Lebenswichtige Entscheidung - Bitte Hilfe!!!

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Lebenswichtige Entscheidung - Bitte Hilfe!!!

Beitragvon felicidade0512 » Di 16. Okt 2012, 15:30

Hallo,

kurz zu meiner Situation:

Ich habe eine chronische Erkrankung die starke Schmerzen verursacht und weswegen ich auf einen Rollstuhl angewiesen bin. Unser schlechtes Klima hier verschlechtert die Erkrankung noch. Kurz gesagt vegetiere ich hier nur vor mich hin. :(

Als ich mit meinem Mann diesen September in Brasilien war, ging mir es durch das andere Klima viel besser. Keine Schmerzen und auch kein Rollstuhl mehr. Wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Nun spielen mein Mann und ich mit dem Gedanken auszuwandern, auch wenn wenn wir in Brasilien vielleicht schlechter situiert wären als hier. Ich muss dazu sagen dass ich neben der deutschen auch die brasil. Staatsbürgerschaft habe.

Falls wir auswandern würden, wäre das erst nach dem Studienabschluss meines Mannes. Er studiert Architektur und ist 2015 mit seinem Master fertig, danach folgen noch 2 Anerkennungsjahre in einem Architekturbüro.

Daher meine Frage wie ist die Anerkennung eines dt. Studienabschlusses in Brasilien? Und gibt es in Brasilien Jobchancen für den Beruf des Architekten?

Wenn es nach mir ginge wäre ich gar nicht mehr nach Deutschland zurück geflogen, da ich zum ersten Mal in meinem Leben endlich richtig gelebt habe. :D Für mich ist es schon echt hart noch 5 Jahre hier zu quälen (jeden Tag vom Aufstehen bis zum Einschlafen echt starke Schmerzen)aber mit der Aussicht auf ein anderes Leben in Brasilien hält man das irgendwie durch. Mein große Angst ist nur mich die nächsten 30-40 Jahre hier so quälen zu müssen wie bisher.

Daher wäre ich euch sehr dankbar, wenn ihr mir sagen könnt welche Chancen wir mit dem Job meines Mannes in Brasilien hätten bzw. ob wir uns gleich anders orientieren müssten um in Brasilien klar zu kommen.

Vielen Dank!!!
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Re: Lebenswichtige Entscheidung - Bitte Hilfe!!!

Beitragvon Itacare » Di 16. Okt 2012, 16:31

Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Lebenswichtige Entscheidung - Bitte Hilfe!!!

Beitragvon cabof » Di 16. Okt 2012, 19:53

Wirklich schlechte Situation und fundamentale Entscheidung. Aus dem Bauch heraus würde ich mich für ein schmerzfreies Leben in BR
entscheiden - alternativ sehe ich die Krankheit als mentales Problem - zumal wir ja auch heisse Sommertage in Deutschland hatten -
aber......
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Re: Lebenswichtige Entscheidung - Bitte Hilfe!!!

Beitragvon herrfranz » Di 16. Okt 2012, 22:06

felicidade0512 hat geschrieben:Daher meine Frage wie ist die Anerkennung eines dt. Studienabschlusses in Brasilien?

er sollte schon damit anfangen sie auf dem Konsulat oder der Botschaft einreichen zu lassen. in DE geht das schneller
Und gibt es in Brasilien Jobchancen für den Beruf des Architekten?

Free lance, jobs gibts da kaum welche und sehr gut muss er sein, besser wie der Niemeier :mrgreen:
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Re: Lebenswichtige Entscheidung - Bitte Hilfe!!!

Beitragvon herrfranz » Di 16. Okt 2012, 22:12

Hehehe, in Brasilia ist es eckig geworden, auch wenns rund geht :oops:
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Re: Lebenswichtige Entscheidung - Bitte Hilfe!!!

Beitragvon felicidade0512 » Mi 17. Okt 2012, 10:52

Danke an alle für die schnellen Antworten. :D

@Itacare: Danke für den Link ich werde mich in Ruhe mal da durch arbeiten.

@cabof: An den wenigen heißen Sommertagen die wir dieses Jahr hatten, ging es mir auch viel besser. Mir macht der Wetterwechsel am meisten Probleme, bei uns im Süden hatten wir dieses Jahr mehrere Wochen mit Temperaturstürzen von 20°C innerhalb von ein paar Tagen. Wenn es 3 Wochen nur regnet geht es mir besser, als wenn wir am einen Tag über 30°C haben und am nächsten Regnet es und wir haben nur 10°C. Mir geht es mit einigermaßen konstanten Temperaturen am besten, das müssen nicht gleich über 30°C sein. Das schöne in Brasilien war einfach, dass es durch den Regen zu keinem Temperatursturz kam und das Wetter einfach alles in allem konstant war.

@herrfranz: Danke für den Tipp mit dem Konsulat, aber bisher hat er noch keinen Abschluss den er einreichen könnte. 2014 hat er den Bachelor und 2015 den Master.
In seinem Studium ist er nicht nur von den Noten her sehr gut, sondern hat er einfach ein wahnsinns Talent. Das sage nicht nur ich, als seine Frau, sondern all seine Professoren. Aber eine Wertung gegenüber Niemeyer werde ich mir auf jeden Fall verkneifen. :lol:


Weiß einer von euch wie die Aufenthaltsbestimmung für ihn als meinen Mann ist, ich kann mit meiner zweiten Staatsbürgerschaft ja ohne zusätzliche Genehmigung drüben leben aber wie sieht es mit ihm aus?

LG
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Re: Lebenswichtige Entscheidung - Bitte Hilfe!!!

Beitragvon cabof » Mi 17. Okt 2012, 11:03

Als Dein Ehemann wird er die Permanencia bekommen, eine Arbeitserlaubnis und das reicht für ein langes Leben in Brasilien, einen brasil. Pass braucht er nicht zu beantragen, bringt auch keine Vorteile. Viel Glück bei Eurem Vorhaben, berichte mal. Dein Mann soll
auf jeden Fall die Sprache profund lernen.
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Re: Lebenswichtige Entscheidung - Bitte Hilfe!!!

Beitragvon zagaroma » Mi 17. Okt 2012, 15:31

Arbeiten in Brasilien ist keine einfache Sache. Man kommt an und steht erst mal am Strand oder sonstwo in der Landschaft, ohne eine Menschenseele zu kennen und meistens auch ohne ausreichende Sprachkenntnisse. Dann muss man erst mal ein soziales Netz aufbauen, sich in der neuen und sehr anders funktionierenden Umwelt zurechtfinden, Bekanntschaften schliessen, Freunde finden, die realen Bedürfnisse des Arbeitsmarktes erforschen. Ein Jahr mindestens dauert das und solange muss man finanziell abgesichert sein, sonst wird es kritisch.

Ideal wäre es, bereits in Deutschland einen Job bei einer Firma zu finden, die Personal in Brasilien sucht. Zeit habt Ihr ja, um die internationalen Stellenangebote zu beobachten.

Hier im Nordosten herrscht zur Zeit ein irrer Bauboom, da hat ein junger Architekt sicher die Möglichkeit, als selbstständiger Bauleiter gut au arbeiten, wenn er sich eine funktionierende Truppe von Arbeitern zusammenstellen kann. Man findet einfach niemanden, der Zeit hat, und muss monatelang warten, bis ein guter Mann mal frei ist.

Ein zusätzlicher Kurs als Bauingenieur wäre durchaus zu empfehlen, den kann man hier anerkennen lassen und man hat dann mehr praktische Möglichkeiten. Nur als Architekt wird es sicher schwieriger, hier baut man wild drauflos und wie es aussieht, interessiert wenige. Die wenigen Reichen, die ihre Häuser wirklich durchplanen lassen, greifen auf die hier bereits bekannten und beliebten Architekten zurück, als Statussymbol sozusagen (mein Haus hat die Unterschrift von XXX!)

Informiert Euch gut, und viel Glück!
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Re: Lebenswichtige Entscheidung - Bitte Hilfe!!!

Beitragvon frankieb66 » Mi 17. Okt 2012, 15:36

zagaroma hat geschrieben:Hier im Nordosten herrscht zur Zeit ein irrer Bauboom, da hat ein junger Architekt sicher die Möglichkeit, als selbstständiger Bauleiter gut au arbeiten, wenn er sich eine funktionierende Truppe von Arbeitern zusammenstellen kann. Man findet einfach niemanden, der Zeit hat, und muss monatelang warten, bis ein guter Mann mal frei ist.

[-X nenene ... dazu muss er erst mal sein Diplom anerkennen lassen und zudem auch noch CREA machen ... einfach so mit Permanancia und Arbeitserlaubnis darf man das nicht (entsprechendes Diplom, also als Bauingenieur oder Architekt, und dazu noch CREA gilt übrigens auch für Brasilianer). Jaja, auch ohne Diplom und CREA darf man arbeiten, aber eben nicht in verantwortungsvoller Position, sondern lediglich als "Handlanger" (ja, sowas gibts auch bei den "Studierten") ...
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Re: Lebenswichtige Entscheidung - Bitte Hilfe!!!

Beitragvon zagaroma » Mi 17. Okt 2012, 17:47

frankieb66 hat geschrieben: [-X nenene ... dazu muss er erst mal sein Diplom anerkennen lassen und zudem auch noch CREA machen ... einfach so mit Permanancia und Arbeitserlaubnis darf man das nicht (entsprechendes Diplom, also als Bauingenieur oder Architekt, und dazu noch CREA gilt übrigens auch für Brasilianer). Jaja, auch ohne Diplom und CREA darf man arbeiten, aber eben nicht in verantwortungsvoller Position, sondern lediglich als "Handlanger" (ja, sowas gibts auch bei den "Studierten") ...


Tja, darf man vielleicht nich, machen aber alle. Ungestört und gegen Barbezahlung. Wenn man gut ist, kriegt man Arbeit und kein Mensch fragt nach Qualifikationen. Viele der Kunden könnten ein Diplom gar nicht mal lesen!
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