Mini fabrica de chinelos

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Re: Mini fabrica de chinelos

Beitragvon paoamerelo » Di 12. Okt 2010, 12:06

ana_klaus hat geschrieben:Wie richtig erkannt ist nicht die Herstellung, sondern der Verkauf die Herausforderung. Das interessiert den Anbieter dieser Maschinen in der Regel nicht. Auf diesem Markt tummeln sich viele Unternehmen die mit Versprechungen den Leuten gute Verdienstmöglichkeiten, ohne realistischen Hintergrund, vorgaukeln.

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klaus
http://www.pension-brasilien.de


klaus,da bin ich ganz deiner meinung,ich sehe es auch so.
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Re: Mini fabrica de chinelos

Beitragvon dimaew » Di 12. Okt 2010, 13:47

Die Maschine ist mit rund 1.600 R$ sicher nicht "teuer", ich denke, das ist marktgerecht. Was in dem Video aber als "positiv" heraus gestellt wird, kann sich ganz schnell ins Negative wandeln. Offensichtlich ist man auch für den Bezug der materia prima an den Hersteller der Maschine gebunden. Dort wird dann Geld verdient, aber nicht vom "Verbraucher", der die Flip-Flops herstellen möchte. Und die Absatzrechnung ist ja nicht schwer: 80 Paar am Tag sind bei der normalen Sechs-Tage-Woche hier 1.920 Paar im Monat bzw. rund 23.000 Paar im Jahr. Wenn ein normaler Chinelo-Käufer einmal im Jahr Chinelos kauft, brauche ich also 23.000 Abnehmer (Endverbraucher) oder eben einen Großmarkt der diese Menge absetzt. Natürlich nur, wenn ich das Monopol der Chinelo-Lieferung habe. Gibt es diese Voraussetzungen in der Gegend?
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Re: Mini fabrica de chinelos

Beitragvon gringogrande » Di 12. Okt 2010, 14:46

Je nachdem, in wievielen Produktionsschritten man eingebunden ist, wie z.B. Aufschäumung, Verklebung/Vulkanisierung, Verbacken; kann das auch eine ziemlich giftige Angelegenheit werden!
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Re: Mini fabrica de chinelos

Beitragvon Moleque da Favela » Di 12. Okt 2010, 14:52

dimaew hat geschrieben:..., brauche ich also 23.000 Abnehmer (Endverbraucher) oder eben einen Großmarkt der diese Menge absetzt. Natürlich nur, wenn ich das Monopol der Chinelo-Lieferung habe.


Eben hier liegt das grosse Problem, denn erstens ist diese Maschine mit der entsprechenden Geschäftsidee für das informelle Gewerbe gedacht, also ohne Firma, CNPJ, I.E., I.M., Junta Comercial oder Contrato Social. Das sieht man schon daran das das Rohmaterial auch vom Maschinenhersteller gekauft werden muss, denn mit eine legalisierten Firma könnte man ja bei jedem x-beliebigen Kunststoffhersteller der auf solchen Kunststoffmatten spezialisiert ist einkaufen.

Um aber derartige Menge loszuwerden braucht man schon ein offizielles Gewerbe, denn kein Grossabnehmer wird die Latschen ohne NF abnehmen wollen. Bzw. um bei Grossabnehmern überhaupt als Lieferant vorstellig zu werden muss man erstmal sein Cadastro mit allen relevanten Geschäftsdaten, Gesellschaftsvertrag, etc. einreichen. Sprich ohne offizielles Gewerbe, nix zu machen.

Allerdings sollte man nicht von der maximal Kapazität (80 Paar pro Tag) ausgehen, denn die Maschine ist ja ohnehin nur für den Hobbybereich gedacht. Also für die Hausfrau die sich ein paar Real dazuverdienen will. Als Lebensgrundlage kann man davon sicherlich nicht leben.

Meiner Meinung nach ist das was für Nieschen im Chinelo Bereich, man stellt die Latschen her und bringt dann diverse Verzierungen und Verschönerungen an. Sozusagen Einzelstückanfertigungen zu einem bestimmten Anlass oder Motto. Verkauft wird dann im Verwandten- und Bekanntenbereich oder auf dem Flohmarkt am Wochenende.
Wie aber gesagt, kann man damit auch kein Vermögen machen, schon gar nicht wenn man die eigene Arbeitsleistung in die Kosten einrechnet.
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