Lustige, wahre Geschichten

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Re: Lustige, wahre Geschichten

Beitragvon supergringo » Di 29. Dez 2009, 11:28

Auf einem vormittäglichen Spaziergang in Salvador machte ich nach kilometerlangem Marsch eine Rast auf einer Barterrasse. Ich hatte Heißhunger auf eine eiskalte Cola und das Bild eines entsprechenden mit Eiswürfeln und einer Limettenscheibe garnierte Glas vor Augen.

Aufgrund meiner Erschöpfung bei der Affenhitze, fand ich keine Kraft, mich darüber zu wundern, als mit der Kellner "nao tem" (haben wir nicht), auf meine euphorische Bestellung einer Coca Cola entgegnete. Aber ich habe ganz sicher extrem enttäuscht geblickt.

So bestellte ich nun doch ein Chopp. Hätte ich etwa Wasser trinken sollen?

Nach dem ersten Schluck brachte der Ober auf einem Tablett eine Dose Cola und ein exakt meinen vorherigen Träumen entsprechendes Glas. Ich sprach den Kellner überrascht und sicher etwas vorwurfsvoll an. Er hätte doch gesagt, es gäbe keine Cola. "Nao Senhor. So Coca Cola nao, mas Pepsi tem."
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Re: Lustige, wahre Geschichten

Beitragvon amarelina » Di 29. Dez 2009, 16:05

..............letztes jahr, als ich bei meiner freundin in Salvador wohnte, kam ihr mann eines tages nach hause mit einem schwung bilder unter dem arm. er zeigte sie mir und spontan entschloss ich mich zwei bilder von diesem maler, der sich Filinto nennt, zu kaufen. ich bezahlte 200 Reais pro stück

filinto 1.JPG


eine woche später kam C. wieder mit einem armvoll bilder nach hause und ich sah erstaunt, dass ausser den farben, die etwas variierten, alles genau dieselben bilder waren, wie die zwei, die ich schon gekauft hatte.
nach meinem erstaunten nachfragen, sagte der mann meiner freundin, Filinto habe sich gedacht, wenn einer estrangeira die bilder gefallen, gefallen sie vielleicht auch noch anderen :lol:

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Re: Lustige, wahre Geschichten

Beitragvon Viva Floripa » Mi 30. Dez 2009, 13:22

Vor einigen Jahren hatte ich eine junge Frau aus Brasilien als Au-Pair hier in Deutschland.
Sie hatte drei Hähnchen gebraten und wir saßen am gedeckten Tisch. Grinsend stellte ich fest, dass diese 3 Hähnchen nur 4 Beine hatten. Unsere Brasilianerin hüllte sich in verwundertes Schweigen mit verständnislosem Blick. Mein Bruder, der in Brasilien lebt, brach in Gelächter aus, ging zum Kühlschrank und fand dort versteckt die fehlenden Hühnerbeine – aufbewahrt für schlechtere Zeiten.
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Re: Lustige, wahre Geschichten

Beitragvon Itacare » Di 16. Feb 2010, 13:51

In den ersten Jahren unserer Ehe musste immer ich den Weihnachtsbaum besorgen. Meine Frau sagte, sie könne noch nicht so gut deutsch, und außerdem sei das sowieso Männersache.

Erstes Jahr.
Auf zum nächstbesten Händler. Drei Bäume angesehen. Der da passt, bitte einpacken. Zu Hause das große Wehgeschrei. Wenn ich so schnell zurück sei, könne ich unmöglich eine gute Auswahl getroffen haben. Und überhaupt, wie der Baum aussieht, einfach schrecklich. So kauft man nicht, da müsse ich noch viel von ihr lernen. Am Ende wurde er von allen bewundert, aber das lag natürlich am schmücken und nicht am Baum.

Zweites Jahr.
Mir tun die Händler immer leid wenn die Leute sich 50 oder mehr Bäume zeigen lassen bis sie zu einem Entschluss kommen. Deshalb mache ich das nicht so. Aber ich stellte mich in die Nähe anderer Interessenten und besah mir die Bäume, die diese sich vorführen ließen. Nichts dabei, was vor den Augen meiner Frau Gnade finden würde. Weiter zu einem anderen Händler. Irgendwann einen Baum gekauft, mit mulmigem Gefühl zurück nach Hause. Rest der Geschichte siehe unter Erstes Jahr.

Drittes Jahr.
Auf zum nächstbesten Händler. Der erste Baum, den er mir zeigte, war mir nicht hässlich genug. Ich sagte, der sehe aus wie ein Kunstbaum, ob er nicht einen hätte bei dem der natürliche Wuchs besser zur Geltung käme. Schließlich fand er einen. Der Stamm ähnelte der Kurbelwelle eines Elfzylinders und der ganze Baum sah in etwa aus wie eine Ente bei der Nahrungssuche. Er gab ihn mir zum halben Preis ohne dass ich handeln musste.
Danach ging ich mit 2 Kumpels Weißwürste essen. Nach einem Zeitraum, den meine Frau für solch eine Aufgabe für angemessen hielt, kehrte ich nach Hause zurück und präsentierte stolz das Ergebnis. Ich erklärte ihr, ich hätte bei insgesamt 5 Händlern gesucht, theoretisch, so hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen könne es möglich sein, einen schöneren Baum zu finden, aber nicht auf dem freien Markt.

Den Baumkauf erledigt seitdem meine Frau. :mrgreen:
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Re: Lustige, wahre Geschichten

Beitragvon dimaew » Di 16. Feb 2010, 14:25

Hier im Ort wohnen recht viele Leute schweizer Abstammung. Unsere Freunde sind die dritte, vierte Generation nach der Einwanderung. Einer dieser Freunde hat ziemlich viel Geld und reist gerne. Also was liegt näher, als die alte "Heimat" zu besuchen. Er besuchte also mit der Familie die Schweiz und auch das südliche Deutschland. Und dort wunderte er sich doch sehr. Er kannte den Spruch: Alle Wege führen nach Rom. Aber das in Deutschland alle Wege zum Ort "Ausfahrt" führen, wusste er bis dahin nicht.
Seine Frau lernt jetzt bei meiner Deutsch.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt (chin. Sprichwort)
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Re: Lustige, wahre Geschichten

Beitragvon Viva Floripa » Di 16. Feb 2010, 15:15

Du gefällst mir. Du darfst bei mir „ens Gräble schlupfa“, sagte eine Bekannte zu meinem Brasilianer, als sie ihn das erste Mal sah. Ihr Mann fing an zu grinsen und meiner war total verwirrt, den „Ernst der Lage“ hat ihm keiner erklärt. Bis heute vermeidet er es permanent, dieser Dame schutzlos gegenüberzutreten.
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Re: Lustige, wahre Geschichten

Beitragvon Kalle » Di 16. Feb 2010, 19:06

Hi,

in den 1950er Jahren auf der Fazenda Balu in Rolandia/Pr, die dem Graf von Galen gehörte. Der Graf möchte eine Bienenzucht aufstellen und dafür verpflichtete er einen jungen deutscher Imker.
Während eines Rundganges auf der Fazenda, zur Mittagszeit sitzt ein Landarbeiter auf einen Baumstamm und will gerade den Inhalt seine aufgewärmte „Marmita“ genießen, da steht der Imker vor ihm und wie das nun in Brasilien üblich ist fragt der Landarbeiter „ Servido???“ Was so was wie „möchten Sie etwas haben“ bedeutet.
Der Imker prompt reist die Marmita an sich und löffelt sich den feijão com arroz e bife hinein, und der Arbeiter schaut verdutzt zu.
Dem Grafen, meinem Vater, und 3 andere Herren die etwa 20 Meter entfernt waren blieb nur der Ausweg den Landarbeiter mit auf die Sede da Fazenda zum Mittagessen mitzunehmen.
..
"A vida é uma peça de Teatro, que não permite ensaios. Por isso, cante, chore, dance, ria e viva intensamente antes que a cortina se feche e a peça termine sem aplausos."
(Charlie Chaplin)

Gruß,
Kalle
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Re: Lustige, wahre Geschichten

Beitragvon morgenrot » Di 16. Feb 2010, 20:28

Viva Floripa hat geschrieben:Du gefällst mir. Du darfst bei mir „ens Gräble schlupfa“, sagte eine Bekannte zu meinem Brasilianer, als sie ihn das erste Mal sah. Ihr Mann fing an zu grinsen und meiner war total verwirrt, den „Ernst der Lage“ hat ihm keiner erklärt. Bis heute vermeidet er es permanent, dieser Dame schutzlos gegenüberzutreten.


Oi Viva...... :wave:

jetzt erklär das mal einem Nichtschwaben........ =D> :bprust: :dland:

....jaaa,unser Ländle,......
wir können alles,....außer Hochdeutsch !

Grüßle...... \:D/
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Re: Lustige, wahre Geschichten

Beitragvon rave_66 » Mi 17. Feb 2010, 13:16

Gespräch mit einem Schwager:

Ele disse: "Arrancei 28 dentes. Tinha so um estragado, o resto estava podre!"

Er sagte: "Ich habe mir 28 Zähne gezogen. Davon war nur einer kaputt, die anderen waren faul!"


Gruss
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Re: Lustige, wahre Geschichten

Beitragvon Itacare » Di 9. Aug 2011, 23:02

Noch eine. War erst kürzlich.
Ich wurde wach, weil meine Frau neben mir wimmerte und sich wand wie in höchster Pein.
Ein Alptraum, kein Zweifel. Ich fasste sie an der Schulter, schüttelte sie sanft und sagte „aufwachen! Du träumst! Aauufwaaachen! Du träuhäumst!“
Sie wurde wach und atmete so heftig, dass ich Angst hatte, der Sauerstoff in der näheren Umgebung könnte knapp werden.
Damit sie nicht sofort wieder einschlief und den gleichen Traum weiter träumte, sagte ich „denk an was Schönes. Ein Strand, Palmen, Meer, ein Caipi….“
Es half, sie beruhigte sich und schlief wieder ein.
Am nächsten Tag, immer noch sichtlich erleichtert und dankbar, erzählte sie mir den Traum. Sie hatte geträumt, sie wäre in einem Haus gewesen, in dem sie früher mal gewohnt hatten. Wenn ein Familienmitglied seinen Schlüssel vergessen oder verlegt hatte, kein Problem, neben der Tür war ein Schlitz, durch den man hinein fassen und die Tür entriegeln konnte.
Es war schon dunkel, sie war allein zu Hause, als sich der Türgriff bewegte. Sie fragte, wer da, sei, keine Antwort, der Türgriff wurde nur heftiger bewegt.
Als dann eine Hand durch den Schlitz kam und nach dem Riegel suchte, wollte sie schreien, aber es kam nur ein krächzen und piepsen aus ihrer Kehle. Sie wollte weglaufen, aber die Luft war zäh wie Honig, und immer, wenn sie mit voller Anstrengung ein paar Schritte gemacht hatte, stellte sie fest, dass sie sich nicht vom Fleck bewegt hatte. Dann endlich kam die Erlösung, als ich sie wach rüttelte.

„Nun…..“ meinte ich „vielleicht wär´s der Brad Pitt gewesen“
Sie: „Du Schwein! Warum hast Du mich aufgeweckt!“
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