Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon Paraibano » Mo 13. Dez 2010, 20:13

ptrludwig hat geschrieben:
cabof hat geschrieben:Es hat so gut angefangen und jetzt wird der Tread wieder zerissen weil jemand eine These aufstellt ob man mit 1000 Euros in BR leben kann.
In DE müßen Millionen mit 365 Euronen auskommen, präkeres Dach über den Kopf und die Heizkosten werden jetzt auch nicht mehr bezahlt.
So stelle ich mir ein Leben mit 1000 Euronen in Brasilien vor, d.h. Frau und Kinder wollen auch versorgt sein. Ich alleine, preiswertes Zimmer
irgendwo.... 2300 Reais, dafür kann man sicherlich schon mal EINE Puppe tanzen lassen... salopp gesagt. Kinder mit Schulkosten, alle paar
Monate aus den Klamotten gewachsen, Wehwechen und Medizin.... hier beginnt das Geheimnis was ich bis heute nicht lüften konnte, wie
schaffen die das in Brasilien?

Ja siehst du da habe ich auch eine These, warum soll nicht ein Deutscher genau so leben können wie ein Brasilianer? Sich dabei sogar noch wohl fühlen? Warum denkt man das nur die Reichen Brasilianer ein lebenswertes Leben führen?


Hallo

Ja es ist halt so im Leben es wird einem nichts geschenckt auch nicht in Brasilien . Der Profit muß stimmen für den Geschäftsmann hier und andereswo auf der Welt . So wenn ich aber als Deutscher der gerademal 20 Jahre in seinem Beruf gearbeitet hat die Idee habe ich habe die Nase voll es reicht hier wird dauernd alles immer teuerer man kann sich nichts mehr leisten ich gehe ins Ausland . So der könnte Pech haben und das ist bei vielen hier der Fall . Ich sage dazu nur wer mit dem Feuer spielt verbrennt sich wahrscheinlich die Flossen . So einfach stellt sich für mich das Problem . Ohne Flocken und nur mit Träumereien im Kopf kann man auch hier nicht leben .Die Lebenshaltungskosten hier sind mir im Moment noch egal damit mußte ich vorher auch in Deutschland leben. Nur die Immer größer werdenden Löcher in Strassen auf Gehsteigen . Der Murks der oft zu sehen ist . Die immer häufiger vorkommenden Stromausfälle . Die nicht immer funktionierende Wasserversorgung . Und einiges mehr was man noch erwähnen könnte . Aber das hat vieleicht mit den steigenden Lebenshaltungskosten zu tun ????? Das wäre dann ja zumindest eine Erklärung
In Grande Sao Paulo wo auch immer das ist . Steht mal wieder die Stadt unter Wasser .Oder es regnet mal wieder nur ein bischen dort . Ob die Bewohner da jetzt nun anfangen Reis an zubauen . Grunddüngung wäre ja vorhanden durch übergelaufene Fosas etc. . Wäre vieleicht eine Möglicchkeit ( der Reisanbau ) die Lebenshaltungskosten zu minimieren
Auf die Bäume ihr Affen der Wald wird gefegt
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon moni2510 » Mo 13. Dez 2010, 22:32

berti1 hat geschrieben:Irgendwie bekomme ich das mit dem „teuren“ Brasilien nicht auf die Reihe.

Macht doch die Rechnung mal mit Immobilieneigentum auf.

Meine Jahresabrechnung 2010 für ein Einfamilienhaus.

Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Müllgebühren, Hausratversicherung, Brandversicherung,
sinnloser Kaminkehrer, Telfonflat, GEZ Gebühren, Hundesteuer. Schlappe €3.900.--. oder 8.800.-- Real
Tendenz beim Hauptposten, den Energiekosten, Strom und Gas für 2011 stark steigend.

Da würde ich manchmal gerne für Wasser, Bier oder ne neue Waschmaschine etwas mehr bezahlen.

PS: Die € 12000.—Zwangsbeitrag für die Straßensanierung als Anlieger vor ein paar Jahren, lasse ich mal außen vor.
Genau so wie den Heizungsbrenner incl. Boiler den ich in 1-2 Jahren auswechseln muss.


Meinst du, wir bezahlen in Brasilien keine Nebenkosten? Und das mit dem Haus hast du dir doch ausgesucht, oder?
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon Takeo » Mo 13. Dez 2010, 22:58

berti1 hat vielecht schon recht damit, dass ein Eigenhaus sowie die laufenen Kosten dafür in Brasilien tasächlich billiger sind wie in Deutschland/Schweiz... hat auch damit zu tun, dass tropisches Bauen billiger sein kann als der vom deutschen Bauamt genehmigte winterfeste Iglu, sodass man sich in Brasilien eher ein Eigenhaus leisten kann als in Deutschland... egal, dass ändert trotzdem nichts an der Tatsache, dass Brasilein und die Kosten für Alltägliches wie Strassengebrauch, Supermarkt, Kleidung, Bildung, Gesundheit, Elektronik, Bücher, etc... sauteuer ist. Und paraibano hat auch an was erinnert: wie bezahlen etwa 25 - 30 % Steuern, kriegen dafür aber eher Strassenlöcher zurück...

Heisst nicht dass wir jammern, wir stellen nur fest, dass Brasilien absolut kein Billigland (mehr) ist!
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon sonhador » Mo 13. Dez 2010, 23:02

Takeo hat geschrieben:
Heisst nicht dass wir jammern, wir stellen nur fest, dass Brasilien absolut kein Billigland (mehr) ist!


Dem ist eigentlich nichts mehr dazuzufügen. =D>
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon weilerlbb » Di 14. Dez 2010, 00:48

Die Frage ob man mit 1000€ in brasilien leben kann oder nicht ist nicht zu beantworten. Weil die Ansprüche. örtliche Gegebenheiten zu unterschiedlich sind.

Meine Schwiegereltern leben im Dschungel des Amazonas und haben zusammen etwas über 600/700R$ 267€/320€ Rente und Leben zufrieden und Glücklich.

Mein Bruder ist 2005 in Brasilien gestorben, hat mit seiner brasilianischen Frau in Santa Catarina als Rentner fast 20 Jahre gelebt. In der erste Zeit von einer Kleinrente die im laufe der Zeit auf 820€ angestiegen ist. Aus Langeweile hat mein Bruder nach 2/3 Jahren faulenzen sich eine Wohnung mit einem Laden gemietet, einen Ausschank daraus gemacht, neben den Getränken belegte Brote, Toastgericht, Würstchen und wenn beide Lust hatten auch mal Braten mit Pommes, Kartoffel usw. angeboten
Für die Wohnung und den Ausschank zahlt meine Schwägerin knapp 600R$, das sind zur Zeit 267€

Als wir zur Beerdigung nach Brasilien flogen nahm mich meine Schwägerin zur Seite und gab mir 45.000€ von dem Geld das beide in den 17 Jahren durch die Rente und Einkommen aus dem Ausschank zur Seite legten.
Mein Bruder und Schwägerin waren bescheiden. Sie unterstützten die brasilianische Familie meiner Schwägerin.
Einmal im Jahr kamen beide zu Besuch nach Deutschland ohne der deutschen Familie auf der Tasche zu liegen. Sie haben für den Besuch in einer Pension gewohnt, sich für die Zeit in Deutschland einen Gebrauchtwagen 2000/3000€ gekauft der vor den Rückflug wieder verkauft wurde.

Angefangen hat das alles mit einer deutschen Kleinrente die nie Groß wurde und Langeweile. Wie soll man da die gestellte Frage allgemeinverbindlich beantworten?
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon Takeo » Di 14. Dez 2010, 02:47

weilerlbb hat geschrieben:Die Frage ob man mit 1000€ in brasilien leben kann oder nicht ist nicht zu beantworten. Weil die Ansprüche. örtliche Gegebenheiten zu unterschiedlich sind.
(...)
Wie soll man da die gestellte Frage allgemeinverbindlich beantworten?


Das war aber nicht die Frage... die Frage war, ob Brasilien immer teuerer wird, in der wir im Laufe des Threads bereits darauf hingewiesen haben, dass wenn jemand bei den Indios lebt weniger Geld braucht als wenn er ein kultiviertes Leben in der Zivilisation führen will... und bevor mich hier wieder empörte Brasilfans darauf hinweisen, dass auch das Indioleben kultiviert sein kann, frage ich zurück ob für Euch das 'kultivierte' Leben der Indios funktioniert... wenn ja (ich meine wirklich ja), braucht Ihr vielleicht sogar überhaupt kein Geld! Glück gehabt!!! Aber Brasilien ist teuer und der Euro veliert - nebenbei mal gesagt - wegen den Wechslekursverhältnissen zum Real sogar immer mehr an Wert in diesem Land... darum geht es, und diese Frage kann man ganz verbindlich mit JA beantworten.
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon berti1 » Di 14. Dez 2010, 12:11

Monie hat geschrieben:
Meinst du, wir bezahlen in Brasilien keine Nebenkosten? Und das mit dem Haus hast du dir doch ausgesucht, oder?



@ moni, war ne umfangreiche Antwort… :mrgreen:
Die Kosten in Brasilien für Eigentum hätten mich doch etwas mehr als die beiden ? interessiert.

Klar habe ich mir das Eigentum selbst ausgesucht, weil ich später nicht als Rentner mit einer schmalen Rente nach Brasilien auswandern will, oder muss, was offensichtlich nicht gehen würde, weil zurzeit der Real so stark bzw. der Euro so schwach ist.

Hat aber alles nichts mit der Eingansfrage zu tun.

Es ging um teuer, Lebenshaltungskosten und ob u.a. die Rente (das Geld) letztendlich reicht um in Brasilien vernünftig Leben zu können.
Die Basis wird sich darin unterscheiden, ob du in Miete wohnst oder in Eigentum.
Hast du in Dland Hartz 4, dann fährst du letztendlich immer noch besser, als wenn du bis zum Nimmerleinstag Miete abdrücken musst.
Schätze, das wird in Brasilien oder im Rest der Welt nicht viel anders sein.
Letztendlich bestimmt genau das die tatsächlichen Lebenshaltungskosten.
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon Itacare » Di 14. Dez 2010, 13:46

Großstädte kann man nur mit Großstädten anderer Länder vergleichen, kaum aber mit kleineren Städten oder gar Dörfern im jeweiligen Landesinneren.

Alle Großstädte dieser Welt haben ein ähnliches Angebot mit entsprechendem Kosten- und Lohnniveau.

100 km nördlich von München kostet der Schweinebraten nur noch die Hälfte. Dreimal dürft ihr raten, wie dort das Lohnniveau ist.

Der eine muss 500 R$ und 2 Tage aufwenden um zum Strand zu kommen, hat aber das Shoppingcenter um die Ecke. Der andere geht zum Strand 5 Minuten zu Fuß, müsste aber vielleicht 500 R$ und 2 Tage aufwenden, um zu einem Shoppingcenter zu kommen.
Jeder wie er es will. Die Präferenzen werden sicher auch durch das jeweilige Angebot mitgeprägt.

Fazit: wer sich in Brasilien zur Ruhe setzen will, sollte Großstädte und Ballungszentren meiden.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon Takeo » Di 14. Dez 2010, 14:31

wir reden aber nicht von den Grossstädten... ich wohne ber 300 km von São Paulo und 200 km von Campinas... und hier ist trotzdem alles teuer wie sau! Gute Wohnlagen in den Grossstädten werden für uns regelrecht unbezahlbar... und sind mindestens mit Münchens oder Hamburgs bester Lagen in Qualität und Preis vergleichbar. Das norale Leben auch im Interior kostet viel Geld und wird immer teurer.
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Re: Lebenhaltungskosten: Brasilien immer teurer....?!

Beitragvon ManausTip » Di 14. Dez 2010, 14:50

In solchen Häusern wohnt man glücklich für 600 Reais im Monat. Wenn man keinen Luxus braucht und immer so gelebt hat Habe ich keine Zweifel das man so Glücklich ist. Manaus ist von den Lebenshaltungskosten eine der teersten Städte Brasiliens da die meisten Waren mit dem Schiff kommen. Wer aber so leben möchte der sollte nicht hier im Forum sich aufhalten denn das ist Luxus den man sich nicht leisten kann mit 600 Reais.
Ich denke das man mit 2300 Reais hier schon gut leben kann mehr habe ich auch nicht zur Verfügung wie das aber in paar Jahren ausieht da habe ich meine Bedenken das man damit gut Leben kann.
CIMG5541.JPG
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