Brasilien ist anders. "Eine Bekannte hat mich gewarnt: In Brasilien ist gerade Herbst und es ist saukalt. Ich soll unbedingt Haube und Pullover mitnehmen, es hat in der Früh ,nur' 20 und tagsüber ,nur' 30 Grad", lacht Mario Friesenbichler. Der Kapfenberger ist seit wenigen Tagen in Florianopolis, rund 1100 Kilometer südlich von Rio de Janeiro, wo am Sonntag der Ironman über die Bühne geht.
Friesenbichler liebt das Exotische, deshalb hat er sich für einen Start in Südamerika entschieden. "Vor allem das Schwimmen im offenen Meer ist eine besondere Herausforderung", weiß der KSV-Triathlet. Nach den 3,8 Kilometern im Meer warten 180 Kilometer auf dem Rennrad und abschließend ein Marathon-Lauf (42 km). "Die Laufstrecke ist extrem schwer und hat einige steile Passagen, ein Hügel heißt sogar ,Heartbreak Hill'", erzählt der Gemeindebedienstete.
Apropos Job: Unter den 1300 Triathleten werden rund 50 Vollprofis am Start stehen. "20 Profis will ich schlagen", peilt der Amateursportler in der Gesamtwertung die Top-30 an. Friesenbichlers ehrgeiziges Ziel ist es, wie im Vorjahr die Quali für die WM auf Hawaii zu schaffen, dann in Klagenfurt "auf Risiko" seine Bestzeit (9:19 Stunden) zu verbessern, um im Herbst auch bei der WM die Spitze anzugreifen.
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