Lebenshaltungskosten in Brasilien

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Re: Lebenshaltungskosten in Brasilien

Beitragvon Karmapa » Do 29. Okt 2015, 00:28

Oi,

wer lesen kann ist klar im Vorteil ! Aus welcher meiner Passagen entnimmst Du, das ich eine Ausschliessung meiner Rueckkehr nach Deutschland mit den Fluechtlingen verbinde ? Wenn du gelesen haettest, dann haettest du auch gelesen, das ich ueber 20 Jahre in Portugal gelebt habe. Habe zu keiner Zeit, eine Rueckkehr nach Deutschland ins Auge gefasst, weder heute noch vor 20 Jahren, und das ist keine Frage der Fluechtlinge.

Also, ein FAKE, wenn Du meinst ! Genau aus diesem Grunde bin ich hier !

LG[/quote]


@Rinor

ich möchte einmal behaupten du hast keine Ahnung von dem was du da geschrieben hast.
Passiert halt schon mal, und ich sehe da schon einen Zusammenhang.
Deshalb zitiere ich deinen Eingangstext:

Und was jetzt auf Europa , insbesondere auf Deutschland, zurollt, aufgrund der Fluechtlingsmassen,
wird auch seine Auswirkungen zeigen, denn wer anderes als der Buerger bezahlt das ?

Also, mich bekommen keine tausend Pferde mehr nach Deutschland !!!!!!!
Fora Cunha !
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Re: Lebenshaltungskosten in Brasilien

Beitragvon DerBer » Do 29. Okt 2015, 08:12

rionor hat geschrieben:
DerBer hat geschrieben:
Wir würden auch gerne weg, aber meine Frau bringen keine tausend Pferde mehr zurück nach Brasilien.


Na, es ist halt eine andere Welt, aber durch ueber 20 Jahre Portugalerfahrung, ist das hier fuer mich kein Kulturschock, da ticken die Portugiesen und Brasilaner aehnlich !


Meine Frau ist Brasilianerin und auch Portugal ist uns nicht ganz unbekannt. Zugegeben haben wir dort noch nie gelebt aber verbringen regelmäßig
ein paar Wochen im Jahr dort. Trotzdem stehen die Chancen für Portugal um einiges besser wenn wir hier die Koffer Packen. Die Kultur ist das wenigste
was uns in Brasilien Sorgen bereitet.
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Re: Lebenshaltungskosten in Brasilien

Beitragvon Trem Mineiro » Do 29. Okt 2015, 08:26

Fuldi74 hat geschrieben:.............Absoluter Schwachsinn !!!!!!
Also bitte nicht wieder den Themeneröffner zerpflücken, nur weil er nicht Euren teuren Lebensstandard teilt.
.


Und du solltest nicht Leute diffamieren, die über 6.000 Reais ausgeben, nur weil sie das Geld nach Abzug einer Rücklage haben und sich was gönnen. Es gehen ja nicht nur Aussteiger nach Brasilien. Und wer solche Sprüche wie das mit den siechen Deutschen im Pflegeheim will sowieso keine echte Diskussion.

Zerpflücken sollte man die Aussage, dass der "Warenkorb" in Brasilien billiger ist als in D, wobei man den Warenkorb schon ein bisschen auf eine realistische Basis stellen sollte.

Zu Lebenshaltungskosten generell, in D leben genug Menschen von HarzIV und das besser als in B mit einem SM.

Gruß
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Re: Lebenshaltungskosten in Brasilien

Beitragvon rionor » Sa 31. Okt 2015, 12:04

DerBer hat geschrieben:
rionor hat geschrieben:
DerBer hat geschrieben:
Wir würden auch gerne weg, aber meine Frau bringen keine tausend Pferde mehr zurück nach Brasilien.


Na, es ist halt eine andere Welt, aber durch ueber 20 Jahre Portugalerfahrung, ist das hier fuer mich kein Kulturschock, da ticken die Portugiesen und Brasilaner aehnlich !


Meine Frau ist Brasilianerin und auch Portugal ist uns nicht ganz unbekannt. Zugegeben haben wir dort noch nie gelebt aber verbringen regelmäßig
ein paar Wochen im Jahr dort. Trotzdem stehen die Chancen für Portugal um einiges besser wenn wir hier die Koffer Packen. Die Kultur ist das wenigste
was uns in Brasilien Sorgen bereitet.


Dann mal viel Spass in Portugal, wer auf Fado steht und auf Tristesse , fuer den ist zur Zeit genau das richtige Land. Es hat sich viel veraendert dort in den letzten Jahren, und das nicht gerade zum Positiven. Ich kann nicht beurteilen ob es in Portugal um einiges besser ist, kann nur sagen , das die Tristesse der Menschen mir in den letzten Jahren auf den " Sack " ging, und dabei spreche ich nicht davon , wenn ihr ein paar Wochen im Jahr dort seid, sondern das ganze Jahr ueber dort lebt, besonders viel Spass im Winter, wenn es kalt und regnerisch ist. Da kannste tot uebern Zaun haengen, und keiner bekommt es mit, da kein Mensch auf der Strasse.

Aber wie gesagt, viel Glueck, solltet ihr die Koffer packen !

Noch einmal zur Verdeutlichung, habe nie die Lebenshaltungskosten von Brasilien mit Deutschland verglichen, sondern mit Portugal, und da ist es um einiges teurer, Punkt.

Das man mit Hartz IV in D besser dasteht, rein finanziell gesehen, als hier mit SM steht ausser Frage !!!

Ate proxima
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Re: Lebenshaltungskosten in Brasilien

Beitragvon Trem Mineiro » Sa 31. Okt 2015, 17:11

rionor hat geschrieben:..... kann nur sagen , das die Tristesse der Menschen mir in den letzten Jahren auf den " Sack " ging


Mit einer der Gründe, warum ich nach 20 Jahren aus Brasilien weg bin, war auch die Tristesse:
jeden Tag die Favelas, wenn du in die Stadt reinfährst, oder die um die Ecke, die halbtoten Gestalten in den Straßen den Müll, den Dreck und die Nachrichten und die Tatsache, dass sich nix ändert........man kann ja nicht immer mit geschlossenen Augen durch die Welt gehen.

rionor hat geschrieben: Noch einmal zur Verdeutlichung, habe nie die Lebenshaltungskosten von Brasilien mit Deutschland verglichen, sondern mit Portugal, und da ist es um einiges teurer, Punkt.


Das hast du wohl wirklich nicht, allerdings taucht in deinem ersten Betrag immer Deutschland auf. Ob Portugal beim erweiterten Warenkorb (bessere Mittelschicht) teurer als Brasilien ist, wage ich zu bezweifeln. Alleine schon, weil da der offene Markt innerhalb der EU funktioniert und Aldi und Lidl auch schon da sind.

Ob Brasilien allerdings im Reis-Bohnen Segment billiger ist kann ich nicht beurteilen. Zumindest liegt der Mindestlohn in Portugal so bei 1700 Reais (mal mit 1€:3R$ gerechnet) Entsprechend dürfte auch das Sozial-Hilfe Niveau höher als in Brasilien sein (Sesta Barica)

Gruß
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Re: Lebenshaltungskosten in Brasilien

Beitragvon Colono » Sa 31. Okt 2015, 21:22

Trem Mineiro hat geschrieben:
Zu Lebenshaltungskosten generell, in D leben genug Menschen von HarzIV und das besser als in B mit einem SM.

Wobei du in Brasilien fūr nur einen SM in in einem Privé wohnen kannst. Um dir in Deutschland in einem Einzugsgebiet einer Grosstadt ein Reihenhaus zu leisten verbrennt es dir schon ein Durchschnittsgehalt. Als Hartzer bezahlt man da gerade die Garage. Das Geld der mitverdienenden Frau geht dann fūr Heizöl, Hausratversicherung und Kroatienurlaub drauf.
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Re: Lebenshaltungskosten in Brasilien

Beitragvon jorchinho » So 1. Nov 2015, 00:57

Gibts auch mal positive Meinungen??? Ihr wart da, seid zurück und es wird nur gemeckert. Die schönen Erlebnisse bleiben anscheinend aussen vor. Deutschland ist auch nicht das nonplusultra.....
Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich gern hätten.
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Re: Lebenshaltungskosten in Brasilien

Beitragvon Trem Mineiro » So 1. Nov 2015, 01:05

Mit HarzIV bekommst du ja deine Wohnung bezahlt, dazu Heizkosten-Zuschuss +....... Wenn deine Frau arbeitet, gibt es für dich kein HarzIV.
Für ein SM in Brasilien must du ca. 167 Stunden im Monat arbeiten, für HarzIV must du einmal im Monat ins Job-Center und hast Zeit für andere Sachen.

Im Einzugsbereich einer Großstadt wohnst du als Geringverdiener in einer Sozialwohnung (mit Garage). Das sind hier in meiner Umgebung so um die 300 Euro, ein Reihenhäuschen mit 100 m² bekommst du hier schon für 500 Euro.
Als Pendler brauchst du mit der Bahn eine Stunde nach München, aber grade bei den einfacheren Jobs in Produktion und Handwerk kann man in der Nähe arbeiten. Wir haben hier z.B. mit Nestle (Bärenmarke)und Fendt und anderen Firmen genügend Arbeitsplätze und auch einen Arbeitskräfte-Mangel und unbesetzte Lehrstellen.

Und das ist das arme Bayern hier im Süden von München, geh nach Norden und es wird besser.

Von den inzwischen 35 Asylanten in unserer Erstaufnahme haben bereits 4 eine Wohnung (oder Zimmer) und 10 einen Praktikumsplatz, Ausbildung oder Arbeitsvertrag. Leerstehenden bezahlbaren Wohnraum gibt es auf dem Land mehr als man denkt, befriedigt halt nicht immer den Anspruch von Deutschen.

Gruß
Trem Mineiro

PS: was ist ein Prive? (m² - Ausstattung, Mietpreis?)
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Re: Lebenshaltungskosten in Brasilien

Beitragvon Trem Mineiro » So 1. Nov 2015, 01:22

jorchinho hat geschrieben:Gibts auch mal positive Meinungen??? Ihr wart da, seid zurück und es wird nur gemeckert. Die schönen Erlebnisse bleiben anscheinend aussen vor. Deutschland ist auch nicht das nonplusultra.....


Meinst du mich?
Natürlich gab's auch schöne Momente, die ersten 10 Jahre, als alles noch neu war. Über die positiven Dinge habe ich aktuell geschrieben als ich sie erlebt habe. Und die Umstände haben zugelassen, dass sie viele negative Seiten kompensiert haben. Da waren auch Lebenshaltungskosten kein Thema. Um meinen Lebensstandard in Brasilien aufrecht zu erhalten hat mir meine Firma alleine an Nebenkosten erheblich mehr gezahlt als diese 1500 Euro, von denen andere in Brasilien gut Leben. Da fällt es einem leicht, schöne Momente in Brasilien zu erleben.

Nach 20 Jahren verschleißt sich das alles, übrig bleibt nur noch das schöne Wetter, dass im Moment in Belo Horizonte auch nur Wassermangel oder bei Temporals Überschwemmung bedeutet.

Heute, man ist ja nicht mehr der Jüngste, zählt halt Sicherheit, Ruhe und Bequemlichkeit mehr, als das Picanha in der Straßenkneipe. Und gemeckert wird nicht so sehr über die Verhältnisse, sondern mehr wie sich die Verhältnisse verschlechtert haben. Früher (und da bin ich nicht alleine hier im Forum) war Brasilien halt besser (und sei es nur im Kopf) aber auch die Zahlen und Statistiken geben einem Recht, immer bezogen auf die Perspektive die man inzwischen hat.

Aber lass dich (euch) nicht davon abhalten, Positives über Brasilien zu schreiben. Aber bitte mit einer realistischen Betrachtungsweise, die nicht nur die derzeitige Situation berücksichtigt sondern auch Sachen wie Job-Sicherheit, wirtschaftliche Entwicklung, Gesundheitsvorsorge oder Alterssicherung und Kindererziehung.

Gruß
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Re: Lebenshaltungskosten in Brasilien

Beitragvon Brazil53 » So 1. Nov 2015, 10:45

Es ist nicht alles nur negativ in Brasilien, oder auch in anderen Ländern der Welt.

Es ist immer alles eine Frage der Gewichtung von Dingen, welche wichtig für das eigene Wohlbefinden und Lebensgefühl sind.
Diese Gewichtung ist ja kein starres Gerüst, sondern stetigen Änderungen unterworfen.
Ein junger Mensch sieht die Welt anders, als ein älterer Mensch.
Abenteuerlust weicht im Laufe der Zeit oft dem streben nach Sicherheit in allen Bereichen.
Bei anderen, kommt die Lust nach Veränderungen aber auch erst im Alter.

Und es gibt auch keine verbindliche Regel, unter welchen Umständen ich automatisch glücklich bin.

Es ist wie bei allen Dingen im Leben, am Anfang eines neuen Lebensabschnitt ist meistens das subjektive Empfinden weit von der Objektivität entfernt.
Erst wenn der Abstand zwischen Subjektivität und Objektivität auf ein normales Maß geschrumpft ist, weiß man ob man diesen Lebensweg weitergehen sollte.

Und dann möchte der eine lieber in Brasilien leben, der andere in Deutschland. Ob alles immer vernünftig und der Weisheit letzter Schluss ist, dass bleibt jedem selber überlassen, egal ob hier oder in Brasilien.
Ich glaube nur Tatsachen, die ich selbst verdreht habe
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