Mal wieder: Auswandern

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Mal wieder: Auswandern

Beitragvon Jacare » Mo 11. Aug 2008, 11:29

Oi,Udessa!

Könnt ihr ein bißchen mehr zu eurem Hintergrund erzählen ? Natürlich nur wenn ihr möchtet! Will persönlich erstmal zur Eigenversorgung was in Brasilien aufziehen und danach mal schauen.

Gruss
Jacare
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Re: Mal wieder: Auswandern

Beitragvon dietmar » Mo 11. Aug 2008, 12:21

Will nur anmerken, dass der von udessa gepostete Beitrag voller Fehler steckt. Dies war vor drei Jahren schon nicht mehr so und ist heute noch viel schlimmer geworden. Aber wir sind hier nicht im Paraguay-Forum. Zu meinem persönlichen Background: Ich habe von 2001 bis 2005 in Paraguay gelebt und gerade in Bezug auf Baugenehmigungen und Abgabenlast entsprechende Erfahrungen gemacht. Ohne Coima zahlt man sich dumm und dämlich. Zudem kenne ich Granjas und deren Eigentümer von Encarnacion bis La Gerenza. Aber über Abzocke in Paraguay und die ständig steigenden Übergriffe auf Ausländer können wir sehr gerne hier ausführlich diskutieren: http://latinofreunde.net .... :wink:
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Re: Mal wieder: Auswandern

Beitragvon Schwobaseggl » Mo 11. Aug 2008, 16:22

Paraguay.
Für strafrechtlich international verfolgte Schwerverbrecher mit genug Schmiergeld ist dort das Paradies.

Bei genug Schmiergeld liefert Paraguay nicht aus.
Dieses Posting darf jeder auslegen wie er denkt.
Ich schreibe es ja auch wie ich denke.
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Re: Mal wieder: Auswandern

Beitragvon dimaew » Mo 11. Aug 2008, 19:03

Hier ist ein kurzer Artikel ueber den Alltag der Milchbauern hier:
http://www.milknet.com.br/?pg=materia&id=77&local=1Die Familie produziert mit 11 Kuehen rd. 100 LIter Milch am Tag. Fuer den Liter zahlt die oertliche Molkerei ca. 0,51 R$. Nach Aussage der Baeuerin reicht das zum Ueberleben, aber ein grosser Gewinn ist nicht in Sicht.
Wer die Verhaeltnisse in Deutschland gewohnt ist (mein Schwager hat ungefaehr 150 Kuehe und bewirtschaftet seinen Hof alleine) haelt das natuerlich nur fuer Spielerei, aber so leben hier Familienbetriebe.
Mit Eurem Startkapital koenntet Ihr also durchaus gross einsteigen, wenn die kleinen :) Probleme wie Aufenthaltserlaubnis, Genehmigung fuer den Betrieb der Fazenda, Abnehmersuche (es gibt einige sehr grosse Molkereien hier, die auch gut bezahlen, wenn Qualitaet geliefert wird), Sprache nicht zu vergessen, usw. geloest werden koennen.

Nova Veneza liegt uebrigens im BUndesstaat Ceará, ungefaehr 500 Kilometer von der Hauptstadt Fortaleza entfernt.
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Re: Mal wieder: Auswandern

Beitragvon 007 » Mo 11. Aug 2008, 19:55

dimaew hat geschrieben:Hier ist ein kurzer Artikel ueber den Alltag der Milchbauern hier:
http://www.milknet.com.br/?pg=materia&id=77&local=1Die Familie produziert mit 11 Kuehen rd. 100 LIter Milch am Tag. Fuer den Liter zahlt die oertliche Molkerei ca. 0,51 R$. Nach Aussage der Baeuerin reicht das zum Ueberleben, aber ein grosser Gewinn ist nicht in Sicht.
Wer die Verhaeltnisse in Deutschland gewohnt ist (mein Schwager hat ungefaehr 150 Kuehe und bewirtschaftet seinen Hof alleine) haelt das natuerlich nur fuer Spielerei, aber so leben hier Familienbetriebe.
Mit Eurem Startkapital koenntet Ihr also durchaus gross einsteigen, wenn die kleinen :) Probleme wie Aufenthaltserlaubnis, Genehmigung fuer den Betrieb der Fazenda, Abnehmersuche (es gibt einige sehr grosse Molkereien hier, die auch gut bezahlen, wenn Qualitaet geliefert wird), Sprache nicht zu vergessen, usw. geloest werden koennen.

Nova Veneza liegt uebrigens im BUndesstaat Ceará, ungefaehr 500 Kilometer von der Hauptstadt Fortaleza entfernt.




Wo ist die Information her, dass Nova Veneza im Bundesstaat Ceará liegt ??????
Ich glaube zu wissen, das die Stadt runde 3.000 km von Fortaleza entfernt in Goias zu Hause ist. Oder irre ich mich da??? Oder ist es das andere "Nova Veneza" in Santa Catarina ?? Será ?

Das ist schon eine Eigenschaft in Brasilien, Städte und Dörfer mit dem selben Namen.....
Ich errinnere mich nur an Cascavel. Da gibt es meines Wissens auch deren 2 Stück.

abraço

James
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Re: Mal wieder: Auswandern

Beitragvon dimaew » Mo 11. Aug 2008, 20:31

Google Maps weist nur ein Nova Veneza aus, das in Ceará. Wuerde auch zu dem Artikel im MilkNet passen.
Aber natuerlich kann ich mich irren, das war ja auch nicht das interessante am Artikel.
Interessanter fand ich die Aussage, dass mit 11 Kuehen schon ein "Ueberleben" fuer die Familie moeglich ist. Der "normale" deutsche (Vollerwerbs-)Landwirt denkt da in anderen Dimensionen.
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Re: Mal wieder: Auswandern

Beitragvon Itacare » Mo 11. Aug 2008, 21:03

Hallo,

Unzufriedenheit ist meiner Meinung nach nicht das richtige Motiv, um irgendwohin auszuwandern. Man muss das betreffende Land nicht nur kennen, sondern LIEBEN um diesen Schritt zu tun. Einen alten Baum verpflanzt man nicht. Wer Land und Leute nicht kennt, geht ein wie eine Primel. Also vorher reisen, reisen, reisen.

Von Südamerika kenne ich nur Brasilien, das aber dafür etwas besser, entsprechend ist mein Beitrag zu verstehen.

Aber zu den Fakten: ein Immobilienprofi würde sagen, wichtig sind die 3 L: Lage, Lage und nochmals Lage. In Großstadtnähe haben Bauernhöfe mittlerweile saftige Preise. Die Nähe = geringe Transportkosten (z.B. zu Supermärkten mit kaufkraftstarken Kunden und internationalen Häfen) macht es. Im Niemandsland ist der Quadratkilometer Weideland vielleicht noch für unter € 3.000.- zu haben, aber das Schlachtvieh muss eben auch 2000 km weit transportiert werden....der Strand ist dann übrigens auch so weit weg..

Eine Aufenthaltsgenehmigung ist ab einer Investition von 50.000.- US-Dollar möglich. Mittlerweile gibt es aber Gesetze, die, zumindest in einigen Bundesstaaten, für Ausländer den Kauf einer Immobilie mit mehr als 60 ha verbieten. Das wiederum dürfte für Viehzucht kaum interessant sein. Als Lösung wäre ein brasilianischer Geschäftsführer möglich. Dazu müsste man wiederum das Land und die Leute kennen etc. etc.

Die Zinsen in Brasilien sind immer noch sehr hoch, womit bankfinanzierte Unternehmungen kaum rentabel sind. Wer allerdings Geld hat, hat natürlich gute Chancen, da jeder Unternehmer versucht den kalkulatorischen Bankzins in seinen Preisen zu Grunde legt.

Jegliche Art von Immobilienerwerb in Brasilien setzt voraus, dass man die örtlichen Preise kennt - sonst wird man mit Gringopreisen über den Tisch gezogen.

Die Katze beißt sich immer wieder in den Schwanz - ohne ausgezeichnete Kenntnisse der Sprache und des Landes, Finger weg.

Wenn das Land, das ihr in betracht zieht, Brasilien heisst, ihr es oft genug gesehen habt und dann hoffentlich immer noch begeistert seid, reden wir weiter.

Tschuldigung, wollte niemandem seine Illusionen nehmen, nur Schaden verhindern.
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Re: Mal wieder: Auswandern

Beitragvon Westig » Di 12. Aug 2008, 01:37

Nova Veneza, Santa Catarina, (Viehzucht....)

http://www.portalveneza.com.br/
http://www.sul-sc.com.br/afolha/cidades/novaveneza.html
http://www.biodieselbr.com/noticias/bio ... -10-06.htm -

Nova Veneza, São Paulo...

Nova Veneza, Goiás, (zwischen Goiania und Anápolis...) 260 Farmen, ca. 20.000 Rinder...

http://www.novaveneza.go.gov.br/site.asp
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Re: Mal wieder: Auswandern

Beitragvon Jacare » Di 12. Aug 2008, 07:24

dimaew hat geschrieben:Hier ist ein kurzer Artikel ueber den Alltag der Milchbauern hier:
http://www.milknet.com.br/?pg=materia&id=77&local=1Die Familie produziert mit 11 Kuehen rd. 100 LIter Milch am Tag. Fuer den Liter zahlt die oertliche Molkerei ca. 0,51 R$. Nach Aussage der Baeuerin reicht das zum Ueberleben, aber ein grosser Gewinn ist nicht in Sicht.
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Nova Veneza liegt uebrigens im BUndesstaat Ceará, ungefaehr 500 Kilometer von der Hauptstadt Fortaleza entfernt.


11 Kühe mit der Melkanlage melken ? Und was macht sie sonst noch den ganzenTag ? Über 1000 Real im Monat nur mit den 11 Kühen. Was ist daran schlecht ? Hier zahlt man ca. 0,51 Euro Cent für die Bio-Milch pro Liter.

Gruss
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Re: Mal wieder: Auswandern

Beitragvon Schwobaseggl » Di 12. Aug 2008, 12:59

Es kommt immer auf die Region und den Zustand der Milch an.

Melkanlage, gekühlte Milch usw.

In Patos gibt es Unterschiede wo bis zu R$ 0,86 pro Liter bezahlt wird ( Preisliste Coopatos )

Auch ist die Rechnung total falsch.
11 Kühe brauchen Futter, Medikamente und Tierarzt.

Was übrig bleibt ist nicht einmal ein Salario minimo.

Auch gibt es unterschiedliche Kühe.
Die Milchproduktion schwankt zwischen 10l und 40 l täglich.
Besonders in der Trockenzeit ist es unrentabel durch Zufütterung und geringere Milchabgabe.
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