
Maurren Maggi hat im Weitsprung die zweite Goldmedaille für Brasilien gewonnen. Die Weite von 7,04m aus ihrem ersten Versuch reichte am Ende aus, sich den bislang grössten Titel ihrer Karriere zu sichern. Nach den bisherigen Misserfolgen der brasilianischen Athleten in der Leichtathletik kam nun endlich Sambafeeling im “Vogelnest” in Peking auf. Keila Costa, die zweite Brasilianerin im Feld, beendete den Wettkampf mit 6,43m auf Rang 11.
Für Maggi war es ein nervenaufreibender Wettkampf, lag sie doch von Beginn an in Führung und musste auf kürzere Weiten der Konkurrenz hoffen. Sie selbst konnte sich im Verlauf der sechs Durchgänge nicht mehr verbessern. Stärkste Konkurrentin war die Russin Tatyana Lebedeva, die in ihrem letzten Versuch ebenfalls dem Auge nach über 7 Meter sprang und dabei einen gültigen Versuch hinlegte. Banges Warten mit dem Blick auf die Anzeigetafel folgte, wobei in diesem Moment die Brasilianerin bereits Silber sicher hatte. Als dann die Weite von 7,03m aufleuchtete, gab es für die 32-jährige kein halten mehr. Zum ersten Mal in der Geschichte hat eine Brasilianerin Gold in einer Einzelsportart geholt. Silber ging an die Russin, Bronze gewann Blessing Okagbare aus Nigeria mit 6,91m.
Letztmalig stand übrigens im Jahr 1984 mit Joaquim Cruz, der über 800m siegte, ein brasilianischer Leichtathlet bei Olympia ganz oben auf dem Treppchen.