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 Betreff des Beitrags: MC Donalds - Matador de fome
BeitragVerfasst: 10 Mai 2007 10:55 
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Registriert: 07 Feb 2006 15:02
Beiträge: 3135
Wohnort: Anapolis GO
Heute wurde Joao Vitor nach seinem Autounfall aus dem hospital de queimadura entlassen. Joao Vitor ist drei Jahre alt. Da sein Vater am Arbeiten war, durfte ich in die Stadt fahren um ihn und seine Mutter abzuholen. Natürlich kamen auch gleich seine Oma und eine Tante mit.
Am Hospital angekommen parkte ich den Wagen in der Seitenstrasse, denn die Parkplätze davor waren alle belegt und den Eingang für den Rettungswagen sollte man ja nicht versperren....
Im Hospital waren viele Menschen im Eingangsbereich, der mit Sitzgelegenheiten und einem Fernseher ausgerüstet war. Sogar Tageszeitungen und Journale lagen auf. Es liefen Cartoons und eine Klimaanlage verbreitete frostige Kälte.....
Viele der Patienten sahen übel aus. Ich mag Krankenhäuser nicht....
Die Schwester ruft mich. Ich soll das Auto vor die Tür stellen. Jaoa Vitor dürfe keine Sonne abbekommen. Also erledige ich das und bringe auch noch einen Regenschirm zur Überbrückung der letzten 5 Meter vom Eingang bis zum Auto rein. Danach muss ich raus. Das Auto blockiert jetzt die Einfahrt für den Rettungswagen. Ich mag Krankenhäuser nicht....
Setze mich ins Auto und warte. Inzwischen kommen weitere Patienten an. Mit verbundenen Körperteilen, hinkend, unbeweglich werden sie mit Autos und auch auf Motorrädern von ihren Familienangehörigen zur Behandlung gebracht. Einer mit einem Kopfverband hatte sich trotzdem den Helm aufgesetzt und nun sichtlich Mühe den wieder runterzukriegen ohne den Verband zu verschieben.
Endlich kam Joao Vitor. Unter dem Regenschirm mit einem Ballon in der Hand. Er freute sich endlich aus dem Krankenhaus raus zu kommen....
Auf der Rückfahrt musste dann immer die Fensterseite auf der die Sonne reinkam mit einem Tuch abgedeckt werden. Ich fragte mich schon warum, denn der kleine Joao Vitor war vom Bauchnabel bis zum Kopf in einem Verband eingewickelt. Da konnte gar keine Sonne mehr auf die Haut kommen.... Naja, Brasilien halt.... Gar nicht nachdenken, einfach tun was einem gesagt wird....
Zuhause angekommen ware bereits alle Nachbarn und Verwandten da. Wieder war die Sonne so gefährlich, dass sofort der Regenschirm gezückt wurde. Noch im Auto wurde er geöffnet damit ja kein Lichtstrahl auf den Kleinen fällt...
Dann kam Joao Vitor nochmal zu mir und fragte, ob er denn nun eine Belohnung bekomme, da er solange im Spital war. Ich fragte ihn, was er sich denn wünsche. Da antwortete er, dass er am Abend gerne in eine Pizzeria gehen möchte. Ich sagte zu.
Am Abend kamen wir dann zu Joao Vitor und dessen Eltern. Die Mutter hatte nun aus der Pizzeria ein weltweit bekanntes Fast Food Retsaurant gemacht und so landeten wir im MC Donalds. Das sah hier genauso aus, wie überall auf der Welt. Der einzige Unterschied lag daran, dass alles auf portugiesisch war. Und laut Plakkaten war hier nur einer der Star: Der Matador de Fome. Preis R$ 10,35. Ich dachte: Na bei dem Preis muss da ja ein Burger von einem Kilo oder mehr drin sein.....
Wir setzten uns, nachdem wir (7 Personen, davon 3 Kinder) bestellt hatten. Getränke übrigens separat und nochmals R$ 2,90.
Ausser uns war da nur noch eine Familie und ein verliebtes Pärchen. Die Familie sah reich aus. Sehr reich. Ich vermutete, dass er Arzt ist. Oder ein erfolgreicher Anwalt. Irgendwie kam mir der bekannt vor..... Das Pärchen schlürfte gemeinsam an einer grossen Cola und scheinbar hatte er Pommes offeriert....
Jetzt wurden unsere Burger gebracht, obwohl man das ja normalerweise selbst abholen muss. Aber bei einer Bestellung von fast R$ 100 machten sie da wohl eine Ausnahme.
Der Matador de Fome stellte sich als ein gewöhnlicher Mc Tasty begleitet von einer Portion Pommes Frites heraus. Letztere kamen bei den Kids gut an. Die Burger hingegen nicht. Keiner der drei ass ihn auf.
Nun bekundete die Mutter von Joao Vitor Unwohlsein und begab sich zur Toilette. Da sie im dritten Monat schwanger ist machten wir uns keine all zu grossen Sorgen.
Als sie zurückkam, packten wir zusammen und gingen zum Auto. Mara, die Mutter von Vitor war ungewöhnlich ruhig. Ihr Mann und meine Freundin waren besorgt. Also entschlossen wir uns schnell beim Hospital irgendwas mit nossa senhora vorbeizufahren. Ich mag doch keine Krankenhäuser. Und heute gleich zwei Mal....
Naja, dort bekam sie eine Spritze und irgendwelche Pillen. Scheinbar hatten sie die Tage im Spital zusammen mit Joao Vitor doch etwas mehr belastet. Sie war schon wieder ganz die Alte. Das Plappermäulchen stand nicht still. So wie sonst....
Um nun dieser Geschichte noch eine Pointe zu geben: Am nächsten Abend waren wir bei Romeo. Romeo hat einen Grill, wo er diese kleinen Spiesse brutzelt. Dazu gibts dann Brahma. Latinha. Mehrere. Für die Kids gabs Refri. Die haben auch schon die Angewohnheit alles abzukürzen. Demnächst werden die im SMS-Zeitalter wohl noch Gua erfinden....
Rauchen darf man bei Romeo übrigens auch. Und nette Konversation wird auch noch gepflegt. Ab und zu kommen auch in paar Bekannte vorbei, die freundlich grüssen oder auch ein Schwätzchen halten und eins mittrinken.... Nunja. Was soll ich sagen. Die Rechnung betrug zum Schluss R$ 32,80. Und Aparecida, die Frau von Romeo hat sich sogar etwas geschämt eine so hohe Rechnung ausstellen zu müssen. Satt waren auch alle und zufrieden....
FAZIT: Der Matador de Fome ist für mich gestorben....



paz e amor
Severino


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BeitragVerfasst: 10 Mai 2007 11:21 
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Registriert: 04 Mai 2005 02:13
Beiträge: 664
Wohnort: Münster/Belo Horizonte
McDoof ist doch einfach widerlich. Schon zu "Jugendzeiten" habe ich da nur mal was gegessen, wenn nichts anderes zur Verfügung stand. Das Sättigungsgefühl war immer verbunden mit einem leichten Übelkeitsgefühl.

Wenn schon Burger, dann Burgerking. Dort ist das Fleisch gegrillt und auch der Rest schmeckt einfach besser, vorallem die Pommes. Ungesund ist zwar beides, aber Burgerking schmeckt wenigstens. Preislich natürlich fast schon unverschämt.

Seitdem es aber Subway in unserer Lieblingsmall gibt sind wir von Burgerking darauf umgeschwenkt. Lecker, wohl einen Tacken gesünder und kommt fast schon an einen guten Döner ran.

Falls es Subway in einer Mall nicht gibt, dann geht es halt zu Habbib´s.

PS: ich empfehle übrigens allen den Film Supersize me! Lustig und echt erschreckend. http://de.wikipedia.org/wiki/Super_Size_Me



Beleeeza


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 Betreff des Beitrags: Re: MC Donalds - Matador de fome
BeitragVerfasst: 10 Mai 2007 12:55 
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Registriert: 24 Apr 2006 17:31
Beiträge: 959
Wohnort: Belo Horizonte
Severino hat geschrieben:
Rauchen darf man bei Romeo übrigens auch.

Das war und ist für mich der einzige Grund mit meinen Nichten und anderen Kindern in den McD zu gehen: Rauchfrei.



Biergarten 27.9.2008 in Belo Horizonte


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