Ferrari dominiert zweites Training.
Magny-Cours. Si/baz. Der erste Traininsgtag zum Grand Prix von Frankreich in Magny-Cours stand im Zeichen des Ferrari-Teams und etlicher Dreher. Kimi Räikkönen und Felipe Massa belegten sowohl am Vor- als auch am Nachmittag die beiden ersten Plätze, obwohl auch sie ihre Autos nicht jederzeit fest im Griff hatten.
Nach drei aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen McLaren-Mercedes hat Ferrari offenbar auf den rechten Weg zurückgefunden. Die in den vergangenen Wochen nicht zu übersehende Stagnation ist möglicherweise einem Defekt im Windkanal zuzuschreiben. Nach der Reparatur des gerissenen Stahl-Laufbands machten sich die Italiener hinter die Schnürung eines neuen Aerodynamikpakets, das sich in Magny-Cours fürs Erste als wirksam erwies. Anzeige
BMW-Sauber machte bisher noch keinen überwältigenden Eindruck. Nick Heidfeld kam am Morgen auf Platz 7. Robert Kubica, der wegen seines furchterregenden Unfalls in Kanada für den GP der USA Startverbot erhalten hatte, war nach den ersten anderthalb Stunden Neunter. Am Nachmittag klassierte sich der Pole als Zwölfter, wogegen Heidfeld nicht über Platz 19 hinaus kam. Der Deutsche war während der letzten drei Viertel Stunden nicht mehr ausgerückt, weil er wieder unter Rückenschmerzen litt.
Zu den positiven Überraschungen des ersten Tags gehören die starken Vorstellungen von Nico Rosberg. Der deutsch-finnische Doppelbürger, der am Mittwoch 22 Jahre alt geworden war, klassierte sich mit dem Williams-Toyota zweimal in der Spitzengruppe. Ein anderes Geburtstagskind sorgte für einen Lichtblick: Der im bisherigen Verlauf der Saison mit dem Toyota mehrheitlich arg enttäuschende Ralf Schumacher darf für das heutige Qualifying an seinem 32. Geburtstag zuversichtlicher sein als auch schon.
Der auf 3,7 von 4,2 km der Strecke erneuerte Asphaltbelag hat sich bis dahin nicht 100-prozentig bewährt; er erwies sich als ziemlich rutschig. Wie dem bei Nässe ist, zeigt sich möglicherweise am Samstag. Am Freitag blieben die ständig drohenden Regengüsse aus. Die von Bridgestone zur Verfügung gestellten Reifen mit den hier zur Auswahl stehenden Gummischungen (soft und medium) liessen ebenfalls einige Wünsche offen, insbesondere die weicheren. Mit ihnen drehten sich am Nachmittag etliche Fahrer um die eigene Achse, unter ihnen Alonso (2 x), Hamilton, Massa und Räikkönen. Letztere beide hatten am Vormittag mit dem härteren Reifentyp sogar ein bisschen bessere Zeiten erreicht als danach mit dem weicheren. Sie liessen den drittklassierten Fernando Alonso im McLaren-Mercedes um mehr als sieben Zehntelsekunden hinter sich. Nachmittags lautete die Reihenfolge Massa vor Räikkönen und... Scott Speed. Der Amerikaner durfte im Toro Rosso zweifellos ein paar Runden mit fast leerem Tank drehen. Das selbe lässt sich auch bei Speeds Teamkollegen Vitantonio Liuzzi (5.) und David Coulthard im Red Bull (6.) vermuten.
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