Medikamente nach Brasilien schicken

Fragen zur Gesetzeslage in Brasilien, Einwanderungs-, Einfuhr- und Zollbestimmungen sowie Steuerfragen

Medikamente nach Brasilien schicken

Beitragvon Maik103 » Mi 9. Jul 2008, 07:59

Moin,

ohne einen wirklichen, juristischen Background zu haben, möchte ich gern über eine Erfahrung berichten, die ich im Oktober 2005 gemaht habe. Vielleicht kann jemand, der diesbezüglich besser "im Saft steht", einige Ergänzungen hierzu machen.

Als ich 2005 ein Praktikum in Brasilien gemacht habe, habe ich mich kurzfristig entschlossen, in Malaria-gefährdete Gebiete zu reisen. Dummer Weise blos hatte ich keine Malariaprophylaxe dabei. Also: Eltern anrufen, vielleicht können die das irgendwie regeln und mir das Medikament besorgen.
Das haben sie dann auch getan (ohne auf die Details einzugehen). Ergebnis war, dass sie mir ein Päckchen nach Brasilien geschickt haben mit dem Medikament, Malerone, drin, jedoch nicht mit dem Rezept, geschweige denn einer Übersetzung davon.
Dieses Päckchen ist nun dummerweise in der brasilianischen Posteingangskontrolle hängengeblieben. Ich war erstmal baff, das die Junx in Brasilien da reingucken dürfen, aber vielleicht kann da jemand anderes qualifiziertere Aussagen zu machen. Nachdem das Päckchen zum brasilianischen Gesundheitsamt weitergeleitet worden war, bekam ich nun mitten in Brasilien plötzlich das erste Telegramm meiner Karriere als Teilnehmer im postalischen Verkehr. Wortlaut war in etwa, dass die Einfuhr von Medikamenten nach Brasilien generell untersagt sei, jedoch akute Bedarfsfälle (die nachgewiesen werden müssen) von dieser Regelung ausgenommen sind. Diesen Nachweis sollte ich nun erbringen, sonst müsse ich mit Sanktionen rechnen. Dies war mir jedoch in der kürze der Zeit nicht möglich - bis zu meiner Abreise in die Malaria-Gebiete waren nur noch ein paar Tage Zeit. Gefaxtes Originalrezept (auf deutsch) funktionierte dummerweise nicht, was jedoch auch daran lag, dass die auf dem Telegramm angegebene Faxnummer gar nicht existierte.
Ich weiß gar nicht genau, was es war, auf jeden Fall habe ich nach unzähligen Anrufen, e-Mails und Faxen tatsächlich irgendwann ein Päckchen vom brasilianischen Gesundheitsministerium bekommen - mit dem Medikament drin, dass ich einen Monat früher benötigt hätte.

Vielleicht kann jemand, der von der juristischen Seite her mehr Ahnung hat als ich, einige infos hierzu posten. Wenn ich nämlich damals gewußt hätte, was ich heute weis, wäre ich heute bereits in einigen Gegenden Brasiliens gewesen, die nun dummerweise noch immer einen weißen Fleck auf meiner persönlichen Brasilienlandkarte darstellen.

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Re: Medikamente nach Brasilien schicken

Beitragvon dietmar » Mi 9. Jul 2008, 15:07

Das scheint schon alles so richtig zu sein. Zoll kann überall reingucken. Einfuhr von Medikamenten ist immer problematisch - aus verschiedensten Gründen.

Aber was ich nicht verstehe: Hast du 2005 gedacht, in Brasilien gibts keine Malariaprophylaxe? Oder warum hast du so einen Umweg beschritten? Wäre doch schneller gewesen, sich das Zeug vor Ort zu holen ...


O uso de medicamentos (quimioprofilaxia) está indicado para pessoas que se dirigem para áreas com risco de transmissão de malária, principalmente se vão ficar sem acesso aos Serviços de Saúde. O emprego de medicamentos profiláticos não deve ser feito sem prescrição médica especializada. A seleção das drogas para o esquema profilático mais adequado para uma determinada área depende do grau do risco existente, das espécies de Plasmodium predominantes e da sua resistência às drogas, e do risco de efeitos colaterais.

Drogas como a cloroquina e a mefloquina, podem ter efeitos colaterais importantes ou serem ineficazes, se tomadas em doses e por períodos inadequados. A cloroquina pode piorar os sintomas de psoríase, e ocorre resistência do Plasmodium falciparum a essa droga na maioria das áreas de transmissão. A mefloquina, uma opção para áreas onde ocorre resistência à cloroquina, não pode ser utilizada por crianças com peso menor do que cinco quilos e durante o primeiro trimestre de gravidez. Além disso, está contra-indicada em pessoas com antecedentes de epilepsia, distúrbios psiquiátricos, alterações de condução cardíaca (arritmias), em uso de beta-bloqueadores ou que exerçam atividades que necessitem coordenação e discriminação espacial (como pilotos de avião). A quimioprofilaxia deve em geral ser iniciada uma semana antes da entrada em área de transmissão, para a detecção de possíveis efeitos colaterais, e mantida por quatro semanas após o retorno.

http://www.cives.ufrj.br/informacao/malaria/mal-iv.htm
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Re: Medikamente nach Brasilien schicken

Beitragvon Maik103 » Mi 9. Jul 2008, 15:16

Weil ich der Sprache meiner Meinung nach unzureichend mächtig war, gerade wenn es darum geht, auch meine anderen Krankheiten, Leiden und Gebrechen in ein Gespräch mit einem Arzt einzubringen.
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