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 Betreff des Beitrags: Lula verbrät 187% mehr (Steuer)-Gelder als FHC
BeitragVerfasst: 14 Mär 2005 12:25 
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Custo da Presidência aumentou 186,7% com Lula

As despesas com a manutenção da máquina administrativa no gabinete da Presidência da República cresceram 186,7% entre 2002 e 2004, segundo levantamento feito junto ao Sistema Integrado de Administração Financeira (Siafi). No mesmo período, as despesas com pessoal aumentaram 46,5%.
De acordo com informações do jornal O Globo, o levantamento feito por técnicos da liderança do PFL no Congresso mostra que, no último ano do governo de Fernando Henrique Cardoso (PSDB), o custeio da máquina custou R$ 100 milhões aos cofres brasileiros. Em 2004, o valor pulou para R$ 287,5 milhões.

O governo de Luiz Inácio Lula da Silva (PT) gastou R$ 63 milhões com pessoal no ano passado, R$ 20 milhões do que seu antecessor.

Entre os aumentos generalizados, como o gasto 51,3% maior com diárias, passagens e locomoção, um deve se tornar objeto de investigação do Tribunal de Contas da União. Segundo um estudo da assessoria técnica do PSDB junto ao Siafi, os gastos com serviços de terceiros prestados por pessoas jurídicas cresceu 257% entre o último ano de governo de FHC e 2004, passando de R$ 72,2 milhões para R$ 258,3 milhões.

No atual governo, estão subordinados à Presidência da República: vice-presidência, Advocacia Geral da União (AGU), Agência Brasileira de Inteligência (Abin), Arquivo Nacional, Secretaria Especial de Direitos Humanos, Secretaria Especial de Políticas para as Mulheres, Secretaria Especial de Aquicultura e Pesca, Controladoria-Geral da União, Secretaria Especial de Políticas de Promoção da Igualdade Racial, Procuradoria-Geral Federal (PGF), Instituto Nacional de Tecnologia da Informação (ITI), Empresa Brasileira de Comunicação (Radiobrás), Fundo Nacional Antidrogas (Funad), Fundo de Imprensa Nacional, Fundo para a Criança e Adolescente e algumas atividades do Ministério da Cultura, do Ministério da Assistência e Promoção Social, do Ministério das Cidades, entre outros. Neste governo foram criadas as secretarias da Pesca, da Igualdade Racial, das Mulheres e do Desenvolvimento e Assistência Social.

Toda esta estrutura custou ao País um total de R$ 2,6 bilhões em 2004, contra um gasto de R$ 1,7 bilhão no governo de Fernando Henrique Cardoso. A Casa Civil, que administra os gastos da Presidência da República, disse que só irá se manifestar sobre os dados após uma consulta própria ao Siafi.



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BeitragVerfasst: 14 Mär 2005 18:07 
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Oi Gente
Ich bin zwar auch nicht grade ein Freund der Lula-Regierung, aber einfach eine Prozentzahl und ein paar Reisekosten in den Raum stellen, so leicht sollte es sich der politische Kritiker auch nicht machen.
Natürlich kostet jeder Regierungswechsel Unmengen von Geld. Was glaubt ihr, was der Abgang vom Kohl gekostet hat. Hätte man ihn aus finanziellen Gründen besser belassen sollen?
So hatte die alte Regierung FHC sicherlich noch schnell vor Schluss ein paar Selbstbedieungs-Beschlüsse gefasst, die nun die Nachfolger bezahlen müssen. Dazu wurden wahrscheinlich rasch noch alle politischen Freunde mit sicheren Ämtern bedient oder zumindest noch mal befördert. Dass die neue Regierung dann die komplette politische Verwaltungsspitze auswechseln, aber trotzdem weiterbezahlen muss, dürfte uns auch aus Bonn und Berlin bekannt sein.
Ein Regierungswechsel kostet nun mal Geld, so funktioniert nun mal die Demokratie.
Es wäre nur schön, wenn für die Mehrausgaben auch was Vernünftiges geschafft worden wäre. Aber darüber stimmt ja dann wieder der Wähler bei der nächsten Wahl ab.

Gruß


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BeitragVerfasst: 14 Mär 2005 18:21 
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Trem Mineiro hat geschrieben:
Oi Gente
Ich bin zwar auch nicht grade ein Freund der Lula-Regierung, aber einfach eine Prozentzahl und ein paar Reisekosten in den Raum stellen, so leicht sollte es sich der politische Kritiker auch nicht machen.


Es handelt sich nicht um Kritiker der Regierung, sondern (wie du gleich lesen wirst) um die regierungseigene Finanzverwaltung, die diese Zahlen heute bekanntgab:

O Sistema Integrado de Administração Financeira do Governo Federal, implantado em 1987, configura-se como o principal instrumento de administração financeira e orçamentária da União, imprimindo segurança e confiabilidade à gestão dos recursos públicos. Ele é caracterizado pelo êxito na missão de assegurar o controle dos gastos públicos, bem como a operacionalização e a gestão da aplicação dos recursos federais.

Wahrscheinlich nennt sich das bei euch in der Firma auch Controling-Department oder so ..............

Mit Altlasten aus dem Regierungswechsel dürfte die Kostenerhöhung aber nichts zu tun haben, da man (vielleicht absichtlich) 2002 mit 2004 verglichen hat.



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BeitragVerfasst: 14 Mär 2005 18:53 
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Oi Lemi

Die regierungseigene Finanzverwaltung nennt ja nur die Zahlen, sie kritisiert ja nicht. Der Kritiker hat daraus den Vorwurf gebaut: Lula verbrät mehr Steuern, diese politische Wertung wird einfach so in den Raum gestellt.

Und 2002 zu 2004 bedeutet schon, dass die alte Regierung durch Maßnahmen wie beschrieben die neue Regierung zu Ausgaben zwingt, die sie nicht zu verantworten hat. Das ist nun mal politischer Alltag, besonders symptomatisch bei Personalausgaben.

Wenn man schon mit nackten Zahlen arbeitet, dann sollte man sich anschauen, ob die Mehrausgaben denn auch zu mehr Schulden geführt haben. Aber da hatte die Opposition ja der Regierung schon vorgeworfen, übermäßig viele Schulden zu tilgen, anstatt das Geld im Land auszugeben (verbraten), was sicher auch sinnvoll sein könnte.

Scheiß Politik – wie man’s macht ist es verkehrt.

Gruß

Manfred


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BeitragVerfasst: 14 Mär 2005 19:06 
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Ja Trem Mineiro - der Kritiker bin ich selber, denn das "verbrät" kommt aus Lemis Feder ........... der Autor des Zeitungsartikels wollte wohl aber gleiches sagen .........hatte nur keinen Arsch in der Hose (oder hing zu sehr an seinem Job).

Schön, wie du auch die alte Regierung in Mittäterschaft verwickelst ......... man könnte denken, du warst selber jahrelang in der Politik tätig. Es gibt für alles immer irgendeine Ausrede - schuldig sind natürlich immer die anderen - ich frag mich nur, was eine Regierung, die dann wirklich mal anfängt zu sparen, dann noch zu sagen hat. Wahrscheinlich kommt sie dann in Erklärungsnot ........... wie z.B. Aecio Neves, der Governador von M.G., der erstmal den eisernen Besen genommen hat und nun einen Staatshaushlat hat wie kein anderer .......... er konnte den Beamten sogar das 13. Gehalt vorzeitig auszahlen .............. bei dem Affen, der vorher dran war (wie hiess er doch noch ?????????? Itamar Franco oder so), mussten die Beamten ein halbes Jahr länger warten .......... eventuell falsche Personalplanung oder Vetternwirtschaft ................ ach nein ............ Schuld hatte natürlich die Regierung vor Itamar :roll:



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BeitragVerfasst: 14 Mär 2005 19:27 
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Oi Lemi

Ich weis zwar nicht, wer den Artikel geschrieben hat, ich sehe auch insgesamt nicht so sehr die Kritik darin.
Wäre ich Regierungssprecher würde ich die 187 % mehr Verwaltungsausgaben als Investition für das gesteigerte Wirtschaftwachstum verantwortlich machen. Die vermehrten Reisekosten sind die Reisen nach China und über das Ende der Welt hinaus, mit denen man die neuen Großprojekte in Maranhao und sonst wo an Land gezogen hätte. Und würde schon mal ankündigen, dass ich demnächst noch ein größeres Flugzeug kaufen müsste, da das grade gekaufte viel zu bescheiden wäre. So kann man aus allem noch Kapital schlagen

Ich hoffe der echte Regierungssprecher liest diese Piada nicht und macht sich meine Argumentation nicht auch noch zu Eigen. Ich habe in 30 Jahren lernen müssen mit Oppositionskritik zu leben und habe dabei auch manchmal auf plattestem Niveau selber ausgeteilt. Die Masse der Wähler muss es halt verstehen, nicht der einzelne, der das selber durchschaut.

Ich glaube, mit qualifizierten Argumenten ist nicht viel zu erreichen, selbst im Parlamenten nicht. Dafür waren immer die Ausschüsse da. Dort wird die Sacharbeit geleistet.

Viele Grüsse

Manfred


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BeitragVerfasst: 14 Mär 2005 19:39 
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Zusammenfassend:

Die Regierung ist für die grossen Dinge der Welt zuständig. Geld spielt keine Rolle. Wir sind ja wer!

Kleinkram wie: das eigene Volk, deren Bildung und eventuell sogar Arbeitslosigkeit (Motto: Selber schuld ....... ich jedenfalls hab genug zu tun) sind lästige und zeitraubende Details, die gefälligst durch die Kommunalpolitiker bearbeitet werden sollen. Man kann ja schliesslich nicht überall sein.

Ach ja: In einer Sache hattest du "fast" recht, denn für das Wirtschaftswachstum in Brasilien sind tatsächlich die Chinesen verantwortlich gewesen - wohl aber unabhängig von Lulas China-Reisen. Der ist doch erst hingefahren als die Verträge mit den Firmen unter Dach und Fach waren (um Lorbeer zu ernten :roll: ) Bloss gut !



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BeitragVerfasst: 14 Mär 2005 20:04 
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Hallo Lemi

langsam lese ich aus deinen Beiträgen eine leichte Kritik an dem von der breiten Masse der Brasilianer gewählten Präsidenten heraus. Kann ich damit recht haben, und wenn ja warum denn?
Wenn du den Man nicht leiden kannst, sind natürlich alle Argumente, mögen sie noch so stichhaltig sein, vergebens.

Selbst wenn Lula nur nach China gereist ist, um die Pandabääären zu ernten, ist das doch ok. Aus Sicht des Regierungssprechers ist er wahrscheinlich dahingefahren, um sich für die Verträge höflich zu bedanken. Das gehört sich doch so.

Schröder reiste grade zu den Scheichs um Modelleisenbahnen oder sowas zu verkaufen und wurde dafür gelobt.

Wäre ich Lula, würde ich mich als Gewerksschafts-Sekretär zur Ruhe gesetzt haben. In diesem schönen Land Präsident zu sein, ist sicherlich kein Spaß. So viele haben sich beim letzten Mal ja auch nicht drum gerissen. Und vor allem nicht, wenn man von den Führungseliten dieses Landes so verkannt wird.

Mit Hochachtung

Manfredo


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BeitragVerfasst: 14 Mär 2005 20:15 
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Trem Mineiro hat geschrieben:
Hallo Lemi

langsam lese ich aus deinen Beiträgen eine leichte Kritik an dem von der breiten Masse der Brasilianer gewählten Präsidenten heraus. Kann ich damit recht haben, und wenn ja warum denn?
Wenn du den Man nicht leiden kannst, sind natürlich alle Argumente, mögen sie noch so stichhaltig sein, vergebens.


Lula ist der beste Präsident, den ich je gesehen habe (seit 2003) !!!

Trem Mineiro hat geschrieben:
Selbst wenn Lula nur nach China gereist ist, um die Pandabääären zu ernten, ist das doch ok. Aus Sicht des Regierungssprechers ist er wahrscheinlich dahingefahren, um sich für die Verträge höflich zu bedanken. Das gehört sich doch so.


Höflich ist das sicherlich von ihm. Ob es notwendig ist, fragt sich. Aber im Prinzip hast du recht, denn die Reise finanziert sich alleine schon über die zu erwartenden Steuereinnahmen tausendfach.

Trem Mineiro hat geschrieben:
Schröder reiste grade zu den Scheichs um Modelleisenbahnen oder sowas zu verkaufen und wurde dafür gelobt.


Von wem ? Doch nicht etwa von seinem Wähler, dem Volk !

Trem Mineiro hat geschrieben:
Wäre ich Lula, würde ich mich als Gewerksschafts-Sekretär zur Ruhe gesetzt haben. In diesem schönen Land Präsident zu sein, ist sicherlich kein Spaß. So viele haben sich beim letzten Mal ja auch nicht drum gerissen. Und vor allem nicht, wenn man von den Führungseliten dieses Landes so verkannt wird.

Mit Hochachtung
Manfredo


Lula ist wohl nur Präsident geworden, um seinen Vorgängern zu zeigen, dass sie alles falsch gemacht haben und dazu auch noch korrupt waren. Ob er dem Volk (seine Wähler) auch mal was Gutes tun wird, wissen wir vorläufig noch nicht. Bisher war da nur :jack:

P.S.: Warum eigentlich plötzlich "Mit Hochachtung" ?.......... das war doch nicht ernst gemeint ?........... also ausser Politiker auch noch Diplomat !?



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Lemi

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BeitragVerfasst: 14 Mär 2005 20:39 
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Oi Lemi,

Nee, ich mucke nur immer auf, wenn man Politiker so schnell verurteilt. Ich habe entgegen der landläufige Meinung hier auch immer gesagt, dass FHC einer der besten Präsidenten gewesen ist, den das Land je hatte. Das politische System und die föderale Verfassung sind ja nicht darauf angelegt, einen starken Präsidenten hervorzubringen. Dafür haben die Altväter in den Bundesstaaten schon gesorgt.
Wenn dann trotz der vielen auseinander gehenden Interessen FHC einiges erreicht hat, ist das anzuerkennen. Die Brasilianische Vergangenheit zeigt, dass es so nicht oft der Fall war.
Man kann sich zwar schnell auf den Standpunkt stellen, alle Politiker sind Verbrecher und Diebe (egal ob in D oder B), aber damit macht man es sicht zu leicht. Da gibt es einfachere Felder, um kriminell erfolgreicher zu sein und mit weniger Risiko.

Solange sich Lula für sein Brasilien abmüht, hat er meinen Respekt verdient. Den Rest wird der Wähler und später die Geschichte beurteilen. (Hatte Dr. Helmut Kohl auch mal gehofft)

Viele Grüsse

Manfred


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