Maresia, die rätselhafte Kraft der Zerstörung

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Beitragvon Kalle » Do 26. Apr 2007, 16:15

Hi,

ich kann nur Bestätigen das mit dem "salitre" in Salvador.

Hatte aus Deutschland einen Grill aus VA Stahl im Umzug. Zurück in Deutschland glaubt mir keiner das der "nur" eine sehr Gute zeit in Meeresnähe verbracht hat! Überall rostflecken.
Komischerweise hat unser WMF Besteck hier und da nicht weg zu kriegende Rostflecken!

Die Soteropolitanos beim Erwerb von Kühlschränke oder Waschmaschinen, kaufen immer eine Ansehnliche Packung "Vaselina" mit. Die Innereien werden hiermit beschmiert.

Den Rasenmäher, oder was davon noch OK war habe ich dem Caseiro Überlassen

In das Haus in dem wir Einzogen machte der Ar condicionado merkwürdige Geräusche. Als ich mal nachsehen wollte ist mir der gesamte Kasten auseinander gefallen, nur die mit Vaseline beschmierten Teile waren noch einigermaßen in Ordnung.
..
"A vida é uma peça de Teatro, que não permite ensaios. Por isso, cante, chore, dance, ria e viva intensamente antes que a cortina se feche e a peça termine sem aplausos."
(Charlie Chaplin)

Gruß,
Kalle
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Beitragvon roman3 » Mo 30. Apr 2007, 21:16

Hallo,

mit Vergnügen habe ich die Beiträge gelesen. Meine Pousada liegt direkt am Meer und ich habe mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Allerdings kannte ich die Namen für das Phänomen nicht. Wirkliche Ideen das Einzudämmen habe ich nicht. Doch die Aussage, hier in Salvador ist der höchste Salzgehalt in der Luft, das hat doch was. Also nicht nur schöne Strände und Frauen.
Im Computerbereich arbeite ich erfolgreich mit einem Radiergummi um die Kontakte wieder zum Arbeiten anzuhalten. Falls sie denn noch vorhanden. Mein Computergehäuse sieht aus wie vom Sperrmüll, das Innenleben hat es schon mehrmals dahingerafft.
Was lehrt uns das, hier in Brasilien überleben nur die Härtesten. Das kann doch stolz machen.

Ich habe aber noch eine andere Gemeinheit, die mir zu schaffen macht. Ameisen. Nicht die kleinen Biester, eine grössere stattliche Ausführung. Die siedeln sich an allen möglichen und unmöglichen Ecken an. Ganze Kolonien samt Eierablage. Und stürzen sich mit Vorliebe ins Innenleben von Mikrowelle, Digitalfotoapparat, Fernbedienungen, Bildschirm und Computer. Selbst meine Kühlschränke sind davon nicht verschont. Insektenmittel zu sprühen, ich weiss nicht ob das die Lösung sein kann oder der Schaden noch grösser wird. Beliebtes Plätzchen auch meine Türschlösser. Plötzlich geht da nichts mehr und aufgeschraubt quillt es nur so aus den Schlössern. Da es über 50 sind, kann ich nicht jedes in persönliche Pflege permanent nehmen.Vermutlich die Ameisensäure macht sie meisst unrettbar unbrauchbar. Leider habe ich keine Fotos, aber die Platine der Mikrowelle oder was davon übrig war, der Hit. Alles Brösel. Und wer die Umstände und Preise hier kennt ein technisches Gerät zu reparieren zu wollen, dass geht überhaupt nicht, bzw. ist auch mit viel Lauferei verbunden. Da ist man schon etwas sauer.
Meine Besucher sind wild immer auf die Deutsche Welle. Aufgeregt kam vergangene Woche ein Gast angestürzt, die Fernbedienung brauche dringend neue Batterien. Nichts ginge mehr. Den Deckel geöffnet, es quoll nur so heraus, Eier und halbe Erdhaufen. Alles zu und verätzt. Da half kein Klopfen und Säubern, alles hin. Wie sich solche Massen in ein so kleines Gehäuse zwängen können, rekordverdächtig. Die Augen des Touristen waren kugelrund, meine auch.
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Beitragvon Neto » Mo 30. Apr 2007, 21:39

oi roman3,

das mit den Ameisen ist watsch´n einfach.
Du musst nur die Behausung finden, 1m tief, 6qm gross,
laut schlauem Buch, das ich mal kaufte.

Da verstecken sich Millionen, viel Glück und als gute Nachricht:
es werden täglich mehr.

Im Sitio hatten wir thermiten- und ameisenfreie Holzwände.
Dann stellte ich einen Holzschrank hinein,
die Biester krabbelten durch die Holzwand
und weg war er, der Schrank.

Zur Maresia gibt´s auch noch was nettes.
In der Flusskneipe brachen alle Türklinken ab,
fast gleichzeitig.
glücklich sein ist ein Geschenk, wer zufrieden ist, hat prima Karten, wer jammert, jammert.
http://www.itacare.com.br/pousada/encontrodasaguas
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Beitragvon roman3 » Mo 30. Apr 2007, 22:19

Ich sehe schon, ich muss in meine Mitarbeiterliste ein paar Maulwürfe einstellen. Ab in die Ttiefe. Gibt es die überhaupt hier?
Dazu fällt mir noch was lustiges ein. Eine Touristenfamilie weilte ein paar Tage im Gebirge. Bei der Rückkehr dann die empörte Beschwerde, man käme nicht ins Zimmer. Na, dachte ich wohl wieder Schlossprobleme. Nein, die Biester hatten gut einen Kubikmeter Erde aus dem Untergrund geschaufelt und direkt ihren Wohnpalast hiner der Tür postiert. Durch die Fliesenfugen hatten sie sich an verschiedenen Stellen durchgefressen. Das konnte man ja rausschafeln, doch darunter muss ja ein tüchtiger Hohlraum entstanden sein. Nächster Zwischenfall vorprogrammiert.

Wären wie beschrieben ja noch die Termiten. Zum Glück habe ich da nicht gespart, alle Türen, Fenster, Dächer sind von hartem Holz. Aber meine Mangabäume fallen einer nach dem anderen zum Opfer. Auch mein Werkzeugschrank aus Mischholz lag mir eines Tages vor meinen Füssen. Der Termitenkönig muss ja irgendwo nun sein Mütchen kühlen.
Meine Bemühungen mit ihm in diplomatische Gespräche einzutreten verliefen bisher ergebnislos. Die Tropenbewohner eben. Stur bis zum geht nicht mehr.
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Beitragvon didi » Mo 30. Apr 2007, 22:34

hallo,

neto hat geschrieben:

1m tief, 6qm gross,
laut schlauem Buch, das ich mal kaufte.


na, dazu hab ich ne kleine geschichte.
als wir vor 11 jahren hier das haus kauften, hatten wir hier ein sehr unfreundliches ameisenvolk. die viecher haben z.b. ein von meiner frau gepflanztes blumenbeet (ca. 5qm) in einer nacht abgetragen. dann hatte ich ein maribondo(wespen)nest mit einer gasflamme ausgeraeuchert, es lagen ca. 50 tote oder halbtote wespen am boden, die hat ein scout der ameisen entdeckt, keine 3 minuten spaeter kam eine ganze armee ameisen, zerteilten die wespen und schleppten die teile von dannen.
irgendwann, ich war beim zaun erneuern, sah ich zufaellig wo meine freunde hin verschwanden, ein riss im zement des buergersteigs (wird bei uns in der gegend aber nicht von fussgaengern benutzt, ist bei den meisten haeusern eher so'ne art vorgarten). oka, spitzhacke her ( den weg wollte ich eh neu machen) und mal unter den zement schauen.
ein ca 1qm grosses plattenteil angehoben und beiseite geschoben;
au weia, ein loch ca 40cm durchmesser 60-70cm tief verjuengte und vezweigte sich dann in 3 tunnel. ameisen waren aber garnicht soviele zu sehen. besenstiel genommen und in die tunnel reingesteckt, kein boden der hoehlen zu erreichen. dann mal mit ner dachlatte 6mtr. lang! rein ins loch, bei zwei tunneln kam ich auf den boden, bei dem letztem nicht.
was tun? ist ja reine notwehr. einen meiner hiwis mit einem 20ltr. kanister zur tankstelle geschickt, alkohol kaufen, den dann ins loch und in die tunnel geschuettet, aus sicherer entfernung ein stueck brennende zeitung hinterher. hat gut ne halbe stunde da unten immer mal gerummst, ok ich haette evt. die halbe strasse in die luft jagen koennen, aber das risiko bin ich eingegangen.
Fazit, ich hab gewonnen, diese sorte ameisen sind wir seitdem los.

gruss didi
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Beitragvon Hartl » So 13. Mai 2007, 18:08

Hi @ all

Hier habe ich die Lösung für eure Probleme. :shock: :shock:

http://www.pugetsystems.com/submerged.php

Hartl
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Beitragvon amarelina » So 13. Mai 2007, 21:06

ich habe damals bei unserer wohnung alle türen und fenster aus termitensicherem massaranduba-holz gekauft und mit einer selbst hergestellten paste aus bienenwachs und terpentinersatz eingerieben. es gibt nichts besseres, um auf natürliche weise das holz vor austrocknung und bakterien zu schützen.
es gab dabei nur zwei probleme: erstens haben die leute ringsum getuschelt ich sei daran einen macumba-zauber herzustellen, weil ich zehn tage lang das glas mit der mischung von einer veranda zur anderen getragen habe. das zeug muss nämlich zehn tage lang an der sonne stehen und ständig umgerührt werden. zweitens kamen urplötzlich aus allen himmelsrichtungen bienen angeflogen, als ich die türen und fenster mit dieser paste eingerieben habe.
mein mann wurde nervöser und nervöser bei der sache und versuchte verzweifelt seinen leuten zu erklären was seine frau da eigentlich mache...

amarelina
"Wenn man sich mit einem langweiligen, unglücklichen Leben abfindet, weil man auf seine Mutter, seinen Vater, seinen Priester, irgendeinen Burschen im Fernsehen oder irgendeinen anderen Kerl gehört hat, der einem vorschreibt, wie man leben soll, dann hat man es verdient."
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Ameisem sind nicht das Problem

Beitragvon bruzundanga » So 13. Mai 2007, 23:31

Das problem sind Cupim. Cupim sind sehr schwer auszurotten. Wir haben hier ein kleines Problem mit diesen Viechern. Wenn sie auftauchen gibts eine fette Watsche, aber nach einiger Zeit kriechen sie aus einem anderem Loch. Ach ja. Cupim sind Termiten.
In einen hohlen Kopf geht viel Wissen (Karl Kraus)
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Re: Ameisem sind nicht das Problem

Beitragvon mikelo » Mo 14. Mai 2007, 00:59

bruzundanga hat geschrieben:Das problem sind Cupim. Cupim sind sehr schwer auszurotten. Wir haben hier ein kleines Problem mit diesen Viechern. Wenn sie auftauchen gibts eine fette Watsche, aber nach einiger Zeit kriechen sie aus einem anderem Loch. Ach ja. Cupim sind Termiten.


als ich mein haus hier in forta gebaut hatte, waren, bzw.sind noch einige dachlatten uebrig gewesen.
die liegen bei mir auf der einen terasse so friedlich in der gegend herum. als mein nachbar sie mir abkaufen wollte---ich die latten hochhob: sah ich zum erstenmal live termiten. und dieses teufel waren gleich in armeestaerke zugange.
o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.

Nur für Bewohner des Kantons Zürich/auch auf dumpfe Trolle anwendbar
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