statussymbol... bei Arm wie Reich... (mir ist das Auto egal, meiner Frau schon nicht!)... und brasilianische Mittelschicht "jammert" nicht, sondern beklagt sich über alles Beklagenswerte in Brasilien, und davon gibts genug, es sei denn man ist blind... und jetzt hör' auf dick aufzutragen... die "einfachen" Brasilianer jammern genausoviel wie alle anderen Brasilianer auch, hör' auf von der Mär von den einfachen und zufriedenen Menschen... oder sie öffenen sich Dir nicht und deshalb hörst Du kein Gejammere!!!

Klar... man kann mit wenig auskommen hüben wie drüben (Brasilien wie in Deutschland), aber Brasilien ist teuer... und wehe Du hast Kinder! Vielleicht bist Du ein Ausstieger, das ist bewundernswert, aber Dein Lebensplan kann jetzt nicht allgemeingültig für ganz Brasilien und alle seine Einwohner sein. Und wenn hier manche von einem "kultivierten" Leben reden, dann meinen wir keine Jacht in Ibiza, kein Jetset in Beverly-Hills... sondern nur das ganz normale Leben ähnlich wie es jeder Europäer, Amerikaner oder Asiate auch führen würde.

Ja es gibt eben Unterschiedliche Bedürfnisse, mir zB. reicht es aus mal mit Bekannten zu grillen oder mal gemeinsam den Strand zu besuchen.
Ein Aussteiger bin ich nicht, ich muss schon für mein Leben arbeiten, mal mehr mal weniger. Da ich mein Geld aber mit meiner Hände Arbeit verdiene ist es mir zu schade mal eben als Kultur ein teures Restaurant zu besuchen oder irgend welchen Hotelbesitzern das Geld in den Rachen zu schmeißen.
Im Januar mache ich mal 10 Tage Urlaub auf der Insel Itaparica, da hat meine Frau ein kleines Häuschen und ihre komplette Verwandtschaft.
Ich werde mit ihr auch mal nach Deutschland fliegen, aber nur ihr zu liebe, ich habe keine Sehnsucht. Ich weiß auch das ihr ein Deutschlandurlaub reichen wird, weil sie sich dort mit Sicherheit nicht wohl fühlt.
Wenn ich ein Leben wie ein normaler Europäer führen wollte, dann wäre ich dort geblieben.
Hier stufe ich mich als untere Mittelschicht ein und dieses Leben gefällt mir und meiner Frau auch, die ist keinen Luxus gewöhnt, habe auch lange nach ihr suchen müssen. Die Vorgängerinnen hatten immer so komische Ansprüche wie Auto, Hochhauswohnung, teuer essen gehen usw. Ich habe nun aber keine Lust mehr mich versklaven zu lassen und für eine feine Lady den Buckel krumm zu schuften. Es ist mir auch egal wie mein Status ist, weil die Brasilianer die Jahre lang ihr tolles Auto abzahlen kann ich nur bedauern.
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