Mal eine indiskrete Frage

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon 007 » Di 25. Nov 2008, 14:23

Hallo donesteban

Dein Budget scheint realistisch. Vergessen hast Du eigentlich nichts. Die Rechnung sollte aufgehen für jemanden der im Frieden und an der Wärme leben will.

abraço

James
Leben oder sich geschaeftlich betätigen in Fortaleza
oder Ceará ? WIR HABEN IMMER NEUE UND SERIOESE ANGEBOTE !


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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon donesteban » Di 25. Nov 2008, 14:30

Nachtrag: Ach ja, ist man gut drauf und mit sich selber im Reinen, dann kann man mit den 1.100,00 von ptrludwig oder den 4K von Severino (8 Leute!) ein zufriedenes Leben führen. :respect: Einzig die fehlende Krankenversicherung würde ich nicht akzeptieren. Das wichtigste im Leben ist Gesundheit. Und wenn die mangels Geld leidet bzw. gefährdet wäre...ich weiß nicht. Kann mich damit nicht anfreunden, zumal man mit bester Krankenversicherung hier einfach schlechter versorgt ist. Problematisch auch die Ausbildung der Kinder. Aber mit Fleiß und guter Erziehung kann man vielleicht die Nachteile der staatlichen Schulen ausgleichen. Gut, alles lamentieren nutz nix. Man kann nur ausgeben was man hat.
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon Severino » Di 25. Nov 2008, 14:38

007 hat geschrieben:Hallo Severino

Du bist ja noch nicht sooo lange hier permanent wohnhaft. Ich hoffe Du kommst weiterhin über die Runden. Hast Du es noch nicht bereut mit dem Umzug hierher ?

abraço

James

Hallo James,
bin seit Ende April in Brasilien - und viele Dinge haben sich anders entwickelt, als geplant. Bereut habe ich bisher noch nichts. Mein Leben ist hier viel ruhiger, als in der Schweiz. Allerdings trage ich ein höheres Risiko, da ich keine Krankenkasse oder Altersvorsorge habe. Baumaterial ist sauteuer und deshalb warte ich, bis es richtig regnet. Dann fallen die Preise. In der Zeit bringt das Kapital auf der Bank ja auch ein paar Reais. Den Rest verdienen wir mit Kinderbetreuung, Haushaltbetreuung und seit kurzem Holzkohlehandel. Hatten auch schon auf diversen Volksfesten eine Stand mit Churrasco, X-Salada und Getränken. Dann gehe ich ab und an mal als Servente arbeiten - oder mach ne Übersetzung für ein paar Firmen. Natürlich könnte ich mir hier, wie damals in der Schweiz jeden Nebenjob angeln - wer die Augen offen hält, der sieht viele Möglichkeiten. Und mit ein bisschen Geld kann man mit wenig Arbeit schon wieder was verdienen. Ohne Geld, bleiben nur Aushilfsjobs. Aber ich hatte ja von Anfang an geplant, mir alles erst Mal in Ruhe genau anzusehen - und nicht überstürzt in irgendwas zu investieren...
Allerdings ist das Leben meiner Frau um einiges stressiger hier - und sie vermisst die Schweiz. Ich vermisse eigentlich nur eine Internetverbindung mit mehr als 200 kbps und einer Verfügbarkeit von über 70%.
paz e amor
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon ptrludwig » Di 25. Nov 2008, 14:51

Habe jetzt zum zweiten mal versucht meine Kosten hier aufzuschlüsseln, die Beiträge erscheinen aber nicht. Zensur eben :?
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon BrasilJaneiro » Di 28. Apr 2009, 22:30

ana_klaus hat geschrieben:In der letzten Woche hatte ich ein Gespräch mit meinem br.Schwager bzgl.. der monatlichen Ausgaben für seine 4-köpfige
Familie. Existenzangst ist mir in die Glieder gefahren.

z.B.

Casa, APt-Condominio, ITPU
Pl. Saude
Faculdade
Luz
Carro
Combustivel
Feira
Cartao de Credito
usw-usw.
Habt ihr diese Rechnung für Euch schon einmal aufgemacht ? Mit welchem Ergebnis ?

klaus
http://www.pension-brasilien.de



das ist wohl mehr das Problem von vielen "Rucksack-Brasilianern". Vor ein paar Wochen war ich in Itapevi -SP- bei irgendwelchen Bekannten einer Bekannten. Ein landschaftlich schoenes Bairro, aber leider alles Favelaartig verbaut. Dort zahlen 80% im Durchschnitt keinen Strom. Der Bekannte lebt zwei jahre dort ohne Strom zu zahlen und hat immer Strom. Wenn mal abgedreht wird, dann steigt irgendwer wieder auf dem Mast. Ein unendlicher Kampf der Elektro. Krankenkasse wird nicht gebraucht, da es ja Behandlung umsonst fuer Arme gibt. IPTU wird auch nicht bezahlt, weil ja schwarz gebaut wurde. Damit eruebrigt sich auch die Frage, ob das Grundstueck bezahlt wurde. Schulgeld ist gar kein Thema, da die Kinder alle auf der Staatlichen gehen. Cartão etc wissen die ueberhaupt nicht, wie die aussehen. Brauchen die nicht. Leben von der Hand in den Mund. Einzig das Auto goennt man sich. Wird ohne Fuehrerschein gefahren und ist selbstverstaendlich nicht angemeldet. Also insgesamte Fixkosten gleich Null. Was fuer ein schoenes Leben.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon Totinho » Mi 29. Apr 2009, 02:12

Ja anaklaus, das Leben ist teuer in Brasilien.
Da musst Du Deine Pläne dann nach x Jahren doch endlich mal in die Tat umsetzen und nicht nur grosse Sprüche machen, wie z.B. Leute für Vertrieb und Produktion suchen und dann wieder einzuknicken.
Ich hoffe, dass Deine Pousada nun endlich fertig ist und schon mindestens mal ein Zimmer vermieten kannst. Wie läuft es denn sonst mit den Vollkornbroten aus Deutschland und natürlich mit den Kunststoffenstern aus dem Süden Brasiliens? Dafür hast Du doch einen Exklusivvertrag, nicht wahr?
Bist Du zwischendurch eigentlich mal in Brasilien oder musst Du immer noch die Kohle aus Deutschland ranschleppen?
ROT ist dem Chefe vorbehalten
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon rwschuster » Mi 29. Apr 2009, 02:50

Totinho hat geschrieben:Ja anaklaus, das Leben ist teuer in Brasilien.
Da musst Du Deine Pläne dann nach x Jahren doch endlich mal in die Tat umsetzen und nicht nur grosse Sprüche machen, wie z.B. Leute für Vertrieb und Produktion suchen und dann wieder einzuknicken.
Ich hoffe, dass Deine Pousada nun endlich fertig ist und schon mindestens mal ein Zimmer vermieten kannst. Wie läuft es denn sonst mit den Vollkornbroten aus Deutschland und natürlich mit den Kunststoffenstern aus dem Süden Brasiliens? Dafür hast Du doch einen Exklusivvertrag, nicht wahr?
Bist Du zwischendurch eigentlich mal in Brasilien oder musst Du immer noch die Kohle aus Deutschland ranschleppen?

Hehehehe da hat einr den Nagel auf den Kopp getroffen :werderwachsen:
Prost Mahlzeit, Sachen gibts dies garnicht gibt
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon Männlein » Mi 29. Apr 2009, 05:31

ptrludwig hat geschrieben:
ana_klaus hat geschrieben:In der letzten Woche hatte ich ein Gespräch mit meinem br.Schwager bzgl.. der monatlichen Ausgaben für seine 4-köpfige
Familie. Existenzangst ist mir in die Glieder gefahren.

z.B.

Casa, APt-Condominio, ITPU
Pl. Saude
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Carro
Combustivel
Feira
Cartao de Credito
usw-usw.
Habt ihr diese Rechnung für Euch schon einmal aufgemacht ? Mit welchem Ergebnis ?

klaus
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Komme für drei Personen auf rund 1100.- R$ pro Monat.


Hallo

Ja dann lebst du aber doch billig .
Das ist bei mir fast der Beitrag für mich und meine Frau zur Krankenkasse .
Ich verbrate auch locker leicht 5-6000 Real im Monat .
Und wenn ich jetzt umrechne nach Deutschland . Ja dann muß ich sagen . Es ist gleich . 2000 Euro habe ich auch da ausgegeben
.
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon ana_klaus » Mi 29. Apr 2009, 06:27

Das sind erhellende Anworten. Die Einen die mit 1.000 Reals im Monat leben, und in irgendeinem heruntergekommenen Bairro wohnen und Andere die eben etwas andere Vorstellungen vom Leben haben. Alles hat seine Berechtigung. Ich für mich habe festgestellt, daß ich minimum 5.000 Reals netto im Monat erwirtschaften muss, um mit meiner Frau vernünftig zu leben. Mich in meinem Alter auf Abenteuer ein zu lassen wäre unverantwortlich, also beuge ich vor. Die Häuser in Br. sind bezahlt, @totinho, die von Dir angesprochenen Aktivitäten sind eingestielt , somit die Weichen gestellt. Es ist richtig, das Geld habe ich aus Deutschland angeschleppt (verdient), weil ich erkannt habe, dass die benötigten Mittel für die Investitionen in Brasilien für mich nicht zu verdienen waren. Gut Ding braucht manchmal Weile.

Soltte jemand über ein Geheimrezept verfügen, wie man in Brasilien ohne ausreichende finanzielle Grundlage leben kann-dann her damit. Bin für jeden Tip dankbar.

gruss
klaus
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Re: Mal eine indiskrete Frage

Beitragvon supergringo » Mi 29. Apr 2009, 08:58

ana_klaus hat geschrieben:Alles hat seine Berechtigung. Ich für mich habe festgestellt, daß ich minimum 5.000 Reals netto im Monat erwirtschaften muss, um mit meiner Frau vernünftig zu leben.
ana_klaus hat geschrieben:Sollte jemand über ein Geheimrezept verfügen, wie man in Brasilien ohne ausreichende finanzielle Grundlage leben kann-dann her damit. Bin für jeden Tip dankbar.
Tja. Ein Geheimrezept gibt es nicht, weder für das Erwirtschaften einers monatliches Minimums von BRL 5.000 noch für ein (Über-) Leben ohne ausreichende finanzielle Grundlagen. So bewältigen allerdings sehr viele Brasilianer ihr Leben (nicht nur) in Brasilien ... :idea:

@ptrludwig bei allem Respekt, (ich will Dich nicht blöd anmachen,) aber ich glaube Dir die geringe Höhe Deiner Ausgaben nicht. Geht der Computer niemals nicht kaputt? Oder fallen derartige Konsumgüter im Regenwald regelmäßig vom Lastwagen (oder vom Himmel)??

Ich habe mal eine gute Woche im Hinterland in einem kleinen Ort "gelebt". In dieser Zeit hat sich mein bescheidenens und aufgrund von Mietwagen und teuren Restaurantbesuchen angespanntes (Urlaubs-) Budget ernorm erholt. Ich fands dort auch wirklich nett und wegen diverser Aspekte interessant (und aufschlussreich), aber nach der zweiten Woche wäre mir dort die Decke auf den Kopf gefallen. Die Menschen im Hinterland wären mir auf Dauer zu einfältig. Ich hatte damals für eine Woche "Urlaub" etwa BRL 600 ausgegeben, der größte Kostenfaktor waren dabei Lebensmittel (varrierend für zwischen 2 bis etwa 8 Personen) inklusive Bier und Zigaretten. Jedoch bis auf Benzin ohne Einbezug der Aufwendungen für meinen Mietwagen. Ich logierte bis auf gelegentliche Supermarkteinkäufe, Spritverbrauch aufgrund von "Taxifahrten" mit meinem Mietwagen und der Rechnungsübernahme bei Barbesuchen (i.d.R. 2 bis 4 Personen, außer mir nur Mädchen = 3 bis 6 Bier = BRL < 10 bis 15) kostenfrei. Normalerweise verpfeffere ich in diesem Zeitraum mehr als das Dreifache.

Ich vergleiche hier selbstverständlich Äpfel mit Birnen. Aber irgendwie lässt sich das eine (Urlaub) auch auf das andere (Alltag) transferieren ... geht mir jedenfalls so.

@ana_klaus, es gibt kein Geheimrezept. Entweder man ist "Lebenskünstler" wie offensichtlich ptrludwig und auch Severino, man hat finanziellen Background (Vermögen, fixe Einnahmen durch Rente, Tantiemen etc.) oder einen entsprechend dotierten Job*.

*inkl. Selbständigkeit
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