Link zum Thema Hausbau / Renovieren in Brasilien

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Beitragvon Jacare » Do 10. Mai 2007, 11:30

Oi, Gente !

Sollte man aus D einige Dinge mitbringen oder bekommt wirklich alles an Materialien im brasilianischen Baumarkt. Ich denke da z.B. an Silikon, Schaum, antifungizide für Wandfarbe, etc.

Gruss
Jacare
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Beitragvon tartaruga » Do 10. Mai 2007, 12:43

Hallo Jacare,
kannst Silicon, Schaum und fast die komplette Sika Chemie Produktpalette
kaufen. Antifungizide Farbe, auch kein Problem.
Noch nicht gesehen: Acryldichtungsmasse, Silikat- und Silikonharzfaben,
Rissüberbrückende Anstriche, Anstriche mit Lotuseffekt.

Vernünftige Pinsel, Abstreifgitter und Hilti-Katruschenpistole unbedingt mitbringen.

Grosses Problem: Anschlussdichtprofile.
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Beitragvon Tuxaua » Do 10. Mai 2007, 14:42

Einen recht gut sortierten Intenet-Laden für Baumaterialen gibt's hier:
http://www.cec.com.br

Gut für Preisüberblick und "Fachwörter", über die Herstellerfirmen sind weitere Infos zu bekommen.
Tipp: Bilder ausdrucken und zu den Läden mit der Theke mitnehmen.
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Beitragvon didi » Do 10. Mai 2007, 15:47

hallo,
wer die moeglichkeit hat 220v geraete, in diesem fall das ladegeraet, anzuschliessen fuer den waere sinnvoll mitzunehmen:

akkuschrauber, hier in brasil entweder spielzeug oder der preis jenseits von gut und boese, auch die bits dazu.

ein vernuenftiges sortiment gummidichtringe (hab mir hier schon die hacken abgelaufen nach nem einfachen dichtring), gibt es zb. bei dem grossem elektronikversender in de.

wer auch mal in der elektrik rumwerkelt, fuer den waere ein gutes messgeraet angebracht (hier sehr teuer)


gruss didi
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Beitragvon Severino » Fr 11. Mai 2007, 12:49

Das ist ja immer das Problem in Brasilien. Alles was gut ist ist teuer. Der Rest (und das ist der grösste Teil) ist billig. Wirklich billig. Wer von Euch hat es denn schon Mal geschafft einen Schraubenzieher abzubrechen? Ist mit den Brasilianischen gar kein Problem.
Einzig in punkto Holzbohrer sind sie Europa voraus. Damit kann man auch Alu und Blech bohren. Liegt aber an deren Hartholz....
Sonst finde ich noch den Link von Boli :
sehr interessant. Keine Schlitz stemmen, nichts verputzen - So lässt sich billig bauen. Würden die noch Dachpappe unter die Mauer legen, bin ich sicher, dass dieses System eine grosse Zukunft hat. Habe ich aber hier noch nie gesehen. Vermutlich ist es teurer als die Standard-Tijolos und die Arbeitszeit der Schlitzestemmer und Verputzer......
paz e amor
Severino
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Beitragvon lol » Fr 11. Mai 2007, 15:14

Severino hat geschrieben:......sehr interessant. Keine Schlitz stemmen, nichts verputzen - So lässt sich billig bauen. Würden die noch Dachpappe unter die Mauer legen, bin ich sicher, dass dieses System eine grosse Zukunft hat. Habe ich aber hier noch nie gesehen. Vermutlich ist es teurer als die Standard-Tijolos und die Arbeitszeit der Schlitzestemmer und Verputzer......

Dieses System ist eine Laboranwendung, in der Praxis kaum einsetzbar,
evt. noch für die dargestellten Hütten oder um eine Mauer hoch zu
ziehen. Gründe: Ohne Fugen gibt es keine Möglichkeit Toleranzen der
Steine oder Unebenheiten der Stellfläche auszugleichen. An vertikalen
Stoßstellen müssen die Steine millimetergenau geschnitten werden (auf
den Fotos enden die Steine in der auffällig großzügig gehaltenen
Zargenüberlappung), statt sie zeit- und trennscheibensparend auß Maß
zu schlagen. Bei nachträglichen Vergießen der Bewehrungsstangen wird
der Vergußmörtel sich auch in den Querhohlräumen verteilen. Wird die
Bewehrung wie auf den letzten Bildern dargestellt zuerst eingebracht
fragt man sich wie dann die Steine da drüber zu fädeln sind ... . Die
Elektroinstallation muss zeitgleich zur Erstellung der
Mauer erfolgen (unrealistisch). Schließlich hat "Luft" weder isolations-
noch schalltechnisch irgendwelche positiven Eigenschaften. Das Thema
Statik - bei der dargestellten Massivbauweise nicht ganz uninteressant -
wage ich bei der Pi X Daumen-Längs- und Querbewehrung gar nicht anzusprechen. :lol:
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Beitragvon didi » Fr 11. Mai 2007, 18:16

hallo,
laboranwendung stimmt so nicht, hab mich vor laengerer zeit mal damit beschaeftigt.

siehe: http://brasil-web.de/forum/showthread.php?t=3982

hat aber ein paar gruende warum damals verworfen.

siehe auch: http://www.lapintijolos.com.br

gruss didi
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Beitragvon lol » Fr 11. Mai 2007, 19:39

Jep, didi, ich bin Gott auch nicht näher als andere, hab die Wahrheit
also auch nicht gepachtet :wink: . Nur folgende Anmerkungen:
Betonsteine als ökologischer als gebrannte Ziegel zu vermuten ist
nur die halbe Wahrheit. Was den Energieeinsatz angeht muss der
eingehende Zement ja vorher "gebrannt" werden, außerdem ist
die Rüttelmaschine mit der die Steine dann verdichtet werden
energieintensiv. "Erde" und Zement geht natürlich gar nicht, denn
Erde hat organische Bestandteile, die im Stein verrotten würden und
die Festigkeit gefährden. Deshalb nimmt man i.d.R. (Leicht)
betonzuschläge, also reines, gesiebtes Material. Für das Raumklima
kommt hinzu, dass die Ziegel eine erheblich höhere
Wasseraufnahmefähigkeit besitzen als die Betonsteine, speziell wenn
die Ziegel, wie in Br., aus schlechtem Rohstoff gemacht oder nicht
ausreichend gebrannt wurden. Im Ziegelhaus ist die Nachtluft also
trotz schweißtreibender Abendbetätigung tendenziell wenger stickig
als im gleichformatigen Betonsteinhaus.
Was die Verarbeitung ohne Fuge angeht noch folgendes: In D. wird das
ja seit einigen Jahren propagiert, hat sich aber nicht richtig durchgesetzt.
Erst kam Dünnbettmörtel, dann das sog. Kleben der Steine, ganz ohne
dicht schließende Fuge traut sich hier aber keiner, geht wohl nur in
tropischen Ländern mit harthöriger Bevölkerung :D . Das Kleben macht
wohl auch nur Sinn, wenn die Steine relativ goßformatig und mit extrem
geringen Toleranzen gefertigt werden können, sprich bei Porenbeton.
Bei Betonsteinen oder gar gebrannten Steinen sind die Toleranzen
erheblich größer, es ergeben sich zwangsläufig Spalte (die du natürlich
mit Farbe oder Putz zuschmieren kannst).
Ich würde in Br. nur Skelettbauweise empfehlen, das kann statisch
zuverlässig gerechnet werden, die Betonqualität ist prüfbar und womit
du die Wände dann ausmauerst sei deinem Gusto überlassen, das
Haus fällt nicht zusammen wenn die Wandausmauerung versagt.
Wenn das Bauwerk eine Hütte ist, also eingeschoßiges Bauwerk
mit geneigtem Dach und geringen Abmessungen auf flachem
Boden errrichtet, ist das allerding scheißegal welche Methode oder
welches Material verwendet wird, das Teil wird schon stehen bleiben.

Gruss lol
(<- das Schweinchen, dass mit Beton (skelett) gebaut hat und jetzt auf
den bösen Wolf wartet)
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Thema Skelettbauweise

Beitragvon Strandläufer » So 13. Mai 2007, 10:09

Sind ja richtige Vollprofis unter uns !

Bezüglich Raumklima, die Eigenschaften der verschiedenen Steine dürften wohl durch den Zementputz etwas in den Hintergrund treten.
Außerdem ist doch sowieso ständig Durchzug. :D

Nimmt man dort keinen Gipsputz wegen Feuchtigkeit der Außenwände und Gefahr der Schimmelbildung ?

Inzwischen habe ich von der prefeitura eine Art Bebauungsplan vorliegen, da nennt sich das "consulta previa", wo festgelegt ist wie gebaut werden darf.

Mir wurde ein torre mit 8 Stockwerken genehmigt, so was wahnsinniges kann ich natürlich zunächst mal gar nicht finanzieren.

Deshalb kam mir die Idee, in Skelettbauweise erstmal im EG nur colunas zu machen, damit man dazwischen parken kann, inkl. die 1. Etage mit apartamentos. Ich meine mal gehört zu haben, man könne dann immer noch später aufstocken, wenn das bereits ursprünglich mit genehmigt wurde, zwischenzeitlich den ersten Bauabschnitt aber schon bewohnen ?

Kennt sich jemand aus, macht es viel aus, wieviel Last später auf den colunas zu liegen kommen soll ? Im Klartext, wenn ich statt 4 Etagen die Statik auf 8 Etagen (+evtl. Pool ) plane, um wieviel wächst dann der Aufwand (Stahlbewehrung + Beton) für die colunas ?
Doppelte Last = doppelte Kosten stimmt evtl. nicht, vielleicht nur z.B. 40% mehr Kosten ?

Ich meine mal gesehen zu haben, da stand ein nacktes Betonskelett, die fingen unten gerade an die Zwischenwände zu mauern, und es reckte sich ein Fahrstuhlschacht aus Kalk-Sand-Stein in den Himmel. Könnte bedeuten, der wäre selbststragen und gelöst vom Betonskelett ? Könnte das Sinn machen, evtl. Schallübertragung oder Feuer ? Wußte gar nicht dass es da auch KS-Steine gibt.

Wie werden die Böden in Brasilien gemacht, wie bei uns üblich Sahlbeton mit schwimmender Estrichplatte ? Ich meine mal was gehört zu haben, dass in Brasilien der Boden unter Verwendung von tijolos konstruiert würde ?
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Der Unterschied zwischen Deutschland und einer Bananenrebublik: In Deutschland wachsen keine Bananen.
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Re: Thema Skelettbauweise

Beitragvon lol » So 13. Mai 2007, 11:22

Strandläufer hat geschrieben:....
Wie werden die Böden in Brasilien gemacht, wie bei uns üblich Sahlbeton mit schwimmender Estrichplatte ? ......

Schwimmender Estrich ist in Br. nach meiner Info eher unbekannt.
Wird in D. ja wegen Wärmedämmung und Schallschutz so gemacht.
Wärmedämmung ist in Br. kein Thema und über den Schallschutz wird
in Privathäusern großzügig hinweg gesehen. Sofern Holzboden geplant
ist kann auch ohne schw. Estrich eine gewisse Dämmung erreicht werden.
Keine Ahnung, wie das im Geschoßwohnungsbau gehandelt wird.
Bei meiner Hütte ist überwiegend Zementboden (cimento queimado,
ähnlich Industrieestrichboden) hergestellt worden. Methode: Rohboden,
dann eine Lage, vieleicht 5-8 cm stark, Leichtbeton mit riesigen Blähton-
kieseln als Zuschlag, darüber dann der eigentliche Bodenbelag gegossen.
Schalltechnisch reichlich zweifelhafte Konstruktion, aber für meinen
Zweck ausreichend. :wink:
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